Japanisch/Chinesisch

Ich habe mal gelesen, dass es laut ein paar Studien in etwa 3mal so lange dauern soll japanisch zu lernen wie es dauert eine andere („einfache“/europäische) Sprache zu lernen.

Andererseits gibt es auch immer wieder diese Horrorgeschichten über Leute die seit 20 Jahren in Japan/China wohnen und noch nicht einmal eine Tageszeitung lesen können.

Kann mir vll. jemand der japanisch oder chinesisch gelernt hat und es inzwischen gut oder fließend spricht bestätigen, dass man davon ausgehen kann, dass man japanisch/chinesisch genauso lernen kann wie jede andere Sprache bloß dass das Ganze „etwas länger“ (ungefähr 3 mal so lang…) dauert?

Vielen Dank!

Gruß!

Ich persönlich habe zwar keine Erfahrung mit den Sprachen, aber mein Bruder hat im Rahmen seinen Sinologie-Studiums innerhalb eines Semesters die Grundzüge des Chinesischen gelernt (inkl. Schriftzeichen). Um die Sprache richtig zu sprechen, sollte man allerdings auch einen China-Aufenthalt machen (dies gilt ja aber für die meisten Sprachen).

Gruß,

Mirjam

Ps: Ich kenne auch Leute hier in Deutschland, die nach über 30 Jahren hier fast kein Deutsch können, geschweige denn, ein Buch oder eine Zeitung lesen könnnen… - es kommt wohl vor alle darauf an, mit welcher Einstellungen und was für Zielen man ins Ausland geht!

Ps: Ich kenne auch Leute hier in Deutschland, die nach über 30
Jahren hier fast kein Deutsch können, geschweige denn, ein
Buch oder eine Zeitung lesen könnnen… - es kommt wohl vor
alle darauf an, mit welcher Einstellungen und was für Zielen
man ins Ausland geht!

Also das ist ein sehr sehr gutes Argument lol ich hab zwar shcon dran gedacht, dass es natürlich von der Sprachbegabung und v.a. von der Motivation (ob man die Sprache überhaupt lernen will oder sich abschottet) abhängt, aber so direkt hab ich nicht daran gedacht, dass es hier in Deutschland auch viele Ausländer gibt die schon ewig hier leben aber die Sprache noch nicht richtig können…

Hallo Fragezeichen,

ich würde sagen, Japanisch ist wesentlich einfacher als eine eine europäische Sprache zu lernen. Die Grammatik kennt keine Artikel, keine Deklination, keine Konjugation und hat nur wenige Ausnahmen. Wenn es einem gelungen ist, sich aus der europäischen Grammaitik-Denke zu befreien, geht es ruck zuck.

Das Problem aber ist die Schrift. Du kannst perfekt Japanisch sprechen ohne auch nur ein Wort lesen oder schreiben zu können. Weil die rund 2000 Schriftzeichen, die man können sollte, nichts mit der Aussprache eines Wortes zu tun haben, musst du jedes einzelne auswendig lernen und dann üben, üben üben. Und das dauert!

Gruß
Peggy

Hallo!

Kennst du vielleicht ein gutes Buch zum Thema japanisch lernen? Will es nämlich schon lange versuchen, aber dachte bisher, dass es viel zu schwer ist. Hast mir jetzt etwas Mut gemacht! =)

Liebe grüße Cleo

Hallo Cleo,

als Einstieg finde ich dieses gut:

http://www.hueber.de/elka/index.asp?e=*,347396

Liebe Grüße
Peggy

Japanisch ist einfach?

Hallo Fragezeichen,

ich würde sagen, Japanisch ist wesentlich einfacher als eine
eine europäische Sprache zu lernen. Die Grammatik kennt keine
Artikel, keine Deklination, keine Konjugation und hat nur
wenige Ausnahmen. Wenn es einem gelungen ist, sich aus der
europäischen Grammaitik-Denke zu befreien, geht es ruck zuck.

