wer weiss etwas zum thema jähzorn?
woher kommt er, was kann man dagegen machen?
links?
gruss
andreas
wer weiss etwas zum thema jähzorn?
woher kommt er, was kann man dagegen machen?
links?
gruss
andreas
kurze Frage knappe Antwort
auf knappe Fragen eine umfassende und zufriedenstellende Antwort
haben wollen (was verdammt schwierig ist zu geben)
kommt von geringer Frustrationstoleranz
in sich hineingefressene Mißerfolge
eben diese erlernen/erhöhen.
sl
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kommt von geringer Frustrationstoleranz
in sich hineingefressene Mißerfolgeeben diese erlernen/erhöhen.
Hallo,
das „erlernen“ würde mich interessieren.
Ich kann mir noch vorstellen, bestimmte
die Frustrationstoleranz „senkende“ Faktoren
auszuschließen (z.B. übermäßiger Alk.Konsum)
aber wie „erlernt“ man Frustrationstoleranz ?
Gruss
Enno
Hallo,
das „erlernen“ würde mich interessieren.
Ich kann mir noch vorstellen, bestimmte
die Frustrationstoleranz „senkende“ Faktoren
auszuschließen (z.B. übermäßiger Alk.Konsum)
aber wie „erlernt“ man Frustrationstoleranz ?
z.B. im Verhaltensthearpeutischen Trainings, nahchaltig erst nach Jahren.
aus eigener erfahrung
winkel
Erlernen von Frustrationstoleranz
Hallo!
aber wie „erlernt“ man Frustrationstoleranz ?
Mit dem Erlernen von Frustrationstoleranz hat sich W. Mischel auseinander gesetzt. Das dazugehörige Stichwort lautet „delay of gratification“. In seinen Versuchen hat Mischel Kindern die Wahl zwischen einer sofortigen kleineren Belohnung und einer späteren, aber größeren Belohnung gelassen. Ab einem gewissen Alter zeigen Kinder die Fähigkeit zum „delay of gratification“, d.h. daß sie häufiger den Belohnungsaufschub wählen als in jüngeren Jahren. Ich denke, daß dies auch etwas mit der Entwicklung des Denkens in meheren Dimensionen zu tun hat, wie es in Piagets Entwicklungstheorie zum Ausdruck kommt.
Gruß,
Oliver
Piaget (Nachfrage)
Hallo Oliver,
aber wie „erlernt“ man Frustrationstoleranz ?
Ich denke, daß dies auch etwas
mit der Entwicklung des Denkens in meheren Dimensionen zu tun
hat, wie es in Piagets Entwicklungstheorie zum Ausdruck kommt.
das finde ich interessant. Könntest du das bitte ein bisschen näher erläutern, inwiefern du dies meinst?
Herzlichen Dank und viele Grüße
Thomas Miller
wer weiss etwas zum thema jähzorn?
links?
http://mitglied.lycos.de/macquire/jahzorn.htm
http://www.infoquelle.de/Gesundheit/Gefuehle/Was_ist…
http://www.beratung-therapie.de/beziehungskonflikte/…
http://www.familyclick.de/ADS/ads.htm
Grüße, Nike
z.B. im Verhaltensthearpeutischen Trainings, nahchaltig erst
nach Jahren.
hallo winkel
wie laufen den solche verhaltenstherapeutische trainings ab?
gruss
andreas
aus eigener erfahrung
winkel
wer weiss etwas zum thema jähzorn?
woher kommt er, was kann man dagegen machen?links?
gruss
andreaskurze Frage knappe Antwort
auf knappe Fragen eine umfassende und zufriedenstellende
Antwort
haben wollen (was verdammt schwierig ist zu geben)kommt von geringer Frustrationstoleranz
ich nehme an die geringe frustrationstoleranz hat ihren ursprung in der kindheit. weisst du etwas darueber was eine solche verursachen kann?
dankende gruesse
andreas
in sich hineingefressene Mißerfolge
eben diese erlernen/erhöhen.
sl
wie laufen den solche verhaltenstherapeutische trainings ab?
hallo andreas,
dort wird versucht, die verhaltensmuster zu ändern. den genauen aufbau und ablauf kann dir sicherlich eher ein profi erklären.
gruss winkel
näheres sagen:???
