Ist sie zu schüchtern, oder wie jetzt?

hi leute,

ich habe eine freundin gefunden und es klappt wunderbar zwischen uns. es gibt aber ein kleines Problemchen.
aufgrund eines unfalles bin ich querschnittgelähmt, und habe deswegen keine kontrolle mehr über meine finger. dadurch kann ich sie nicht ausziehen und wenn sie es selbst machen muß, hat sie damit ein problem.
Wir haben uns schon darüber unterhalten und sie sagt selbst, dass wenn ich nicht gelähmt wäre, wir schon lange zusammen geschlafen hätten.
und jetzt meine frage:
warum schaffen es frauen in meinem fall nicht oder erst sehr viel später (was nicht hoffe), sich selbst auszuziehen?

Hallo,

ich glaube es ist weniger die Scham (Angst, what ever) sich selbst auszuziehen sondern die Furcht davor, wie es dann weitergeht.

Mein Freund ist auch teilweise gelähmt („nur“ die Beine) und ich weiß, dass wenn er das nicht wäre es damals wesentlich schneller zwischen uns gegangen wäre. Wir sind jetzt einige Zeit zusammen und ich habe auch trotzdem teilweise noch Hemmungen, weil manches eben nicht so möglich ist, wie es „normal“ ist. Man stößt ständig an Grenzen und das ist jedes Mal wieder traurig. Ich möchte es ihm ersparen, dass er wieder vor Augen geführt bekommt, was er alles nicht kann, weil das ja auch frustrierend ist (für beide).

Ich könnte mir vorstellen, deine Freundin hat einfach Angst, weil sie nicht weiß, wie sie mit deiner Behinderung umgehen soll. Du hattest Jahre Zeit dich an sie zu gewöhnen, deine Freundin ist noch dabei das zu tun (ich bin es zB auch immer noch). Ich weiß ja nicht, was du alles bewegen kannst und wie weit du sie an die Hand nehmen kannst und ihr zeigen kannst, was sie mit dir tun soll. Vielleicht hat sie auch Angst, dass sie dich auf eine für dich unangenehme Art berührt oder dir weh tut (hört sich blöd an aber mir geht es manchmal so). Außerdem möchte sie ja bestimmt auch berührt werden und vielleicht hat sie Angst, dass du zu wenig „kannst“, um ihr wirklich Lust zu bereiten.

Ich denke da hilft nur, offen miteinander zu reden. Du hast sicherlich auch Angst, dass du sie nicht befriedigen kannst, also sprich du über deine Ängste und ermunter sie, das ebenso zu tun.

Sex mit einem neuen Partner ist sowieso immer etwas „heikel“ (was der eine gerne mag verteibt beim anderen sofort jegliche Lust) und eine Behinderung macht das nunmal nicht leichter. Mit viel Zeit und Verständnis füreinander sollte es aber hoffentlich möglich sein, mit der Zeit die Hemmungen zu reduzieren.

Viele Grüße,
Sue

Hallo,

ich glaube es ist weniger die Scham (Angst, what ever) sich
selbst auszuziehen sondern die Furcht davor, wie es dann
weitergeht.

wir haben darüber nochmal gequatsch und wir denken das du irgendwo recht hast

Mein Freund ist auch teilweise gelähmt („nur“ die Beine) und
ich weiß, dass wenn er das nicht wäre es damals wesentlich
schneller zwischen uns gegangen wäre. Wir sind jetzt einige
Zeit zusammen

entschuldige die frage, wie lange?

und ich habe auch trotzdem teilweise noch
Hemmungen, weil manches eben nicht so möglich ist, wie es
„normal“ ist.

was ist normal? für einige paare ist die misionarstellung das einzige was sie kennen und jemals tun werden

Man stößt ständig an Grenzen…

das tun ‚normale‘ auch!

…Ich möchte es ihm ersparen, dass er wieder
vor Augen geführt bekommt, was er alles nicht kann, weil das
ja auch frustrierend ist (für beide).

da stimmen wir beide dir zu!

Ich könnte mir vorstellen, deine Freundin hat einfach Angst,
weil sie nicht weiß, wie sie mit deiner Behinderung umgehen
soll. Du hattest Jahre Zeit dich an sie zu gewöhnen, deine
Freundin ist noch dabei das zu tun (ich bin es zB auch immer
noch).

wie lange seit ihr schon zusammen?

