Hallo zusammen und ein gutes neues Jahr.
ich bin gerade über folgende Frage gestolpert:
Ich interessiere mich für ein bestimmtes Zertifikat. Laut Verkaufsprospekt wird eine jährliche Verwaltungsgebühr (JVG) von 1,75% erhoben. Klingt für mich im ersten Moment akzeptabel. Die Berechnung des Rückzahlungsbetrages verwirrt mich dann aber:
Rückzahlungsbetrag =EUR 1000*(Abrechnungsbetrag/Basisbetrag)*(100%-(JVG*TL))
1000 entspricht der minimalen Stückelung
Abrechnungsbetrag = Nettoanteilswert des Basiswertes in Bezug auf den Bewertungstag (bedeutet für mich Verkaufskurs)
Basisbetrag = Nettoanteilswert des Basiswertes in Bezug auf das Startdatum (bedeutet für mich Kaufkurs)
TL = tatsächliche Laufzeit.
Angenommen ich würde das Zertifikat kaufen, es etwa 57,143 Jahre lang im Depot belassen und mich jeden Monat an der stattlichen Rendite erfreuen. Dann verkaufe ich das Zertifikat und würde nach obiger Berechnung leer ausgehen?
Weil 57,173 Jahre * 1,75% = 100% „jährliche Verwaltungsgebühren“ alles auffressen?
Wo ist der Fehler? Denke/rechne ich schief? Ist das immer so bei Zertifikaten, Fonds etc?
Vielen Dank schon mal im voraus, ich würde mich gerne irren
Marcus
Hallo Marcus,
wenn ich ehrlich bin: Ich verstehe nur Bahnhof!
Die Kostenstruktur ist einer der Gründe, warum Zertifikate aus meiner Sicht vollkommen überbewertet werden
Dein Beispiel zeigt deutlich die Intransparenz. Und bei vielen Zertifikaten kommt da noch so einiges dazu, was schwer nachvollziehbar ist. Sicher ist: Als Herausgeber eines Zertfifkates kann ich deutlich mehr Marge generieren, als bei einem Fonds. Bei Fonds schaut alles auf die Kosten (TER), nur bei Zertifikaten denken viele, dass es Wunderwaffen seien (sind es auch, für die Herausgeber).
Ich persönlich würde in nichts investieren, was ich schon ansatzweise nicht verstehe.
Zu Deinem konkreten Beispiel:
Ist der Herausgeber seriös? Dann dürtfe ein Denkfehler vorliegen. Vieleicht bezieht sich die Gebühr dann immer nur auf die jährliche Steigerung oder den Gesamtertrag über die Laufzeit?
Ist der Herausgeber irgendeine Klitsche, dann kann schon sein, dass es sowas wie eine „Spende“ an das Unternehmen ist… .
Bei Fonds ist es so, dass eine Verwaltungsvergütung (VV) von z.B. 1,75% p.a. immer auf das gesamte Fondsvolumen (Nettoinventarwert) berechnet wird. Das Fondsvermögen wird damit regelmäßig belastet, meist täglich. Das bedeutet, dass z.B. bei 250 Börsentagen p.a. dem Fonds pro Tag 1,75% / 250 = 0,007% entnommen werden.
Als Anleger merkst Du das nur indirekt, indem Deine Performance dadurch geschmälert wird.
Gruß Schorsch
Hallo,
du irrst nicht.
wenn die Formel „*(100%-(JVG*TL))“ ist, dann ist es so wie du beschrieben hast, wobei das Zertifikat wohl nicht 57,173 Jahre läuft,
))
Aber da hast du vielen Anlgeren was voraus, die lesen nämlich bis dahin nicht mehr.
Du sagtst 1,75% klingt akzeptabel für dich ?
Warum ? Glaube einen Aktienfonds mit den Gebühren würdest du nicht als billig bezeichnen , oder ?
Das ist eine Menge Holz und deshalb verkaufen auch die Banken Zerifikate auf Teufel komm raus an die private Kundschaft. Da werden zur zeit pro Woche hunderte neue Zertifikate aufgelegt. Letztendlich sind das nix anders wie Kombiprodukte und dementsprechend lässen sich da gut auch weiter Gebühren verstecken.
Und jedes Zertifitat ist ja so toll und kann doch soviel einbringen.
Da rate ich mal zur Vorsicht und man sollte Sie am besten auch nicht zeichnen sodnern , wenn man schon will, dann kaufen, wenn Sie an der Börse gehandelt werden.
Da es insgesamt meherer 100.000 Zertifiktae gibt, stellt sich schon die Frage nach dem Sinn und für dich als Anleger inweiweit diese überhaupt nach einer gewissen zeit noch einen liquiden Handel aufweisen.
Aber das ist ne andere Diskussion .-))
Gruss
Börsenfan1968
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Da es insgesamt meherer 100.000 Zertifiktae gibt, stellt sich
schon die Frage nach dem Sinn und für dich als Anleger
inweiweit diese überhaupt nach einer gewissen zeit noch einen
liquiden Handel aufweisen.
hallo,
das ist überhaupt keine diskussion, weil es kein optionsschein, sondern ein zertifikat ist. die emittentin gewährleistet die liquidiät, solange kurse gestellt werden können.
ausnahme war z.b. das dubaizerti wegen politischer wirrnes.
es gibt auch genug einfache und transparente zertis mit überschaubaren gebühren.
wie bei allem anderen im leben, man muss nicht alles haben.
strubbel
$:open_mouth:)