Mit dem Erlernen von Frustrationstoleranz hat sich W. Mischel
auseinander gesetzt. Das dazugehörige Stichwort lautet „delay
of gratification“.
d.
Belohnungsaufschub & Piagets Entwicklungstheorie
Hallo Thomas, hallo Dilarah!
Erst einmal zu Dilarahs Frage nach einer ausführlicheren Beschreibung des „delay of gratification“-Ansatzes:
Mischel und Mitarbeiter (1988) testeten die Fähigkeit zum Belohungsaufschub (Frustrationstoleranz) in zwei Längsschnittstudien an 35 und 185 Kindern im Alter von 4,5 Jahren. Die untersuchten Kinder hatten die Wahl, gleich einen Marshmellow, der vor ihnen auf dem Tisch lag, zu essen, oder solange zu warten, bis der Versuchsleiter zurückkam und ihnen zwei gab. Die Kinder, die warteten, entwickelten verschiedene Bewältigungsstrategien: Entweder sie schlossen die Augen, sangen und redeten mit sich selbst, oder sie stellten Mutmaßungen an, wie ein Marshmellow wohl hergestellt wird. Es scheint also so zu sein, daß man sich kognitiv und/oder motorisch von den erwarteten Verstärkungen ablenken kann, um nicht im Detail an die Merkmale des Konsums der Verstärker denken zu müssen. Dies steht übrigens im Gegensatz zu psychoanalytischen Meinungen, nach denen die Vorstellung der Erreichung von Triebzielen eine halluzinatorische Ersatzbefriedigung darstellen kann.
Nach einem Experiment von Bandura und Mischel (1965) hängt die Entscheidung der Kinder für eine kleine Belohnung sofort oder eine größere Belohnung später auch davon ab, wie sich bestimmte andere Personen (psychologisch als Modelle bezeichnet) verhalten. Bandura und Mischel (1965) bildeten in diesem Experiment zwei Gruppen von Kindern, die in dem einen Fall v.a. „Immediate“-Verhalten und im anderen „Delay“-Verhalten zeigten. Während der Experimentalphase beobachteten die Kinder, wie Erwachsene Entscheidungen für oder gegen eine sofortige Belohnung trafen: Die „Immediate“-Kinder beobachteten Erwachsene, die Belohnungsaufschub zeigten. Die „Delay“-Kinder beobachteten Erwachsene, die sofort ihre Belohnung wählten. Dabei kommentierten die Erwachsenen, warum sie das eine oder andere taten. Es zeigte sich, daß die Kinder der beiden Gruppen unmittelbar und einen Monat, nachdem sie die Erwachsenen beobachtet hatten, ihr Verhalten nach den Modellen veränderten. „Immediate“-Kinder zeigten also viel häufiger „Delay“-Verhalten (60% nach Beobachtung der Modelle vs. 10% vor Beobachtung der Modelle), während „Delay“-Kinder viel häufiger „Immediate“-Verhalten zeigten.
