Ja zum Kind

Liebe Eltern und andere,

ich möchte Euch um einen kleinen Erfahrungs- oder besser Erlebnisbericht bitten. Insbesondere Euch Frauen.

Es geht mir um den Zeitpunkt, an dem Ihr Euch ganz klar für das Kinderkriegen entschieden habt. Also nicht mehr verhütet habt.

Ist Euch dieser finale Schritt schwer gefallen? War Sex plötzlich anders? Gab es Ängste?

Ich richte mich insbesondere an die Frauen, weil nach meinen Erfahrungen die Entscheidung über Verhütung in meinen Augen eher von uns bestimmt wird und damit letztendlich auch der Zeitpunkt des Kinderkriegens aktiv von der Frau ausgelöst werden muß.

Besten Dank
PP

Liebe Pat,

als Mutter von 2 bereits erwachsenen Töchtern kann ich nur sagen, dass beides - obwohl zum jeweiligen Zeitpunkt nicht akribisch geplant - nach Feststellen der Schwangerschaften Wunschkinder waren.

Also von wegen: Festlegen, jetzt sind Kinder fällig, Pille weglassen und dann Dauerstreß - damit kann ich leider nicht dienen.

Unser erstes Kind meldete sich kurz vor der Hochzeit an. Damit war der bereits geplante Weiterbildungslehrgang gestrichen, denn der sollte im März anfangen, was gleichzeitig der Geburtsmonat unserer Tochter war.

Zwischem dem 1. und dem 2. Kind wünschten wir uns einen Abstand von 2 Jahren: Unser zweites Kind war jedoch wieder schneller: Pille weggelassen, und kurz darauf war ich auch schon froher Hoffnung, so schnell, dass selbst der Arzt es beim ersten Termin nicht glauben wollte. Ich habe ihm dann einfach gesagt: Ich komme in 4 Wochen wieder, und dann bekomme ich die Bescheinigung, dass ich schwanger bin.

Der Sex selbst war nicht anders als sonst. Viele unserer Freunde mußten damals schon richtig basteln, was bei einigen in ernsthaften Streß ausartete. Davon blieben wir - dafür bin ich heute noch dankbar - verschont.

Mittlerweile fragt mich unsere jüngere Tochter (lebt seit langem in einer festen Verbindung), wie man das mit dem Kinderkriegen organisiert. Leider kann ich keine allgemeingültigen Tipps und Tricks verraten, da sie sich derzeit noch in der Berufsausbildung befindet und anschließend studieren möchte.

Ehrlich gesagt, bin ich sehr froh, dass ich nie vor der Alternative stand, Kind oder Ausbildung/Beruf ect.

MfG M.P.

Hi Pat,

mein Mann und ich haben unendlich viel hin und her überlegt. Mal wollte ich, da wollte er nicht, dann wollte er, da wollte ich nicht (was häufiger vorkam). Irgendwann haben wir einfach die Verhütung weg- und alles auf uns zukommen lassen. Ich wurde erst nach einem Jahr schwanger, da hatte ich es schon fast wieder vergessen, daß es „geplant“ war. :wink:

Klar waren da Ängste, oder besser Sorgen oder Bedenken. Immer wieder mal mehr, mal weniger. Den perfekten Zeitpunkt für ein Baby gibt es nicht. Es wird immer etwas dagegen sprechen. Und immer auch etwas dafür. Nur du selbst kannst fühlen, ob Du bereit bist.

Und der Sex?

Tja… der Sex war mit dem Zeitpunkt, an dem ich wußte, daß ich schwanger werden könnte, noch wesentlich intensiver als vorher. Irgendwie weckt das Urinstinkte, glaube ich. Jedenfalls sehr schön. :smile:

Liebe Grüße & viel Spaß beim Entscheiden. :wink:
Nike

Nein -
Hi Pat,

nein - von dem Moment an, wo ich verinnerlicht hatte „von dem Mann möchte ich ein Kind“ hatte ich keinerlei Angst.