Ich weiß ja nicht, was du alles bewegen kannst

ich bin höhe c5-c6 gelähmt.

und wie
weit du sie an die Hand nehmen kannst und ihr zeigen kannst,
was sie mit dir tun soll.

das klappt nur verbal…

Vielleicht hat sie auch Angst, dass
sie dich auf eine für dich unangenehme Art berührt oder dir
weh tut (hört sich blöd an aber mir geht es manchmal so).

dummerweise habe ich sensibilitätsstörungen an meinen armen. das äußerst sich insofern, dass ich bei leichten, zärtlichen berührungen schmerzen habe.

Außerdem möchte sie ja bestimmt auch berührt werden und
vielleicht hat sie Angst, dass du zu wenig „kannst“, um ihr
wirklich Lust zu bereiten.

ein pfleger sagte mal zu mir: ‚ein tetraplegiker ist erst dann impotent, wenn seine zunge gelähmt ist‘.

Ich denke da hilft nur, offen miteinander zu reden. Du hast
sicherlich auch Angst, dass du sie nicht befriedigen kannst,

die habe ich eigentlich weniger! :wink:

Sex mit einem neuen Partner ist sowieso immer etwas „heikel“
(was der eine gerne mag verteibt beim anderen sofort jegliche
Lust) und eine Behinderung macht das nunmal nicht leichter.
Mit viel Zeit und Verständnis füreinander sollte es aber
hoffentlich möglich sein, mit der Zeit die Hemmungen zu
reduzieren.

das ist bei ‚normalen‘ ebenso.

Viele Grüße,

ciao

Sue

t_c

Hallo,

Mein Freund ist auch teilweise gelähmt („nur“ die Beine) und
ich weiß, dass wenn er das nicht wäre es damals wesentlich
schneller zwischen uns gegangen wäre. Wir sind jetzt einige
Zeit zusammen

entschuldige die frage, wie lange?

über ein Jahr.

und ich habe auch trotzdem teilweise noch
Hemmungen, weil manches eben nicht so möglich ist, wie es
„normal“ ist.

was ist normal? für einige paare ist die misionarstellung das
einzige was sie kennen und jemals tun werden

Deswegen auch normal in Anführungszeichen. Man ist aber einfach von sich selbst (und auch von vorherigen Partnern) eine gewisse Beweglichkeit gewöhnt und erst wenn es die nicht gibt merkt man wie sehr sie manchmal fehlt.

Man stößt ständig an Grenzen…

das tun ‚normale‘ auch!

Aber auf eine andere Art und Weise. Es ist für mich ein Unterschied ob irgendeine akrobatische Übung nicht möglich ist oder ob nichts außer zB Reiterstellung funktioniert. Wobei bei uns der Fall noch ein bisschen anders ist, weil es nichts gibt, was grundsätzlich schon mal nicht möglich ist, da mein Freund sich eingeschränkt bewegen kann. Allerdings ist jede Aktion, in der er der aktive Part ist (zb Missionarsstellung) für ihn Schwerstarbeit (

3 „Gefällt mir“

Hallo,

ich glaube nicht, dass man das als Schüchternheit als solches verstehen kann. Es ist nur so, dass eine Behinderung bei einem Nichtbehinderten verunsichern kann, weil

a) man ihn nicht als unfähig oder irgendwie zurückgeblieben behandeln möchte.
b) natürlich ein Handicap da ist, das man nicht so recht einschätzen kann. Manches kannst du eben nicht mehr.

Ich glaube, dass du deiner Freundin einfach etwas Zeit geben solltest herauszufinden, zu was du pyhsisch in der Lage bist und zu was nicht. Es geht hier aber nicht um Potenz o.ä.
Weil sie an sich kein Problem damit hat, dass du querschnittsgelämt bist, gehe ich davon aus, dass sie schon was an dir persönlcih findet. Das ist sehr schön! Gib ihr einfach Zeit. Es ist eine ungewöhnliche Situation für sie. Das wird aber bestimmt ganz von allein. Suche nicht nach unnötigen antworten…

Viele Grüße,

Hilmar

Hai,

es könnte noch ein Aspekt mit reinspielen: sich-vor-jemanden-ausziehen, insbesondere, wenn dieser jemand nur dasitzt und zuschaut, ist den meisten als „unanständiges Verhalten“ beigebracht worden. Schließlich tun „sowas“ ja nur Lap-Dancer und Prostituierte…

Das die Situation bei Euch etwas anders ist, ist der internen Moral-Instanz dabei schnuppe - es dauert ein wenig, bis man dieser Moral-Instanz klargemacht hat, was Sache ist und bis dahin taucht sie immer wieder mal aus dem Unterbewusstsein auf und zetert 'was von „Unmoral!“, „Prostitution!“, „Blasphemie!“

Es ist nicht leicht, sexuelle Stimulanz aufrecht zu erhalten, wenn man im Hinterkopf Mamas Stimme hört: „Kind, sowas tut eine anständige Frau nicht!“

Geduld und nicht aufgeben!

