Hallo,
kennt jemand das Buch.
Überall lese ich nur begeisterte Rezensionen.
Örgs…
Ich mag Coetzees Stil nicht, hab ihn noch nie gemocht.
Ist mir zu karg, zu kalt.
Aber mich interessiert das Thema, das Land. Und ich denke
vor jedem Buch: Naja, wenn soooo viele LEute (auch Leute auf
deren Beurteilung ich Wert lege) das Buch gut finden, vielleicht
ist ja was dran.
Und dann - naja, örgs halt. Aber nicht nur wegen des Stils,
auch die Geschichte, die er beschreibt.
Mich stört vor allen Dingen diese „Liebesbeziehung“ am Anfang.
Kann jemand, der das gelesen hat, mal darüber was sagen.
Am liebsten natürlich was, was mich bestätigt 
Warum geht eigentlich niemand darauf ein, dass David Lurie
total unfähig ist, zu bemerken, dass die junge Studentin
ihn „machen lässt“, es kommt fast schon einer Vergewaltigung
gleich, wenn er mit ihr schläft.
Gruß
Elke
Kann jemand, der das gelesen hat, mal darüber was sagen.
Am liebsten natürlich was, was mich bestätigt 
Hallo,
den Gefallen kann ich dir tun. Ich fands auch, naja, nicht grad grottenschlecht, aber irgendwie unspektakulär. Also für einen Nobelpreisträger…
Vielleicht waren meine Erwartungen überzogen oder so, ich hatte es gelesen, um mir ein Bild vom heutigen Südafrika zu machen.
Dafür war’s nix. Und ich werd wohl nichts weiter von Coetzee lesen, wenn mich nicht jemand sehr doll überredet.
Grüße
Sonja
Hallo,
den Gefallen kann ich dir tun.
Danke
)
Ich fands auch, naja, nicht
grad grottenschlecht, aber irgendwie unspektakulär. Also für
einen Nobelpreisträger…
Vielleicht waren meine Erwartungen überzogen oder so, ich
hatte es gelesen, um mir ein Bild vom heutigen Südafrika zu
machen.
Dafür war’s nix.
Du meinst für ein Bild für Südafrika?
Das kann ich nun nicht bestätigen.
Diese Smallholding Communities am Rand der Städte,
da kamen mir die Situationen und die Charaktere
z.T. doch sehr bekannt vor.
Bloß Neues hab ich nicht gelernt, nicht wirklich.
Gruß
Elke
Hallo,
als Coetzee den Nobelpreis bekommen hat, habe ich mir Schande gleich aus der Bibliothek geholt. Und ich war echt enttäuscht. Ich weiß gar nicht mehr richtig, worum es ging, was ja eigentlich schon ein schlechtes Zeichen ist. Habe seither nichts mehr von ihm gelesen. Vielleicht verstehe ich aber auch nur irgendwas an ihm nicht. Wer weiß, wer weiß!?
Grüße!
Hallo
Leicht off-topic…aber Coetzee hat doch auch The Life and Times of Michael K geschrieben, oder?
Ich musste dieses Buch in der Schule lesen, und es war das erste mal, dass ich wirklich das Bedürfnis hatte, ein Buch zu verbrennen. Ich habe noch nie solchen langweiligen Schwachsinn gelesen.
Moin,
ich fand das Buch etwas verstörend, somit Prädikat: „gut“.
(Nichts ist schlimmer als Bücher, die einem nur in seinem bereits bestehenden Weltbild bestätigen
)
Gruß
Marion
Hi,
(danke für den ISBN-Tipp, ich hab noch nie
Bücher verlinkt, glaube ich)
ich fand das Buch etwas verstörend, somit Prädikat: „gut“.
Was hat dich verstört?
Ich muss zugeben, dass mich das Buch beschäftigt,
sonst hätte die Frage nicht gestellt. Von daher …
dennoch ist mir Coetzees Stil einfach zu spröde.
Für mich zerfällt das Buch auch in zwei Teile,
diese unsägliche „Liebesgeschichte“ (Cape Town)
und die Geschichte danach (Grahamstown).
Vielleicht stört mich, dass dieser spröde Stil
vorgibt (=die Illusion schafft), neutral und objektiv
zu sein, aber eben nicht ist.
Der Unterschied zwischen „Grahamstown“ und „Cape Town“
liegt glaube ich dort, wo Lurie einsieht, dass er
nicht versteht, was vor sich geht (in der ihm
fremden Welt in Grahamstown) und dort, wo er denkt,
die Welt sei so, wie er sie interpretiert (Cape Town).
Jedenfalls, um die These oben im anderen Thread nochmal
zu unterstützen: ich hab Einsichten in das Buch
gewonnen, die ich nicht hätte, wenn ich mich nicht
mitteilen gemusst und mit anderen Meinungen (sogar
scheinbar kongruenten) hätte auseinandersetzen müssen.
Gruß
Elke
Moin,
Was hat dich verstört?
Ist schon eine Weile her, dass ich das Buch gelesen habe. Aber ich versuchs mal.
Ich erinnere mich daran, dass kaum eine der Personen sich so verhalten hat, wie ich es von ihnen erwartet hätte. Man fragt sich: Warum verhalten die sich so, warum machen die jetzt nicht das, was ich vielleicht an deren Stelle gemacht hätte oder was ich als „normal“ angesehen hätte. Gleichzeitig erwecken die Personen hingegen den Eindruck, als wären sie völlig „normal“, also keine Spinner oder Freaks.
Ich hatte ständig die Hoffnung, jemand müsste kommen, um „Gerechtigkeit“ wiederherzustellen. Aber es gab keinen Ausgleich. Sicher, die Welt ist so. Alles was passierte, hätte genau so passieren können, aber häufig bietet Literatur ja so etwas wie „Hoffnung“, sie bietet Handlungsmöglichkeiten an, zeigt mögliche Perspektiven auf, auf die man allein vielleicht nicht so gekommen wäre und erweitert dadurch den eigenen Horizont. Nicht so dieses Buch. Zwar wirkten die Menschen auch mich dort auch „befremdlich“, aber letztendlich unverständlich und somit weit weg. So wie es eben meistens ist in der Welt 
Gruß
Marion
Hallo,
lies „youth“ im Orginal und du wirst verstehen, wieso er den nobelpreis bekommen hat.
gruss