Und auch später nicht mehr…

Grüße
Demenzia

Ergänzung…
… die Planung ging da vor fast 25 Jahren ganz von mir aus… der Vater war erst mit einbezogen, als ich bereits schwanger war. Ich weiß, nciht die feine Art, aber er wusste, dass ich nicht verhüte und ein Kind haben wollte… das hätte auch schief gehen können. Ist es aber erst einiges später …

Hi Pat,
beim 1. Kind hieß es, der Typ wäre zeugungsunfähig, also hab ich nicht
verhütet. Knappes Viertel Jahr später war ich schwanger.
Als die Kleine auf der Welt war trennte ich mich von ihrem Vater.
Der neue Partner meinte irgendwann: Du willst irgendwann noch ein Kind,
ich will auch noch ein eigenes.
Die Große wird in 2 Monaten volljährig, die Kleine ist 16.
Obs der richtige Zeitpunkt war weiss ich nicht. Bewusst geplant waren
beide vorher praktisch nicht. Aber es waren Wunschkinder.
Was Nike schon sagte kann ich bestätigen. Ob es der richtige Zeitpunkt
ist weiss man eigentlich nie.
LG
D

Nachtrag
Nochmals hi,
ich hab an mir festgestellt, dass ich Sex mehr genossen hab, als ich
nicht an Verhütung denken musste, war entspannter.
Wenn die Familienplanung abgeschossen ist sollte man(n) mal an Vasektomie
denken (Tipp: mal im Archiv danach suchen).
LG
D

Hi!

Beim ersten Kind habe ich´s noch relativ gelassen gesehen: Kind „darf“ jetzt kommen (daß ich Kinder will wußte ich „immer“), und man weiß ja: Pille absetzen bedeutet nicht automatisch Schwangerschaft.
Tja, außer bei mir, und dann gab´s ohnehin kein Zurück mehr. Bei den andren Kindern war das dann schon klar: Sex ohne Verhütung, und sei es nur „natürliche“ = schwanger.
Geplante Wunschkinder waren also alle, der Sex erschien mir nicht wirklich anders und Ängste - nun ja, so ein leichtes „wie wird es werden, werd ich alles schaffen, wird alles gutgehen“ hatte ich immer und habe ich heute manchmal noch im Hinterkopf. Kinder sind eine Abenteuer, eine Verpflichtung, große Veantwortung - und trotzdem das Beste, das einem passieren kann.

alien

ja, aber…
Vielen Dank Euch allen. Ich bekomme ähnliches aus dem Freundeskreis berichtet.
Gefragt habe ich, weil mir nicht so ganz klar ist, wie Ihr mit dem Wissen umgeht, nie wieder komplett frei zu sein. Dh., hat man Kinder, wird man sich immer fragen, was sie wohl machen, wird immer eine Gehirnwindung für ihr Wohlergehen „reservieren“. Ich komme mir mittlerweile schon komplett komisch vor, aber empfindet ihr das nicht manchmal als Belastung?

Alle Mütter die ich darauf anspreche, versichern mir, sie würden so nicht denken. Ist ja auch irgendwie logisch. Mir ist das etwas unheimlich. Ich bin sicher, ich würde auch so eine Mutter-Antenne bekommen. Diese Augen im Hinterkopf, immer irgendwie auf das Kind gerichtet. Einerseits sehr faszinierend, wie da die Instinkte da funktionieren, anderseits muß das doch auch anstrengend sein?! Ich meine anstrengend nicht im sinne von schwer, sondern eher in Richtung besetzen, Platz einnehmen.

tja, das dann so mal eben geschehen zu lassen, fällt mir schwer.
PP

Hi,

wenn es um Kinder geht finde ich die Unterscheidung in Mann und Frau immer ein bisschen unpassend und es ruft in mir einen kleinen Schmollmund hervor wenn bei solchen Fragen getrennte Meinungen erwünscht sind.

Wenn man von einer „normalen“ Beziehung ausgeht, bei denen das Paar eine gewisse Zeit zusammen ist, zusammen wohnt und plant eine Familie zu gründen, dann werden die meisten Dinge doch gemeinsam entschieden. Ist es wichtig wer die Pille einwirft oder das Kondom überstreift? Verhütten tut man als Paar und gemeinsam entscheidet man sich auch im Planungsfall nicht mehr zu verhüten. So etwas schließt natürlich auch die vielen Gespräche mit allen fürs und wider mit ein in denen auch die Sorgen und Nöte geteilt werden.