Hallo Peggy,

darf ich einmal fragen wie gut dein Japanisch ist oder wie du es gelernt hast? Wuerde mich einmal interessieren weil du die Sprache hier so darstellst als waere es ueberhaupt kein Problem sie zu erlernen. Vielleicht bin ich ja langsam oder schwer von Begriff, aber ich muss sagen, dass ich finde dass Japanisch auch abgesehen von der Schrift viel schwerer als europaeische Sprachen ist.
Klar sind manche Grammatikregeln einfacher, aber um die Sprache richtig fliessend zu sprechen und auch zu verstehen braucht man meiner Meinung nach schon sehr lange. (Unter „richtig“ verstehe ich mehr als nur mit meiner Freundin ueber Alltaegliches zu chatten).
Ich habe schon von jemandem gehoert, der geschaeftlich nach Brasilien gezogen ist und nach 6 Monaten intensivem Training schon in Meetings teilnahm in denen nur Portugiesisch gesprochen wurde. Wenn das ein Europaeer in Japan im gleichen Zeitraum schafft, dann wuerde ich denjenigen gerne kennenlernen. Der waere meiner Meinung nach ein Sprachengenie. \

Viele Gruesse
Matti

Hallo Fragezeichen,

ich bin ja mal gespannt ob du dich irgendwann entscheiden kannst welche der beiden Sprachen du lernen moechtes. Ich wette mit dir, egal fuer welche du dich am Ende entscheidest, du wirst spaeter denken dass es die falsche Entscheidung war. Du wirst sicherlich bei beiden Sprachen in inrgendeinem Stadium verzweifeln und fluchen.
Ich denke Japanisch ist auf jeden Fall erlernbar, so wie jede andere Sprache auch. Nur denke ich, dass du z.B. Spanisch oder Englisch relativ gut in Deutschland lernen kannst. Aber wenn du effizient Japanisch lernen moechtest, dann solltest du auf jeden Fall auch in das Land gehen und das mindestens ein Jahr lang.
Aber das kommt natuerlich auch darauf an wie hoch deine Erwartungen sind. Nach 2 Jahren Japanischstudium in Deutschland und das dann noch als Nebenfach wirst du mit Sicherheit kein Dolmetscher. Aber du wirst natuerlich in der Lage sein bei einem Japanbesuch Sushi zu bestellen. Lange rede kurzer Sinn, ich habe das glaube ich schon einmal geschrieben. Ueberlege dir lieber welches Land dich von den Menschen und der Kultur mehr interessiert und wo du dir vorstellen kannst fuer einen bestimmten Zeitraum auch zu wohnen. Dann faellt es dir auch leichter dich fuer die Sprache zu entscheiden. Dann hast du naemlich auch die entsprechende Motivation, mit der sich dann auch viel leichter lernt.
Das mit der Tageszeitung kommt hin. Japanische Schueler koennen die auch erst lesen wenn sie die ganzen Schriftzeichen gelernt haben, es gibt im Internet deswegen sogar extra eine Seite einer japanischen Zeitung die fuer unterschiedliche Klassenstufen Nachrichten anbietet. Im Deutschen gibt es keine Schriftzeichen aber es gibt ja auch genuegend Deutsche die keine Tagezeitung verstehen koennen und sich daher lieber die Bildzeitung kaufen. Daher denke ich dass das jetzt nicht so viel ueber die Schwierigkeit aussagt sondern eher daran liegt, dass diese Leute einfach kein Interesse/Bedarf daran haben die ganzen Schriftzeichen zu lernen. Schliesslich gibt es ja genug englische Zeigungen in Japan und China.

Gruesse
Matti

Hi, also ich hab mich inzwischen schon dafür entschieden, dass ich japanisch lernen will, fang damit aber erst im oktober (zu beginn des 2. semesters) an, da ich mir noch nich 100prozentig sicher bin, ob ich bei dem studium dass ich angefangen habe auch wirklich bleiben will.