Gruß und viel Spaß
Sibylle

hi sibylle,

boah, genau das dachte ich auch schon! ich konnte es bloß nicht in worte fassen. danke!!!
dafür bekommst du von mir 164 virtuelle sternchen.
grüße
the_cruel

hi ihr 2 - ich mische mich mal in euer gespräch ein - so kann ich auf aussagen von euch beiden etwas eingehen :smile:

vorweg - ich war mal mit jemandem zusammen der gelähmt ist und eigentlich nur noch seine hände und ab brust aufwärts ein gefühl hat.

das vorweg, damit ihr nicht meint, ich hätte null schimmer über das was ich gleich schreibe.

und ich habe auch trotzdem teilweise noch
Hemmungen, weil manches eben nicht so möglich ist, wie es
„normal“ ist.

das ist eine kopfsache - und oft natürlich zudem auch eine frage des alters - es gibt keine norm und das zu begreifen erfordert zeit und
viele erkenntnisse so ich meine. und auch gespräche.
wenn du bedenkst - es gibt z.b menschen die nicht gerne küssen -
sind die nicht normal? - oder sind die anderen nicht normal?

normen bedeuten nichts anderen als - die masse der menschen…
nur hier im bereich sexualität kann man letztlich gar nicht wirklich
wissen was die masse so treibt - angeblich fickt sie masse z.b. maximal 7 minuten - dann ist feierabend. - ich würde mich dafür nichtmal ausziehen - die masse aber findet es normal!!!

bedenke ausserdem die vielzahl der möglichkeiten der sexuellen vorlieben - normal ist meiner ansicht nach alles was beide oder alle wünschen und jene sind geistig und auch sonst fähig zu beurteilen was sie da tun wollen - nur das zählt und nicht was die masse kann oder will.
ein problem kann hier natürlich die eigene (nicht-)erfahrung sein was es denn alles so an lustvollen befriedigenden dingen geben kann die sich evtl nicht im sog. normbereich bewegen.
dazu gehört aus meiner sicht eine gewisse neugier und sicher keine angst und schon gar nicht das nichtberechtigte gefühl der verantwortung für beide - das ist mehr hinderlich als hilfreich. spielerisch, offen - das sind die garanten für beide.

das kann man sich erarbeiten indem man lernt loszulassen was man an klischees im kopf hat. - nicht einfach aber möglich.

was ist normal? für einige paare ist die misionarstellung das
einzige was sie kennen und jemals tun werden

Deswegen auch normal in Anführungszeichen. Man ist aber
einfach von sich selbst (und auch von vorherigen Partnern)
eine gewisse Beweglichkeit gewöhnt und erst wenn es die nicht
gibt merkt man wie sehr sie manchmal fehlt.

Man stößt ständig an Grenzen…

das tun ‚normale‘ auch!

recht hat er!!!

Aber auf eine andere Art und Weise.

ist die art und weise wirklich relevant oder ist sie das nur im kopf?
ich finde die art und weise nämlich total wurst.

Es ist für mich ein

Unterschied ob irgendeine akrobatische Übung nicht möglich ist
oder ob nichts außer zB Reiterstellung funktioniert. Wobei bei
uns der Fall noch ein bisschen anders ist, weil es nichts
gibt, was grundsätzlich schon mal nicht möglich ist, da mein
Freund sich eingeschränkt bewegen kann. Allerdings ist jede
Aktion, in der er der aktive Part ist (zb Missionarsstellung)
für ihn Schwerstarbeit (

2 „Gefällt mir“

das ist eine kopfsache - und oft natürlich zudem auch eine
frage des alters - es gibt keine norm und das zu begreifen
erfordert zeit und
viele erkenntnisse so ich meine.