Generell halte ich das Thema Kinderplanung einschließlich Verhütung oder eben auch nicht für eins der intimsten Themen welches die ganz Kommunikation eines Paares fordert und fördert :wink:

Wenn das Kind dann da ist, hört die Kommunikation aber nicht auf, sie fängt erst richtig an, denn jetzt werden die Emotionen nicht weniger sondern mehr und mehr. Fängt hier einer der Partner an seinen „eigenen Weg“ zu gehen und aus seinen Gedanken heraus Entscheidungen trifft die mit denen des Anderen nicht passen ist ein Zwiespalt in der Erziehung vorprogrammiert. Für mich ist das WIR in einer Familie mit das wichtigste, was natürlich nicht heißen muss, dass man immer einer Meinung sein soll. Daher hätte ich mir auch gewünscht deine Frage hätte sich an die Paare = Eltern gerichtet denn noch gehören ja zwei dazu *fg*

Viele Grüße
Me

Hallo

Gefragt habe ich, weil mir nicht so ganz klar ist, wie Ihr mit
dem Wissen umgeht, nie wieder komplett frei zu sein.

Ich will dazu malein paar „radikale“
Randnotizen machen, weil ich nicht
der Ansicht bin, dass man das Thema
heute ohne Radikalität meistern kann
(also festhalten:wink:.

Du tust ja so, als ob Deine „Freiheit“
irgend etwas bedeuten würde.

Letzlich wirst Du auch den ganzen Tag
rumrennen und Dich um die Probleme anderer
Leute kümmern (Chef?, wichtige Vertragspartner?)
und dabei vollkommen ersetzbar sein.

Und danach, in Deiner „Freizeit“ wirst Du als
beflissener freiwilliger Mitarbeiter einer
globalen Industriemaschine deren Konsum-
produkte mit Vehemenz anschaffen und
konsumieren. Das wird Dir wie „Freiheit“
vorkommen weil Du dadurch ein besserer
„Verbrauchsmitarbeiter“ dieses Produzenten-
systems bist.

Und bist Du nicht mehr da, so träfe nicht mal
die Metapher zu „wir werden gewesen sein“.

Nein, es trifft vielleicht ein
„wir werden nicht gewesen sein“ zu,
wer weiss - es wird eh niemanden
interessieren.

man Kinder, wird man sich immer fragen, was sie
wohl machen, wird immer eine Gehirnwindung für
ihr Wohlergehen „reservieren“.

Das verwechselst Du, das nennt sich
„Tamagotchi“; ein großer Erfolg bei
japanischen Schulkindern (und kurz
wohl auch hierzulande).

Ich komme mir mittlerweile schon komplett
komisch vor, aber empfindet ihr das nicht
manchmal als Belastung?

Was, das Tamagotchi? Offensichtlich nicht,
es scheint bisweilen eine tiefe und „triebhafte“
Instanz von „Kümmern um die Meinigen“ im Gehirn
der Vertreter der Species Mensch zu existieren
(oder zumindest ein weckbares Potenzial dazu).

Alle Mütter die ich darauf anspreche, versichern mir, sie
würden so nicht denken. Ist ja auch irgendwie logisch.
Mir ist [irgendwie auf das Kind gerichtet]

tja, das dann so mal eben geschehen zu lassen, fällt
mir schwer.

Warst Du selbst gern Kind? Hattest Du den Wunsch,
Dich mit einer Elternfigur zu identifizieren,
an ihrer „Identität“ teilzuhaben?

Ich denke, das macht nahezu alles aus. Wenn ich
kein stabiles „Rollenmodell“ in mein Gehirn
eingebaut habe, so ist es zu erwarten, dass
die Vorstellung, selbst in diese Rolle zu
kommen, mit Angstabwehr quittiert wird.

Oder so … (bin kein Psycholog’).

Grüße

CMБ (der als früheres straffes Konsumkamel
inzwischen eher sich selbst im Hinblick auf
seine Kinder und seine Familie definiert)

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Rehi Pat,

Gefragt habe ich, weil mir nicht so ganz klar ist, wie Ihr mit
dem Wissen umgeht, nie wieder komplett frei zu sein.

*sfg* vielleicht kommen da die Hormone ins Spiel. Als werdende
Mutter weiss man es schon, dass man da eine Lebensaufgabe über-
nimmt, aber entweder man ist damit einverstanden oder man (eher
frau) bekommt absolute Panik.

Dh., hat man Kinder, wird man sich immer fragen, was sie wohl machen,
wird immer eine Gehirnwindung für ihr Wohlergehen „reservieren“.

ist das nicht auch bei andern Menschen so, die einem absolut
wichtig sind?

Ich komme mir mittlerweile schon komplett komisch vor, aber empfindet
ihr das nicht manchmal als Belastung?

Ich hatte mich auch gewundert, über die Kräfte, die in einem frei
gesetzt werden können, wenns drauf ankommt. Man (frau) wächst wohl
dann in manchen Dingen über sich hinaus.