Ich will auch nach 2 Jahren kein Dolmetscher werden, sondern japanisch im Rahmen meines BWL-Studiums erlernen, wofür ich dann noch knapp 4 Jahre hätte und davon auch ein Auslandssemester in Japan einlegen würde. Ich glaube auch nicht, dass ich mir zuviel vornehme, denn (…sorry ich weiß wie blöd sich das jetz schon wieder anhört) ich hatte mich bis zur 10. / 11. klasse überhaupt nicht für französisch interessiert, fands wirklich total scheiße und hab aus trotz rein gar nichts dafür gemacht und hatte meistens so 4er (so dumm ist man halt in jungen jahren manchmal :smile:), anfang/mitte der 11. hab ich mich dann dazu entschieden, dass ichs als LK-Fach nehme, hab angefangen mich für die Sprache auch zu interessieren, hab was dafür getan und ein halbes Jahr später hatte ich dann in der 1.Französisch-LK Klausur als Einziger 13 Punkte und in allen anderen Frz.-Klausuren (bis auf eine) in der ganzen Kollegstufe auch jedesmal eine 1 und jeweils die beste Klausur aus der ganzen klasse (obwohl viele im LK über 1 Jahr in Frankreich waren und die Sprache schon ewig toll fanden)…bei Englisch isses ungefähr genauso gelaufen. Das hört sich für dich jetzt vielleicht arrogant an, aber ich denke, dass das Sprachen lernen eine wirklich große Stärke von mir ist und ich deswegen glaube, dass wenn es irgendwie machbar ist ich das in 4-5 Jahren schaffen müsste (zudem ich bei sowas auch wirklich motiviert bin weils mir spaß macht).

Ich würde z.B. auch gerne was in die Richtung Naturwissenschaften/Forschung oder so machen aber an so etwas wag ich mich nicht so richtig ran, weil ich weiß, dass ich in Mathe eher Durchschnitt oder etwas schlechter bin und ich DA dann wahrscheinlich total ins Fluchen kommen würde :wink:

(ich wollte damit nur zum Ausdruck bringen, dass ich nicht denke, dass es ein Kinderspiel ist Japanisch zu lernen und nicht glaube, dass ich das unterschätze :wink:)

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Matti,

so darstellst als waere es ueberhaupt kein Problem sie zu erlernen.

Das habe ich nicht gesagt, nur dass es einfacher ist als europäische Sprachen.

ich finde dass Japanisch … viel schwerer als europaeische Sprachen ist.

Warum denn? Du bestätigst doch selbst, dass die Grammatik erheblich einfacher ist. Ein Problem, gibt es, das habe ich aber erwähnt: Man muss sich aus dem europäischen Grammatik-Denk-Korsett lösen. Vielleicht ist es das, was dir schwerfällt?

um die Sprache richtig fliessend zu sprechen und auch zu verstehen
braucht man meiner Meinung nach schon sehr lange.

Das ist in jeder Sprache so. Dazu brauchst du Übung, Übung, Übung.

Ich habe schon von jemandem gehoert, …

Ach, wenn ich jetzt erzählen würde, was ich schon alles gehört habe … :smile:

Liebe Grüße
Peggy

Hallo Peggy,

Warum denn? Du bestätigst doch selbst, dass die Grammatik
erheblich einfacher ist.

Eben nicht, lies mal bitte genau, ich schrieb „MANCHE“ Regeln.

Nun hast du mir immernoch nicht gesagt wie dein Level ist, wuerde mich wirklich sehr interessieren. Vor allem wie lange du gebraucht hast diesen zu erreichen und wie. Wer weiss, vielleicht hast du ja die Methode entdeckt die einigen Menschen das Lernen sehr erleichtern wuerden. Ich denke mir, dass du entweder ein Sprachengenie bist, oder keine andere europaeische Sprache angefangen hast zu lernen (ausser in der Schule). Denn das habe ich echt noch nie gehoert. Von den Leuten die ich kenne, die Japanisch verhandlungssicher sprechen hat das noch keiner gesagt.

Ein Problem, gibt es, das habe ich

aber erwähnt: Man muss sich aus dem europäischen
Grammatik-Denk-Korsett lösen. Vielleicht ist es das, was dir
schwerfällt?

Danke fuer den Tipp, wenn du mir nur noch sagst wie, dann werde ich in Japan eine Sprachschule eroeffnen und richtig Geld machen.

Das ist in jeder Sprache so. Dazu brauchst du Übung, Übung,
Übung.

