Ist zu viel trinken ungesund

Hallo,
ich habe bereits ein Thema hierzu gefunden jedoch weicht meins noch zusehr ab und mir ist mit den anderen Antworten nicht geholfen.

Ich trinke ca-6-9 Liter (wobei 9Liter nicht sooft vorkommt), ich habe bissher gelesen, dass es gesund ist soweit man viel sport macht und schwitzt, dies ist bei mir jedoch völlig egal (beim Sport trinke ich nicht mehr!), bei mir ist es auch nicht so, dass ich durst habe und trinke, sondern das ich mich einfach besser fühle, es ist kein gefühl, was man spüren kann sondern „mehr in meinem Kopf“ (so fühlt es sich zumindest an).

mfg

Hallo, dazu kann ich als Medizinischer Laie nichts sagen.

Sorry für sowas bin ich der falsche Experte, aber auch ich hatte mal ne Trainings-Zeit… so 1-2 Monate lang, wo ich mehr als 5-6 Liter (wasser) am Tag trank und ausschwitzte, geschadet hats nicht aber man solte in der Zeit auch reichlich extra Mineralien und Vitamine zu sich nehmen.

Alles Gute
Enrico

Hallo Fayx,
6-9 l sind in der Tat sehr viel. Diese Mengen trinken eigentlich nur Marathonläufer oder Ironman Teilnehmer während eines Wettkampfs.Wenn du so viel trinkst, ist es eine große Belastung für das Herz. Hinzu kommt noch die Frage, was du trinkst. Du solltest auf jeden Fall mal einen Arzt befragen. Vielleicht stimmt ja bei dir etwas nicht, dass du so viel trinkst.

Beste Grüße Silke

Hallo, danke für deine schnelle Antwort, ich trinke nur Wasser, das Zucker beim Zucker zeug wie z.B. Cola fühle ich mich nicht wohl.

mfg

Hallo,

zum Thema Trinken gibt es genau so unterschiedliche Meinungen wie zum Essen. Am Besten fragst du deinen Arzt, ob dein Trinkverhalten normal ist.

Anne

Hallo, Fayx,

ich bin kein Arzt oder Ernährungsexperte und kann deshalb nur meine laienhafte Meinung kundtun. Kürzlich las ich in einem wissenschaftlichen Artikel, dass es garnicht so gesund sei, sehr viel zu trinken. Insbesondere Langstreckenläufer, die zu viel tranken, erlitten Ausschwemmungen von Salzen etc., was bei ihnen zu bedenklichen Problemen führte.
Fazit des Artikels: Soweit man noch ein gesundes Durstgefühl hat, soll man diesem folgen.

P. S.: ich persönlich trinke ca 1,5 - 2 l pro Tag und fühle mich sehr wohl.

viele Grüße
jottwees

Hallo

Dazu ein Bericht aus „Welt online“:

Zuviel Trinken kann auch schaden

Der Wasser-Trend wird von Ernährungsexperten und Gesundheitsberatern begrüßt. Es gibt jedoch auch ein paar Skeptiker, die den extra hohen Wasserkonsum für Unsinn halten. Sie kritisieren, dass die gesundheitlichen Vorteile nicht wissenschaftlich erwiesen sind, und warnen davor, das Trinken zu übertreiben.

Schaut man sich Filme aus dem vergangenen Jahrhundert an, fällt auf, dass fast alle Leute ständig rauchen. In heutigen Produktionen dagegen laufen die Menschen mit Wasserflaschen umher und trinken immer wieder ein paar Schlucke. Und das nicht nur im Kino. Für die Generation unter 30 gehört die ständig verfügbare Wasserflasche zum Lebensstil wie früher Zigaretten.