Jeder definiert „normal“ für sich selbst. Und mir ging es um die Sachen, die ich für mich als normal empfinde. Das hat nicht unbedingt etwas mit der Norm zu tun sondern einfach damit, wie ich es in der Vergangenheit gelebt und geschätzt habe.

wenn du bedenkst - es gibt z.b menschen die nicht gerne küssen

sind die nicht normal? - oder sind die anderen nicht normal?

Es geht nicht um „nicht wollen oder mögen“ sondern um „nicht können, obwohl man gerne möchte“ (aus der Sicht meines Freundes).

bedenke ausserdem die vielzahl der möglichkeiten der sexuellen
vorlieben - normal ist meiner ansicht nach alles was beide
oder alle wünschen

Da liegt eben der Knackpunkt, für mich ist es normal (ich möchte es gern) auch mal die Missionarsstellung (zB) zu machen, meinem Freund geht es genauso. Es ist aber eben nicht möglich, bzw. nur unter Bedingungen die jegliche Lust killen. (Es macht mir keinen Spaß wenn ich sehe und weiß, wie sehr mein Freund dafür schuftet, Sex soll ja Spaß machen und das ist eben nicht mehr der Fall, wenn er so dafür ackern muss - das hat nämlich auch die körperlichen Konsequenzen.)

ein problem kann hier natürlich die eigene (nicht-)erfahrung
sein was es denn alles so an lustvollen befriedigenden dingen
geben kann die sich evtl nicht im sog. normbereich bewegen.

Ja, das Problem ist die Erfahrung. Ich weiß eben, was alles möglich ist wenn beide sich uneingeschränkt bewegen können und vermisse diese Dinge teilweise.

dazu gehört aus meiner sicht eine gewisse neugier und sicher
keine angst und schon gar nicht das nichtberechtigte gefühl
der verantwortung für beide - das ist mehr hinderlich als
hilfreich.

Sicherlich nicht hilfreich, aber manche Gefühle sind einfach da, Gefühle kann man eben nicht kontrollieren. Mir geht es nicht so, dass ich mich dafür verantwortlich fühle, dass mein Freund Spaß hat, ich kann mir allerdings vorstellen, dass es der Fall wäre wenn mein Freund noch stärker eingeschränkt wäre.

das kann man sich erarbeiten indem man lernt loszulassen was
man an klischees im kopf hat. - nicht einfach aber möglich.

Ich glaube nicht, dass mein Problem irgendwelche Klischees sind. Ich denke nicht, dass mein Freund ein Krüppel ist oder denke sofort „das kann er eh nicht“.
Vielleicht wäre es sogar einfacher, wenn seine Beine komplett gelähmt wären, dann könnte man gewisse Dinge von vornherein ausschließen und würde sie erst gar nicht versuchen. Da er aber stehen und gehen kann ist die Versuchung neue Sachen auszuprobieren - die jemand mit gesunden Beinen kann - recht groß. Genausogroß kann dann auch die Enttäuschung sein, wenn es dann eben doch nicht klappt, weil er mal wieder einsehen muss, wie „unzulänglich“ er ist. Dabei lache ich ihn sicherlich nicht aus und zeige mit dem Finger auf ihn, es ist für ihn einfach frustrierend, dass er es nicht kann. Wäre wahrscheinlich ähnlich, wenn er Potenzprobleme hätte, ich würde ihn nicht auslachen (oder ihm einen Vorwurf daraus machen), er würde sich aber trotzdem wie ein Versager vorkommen.

Es ist für mich ein

Unterschied ob irgendeine akrobatische Übung nicht möglich ist
oder ob nichts außer zB Reiterstellung funktioniert. Wobei bei
uns der Fall noch ein bisschen anders ist, weil es nichts
gibt, was grundsätzlich schon mal nicht möglich ist, da mein
Freund sich eingeschränkt bewegen kann. Allerdings ist jede
Aktion, in der er der aktive Part ist (zb Missionarsstellung)
für ihn Schwerstarbeit (will mag ein Dritter (oder ein anderes Paar) vielleicht die Lösung sein. Liegt es aber daran, dass der eine einfach nicht kann (obwohl er sehr gern würde) würde es ihn jedes Mal wieder tief verletzen, wenn sich der Partner das bei einem Dritten holt. Ich habe die Bedürfnisse und könnte sie notfalls durch einen anderen Mann befriedigen lassen (dass ich das nicht möchte, weil ich für meinen Freund zu viel empfinde lasse ich mal außen vor), er hingegen hat diese Bedürfnisse genauso, hat aber keine Möglichkeit sie zu befriedigen.