Als wichtigste Einflußfaktoren auf das Verhalten kann nach Auswertungen der Literatur der Wert der hinausgeschobenen Belohnung im Vergleich zur sofortigen Belohnung und die Erwartung, daß die Belohnung später auch tatsächlich erhalten wird, angesehen werden. Dies hat eine Parallele in Studien zum Wahlverhalten im Anschluß an Herrnsteins Formulierung des Matching Laws. Das Matching Law beschreibt in seinen unterschiedlichen Formulieren menschliches und tierisches Wahlverhalten und wurde auch für die Beschreibung von Situationen angewendet, die den von Mischel und anderen untersuchten Situationen ähnelten. Die für das „Delay“-Verhalten entscheidenden Größen sind auch beim Matching Law der Wert der Verstärkungen zueinander und das Verhältnis der Zeiten, bis die Verstärkungen erhalten werden. Die Forschung in diesem Bereich wird heute als Forschung zur „self-control“ bezeichnet. „Immediate“-Verhalten wird dabei als „impulsiveness“, „Delay“-Verhalten als „self-control“ bezeichnet.
Um zu Thomas´ Frage überzuleiten, meine ich, daß „Delay“-Verhalten eine Berücksichtigung von 2 Dimensionen bedarf: 1. Wert der Verstärkungen zueinander, 2. Verhältnis der Zeiten bis zum Erhalt der Verstärkungen. Gerade Piaget hat bei der Beschreibung der Stufe voroperatorischen Denkens darauf hingewiesen, daß das Kind seine Aufmerksamkeit nur auf wenige Aspekte konzentrieren kann und dabei andere völlig vernachlässigt. Bei Umschüttversuchen z.B. wird vor den Augen des Kindes eine Flüssigkeit aus einem Gefäß in ein anderes gekippt, wobei dieses Gefäß einen anderen Querschnitt und eine andere Höhe hat. Wird das Kind gefragt, ob die Flüssigkeitsmenge sich verändert hat, so antwortet das Kind meist, daß die Flüssigkeitsmenge größer oder kleiner geworden ist, je nachdem ob es sich auf Querschitt oder Höhe konzentriert hat. Piaget spricht in diesem Zusammenhang von einer eingeschränkten Beweglichkeit des Denkens. Bei der Aufgabe einer Vervollständigung einer vorgegebenen Matrix mit geometrischen Figuren beachtet das 5jährige Kind ebenfalls nur eine Dimension, z.B. Form oder Farbe, und beachtet die andere nicht. Dies findet sich auch bei Ordnungs- und Klassifikationsaufgaben. Das Kind ist nach Piaget unfähig, Gegenstände ihrer Größe nachkorrekt zu ordnen.
Die Beschränkung auf eine Dimension kommt auch beim moralischen Urteil zum Tragen. Erst im Alter von 7 Jahren entwickelt sich nach Piaget das Konzept der Verantwortlichkeit, die Unterscheidung von Ausgang und Absicht in einer Situation, von der Beurteilung einer Tat nach ihren Folgen zu der nach Absicht des Täters. Kinder jünger als 7 Jahre richten ihre Bewertung der Tat nach der Höhe des Schaden. Durch die spätere Möglichkeit zur Perspektivenübernahme und zum Rollenspiel soll es dem Kind später möglich sein, fremde Motive zu erkennen und in die Beurteilung eines Ereignisses einfließen zu lassen. Zwar ist man sich nich einig, ob sich Kinder nur auf die Schadenshöhe konzentrieren oder ob es eine Unterteilung der Kinder in Subjektivisten, die auf Absicht achtenn, und Objektivisten, die auf die Schadenshöhe achten, gibt, deutlich wird meiner Meinung aber wieder, daß die Kinder in der Mehrheit nur eine Dimension berücksichtigen können.
Aufgrund dieser Erkenntnisse / Befunde / Interpretationen vermute ich, daß in „delay of gratification“-Situationen, die ja die Beachtung zweier Dimensionen „Wert der Verstärkungen“ und „Zeit bis zum Erhalt der Verstärkungen“ vom Kind erfordern, um sich zum Belohungsaufschub entscheiden zu können, eine Parallele zur kognitiven und moralischen Entwicklung bei Kindern zu finden ist.
Gruß,
Oliver
siehe Antwort auf Thomas´ Frage (owT)
.