Die Wassermassen-Skeptiker finden bisher kaum Gehör. Fernsehmagazine, Frauenzeitschriften und Bücher empfehlen, möglichst viele zucker- und alkoholfreie Getränke zu konsumieren, am besten Wasser. „Viel Flüssigkeit zu trinken ist gut, das ist eine alte Weisheit und auch ein uraltes Heilmittel“, rät die Website des Magazins „ARD-Buffet“. Für die Sommermonate lautet die Empfehlung „drei Liter täglich“. „Ein Zuviel ist kaum möglich“, behaupten die ARD-Ratgeber. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät, mindestens 1,5 und bei Hitze drei Liter am Tag zu trinken. „Wichtig ist, nicht erst zu trinken, wenn Durst auftritt. Durst ist ein Zeichen dafür, dass bereits ein Flüssigkeitsdefizit vorliegt!“

„Nein, auch mit Wasser kann man seine Gesundheit ruinieren“, sagt Udo Pollmer. Der Lebensmittelchemiker und Autor hält den Wasserkult für gefährlichen Unfug. „Das ist ein schönes Beispiel, wie man mit gut gemeinten Ratschlägen einen Menschen umbringen kann“, sagt er. Die Gefahr, zu viel zu trinken, bestehe durchaus.

Körperregulation kippt

Pollmer ist in der Fachliteratur auf 250 dokumentierte Fälle von Wasservergiftung bei Ausdauersportlern gestoßen. Es kam schon vor, dass Marathonläufer vor lauter Angst, durch starkes Schwitzen auszutrocknen, so viel tranken, dass durch den Verdünnungseffekt der Natriumgehalt im Blut absackte. Das löst ein paradoxes Gefühl aus: Der ohnehin schon überwässerte Mensch wird immer durstiger. In schweren Fällen kann es dadurch zu einer tödlichen Hirnschwellung kommen.

Beim London-Marathon 2007 starb ein 22-Jähriger auf diese Weise. „Typische Opfer von Wasservergiftungen“, schreibt Pollmer in seinem Lexikon der Ernährungsirrtümer, „sind junge Frauen, die meinen ihre Diät besser durchhalten zu können, wenn sie ständig am Wasserglas nippen.“ Allerdings muss man die Trinkerei heftig übertreiben, bis der Salzverlust so groß ist, dass die Körperregulation kippt und das Durstgefühl zunimmt. Erst ab etwa sechs bis sieben Litern am Tag wird es gefährlich, schreibt Pollmer.

Andererseits ist die Gefahr der Austrocknung für alte Menschen durchaus bedrohlich. Besonders Demenzkranke sind gefährdet. Manche von ihnen vergessen das Trinken. Die 2,5 Liter Wasser, die ein Mensch täglich durch seine Ausscheidungen und die Atmung verliert, müssen ersetzt werden, sonst kommt es sehr bald zu Vergiftungserscheinungen. Doch den Verlust muss man nur zum Teil durch Trinken kompensieren, weil auch die feste Nahrung Wasser enthält. Fleisch besteht zu 75 Prozent daraus, eine Gurke zu 97 Prozent.

Kein Nachweis gesundheitlicher Vorteile

Für die viel gepriesenen Wirkungen der Wasservöllerei auf gesunde Menschen gibt es allerdings keine harten Beweise. Zu diesem Fazit kamen die Nierenexperten Dan Negoianu und Stanley Goldfarb von der University of Pennsylvania. Sie veröffentlichten im Frühjahr 2008 in der Fachzeitschrift „Journal of the American Society of Nephrology“ einen Vergleich aller veröffentlichten klinischen Studien zum Thema „Wasserkonsum und gesundheitlicher Effekt“. Fazit: Es ist nicht erwiesen, dass die in Amerika übliche Empfehlung, etwa zwei Liter täglich zu trinken, für normale Erwachsene gesundheitliche Vorteile bringt. Die beiden Wissenschaftler konnten nicht einmal die Quelle dieser populären Empfehlung ausfindig machen. Sie scheint irgendwie aufgekommen zu sein und passte in die Zeit.

Noch vor ein paar Jahren war es selbstverständlich, dass ein erwachsener Mensch ohne groß nachzudenken trinkt und dabei auf seinen Durst vertraut. Heute gibt es dafür professionelle Anleitung. Von 20 000 Menschen, die sich innerhalb eines Jahres bei einem deutschen Internet-Trinkberater meldeten, wünschten sich 80 Prozent Tipps, wie sie mehr zu trinken lernen. Die Beratung, die unter anderem von einem Wasserfilterhersteller finanziert wird, bietet zum Beispiel an, ihre Nutzer regelmäßig per E-Mail ans Trinken zu erinnern.