Dabei muss man aber auch beachten, dass ich zwar Sachen vermisse, mir die Beziehung zu meinem Freund jedoch viel mehr wert ist als die Befriedigung solcher Gelüste.

ich weiss nicht ob ich hier unrealistisch bin oder
idealistisch,
doch mein gedanke ist, es gibt alternativen für beide die man
suchen „muss“.

Irgendwann mag man vielleicht nicht mehr suchen, wenn man dabei nur ständig wieder vor Augen geführt bekommt, dass man ein „unzulänglicher Krüppel“ ist. Muss man den Partner nach jedem Versuch wieder tagelang aufbauen, weil es ihn sehr belastet etwas nicht zu können möchte man irgendwann auch nichts mehr ausprobieren. Dann begnügt man sich vielleicht lieber mit dem, was man hat als durch ein missglücktes Experiment wieder Minderwertigkeitskomplexe beim Partner zu produzieren. Auch hier wieder: man muss nicht lachend mit dem Finger auf den Partner zeigen, trotzdem kann er das Gefühl haben minderwertig zu sein.

seine einschärnkungen waren grosser als die die ich hier
gelesen habe
und mich hat es nicht gestört

Ich möchte nicht, dass hier der Eindruck entsteht die Behinderung meines Freundes würde mich stören. Wenn das so wäre hätte ich mich nicht auf ihn eingelassen. Er hatte allerdings schon einige Jahre Zeit, sich an seine Behinderung zu gewöhnen, ich bin noch dabei das zu tun.

Grüße,
Sue

hallo sue - ob der länge und auch der themen an sich kann ich nicht mehr auf alles eingehen - das sprengt den rahmen.

aber ich finde es befremdlich dass du vom krüppeln schreibst - in meinem wortschatz hat es das wort nie gegeben und ich frage mich, ob dein akzeptanzproblem nicht grösser ist als du es selbst wahrnimmst.

irgendwie liest es sich für mich als würdest du dich benachteiligt fühlen weil du jemanden liebst der ein handicap hat - das hast du aber selbst entschieden und so ganz komme ich da nicht mit…

es mag sich für nicht nicht nachvollziehbar anlesen, aber ich sehe keinen unterschied zu einem partner mit handicap dieser art oder zu
einem der z.b potensprobleme hat oder einen fetisch hat - in jedem der „fälle“ gibts einschränkungen und meiner ansicht nach ist das eigentliche problem nur das des persönlichen umgangs - nicht die sache selbst - jedenfalls nicht mehrheitlich.

der mann mit dem ich etwas hatte hatte kein gefühl mehr ab der brust - er spürt also nichts wenn er einen ständer hat und somit gibt ihm ein fick nichts - also hat man es gelassen und andere wege genommen -
ich kann darin kein problem sehen ausser das der romatischen gefühle aus jugendtagen - also nicht so wirklich nahe am realen leben eben…

jener mann von dem ich hier rede hat nun eine feste freundin die weniger lsut auf sex hat als er - obwohl er der ist der keinen einen orgasmus mehr haben kann oder ihn nicht spürt - aber dafür derart sensitiv ist, das er meint beim sex zu fühlen was frau fühlt - direkt und unmittelbar. inzwischen hat er mit seiner freundin geredet, denn auch ihr wird etwas fehlen und evtl verringert das ihre lust - aber es gibt ja nun wirklich genug praktiken die man austesten kann.

ich will damit nicht sagen ich könnte gar nicht verstehen warum dir etwas fehlt - aber die art wie du schreibst macht auf mich den eindruck als wäre das hauptproblem dein umgang damit weniger das fehlen selbst.
im übrigen halte ich es für eine absulte illision zu glauen dein partner würde alles von dir bekommen - denn er sei ja der mit dem handicap - das hat damit nämlich null zu tun.
diese aussage und einige andere brachten mich darauf dir das zu schreiben - ich wollte das erst nicht machen, denn ich kanns nicht vertiefen und so mag es sich wie leere worte anlesen. ich mag mich auch irren, denn die möglichkeiten der formulierungen lösen schnell missverständnisse aus - es gibt also eine vielzahl von gründen warum ich irren könnte - nicht nur die erwähnten.

es könnte aber auch sein, das etwas dran ist…

gruss
nina

aber ich finde es befremdlich dass du vom krüppeln schreibst -
in meinem wortschatz hat es das wort nie gegeben und ich frage
mich, ob dein akzeptanzproblem nicht grösser ist als du es
selbst wahrnimmst.