Danke sehr! owT.
dort wird versucht, die verhaltensmuster zu ändern. den
genauen aufbau und ablauf kann dir sicherlich eher ein profi
erklären.
ist das nicht nichts anderes als Manipulation? Ich dachte immer, dort lernt man, mit seinen „Macken“ umzugehen, sie als zu sich
gehörig anzunehmen und sie deuten zu können.
Oder ist das gar das gleiche/selbe?
gruss
ist das nicht nichts anderes als Manipulation? Ich dachte
immer, dort lernt man, mit seinen „Macken“ umzugehen, sie als
zu sich
gehörig anzunehmen und sie deuten zu können.
Oder ist das gar das gleiche/selbe?
liebe dilarah,
lass mich ein Beispiel nehmen:
Wenn ich einen Raucher sehe, dann muss ich ihm unbedingt die Cigarette wegnehmen und ausmachen. Angenommen dies ist eine immerwiederkehrende vom betroffenen nicht anders zu handhabende Reaktion.
In der Verhaltenstherapie lerne ich dann anders auf die Konfrontation mit dem Raucher zu reagiern, etwas anderes als das bisherige zu tun.
Es gehört natürlich dazu, zu ergründen, warum diese Verhaltensweise so reflexartig immer wieder kehrt.
Beides paralell kann den Konflikt aufheben.
gruss
winkel
PS: kriegst noch ne mail von mir
liebe dilarah,
warum denn so von oben herab…lieber Winkel,
lass mich ein Beispiel nehmen:
Wenn ich einen Raucher sehe, dann muss ich ihm unbedingt die
Cigarette wegnehmen und ausmachen. Angenommen dies ist eine
immerwiederkehrende vom betroffenen nicht anders zu
handhabende Reaktion.
Dann hätte dies bestimmte Gründe, würde ich vermuten…
In der Verhaltenstherapie lerne ich dann anders auf die
Konfrontation mit dem Raucher zu reagiern, etwas anderes als
das bisherige zu tun.
Also nicht die Reaktion zu verändern, sonder anzunehmen, dass Du etwas tust, was Du ja dann im eigentlichen Sinne gar nicht einsiehst…
Es gehört natürlich dazu, zu ergründen, warum diese
Verhaltensweise so reflexartig immer wieder kehrt.Beides paralell kann den Konflikt aufheben.
… na ja, um welchen Preis, drüber nachzudenken, wie gut man den Konflikt gelöst hat, oder um besser klar zu kommen???
Tut mir leid, wenn sich das hart anhört, aber das ist genau der Punkt, den ich nicht verstehe…
d.
Hallo zusammen!
dort wird versucht, die verhaltensmuster zu ändern. den
genauen aufbau und ablauf kann dir sicherlich eher ein profi
erklären.ist das nicht nichts anderes als Manipulation? Ich dachte
immer, dort lernt man, mit seinen „Macken“ umzugehen, sie als
zu sich
gehörig anzunehmen und sie deuten zu können.
Oder ist das gar das gleiche/selbe?
Natürlich ist es „Manipulation“, aber in manchen Fällen doch positive und lebensnotwendige und zudem eine vom Patienten/Klienten freiwillig angenommene Manipulation!
Beispiel: ich hätte meine Sauferei auch „annehmen“ können (hatte ich ja auch), aber dann wäre ich jetzt höchstwahrscheinlich nicht hier!
Think positive
HylTox
… ich glaubte und dafür entschuldige, die Frage von dem geometrischen Zeichen beantwortet zu bekommen.
Weil, bitte richtig verstehen, nicht immer alles und jedes Problem aus der Sicht von Abhängigkeit zu sehen ist.
Ich fragte Winkel, weil ichs verstehen möchte, aus seiner Sicht.
Schließl. schreibt er: aus eigener Erfahrung…
PS: Winkel, natürlich brauchst Du nicht drauf zu antworten, es hätte mich halt nur interessiert, wie Du das siehst.
Herzl. Grüße
hd