Alle Mütter die ich darauf anspreche, versichern mir, sie
würden so nicht denken. Ist ja auch irgendwie logisch. Mir ist
das etwas unheimlich. Ich bin sicher, ich würde auch so eine
Mutter-Antenne bekommen. Diese Augen im Hinterkopf, immer
irgendwie auf das Kind gerichtet. Einerseits sehr
faszinierend, wie da die Instinkte da funktionieren,
anderseits muß das doch auch anstrengend sein?! Ich meine
anstrengend nicht im sinne von schwer, sondern eher in
Richtung besetzen, Platz einnehmen.

Du kannst nicht nachvollziehen, wie kraftvoll das Band zwischen
Mutter und Kind sein kann? Ich konnts mir, bevor ich eigene Kinder
hatte, auch nicht vorstellen. Aber warum dieses Band so intensiv
ist und warum man es nicht als Belastung ansieht, kann ich dir
auch nicht sagen. M. E. ist es einfach so (Instinkt/von der Natur
so gewollt?).

tja, das dann so mal eben geschehen zu lassen, fällt mir schwer.

wie schon geschrieben, ich denke, spätestens dann, wenn frau schwanger
ist bzw ein Kind hat merkt sie erst, zu welchen Leistungen sie wirk-
lich fähig ist.
Frag mal deine Freundinnen, was ihnen während/kurz nach der Geburt
so alles an Gedanken durch den Kopf schoss. Vielleicht decken sich
die Aussagen, die ich auch kenne: In dem Moment, wo man Mutter wird
wird einem richtig klar, was man will und wie es wirklich weiter geht,
was einem wirklich wichtig ist, wofür man wirklich kämpfen wird.

PP

LG
D

Liebe Eltern und andere,

ich möchte Euch um einen kleinen Erfahrungs- oder besser
Erlebnisbericht bitten. Insbesondere Euch Frauen.

Es geht mir um den Zeitpunkt, an dem Ihr Euch ganz klar für
das Kinderkriegen entschieden habt. Also nicht mehr verhütet
habt.

Ist Euch dieser finale Schritt schwer gefallen? War Sex
plötzlich anders? Gab es Ängste?

Ich richte mich insbesondere an die Frauen, weil nach meinen
Erfahrungen die Entscheidung über Verhütung in meinen Augen
eher von uns bestimmt wird und damit letztendlich auch der
Zeitpunkt des Kinderkriegens aktiv von der Frau ausgelöst
werden muß.

Hallo,
ich wollte eigentlich nie eigene Kinder haben (hatte eine ziemlich schlechte Kindheit)und habe auch ehrlich gesagt jahrelang nie den richtigen Partner gefunden der es geschafft haette diese Einstellung umzuschmeissen. Mit ca. 23 Jahren habe ich waehrend meines Aufenthaltes als Volunteer in einem Kibbutz in Israel meinen jetzigen Mann kennengelernt. Bei ihm konnte ich mir zum ersten Mal in meinem Leben vorstellen eigene Kinder zu haben, da er in meinen Augen der ideale Vater fuer Kinder war (unheimlich kinderlieb, geduldig, verstaendnisvoll, innere Ruhe und Zufriedenheit ausstrahlend). Und so ist es es dann auch gewesen. Uns beiden war ziemlich schnell klar, dass wir gemeinsame Kinder haben moechten. Natuerlich gibt es immer wieder Momente in denen man das Gefuehl hat, dass einem das Alles zu viel wird. (haben drei eigene Kinder 17, 13 und 11, unser Adoptivsohn kam im Alter von 19 Jahren als Soldat bei einem Militaereinsatz im Libanon ums Leben). Die Kinder - und auch wir selber - durchlaufen mit dem jeweiligen Alter immer wieder neue Stufen im Leben die je nachdem mit viel Freud und Leid und somit mit einer neuen Herausforderung verbunden sind. Ich kann mir heute ein Leben ohne die Kinder nicht mehr vorstellen und bereue unsere Entscheidung keine Sekunde. Der Sex hat sich insofern (als die Kinder noch kleiner waren) veraendert, da man oftmals abends total „erledigt“ war, bzw. die Kinder - wenn wir es uns gerade mal „gemuetlich gemacht hatten“ - wach wurden oder krank waren. Inzwischen hat die sexuelle Beziehung eine andere Dimension erreicht (vielleicht auch wegen unserem Alter :smile: - so schoen wie nie.
Aengste gab und gibt es immer wieder - aber das ist glaube ich nicht nur der Fall wenn man Kinder hat. Aengste in Bezug auf Einsamkeit oder Depressionen etc. kenne ich nicht, dazu laesst mir unsere Familie gar keine Zeit - und das ist doch immerhin auch schon etwas schoenes. Wuensche Dir viel Spass bei Deiner Entscheidung, und dass Du sie (die Entscheidung) wie auch immer sie ausfallen wird nie bereuen wirst.
Liebe Gruesse
Naomi

