Jammern in der Neidgesellschaft

Schaeuble warnte im Nov. 1999 vor der Entwicklung zu einer Neidgesellschaft,ja, 2 wesentliche Gedankengaenge meinerseits dazu, die unterschiedliche Standpunkte dar-stellen aber auch den eigenen, inneren Anspruch spiegeln:

  1. Ist unser gesellschaftliches Dasein , die gesellsch. Struktur und das was daraus praktiziert wird, nicht auf Neid ausgelegt und sind die Widersprueche und Unterschiede nicht auch Anreiz und Ansporn?
  2. Wir sind schon eine Mecker-und Neidge-sellschaft. Einer, der sein Schicksal selbst in die Hand nimmt, erfolgreich ist und mit seinen Steuern dann noch zur Finanzierung der Gesellschaft beitraegt, der erfaehrt Neid und Missgunst. Und dann ist noch der Staat, mit seinen Politikern und gut abgesicherten Dienern,Verordnungen und Gesetzen die den Erfolg mit Buerokratie und sonstigen Hindernissen versuchen zu
    beeintraechtigen.
    Bleibt die Frage, gibt es hier einen Koenigsweg oder ist die Gesellschaft prinzipiell neu zu gestalten ?
  1. Ist unser gesellschaftliches Dasein ,
    die gesellsch. Struktur und das was
    daraus praktiziert wird, nicht auf Neid
    ausgelegt und sind die Widersprueche und
    Unterschiede nicht auch Anreiz und
    Ansporn?

Theoretisch leben wir doch genau davon, denn Kapitalismus soll ja laut Smith aus dem Vorteil des Einzelnen das Allgemeinwohl steigern.
So lautet die Theorie, für mich ist jedoch die Frage, ob die alten Rezepte so funktionieren. Im Zeitalter von Internet und Stock Options scheint es möglich, das auf einmal unheimlich viele von den guten Ideen der anderen profitieren. Andererseits - wer nichts hat, kann auch nichts anlegen !
Außerdem - werden mit neuen Ideen noch genug Arbeitsplätze für alle geschafffen ?
Neid entsteht doch nur daher, das nach dem deutschen System alle glauben, ihnen müßte automatisch ein Teil dessen gehören, was andere sich erarbeitet haben. Neid ist aber gerechtfertigt, wenn nicht alle die gleichen Chancen haben.
Also glaube ich, man kann der Neidgesellschaft entgegentreten, indem man Leuten die gleichen Chancen einräumt, ohne alle gleich zu machen.

Neidgesellschaft resultiert aus Giergesellschaft
Jede Medallie hat zwei Seiten. Die Rückseite der Neidgesellschaft ist die Giergesellschaft.
Nun kann man sich fragen, was war zuerst da und man wird sich ständig im Kreis bewegen. Tatsache ist, dass heutzutage in vielen Industrie- und Wirtschaftsbereichen Gewinne in einer Höhe gemacht werden, die man nur als Abzocke bezeichnen kann. Dass das Neid hervorruft ist mir eigentlich klar. Genau dieses schamlose Zugreifen vieler Produzenten führt dazu, dass sich Menschen, die weniger Chancen hatten übervorteilt fühlen.
Ich würde allgemein zu mehr Bescheidenheit raten und zwar im Konsum genauso wie in der Wirtschaft.

Sigi

Hi Sigi !

Jede Medallie hat zwei Seiten. Die
Rückseite der Neidgesellschaft ist die
Giergesellschaft.

Das ist richtig.
Aus Neid kommt Gier, aus Gier kommt Neid.
So war das auch schon vor der sozialen Marktwirtschaft.

Nun kann man sich fragen, was war zuerst
da und man wird sich ständig im Kreis
bewegen. Tatsache ist, dass heutzutage in
vielen Industrie- und
Wirtschaftsbereichen Gewinne in einer
Höhe gemacht werden, die man nur als
Abzocke bezeichnen kann. Dass das Neid
hervorruft ist mir eigentlich klar. Genau
dieses schamlose Zugreifen vieler
Produzenten führt dazu, dass sich
Menschen, die weniger Chancen hatten
übervorteilt fühlen.

In deutschland gibt es mehr Chancengleichheit als irgendwo sonst auf der Welt. Ohne ein kommunistisches System wir sich das wohl kaum noch steigern lassen.
Wenn allerdings jemand seine Chancen in jungen Jahren nicht wahrnimmt und sich mit 40 plötzlich beschwert, daß er nicht auch Mercedes fahren kann, dann stimmt da was nicht.

Ich würde allgemein zu mehr
Bescheidenheit raten und zwar im Konsum
genauso wie in der Wirtschaft.

Bescheidenheit im Konsum führt zu weniger Absatz. daraus resultiert weniger Wachstum und somit gibt es weniger Wohlstand für alle.
Tatsache ist, daß Leute mit Unternehmergeist und Visionen sich in diesem Land viel Neid und vielen Hürden gegenüber gestellt sehen.
Gründen diese Leute ein Unternehmen, schaffen sie i.d.R. Arbeitsplätze und bezahlen Steuern. Sie arbeiten mehr und tragen die Verantwortung für ihre Mitarbeiter. Sie sind außerdem sozial kaum abgesichert. Daß bei dieser Übererfüllung der sozialen Bürgerpflichten für den Unternehmer etwas mehr an Salair herausspringt, halte ich durchaus für legitim.

Gruß,

Mathias

Bescheidenheit im Konsum führt zu weniger
Absatz. daraus resultiert weniger
Wachstum und somit gibt es weniger
Wohlstand für alle.