Ich habe geschrieben, dass ich eben nicht denke oder sage er sei ein Krüppel. Aber das ist (leider) der normale Umgang der Außenwelt mit seiner Behinderung. Kleines Beispiel: Letztens am Pfandautomaten, eine Frau am Automaten, eine weitere vor uns (mit Begleiter), dann wir. Da sagt ihr Begleiter zu ihr: „Lass doch mal den Krüppel vor.“
Anderes Beispiel: Wir waren in einem Laden, kamen dann einige Wochen später nochmal dorthin, der Verkäufer zeigt auf die Beine meines Freundes und fragt: „Ist das immernoch nicht besser?“ Mein Freund entgegnet, dass das nicht mehr besser wird, der Verkäufer sagt darauf: „Achso, Sie sind ein Krüppel.“

Das machen viele Menschen vielleicht nicht mal mit Absicht (die Frage des V war ja wohl eigentlich nur nett gemeint, man erkundigt sich eben danach, wie es dem Kunden geht), aber so reagiert die Welt nicht selten und deswegen ist das Wort auch durchaus in meinem Wortschatz, allein schon deswegen, weil ich mit meinem Freund auch über solche Aussagen spreche.

irgendwie liest es sich für mich als würdest du dich
benachteiligt fühlen weil du jemanden liebst der ein handicap
hat - das hast du aber selbst entschieden und so ganz komme
ich da nicht mit…

Ich habe lediglich geschrieben, dass mir einige Dinge fehlen, die für mich bisher ganz normal waren. Ich fühle mich dadurch nicht benachteiligt, zerfließe nicht in Selbstmitleid (und bemitleide auch meinen Freund nicht übermäßig), sondern stelle nur einfach fest, dass es in vergangenen Beziehungen Sachen gab, die für mich ganz normal waren und die jetzt eben nicht mehr so sind.

es mag sich für nicht nicht nachvollziehbar anlesen, aber ich
sehe keinen unterschied zu einem partner mit handicap dieser
art oder zu
einem der z.b potensprobleme hat oder einen fetisch hat

Naja, Potenzprobleme oder Fetisch sieht die Außenwelt nicht, und reagiert dementsprechend auch nicht darauf.

der mann mit dem ich etwas hatte hatte kein gefühl mehr ab der
brust - er spürt also nichts wenn er einen ständer hat und
somit gibt ihm ein fick nichts - also hat man es gelassen und
andere wege genommen -
ich kann darin kein problem sehen ausser das der romatischen
gefühle aus jugendtagen - also nicht so wirklich nahe am
realen leben eben…

Ich habe bereits schon mal geschrieben: Wenn etwas komplett gelähmt ist ist es wieder etwas anderes, dann ist das eben gelähmt, damit kommt man entweder klar oder nicht (wenn nicht dann trennt man sich), fertig. Bei meinem Freund liegt die Sache aber eben etwas anders.

ich will damit nicht sagen ich könnte gar nicht verstehen
warum dir etwas fehlt - aber die art wie du schreibst macht
auf mich den eindruck als wäre das hauptproblem dein umgang
damit weniger das fehlen selbst.

Ich beschreib es mal (hoffentlich) neutraler: Du möchtest irgendetwas haben, egal was. Nun sind die Umstände so, dass du dich damit angefreundet hast es eben nicht zu bekommen. Und dann hält es dir jemand vor die Nase, du greifst danach und kommst nicht dran.
Du hast weiterhin das Verlangen danach und dauernd wird es dir vor die Nase gehalten, dran kommst du aber trotzdem nicht. Das ist frustrierender als zu wissen du kriegst es nicht und dabei bleibt es auch.

