Ist wirklich Lebensmittel = Lebensmittel?

Hallo ihr,

mich würde mal interessieren, ob bei der Diät wirklich wirklich NUR die Gesamtzahl der Kalorien eine Rolle spielt. Das liest man ja hier immer wieder und ich bin eigentlich selber auch dieser Meinung,… aber halt nur eigentlich:wink:.
Denn andererseits gibt es ja immer wieder Menschen, die immer ihre ganz speziellen NAhrungsmittel täglich brauchen… z.B. hab ich einen Freund, der steht in der Früh auf und braucht sein Fleisch und wenn keins da ist, geht er zum Metzger und kauft welches… und so ist es doch bei vielen Menschen… ich könnt mir z.B. nie vorstellen keine Kohlenhydrate mehr zu essen… weil ich des GEfühl hab nur mit denen Satt zu werden… Hat ein individueller Körper also nicht irgendwie ein individuelle „Essenverlangen“. Und was für mich außerdem nicht zu der Theorie mit den weniger Kalorien als Gesamtumsatz passt, ist, dass ich jetz schon paar mal von der sog. Fleischdiät gehört hab, wo man nur noch Wurscht und Fleisch, dafür aber so viel wie man mag essen darf. Und ich weiß auch einige die davon wirklich viel abgenommen haben… obwohl sie auch viel gegessen haben… soweit ich das als Außenstehende beurteilen kann natürlich:wink:.
Für mich liegt also eigentlich die VErmutung nahe, dass der Körper vllt wenn ein Lebensmittel meinetwegen 1000kJ hat nur 990 verwerten kann und bei einem anderen Lebensmittel mit 1000kJ vllt alles? Oder ist diese Theorie voll und ganz auszuschließen? :smile:
Freue mich auf Antworten:smile: lg cantaloup

Hallo!

mich würde mal interessieren, ob bei der Diät wirklich
wirklich NUR die Gesamtzahl der Kalorien eine Rolle spielt.
Das liest man ja hier immer wieder und ich bin eigentlich
selber auch dieser Meinung,… aber halt nur eigentlich:wink:.

Nein.
Diät bedeutet nur eine besondere Ernährung. Das kann die verschiedensten Gründe (vor allem auch medizinische!) haben.

Es gibt sogar eine gesetzliche Definition:

{(1) Diätetische Lebensmittel sind Lebensmittel, die für eine besondere Ernährung bestimmt sind.

(2) Lebensmittel sind für eine besondere Ernährung bestimmt, wenn sie

  1. den besonderen Ernährungserfordernissen folgender Verbrauchergruppen entsprechen:
    a) bestimmter Gruppen von Personen, deren Verdauungs- oder Resorptionsprozess oder Stoffwechsel gestört ist oder
    b) bestimmter Gruppen von Personen, die sich in besonderen physiologischen Umständen befinden und deshalb einen besonderen Nutzen aus der kontrollierten Aufnahme bestimmter in der Nahrung enthaltener Stoffe ziehen können, oder
    c) gesunder Säuglinge oder Kleinkinder,

  2. sich für den angegebenen Ernährungszweck eignen und mit dem Hinweis darauf in den Verkehr gebracht werden, dass sie für diesen Zweck geeignet sind, und

  3. sich auf Grund ihrer besonderen Zusammensetzung oder des besonderen Verfahrens ihrer Herstellung deutlich von den Lebensmitteln des allgemeinen Verzehrs unterscheiden.}

siehe Diät-Verordnung http://bundesrecht.juris.de/di_tv/

Blumenkohl-, Kartoffelsuppen-, Gummibärchen oder Fleischdiäten sind nur Sonderfälle der Brigitte-Diät, die nur Abnehmen zum Ziel hat (Kommentar zur Sinngebung spar ich mir mal, die Wortwahl sollte meine Meinung deutlich werden lassen . . . :wink:

Und die Verwertungsrate ist natürlich bei jedem Mensch anders. Du wirst bestimmt auch jemanden kennen, der alles in sich reinstopfen kann, ohne dabei zuzunehmen, während andere schon beim Anblick einer Tüte Kartoffelchips zunehmen.

lg, mabuse

hey du,

danke für die schnelle Antwort:smile:. Hmm… also bei denen wo ich weiß, die diese Fleischdiät gemacht haben… ist bis jetz noch nichts von Jojo-effekt zu sehen… aber mal abwarten:smile:.
Ja… und dass es Leute gibt, die ewigst viel essen können, ist mir natürlich auch schon aufgefallen… aber ich hab mir dass immer so erklärt, dass die zwar alles verwerten, den Rest aber halt eben als Wärmeenergie abgeben oder irgendwie so:smile:… und nicht „unverwertet“ wieder ausscheiden.
Lg und schönes We, Cantaloup

Hallo,

mich würde mal interessieren, ob bei der Diät wirklich
wirklich NUR die Gesamtzahl der Kalorien eine Rolle spielt.

Kalorien sind ein Meßwert, der sehr verallgemeinert. Wichtig bei der Ernährung sind Abwechslung - von allem (Gemüse, Fleisch, Obst usw.) etwas in einem einigermaßen ausgewogenem Verhältnis. Auch den eigenen Appetit oder auch „Heißhunger“ auf bestimmte Lebensmittel sollte man berücksichtigen. Jeder Mensch ist anders und hat andere Vorlieben, die oft zuverlässiger sagen, was man derzeit essen sollte als irgendwelche erfundenen Tabellen.

individuelle „Essenverlangen“. Und was für mich außerdem nicht
zu der Theorie mit den weniger Kalorien als Gesamtumsatz
passt

Kalorien sind für sich allein genommen ein ungesunder Standard. Was wichtig ist, ist daß man genügend Mineralien, Spurenelemente, Vitamine usw. zu sich nimmt, damit der Körper all das bekommt, was er für einen gesunden Stoffwechsel und je nach körperlich-seelischer Belastung braucht. Das wird von Kalorientabellen überhaupt nicht berücksichtigt.

Für mich liegt also eigentlich die VErmutung nahe, dass der
Körper vllt wenn ein Lebensmittel meinetwegen 1000kJ hat nur
990 verwerten kann und bei einem anderen Lebensmittel mit
1000kJ vllt alles? Oder ist diese Theorie voll und ganz
auszuschließen? :smile:

Je nachdem was man ißt stimmt diese Vermutung, denn was bekömmlich ist und gut aufgenommen wird, ist bei jedem Menschen etwas anders ebenso wie der eigentliche Bedarf.

Diäten sollten für Menschen vorbehalten sein, die krank sind und deswegen bestimmte Dinge weniger oder gar nicht essen sollten, wie beim Diabetiker z.B.

Gruß,
Cantate