Hallo Pat,

ich kann Dir zwar nicht mit eigenen Erfahrungen dienen, wollte aber nur mal zum Besten geben das Du mit Deinen Zweifeln nicht alleine bist. Ich habe den Theat interessiert verfolgt da auch mir und meinen Partner sehr schwer fällt uns zu entscheiden. Jeder der Kinder hat erzählt uns na klar viel Arbeit, Streß, wenig Schlaf aber doch so schön, geben einem alles wieder usw. Kennst Du ja bestimmt. Ich bin einfach total unsicher ob ich mich in meiner Freiheit derart einschränken möchte. Jedesmal wenn Freunde mit ihren Kindern bei uns waren denke ich einerseits wie schön und da hätte ich auch Lust zu. Andererseits ist es jedesmal ein Heidenalarm - einer muss immer hinterher sein und schauen was die machen. Normale Unterhaltung scheint nicht möglich.
Scheint in gewissem Maß normal zu sein. Ich bin dann jedesmal froh wenn ich wieder meine Ruhe habe und tun kann wozu ich Lust habe.
Dann habe ich wieder Tage wo ich alle meine Freunde um ihre Familie beneide und immer denke mir fehlt was - komme mir dann so unfertig vor.
Dann kommt bei uns noch dazu dass es auf normalem Weg nicht funktionieren wird - heißt man müsste künstlich befruchten. Da fragt man sich dann ob das überhaupt Sinn macht. Vielleicht hat es ja einen Grund das wir keine Nachkommen zeugen können?
Fragen über Fragen - die Unsicherheit bleibt!
Ich fühle mit Dir, Grüße Cora

Hi,
wenn bei solchen Fragen getrennte Meinungen erwünscht sind.

Im Ursprungsposting steht „insbesondere“ und nicht „ausschließlich“.

Generell halte ich das Thema Kinderplanung einschließlich
Verhütung oder eben auch nicht für eins der intimsten Themen
welches die ganz Kommunikation eines Paares fordert und
fördert :wink:

Schon richtig. Aber man sollte das auch nicht glorifizieren ;o)
Da du ja schon von „normalen“ Beziehungen sprichst: Es ist immer noch so, dass der Prozentsatz von Vätern die in Elternzeit gehen, verschwindend gering ist.
Ein ziemliches Ungleichgewicht ergibt sich auch bei Erwerbslosigkeit, Teilzeitarbeit, Karriereknick, etc. wegen Kindererziehung in „normalen“ Beziehungen.
Schwangerschaft und Geburtswehen bleiben auch noch immer weibliches Revier.
Da erscheint ein „Betroffenenaustausch“ doch gar nicht mehr so abwegig, oder?

Daher hätte ich mir auch gewünscht deine Frage hätte sich an die Paare = Eltern gerichtet denn noch gehören ja zwei dazu *fg*

Das Leben ist kein Wunschkonzert ;o)
Es gehören zwei dazu. Aber die Konsequenz Kind ist nun mal mit Unterschieden verbunden.

Mit Grüßen
Simone

Hallo Simone,

also zum Thema Elternteilzeit kann ich nur sage, ich wäre liebend gerne zu Hause geblieben wenn es sich auch nur im Ansatz finanziell hätte darstellen lassen. Somit fängt das Problem nicht mit dem Kinderbekommen an sondern mit dem generellen Einkommensunterschied.

Was die Geburtswehen angeht so mag es sein, das ich nicht den körperlichen Schmerz meiner Frau empfunden habe, du darfst mir aber glauben, dass ich mindestens genauso gelitten habe und es sich in mir ebenso zusammenzog wenn das EKG über 80 ausschlug und meiner Frau die eine oder andere Träne die Wange hinunter kullerte.