Es wäre für mich also durchaus einfacher, wenn ich wüsste dies und das ist nicht möglich, dann kann man sich entscheiden wie wichtig es ist und ob man drauf verzichten kann. Könnte ich, kein Thema. Aber dadurch, dass eben nichts vollkommen ausgeschlossen ist, mein Freund zB an einem Tag mehrere Kilometer mit mir spazieren gehen kann und am nächsten Tag schon Probleme hat vom Bett ins Badezimmer zu kommen gibt es nichts konstantes, an dem ich mich orientieren könnte. So gesehen muss ich jeden Tag auf neue lernen, was mein Freund gerade kann und was nicht.

im übrigen halte ich es für eine absulte illision zu glauen
dein partner würde alles von dir bekommen - denn er sei ja der
mit dem handicap - das hat damit nämlich null zu tun.

Ich meinte das nicht absolut, sondern in Hinsicht darauf, was an sexuellen Stellungen möglich ist (weil es ja nur darum ging, dass mir manche Stellungen fehlen - und die wären meinem Freund eben auch mit einer anderen Frau nicht besser möglich).

diese aussage und einige andere brachten mich darauf dir das
zu schreiben - ich wollte das erst nicht machen, denn ich
kanns nicht vertiefen und so mag es sich wie leere worte
anlesen. ich mag mich auch irren, denn die möglichkeiten der
formulierungen lösen schnell missverständnisse aus - es gibt
also eine vielzahl von gründen warum ich irren könnte - nicht
nur die erwähnten.

Ja, mir fällt es auch schwer zu beschreiben, wie ich es wirklich meine und ich habe gemerkt, dass es vollkommen falsch rübergekommen zu sein scheint. Ich kann dazu nur sagen, dass du ein Problem zu sehen scheinst wo ich nicht wirklich eines sehe. Ja, mir fehlen einige Dinge aber sie haben für mich nicht die Wichtigkeit, wie es hier vielleicht den Anschein erweckt hat.

Schließlich habe ich hier nur einen sehr kleinen Teil unserer Beziehung beschrieben, die meisten Sachen sind bei uns genauso wie sie auch wären, wenn mein Freund nicht behindert wäre. Aber das war ja nicht das Thema, also habe ich die (überwiegend sexuellen - denn darum ging es ja auch dem Fragesteler) Teile thematisiert, die eben anders sind. Das ändert aber nichts daran, dass ich sehr glücklich mit meinem Freund bin.

Grüße,
Sue

hallo nochmals sue,

sorry für das missverständnis mit dem begriff krüppel. ist mir wohl quer im kopf gelandet.

ansonsten ists wohl so wie ich im ersten posting schriebe - ebi dir eine kopfsache - jedenfalls schreibst du es ja eigentlich selbst so.

nach wie vor kann ich einiges nicht nachvollziehen, was aber viele gründe haben kann. der punkt fetisch wurde von dir glaube ich fehlinterpretiert - und mit der öffentlichkeit hat es ja nichts zu tun wenn jemand auf grund seiner vorlieben nur bestimmte dinge mag - ich sehe da jedenfalls keinen unterschied zu einem handicap das einen im rahmen der möglichkeiten einschränkt.

lange rede, kruzer sinn - solange dir dein kopf sagt dir entgeht was - solange du keine alternativen siehst die wiederum auf der sexuellen ebene etwas besonderes darstellen oder ein besonderer kick sind - wüsste ich auf grund deiner schilderungen nicht wie du von der sichtweise (fühlweise) weggkommen kannst.

da ich per. finde, es gibt keine menschen ohne handicaps, jeder hat mind eine behinderung (mindestens) und da ich ja nun doch ne ecke älter bin und im koitus nicht das eigentliche sehe z.b - mag es daran liegen, dass ich das problem wie du nicht als solches sehe.

da es kein besser oder schlechter gibt bleibt aus meiner sicht nur, ob du dich im falle der langjährigen beziehung nicht doch irgendwann lösen kannst von dem was dich „plagt“ und dafür positives neues findest.

eine andere lösjung sehe ich jedenfalls nicht innerhalb der beziehung mit einem partner mit einschränkungen in bestimmten bereichen.

dass du übrigens meinst, es wäre einfacher wenn jemand bestimmte dinge einfach nicht hat/kann - mag dir deine vorstellung vo vermitteln.
doch obs so ist würde nur die praxis zeigen und warum nun genau kann ich nicht sagen, ich zweifel jedoch daran.

ich bin hier an der grenze meiner möglickeiten angelangt und so kann ich nur wiederholen - trotz teilweiser missverständniss - ich denke, dein kopf, dein denken ist das problem und nicht die einschränkungen/ erschwernisse selbst.

ich wünsche dir - egal wie - das beste :smile:

LG
nina