Wohlstand und Konsum sind zwei verschiedene Paar Stiefel. Wohlstand ist nicht immer nur materieller Wohlstand. Nach einem Spiegelartikel vor einigen Monaten leben in ganz Europa die glücklichsten Menschen in Polen. Die Polen bezeichnen sich selbst häufiger als glücklich, als die Menschen in jedem anderen europäischen Staat.
Unbegrenztes und unreguliertes Wachstum muss zwangsläufig in die Katastrophe führen. Allerdings bin ich mir im Klaren, dass es in diesem System ohne nicht geht.

Tatsache ist, daß Leute mit
Unternehmergeist und Visionen sich in
diesem Land viel Neid und vielen Hürden
gegenüber gestellt sehen.
Gründen diese Leute ein Unternehmen,
schaffen sie i.d.R. Arbeitsplätze und
bezahlen Steuern. Sie arbeiten mehr und
tragen die Verantwortung für ihre
Mitarbeiter. Sie sind außerdem sozial
kaum abgesichert. Daß bei dieser
Übererfüllung der sozialen
Bürgerpflichten für den Unternehmer etwas
mehr an Salair herausspringt, halte ich
durchaus für legitim.

Ich auch, aber sei ehrlich…ist wirklich dieser hart arbeitende Selfmademan/woman das Ziel des Neides? Doch nur dann, wenn soviel in so kurzer Zeit verdient wird, dass man sich fragen muss, ob alles mit rechten Dingen zugeht. Und damit wären wir wieder bei der Gier und am Anfang des Kreises. Neid entsteht auch nur, wo es zu starke Gegensätze zwischen Arm und Reich gibt. Eine breite Mittelschicht wirkt dem entgegen, nur leider schrumpft die durch die Umverteilung von unten nach oben immer mehr.

Schöne Grüsse

Sigi

Hi Sigi !

Bescheidenheit im Konsum führt zu weniger
Absatz. daraus resultiert weniger
Wachstum und somit gibt es weniger
Wohlstand für alle.

Wohlstand und Konsum sind zwei
verschiedene Paar Stiefel. Wohlstand ist
nicht immer nur materieller Wohlstand.
Nach einem Spiegelartikel vor einigen
Monaten leben in ganz Europa die
glücklichsten Menschen in Polen. Die
Polen bezeichnen sich selbst häufiger als
glücklich, als die Menschen in jedem
anderen europäischen Staat.

Das liegt daran, daß sich das Land gerade im Aufschwung befindet.
Die Menschen sind glücklich, weil sich etwas bewegt, ja fast ein Umbruch stattfindet.
In einer derartigen Situation gibt es immer mehr Euphorie, als in einer einfach stabilen Lage wie bei uns.

Unbegrenztes und unreguliertes Wachstum
muss zwangsläufig in die Katastrophe
führen. Allerdings bin ich mir im Klaren,
dass es in diesem System ohne nicht geht.

Das ist eine Definitionsfrage. Ich denke, daß die wirtschaftlichen Kräfte und somit auch das Wirtschaftswachstum so wenig wie möglich staatlich reguliert werden sollten.
Nur so entfaltet sich Kreativität und Unternehmergeist.

Tatsache ist, daß Leute mit
Unternehmergeist und Visionen sich in
diesem Land viel Neid und vielen Hürden
gegenüber gestellt sehen.
Gründen diese Leute ein Unternehmen,
schaffen sie i.d.R. Arbeitsplätze und
bezahlen Steuern. Sie arbeiten mehr und
tragen die Verantwortung für ihre
Mitarbeiter. Sie sind außerdem sozial
kaum abgesichert. Daß bei dieser
Übererfüllung der sozialen
Bürgerpflichten für den Unternehmer etwas
mehr an Salair herausspringt, halte ich
durchaus für legitim.

Ich auch, aber sei ehrlich…ist wirklich
dieser hart arbeitende Selfmademan/woman
das Ziel des Neides? Doch nur dann, wenn
soviel in so kurzer Zeit verdient wird,
dass man sich fragen muss, ob alles mit
rechten Dingen zugeht.

Daran wird man sich gewöhnen müssen. Gerade im E-Commerce-Bereich werden noch einige binnen drei Monaten Porsche fahren.

Und diese Leute haben etwas dafür geleistet. Und wenn es nur eine gute Idee ist. Andere hatten diese Idee eben nicht, fahren deshalb auch keinen Porsche und haben auch kein Anrecht auf einen Teil des Porsches vom Unternehmer !!

Das muß einfach mal klargestellt werden !!

Und damit wären
wir wieder bei der Gier und am Anfang des
Kreises. Neid entsteht auch nur, wo es zu
starke Gegensätze zwischen Arm und Reich
gibt. Eine breite Mittelschicht wirkt dem
entgegen, nur leider schrumpft die durch
die Umverteilung von unten nach oben
immer mehr.

Mir kommen die Tränen !
Momentan sehe ich lediglich den Betrug der Politik am gesamten Volk, sh. Ökosteuer und eine schon unverschämte Schröpfung der sog. „Besserverdienenden“. Wer richtig Geld verdient, sollte es nicht für eine Umverteilung von oben nach unten abgeben müssen. Das ist falsch.
Natürlich soll jeder seinen Teil zum Wohlstand des Staates beitragen, nur darf dieser Anteil insgesamt niemals 25 bis 30% übersteigen.

Bis dann,

Mathias