Das soll natürlich nicht heißen das ich die gleiche Belastungen auch in der Zeit der Schwangerschaft hatte, es gibt auch so ein blöden Spruch was wäre wenn Männer (so wehleidig wie sie ja immer dargestellt werden) Kinder bekommen würden aber dafür sind vielleicht auch die positiven Gefühl nicht ganz so stark ausgeprägt wie die während der Schwangerschaft oder bei der Geburt.

Alles in allem war es aber vom ersten Tag an eine gemeinschaftliche Erfahrung an der man versucht hat den jeweils anderen teilhaben zu lassen. :smile:

Viele Grüße
Me

Hey MeToo,
na komm… du weißt schon wie mein Posting gemeint ist.
Ich glaub dir alles was du schreibst und bescheinige dir hiermit, dass du ein toller Ehemann und Papa bist ;o)

Aber es ergibt sich für Frau mit Kinderwunsch doch eventuelle „andere“ Fragen. Da kann es hilfreich/tröstlich/interessant sein die Antwort einer direkt „Betroffenen“ zu bekommen.

Nun gönn uns Frauen wenigstens diese Kleinigkeit unter uns zu zelebrieren.

Liebe Grüße
Simone

Hallo Simone,

vielen Dank für das Lob und ich gönne dir bzw. euch was immer ihr möchtet aber wenn wir beide jetzt schon so ehrlich sind (den Vätern) spricht man gerne ein bisschen von dem Eltern sein ab :smile:

LG
Me

Und ja ich hatte dich glaube ich schon richtig verstanden aber es ist bei mir gerade ein, sagen wir mal, „Reizthema“

Hallo Pat,
ja, ich verstehe was du meinst, und ja, es ist ein Stück weit beängstigend. Schließlich nehmen die Kids so ziemlich jedes Stück vacanten Raums ein, der sich ihnen bietet, und das mit einer Totalität, die durchaus erschreckend sein kann.

Ich komme mir mittlerweile schon komplett
komisch vor, aber empfindet ihr das nicht manchmal als
Belastung?

Also, obwohl Mutter von 2 inzwischen 9 und fast 11 jährigen Jungen, empfinde ich es durchaus gelegentlich als Belastung und komme mir deshalb gar nicht komisch vor.
Gelegentlich gehe ich sogar so weit, mir vorzustellen, wie es wohl wäre wenn ich solo wäre, frei und ungebunden usw…
Gelegentlich habe ich auch Fluchtgedanken, „wie schön wäre es jetzt auf einer kleinen Insel, nur ICH, die Palmen, das Meer…“, nur das tun was ICH will, keine Gedanken um Schule, ADHS, Bettnässen, seelische Krisen wegen „Lappalien“, körperliche und geistige Entwicklung, Rauchen (ja, inzwischen auch schon Thema!!!), Freundschaften, Werdegang des Nachwuchses.

Diese Augen im Hinterkopf, immer
irgendwie auf das Kind gerichtet. Einerseits sehr
faszinierend, wie da die Instinkte da funktionieren,
anderseits muß das doch auch anstrengend sein?! Ich meine
anstrengend nicht im sinne von schwer, sondern eher in
Richtung besetzen, Platz einnehmen.

Ist es auch, aber als direkt Beteiligte merkt man das oft nicht, oder nur gelegentlich, wenn mal eine kleine Atempause eintritt, was selten genug der Fall ist.

Aber dann, dann sagt dir dein rüpelhafter, heimlich schon geraucht habender, unglaublich cooler und unnahbarer Sohn " Ich hab dich lieb, du bist die beste Mama der Welt", drückt dich ganz feste und die ganze Anstrengung und Belastung relativiert sich, weil du genau spürst, das er das auch meint.

Gruß
Iris

Vielen Dank für Eure Gedanken, insbesondere auch an den russ. Sinnsucher. Mir mangelt es glaub ich, wirklich an den richtigen Rollenmodellen.
Mein ganzes bisheriges Leben ist auf größtmögliche Unabhängigkeit (das im übrigen auch insbesondere von materiellen Sachen)angelegt, das ist schon schwierig genug in einer Partnerschaft, wie und ob das überhaupt mit einem Kind geht, kann ich mir zur Zeit noch nicht so richtig vorstellen.
Ich bin im übrigen ganz Deiner Meinung metoo, das ist eine partnerschaftliche Entscheidung, allerdings sagt mein Partner klar ja zum Kind (mit den allen Konsequenzen und Erziehungsurlaub), ich bin halt diejenige, die da zögerlicher ist.

Nun die Diskussion wird bei uns weitergehen und irgendwann werd ich wohl ins kalte Wasser springen.
PP