jähzorn

Hi dilarah,

In der Verhaltenstherapie lerne ich dann anders auf die
Konfrontation mit dem Raucher zu reagiern, etwas anderes als
das bisherige zu tun.

Also nicht die Reaktion zu verändern, sonder anzunehmen, dass
Du etwas tust, was Du ja dann im eigentlichen Sinne gar nicht
einsiehst…

Es gehört natürlich dazu, zu ergründen, warum diese
Verhaltensweise so reflexartig immer wieder kehrt.

Beides paralell kann den Konflikt aufheben.

… na ja, um welchen Preis, drüber nachzudenken, wie gut man
den Konflikt gelöst hat, oder um besser klar zu kommen???
Tut mir leid, wenn sich das hart anhört, aber das ist genau
der Punkt, den ich nicht verstehe…:frowning:

Du weißt daß es die bewußte und die unbewußte Ebene in unserem Handeln gibt.

In der Verhaltenstherapie, wie ich sie kennengelernt habe, wurde daraufhin gearbeitet zunächst selbst zu erkennen, wann dieses Verhaltensmuster auftritt, dann wenn man fähig war das Muster überhaupt zu erkennen, es an der Stelle anders zu machen.

Dabei wurden keineswegs „Du darfst dann nicht…“ „du mußt dann…“ -Regeln gelernt, das wäre Manipulation. sondern es bleibt einem überlassen, was man anstelle des Verhaltensmusters, das ja Leidensdruck ist, einsetzt. Ganz in der Gefahr, hier Fehler zu machen, um dabei ebenfalls zu lernen mit diesen Fehlern wiederum umzugehen. Eben wie im täglichen Leben, denn dort ist eine „Standardreaktion“ nicht an jeder Stelle richtig.

also keinesfalls Umschulung oder Umerziehung. Eher Aufklärung „Was läuft da eigentlich ab?“

gruss
winkel

Darf ich auch mal?
Hallo Dilarah,

dort wird versucht, die verhaltensmuster zu ändern. den
genauen aufbau und ablauf kann dir sicherlich eher ein profi
erklären.

ist das nicht nichts anderes als Manipulation? Ich dachte
immer, dort lernt man, mit seinen „Macken“ umzugehen, sie als
zu sich
gehörig anzunehmen und sie deuten zu können.
Oder ist das gar das gleiche/selbe?

Ich denke, hier liegst du vollkommen falsch, wenn du Verhaltenstherapien mit Manipulation gleichsetzt.

Ein Beispiel, weil es auch zur ursprünglichen Frage passt:
Wie, denkst du, soll z.B. ein jähzorniger, jugendlicher Gewalttäter seine Gewaltbereitschaft verlernen?

Nach deiner Interpretation soll er sie ja gar nicht ablegen, sondern als eine „Macke“ annehmen und nur deuten können?
Das kannst du doch nicht im Ernst glauben, oder?

Einer, der permanent ausrastet, wenn er nur schief angeguckt wird und den vermeintlichen Widersacher zusammenschlägt, soll dieses Verhalten „annehmen“?

Wenn es mittels einer Verhaltenstherapie gelingt, das abzulegen, ist das doch keine Manipulation, sondern ein bewusster Lernprozess des ehemaligen Gewalttäters. Der Begriff Manipulation beinhaltet ja das gerade nicht, denn wenn jemand manipuliert wird, ist es diesem nicht bewusst, sondern nur demjenigen, der manipuliert.

Gruß
Uschi, keine Psychologen, aber interessiert an Verhaltensweisen von Menschen

Guten morgen Dilarah,

Weil, bitte richtig verstehen, nicht immer alles und jedes
Problem aus der Sicht von Abhängigkeit zu sehen ist.

Ich sehe das Problem keineswegs aus der Sicht der Abhängigkeit.
Die Abhängigkeit ist nur ein von vielen Verhaltensmustern, die entweder mir selbst oder anderen schaden.
Und wenn Du das Verändern dieser Verhaltensmuster als Manipulation ansiehst (und IMHO damit etwas negatives unterstellst), dann weiß ich nicht, weshalb jmd. überhaupt noch eine Psychotherapie machen sollte - nur damit er „seine Macke annimmt“? Das kann doch nicht ganz Dein Ernst sein!
Mit Abhängigkeit hat das überhaupt nichts zu tun, es war nur ein Beispiel!

Grüße
HylTox

Hi Winkel,

o.K. ich versuche, das zu verstehen. Vielen Dank für Deine Antwort.

Also nicht die Reaktion zu verändern, sonder anzunehmen, dass
Du etwas tust, was Du ja dann im eigentlichen Sinne gar nicht
einsiehst…

Dabei wurden keineswegs „Du darfst dann nicht…“ „du mußt
dann…“ -Regeln gelernt, das wäre Manipulation. sondern es
bleibt einem überlassen, was man anstelle des

…und genau das …also ohne Deutung jetzt, kommt mir manchmal so grauenhaft vor. Aber ich glaube, ich verstehe es dennoch irgendwie besser, weil es ja offensichtlich sehr hilfreich ist, so vorzugehen.

