Jagthund hetzt und reißt Reh

Hallo,

folgende Situation: Ein Jäger mit einem Hund in der Jagthundeausbildung lässt seinen Hund frei herum laufen. Der Hund hetzt ein Reh, reißt es nieder, beißt sich in den Hals fest. Das Reh kann sich noch einmal befreien, wird aber nach wenigen Metern wieder niedergerissen. Der Jäger setzt seine Hundepfeife erst ein, als das Tier schon am Boden liegt und Passanten laut schreiend auffordern, den Hund zurück zu rufen. Die Pfeife hat keinerlei Wirkung. Als der Jäger beim Hund ankommt, kann er diesen nicht vom Reh abbringen und verhält sich (aus Selbstschutz?) zögerlich, sodass das Reh schließlich bewegungslos da liegt. Das Grundstück befindet sich in seinem Besitz, doch das Jagtrecht besitzt ein anderer Jäger.

Welche rechtlichen Grundlagen würden in so einem kontruierten Fall gelten? Läge eine Straftat/ ein Verstoß vor? Womit müsste der Jäger rechnen?

Danke für euer Wissen!
herzweg

Hallo,

folgende Situation: Ein Jäger mit einem Hund in der
Jagthundeausbildung lässt seinen Hund frei herum laufen. Der
Hund hetzt ein Reh, reißt es nieder, beißt sich in den Hals
fest. Das Reh kann sich noch einmal befreien, wird aber nach
wenigen Metern wieder niedergerissen. Der Jäger setzt seine
Hundepfeife erst ein, als das Tier schon am Boden liegt und
Passanten laut schreiend auffordern, den Hund zurück zu rufen.
Die Pfeife hat keinerlei Wirkung. Als der Jäger beim Hund
ankommt, kann er diesen nicht vom Reh abbringen und verhält
sich (aus Selbstschutz?) zögerlich, sodass das Reh schließlich
bewegungslos da liegt. Das Grundstück befindet sich in seinem
Besitz, doch das Jagtrecht besitzt ein anderer Jäger.

Welche rechtlichen Grundlagen würden in so einem kontruierten
Fall gelten? Läge eine Straftat/ ein Verstoß vor? Womit müsste
der Jäger rechnen?

den ablauf der jagd hast du ja schön geschildert (warum auch immer), aber die wesentlichen punkte fehlen. was bedeutet „befindet sich in seinem Besitz,“ ? wenn er eigentümer ist, dann hat er grds. das jagd(ausübungs)recht.
weshalb soll er das jagdrecht jetzt nicht mehr haben ? liegt eine wirksame (genehmigte) jagdpachtvor oder lediglich eine jagderlaubnis an dritte (z.b. art. 17 bayjagdg) ?
um welches tier handelt es sich ? ist es ein muttertier gewesen, erfolgte die jagd in der schonzeit ?

wenn man dann noch lust hat, kann man prüfen, ob es sich um einen tauglichen jagdhund handelt (meist in verordnungen geregelt) oder ein verstoß gegen das tierschg vorliegt (bsplw. § 3 Ziff. 7 TierSchG).

verstöße reichen von ordnungswidrigkeit bis hin zu straftaten. ein blick in das bjagdg und jagdgesetz des landes (z.b. bayern) ist nie verkehrt…