Hallo
Gefragt habe ich, weil mir nicht so ganz klar ist, wie Ihr mit
dem Wissen umgeht, nie wieder komplett frei zu sein.
Ich will dazu malein paar „radikale“
Randnotizen machen, weil ich nicht
der Ansicht bin, dass man das Thema
heute ohne Radikalität meistern kann
(also festhalten:wink:.
Du tust ja so, als ob Deine „Freiheit“
irgend etwas bedeuten würde.
Letzlich wirst Du auch den ganzen Tag
rumrennen und Dich um die Probleme anderer
Leute kümmern (Chef?, wichtige Vertragspartner?)
und dabei vollkommen ersetzbar sein.
Und danach, in Deiner „Freizeit“ wirst Du als
beflissener freiwilliger Mitarbeiter einer
globalen Industriemaschine deren Konsum-
produkte mit Vehemenz anschaffen und
konsumieren. Das wird Dir wie „Freiheit“
vorkommen weil Du dadurch ein besserer
„Verbrauchsmitarbeiter“ dieses Produzenten-
systems bist.
Und bist Du nicht mehr da, so träfe nicht mal
die Metapher zu „wir werden gewesen sein“.
Nein, es trifft vielleicht ein
„wir werden nicht gewesen sein“ zu,
wer weiss - es wird eh niemanden
interessieren.
man Kinder, wird man sich immer fragen, was sie
wohl machen, wird immer eine Gehirnwindung für
ihr Wohlergehen „reservieren“.
Das verwechselst Du, das nennt sich
„Tamagotchi“; ein großer Erfolg bei
japanischen Schulkindern (und kurz
wohl auch hierzulande).
Ich komme mir mittlerweile schon komplett
komisch vor, aber empfindet ihr das nicht
manchmal als Belastung?
Was, das Tamagotchi? Offensichtlich nicht,
es scheint bisweilen eine tiefe und „triebhafte“
Instanz von „Kümmern um die Meinigen“ im Gehirn
der Vertreter der Species Mensch zu existieren
(oder zumindest ein weckbares Potenzial dazu).
Alle Mütter die ich darauf anspreche, versichern mir, sie
würden so nicht denken. Ist ja auch irgendwie logisch.
Mir ist [irgendwie auf das Kind gerichtet]
tja, das dann so mal eben geschehen zu lassen, fällt
mir schwer.
Warst Du selbst gern Kind? Hattest Du den Wunsch,
Dich mit einer Elternfigur zu identifizieren,
an ihrer „Identität“ teilzuhaben?
Ich denke, das macht nahezu alles aus. Wenn ich
kein stabiles „Rollenmodell“ in mein Gehirn
eingebaut habe, so ist es zu erwarten, dass
die Vorstellung, selbst in diese Rolle zu
kommen, mit Angstabwehr quittiert wird.
Oder so … (bin kein Psycholog’).
Grüße
CMБ (der als früheres straffes Konsumkamel
inzwischen eher sich selbst im Hinblick auf
seine Kinder und seine Familie definiert)