Nochmal danke für die Darlegung…

LG
hd

Verhaltensmusters, das ja Leidensdruck ist, einsetzt. Ganz in
der Gefahr, hier Fehler zu machen, um dabei ebenfalls zu
lernen mit diesen Fehlern wiederum umzugehen. Eben wie im
täglichen Leben, denn dort ist eine „Standardreaktion“ nicht
an jeder Stelle richtig.

also keinesfalls Umschulung oder Umerziehung. Eher Aufklärung
„Was läuft da eigentlich ab?“

gruss
winkel

Guten mittag,

dann weiß ich nicht, weshalb jmd. überhaupt
noch eine Psychotherapie machen sollte - nur damit er „seine
Macke annimmt“? Das kann doch nicht ganz Dein Ernst sein!
Mit Abhängigkeit hat das überhaupt nichts zu tun, es war nur
ein Beispiel!

o.K. ich versuche wirklich nur, es zu verstehen. Und jetzt ganz ehrlich: ich weiß es wirkl. nicht, warum jemand eine Psychotherapie macht. Bitte keine Bösartigkeiten auf diesen Satz. Genau das ist es nämlich, was ich verstehen möchte. Eigentl. wissen wir doch alle, was gut und was schlecht ist für uns. Und ich hab es immer so gesehen, wenn ich mir selber das nicht mehr beibringen kann, dann (jetzt wirds kompliziert) brauch ich auch keine Hilfe…ich weiss ja, dass dies ein Denkfehler war…aber ich bin noch nicht restlos überzeugt. Ich hab einfach Angst, dass mir jemand sagt, wie ich mein Leben oder meine Gefühle (Betonung liegt auf mein) zu leben hab, also dass außer mir selber, jemand wüßte, was gut ist, für mich…
Aber das geht glaub ich zu weit hier. Ist nur der Versuch, zu erklären, warum ich manchm. bin, wie ICH eben…

LG
hd

Grüße
HylTox

Hallo Uschi, siehe bitte unter Antwort von mir an Hyltox…

ich kann es nicht besser formulieren… aber:

Ich denke, hier liegst du vollkommen falsch, wenn du
Verhaltenstherapien mit Manipulation gleichsetzt.

Das hab ich ja verstanden, nur eben mit dem Kopf, nicht aber…etc.

Ein Beispiel, weil es auch zur ursprünglichen Frage passt:
Wie, denkst du, soll z.B. ein jähzorniger, jugendlicher
Gewalttäter seine Gewaltbereitschaft verlernen?

Wie kommt er überhaupt dazu…wäre nun meine Frage.

Nach deiner Interpretation soll er sie ja gar nicht ablegen,
sondern als eine „Macke“ annehmen und nur deuten können?
Das kannst du doch nicht im Ernst glauben, oder?

Nein, natürlich nicht.

Einer, der permanent ausrastet, wenn er nur schief angeguckt
wird und den vermeintlichen Widersacher zusammenschlägt, soll
dieses Verhalten „annehmen“?

Nein, er müsste so therapiert werden, dass er es als Teil seiner Persönlichkeit sieht und damit umzugehen weiß…aber Du hast Recht, genau das versucht ja die Therapie. Ich bin grad im Begriff, zu zeigen, wie dumm ich eigentlich bin und von daher,
nicht böse sein. Es beschäftigt mich so einiges und manchmal denk ich um Ecken rum, die außer mir sonst keiner wahrnimmt…:smile:

Danke, für Deinen Blickwinkel, ich bin auch sehr interessiert, an den verschieden Sichtweisen, denke aber, dadurch manchmal eher zu schaden, als zu nützen und das möchte ich wirklich nicht.

LG aus LE
hd

ich weiß es wirkl. nicht, warum jemand eine
Psychotherapie macht. Bitte keine Bösartigkeiten auf diesen
Satz.

Liebe Heidi,

Bösartigkeiten über diesen Satz wirst Du von mir bestimmt nicht hören.

Nein, nur ein anderes Beispiel:
Du kennst doch auch mein anderes Problem.
Was sagtest Du als Lösung?
Laß es einfach laufen! (was ja auch die Lösung meiner PT war)
Glaubst Du, auf die Idee wäre ich in meiner Situation je gekommen?
Die einzige Lösung, die ich sah, war meinem Leben ein Ende zu bereiten und das wegen eines pissigen Problemchens!
Im Kreise drehen sich die Gedanken, immer dieselben Auswege suchend (die keine sind).
Blindheit, die einfachste Lösung zu sehen.
Die eigenen Angehörigen mit der Situation überfordert.

Dann muß jemand da sein, der sich in mich hineinversetzen kann,
der mir Lösungswege anbietet und meine Zweifel ausräumt.
Mir das nötige Selbstbewußtsein gibt meinen Weg zu gehen.
Es ist mir überlassen, den vorgezeigten Weg zu gehen, oder einen Anderen.
Ich kann mir aussuchen, ob und wie ich weiterleben will!

liebe Grüße
HylTox

PS: Mehr dazu (hoffentlich heute noch) in meiner mail. Muß aber noch ein paar Terminsachen erledigen.

ich weiß es wirkl. nicht, warum jemand eine
Psychotherapie macht. Bitte keine Bösartigkeiten auf diesen
Satz.

Liebe Heidi,

Dilarah, aber egal:

Bösartigkeiten über diesen Satz wirst Du von mir bestimmt
nicht hören.

Die einzige Lösung, die ich sah, war meinem Leben ein
Ende zu bereiten und das wegen eines pissigen Problemchens!

Ich bitte Dich - ganz sehr - an dieser Stelle aufzuhören.

Im Kreise drehen sich die Gedanken, immer dieselben Auswege
suchend (die keine sind).
Blindheit, die einfachste Lösung zu sehen.
Die eigenen Angehörigen mit der Situation überfordert.

Ich weiss, aber mail mir, ich sag hier nur das falsche, ich glaube, eine ungeheure Wut zu spüren und dahingehend bin ich einfach nur hilflos…:frowning: weil kein Experte…

Genau hier ist die Grenze!

Es hat mich schon einmal überfordert und nochmal lass ich das nicht zu.

Und genau jetzt klingt ich mich aus Psy. aus, ich versteh einfach nicht genug davon. Eben weil ich zu emotional und deshalb nicht professionell sein kann.

Herzl. Grüße d.

Danke (oT)

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