Kein Mittel gegen Kopfschmerz

Negoianu und Goldfarb überprüften die einzelnen Versprechen der Wasserprediger und kamen zu recht ernüchternden Ergebnissen. Beispielsweise gibt es für die Annahme, viel Trinken helfe gegen Kopfschmerzen, zwar einzelne Aussagen von Patienten, aber keine statistisch relevanten Daten. Ein Zusammenhang könnte darin besehen, dass sich eine beginnende Austrocknung zuerst mit Kopfschmerzen bemerkbar macht. Aber ein Kopfschmerzmittel ist Wasser deshalb nicht. Und dass viel Trinken den Körper entgiften soll, klingt zwar plausibel, wurde bisher jedoch nicht durch wissenschaftliche Studien bewiesen.

Unumstritten ist, dass viel Trinken bei Blasenentzündungen und bei Verstopfung hilft. Auch kann es das Auftreten von Nierensteinen verzögern. Eine deutsche Untersuchung aus dem Jahre 2004 bestätigte, dass Wassertrinken das Abnehmen unterstützen kann. Forscher der Berliner Charité und des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung, Potsdam-Rehbrücke, hatten an neun Übergewichtigen, aber ansonsten gesunden Probanden die Wirkung auf den Energiestoffwechsel untersucht. Ergebnis: Wasser „verbrennt“ zusätzlich Energie. Doch die Wirkung ist recht bescheiden. Die Aufnahme von 1,5 bis zwei Litern am Tag kann den Energieumsatz um bis zu 100 Kilokalorien erhöhen, das entspricht jedoch lediglich 13,7 Gramm Fettgewebe am Tag.

Penetrante Belehrung

Keine einzige Studie belegt laut Negoianu und Goldfarb, dass gesunde Menschen sich die in Amerika allgemein empfohlenen zwei Liter reinzwingen müssen. Es gibt aber auch keine Erkenntnisse, dass es schädlich ist. Insgesamt mangele es an belastbaren Beweisen.

Die penetrante Belehrung, mehr zu trinken, ist nicht nur gesundheitlich fragwürdig, sondern meistens auch überflüssig. Denn die Deutschen trinken gar nicht zu wenig. Nach der nationalen Verzehrstudie vom Mai 2008 trinkt der Bundesbürger im Durchschnitt zwei Liter alkoholfreie Getränke am Tag. Auch eine große Studie der DGE über das Trinkverhalten von Kindern und Jugendlichen, die im März veröffentlicht wurde, kommt zu dem Schluss: Jugendliche nehmen in der Regel ausreichend Flüssigkeit auf. Am häufigsten trinken sie Leitungs- und Mineralwasser.

Offenbar scheint das biologisch bewährte Durstgefühl des menschlichen Körpers auch heue noch ganz gut zu funktionieren. Gesunde trinken automatisch genug.

Lieber Gruss

Hallo Fayx,
leider kann ich erst jetzt antworten, da mir die Frage jetzt erst zur Kenntnis gebracht wurde und ich vermute, dich haben schon viele Antworten erreicht.
Dennoch viel ich kurz meinen Beitrag leisten.
Die von dir angegebene Menge an Wasser (Flüssigkeit) und schon recht ungewöhnlich hoch und wie bei allen, so ist auch bei Wasser die Menge entscheident, ein zuviel kann auch hier negative Folgen haben, da wichtige Mineralien aus den Zellen gespült werden könnten.
Ein permanenter hoher Wasserbedarf kann weitreichende Ursachen haben, mir fällt da spontan die Zuckererkrankung ein. In jedem Fall aber sollte hier ein Arzt konsultiert werden, welche mit diversen Laboruntersuchungen eine Ursache finden kann.

Mit freundlichen Grüßen