Richtig, du hast es erkannt. Nur braucht man bei der einen Sprache eben mehr und bei der anderen weniger.

Ich habe schon von jemandem gehoert, …

Ach, wenn ich jetzt erzählen würde, was ich schon alles gehört
habe … :smile:

Mach doch :wink: wuerde mich interessieren. Die Geschichte mit dem der Portugiesisch gelernt hat ist fuer mich auf jeden Fall glaubhafter fuer mich als die, dass Japanisch einfacher zu lernen ist als europaeische Sprachen.

Liebe Gruesse
Matti

Hi Fragezeichen,

Hi, also ich hab mich inzwischen schon dafür entschieden, dass
ich japanisch lernen will,

gute Entscheidung wenn du mich fragst…

fang damit aber erst im oktober (zu

beginn des 2. semesters) an, da ich mir noch nich 100prozentig
sicher bin, ob ich bei dem studium dass ich angefangen habe
auch wirklich bleiben will.

Das ist wohl das groessere Problem… ich gebe dir nur den Tipp, ziehe es durch. Danach hast du es einfach leichter… ich habe mich immer vor BWL gedrueckt und jetzt habe ich den Salat. Ich werde wahrscheinlich noch den MBA oder aehnliches machen muessen um nachher in Deutschland einen Job zu bekommen, falls ich nicht im Ausland bleiben kann. Denn ohne BWL ist man in Deutschland wohl einfach nicht gut genug so wie es ausschaut…

Ich will auch nach 2 Jahren kein Dolmetscher werden,

war ja nur ein Beispiel :wink:
sondern

japanisch im Rahmen meines BWL-Studiums erlernen, wofür ich
dann noch knapp 4 Jahre hätte und davon auch ein
Auslandssemester in Japan einlegen würde.

Nur ein Tipp am Rande, mach zwei draus, oder bleibe laenger und gehe auf eine Sprachschule. Ich habe Leute kennengelernt die haben Jahre an einer Uni Japanisch studiert und kamen dann in den Anfaengerkurs an meiner Sprachschule weil sie kaum Sprechen konnten. Aber das haengt natuerlich davon ab wo deine Praeferenzen liegen. Manche leben in Japan und denken das Sprechen reicht aus, lernen kaum schreiben und die sind dann spaeter angenervt weil sie sich vorkommen wie Legasteniker und lernen dann eben spaeter die Schriftzeichen. Auch wenn du Talent fuer Sprachen hast, es liegt ein langer Weg vor dir aber dafuer wirst du danach umso mehr belohnt wenn du dich einmal auf Japanisch unterhalten kannst. Ich wuensche dir viel Glueck dabei und
Ganbatte!!

hört sich für dich jetzt vielleicht arrogant an, aber ich

denke, dass das Sprachen lernen eine wirklich große Stärke von
mir ist und ich deswegen glaube, dass wenn es irgendwie
machbar ist ich das in 4-5 Jahren schaffen müsste (zudem ich
bei sowas auch wirklich motiviert bin weils mir spaß macht).

Was schaffen? Das ist hier die Frage. Ein native speaker wirst du in 4-5 Jahren nicht. Wo ist dein Ziel?

Ich würde z.B. auch gerne was in die Richtung
Naturwissenschaften/Forschung oder so machen aber an so etwas
wag ich mich nicht so richtig ran, weil ich weiß, dass ich in
Mathe eher Durchschnitt oder etwas schlechter bin und ich DA
dann wahrscheinlich total ins Fluchen kommen würde :wink:

auch das geht wenn du es willst und den ensprechenden Fleiss mitbringst. Ich denke man kann alles lernen, es kommt nur auf die Motaivation und das „wie“ an. Ich war immer grottenschlecht in Mathe bis ich dann eine Super Lehrerin hatte und ploetzlich wurde Mathe mein Lieblingsfach…

(ich wollte damit nur zum Ausdruck bringen, dass ich nicht
denke, dass es ein Kinderspiel ist Japanisch zu lernen und
nicht glaube, dass ich das unterschätze :wink:)

Denke nicht soviel darueber nach, fange es erst mal an zu lernen und wundere dich spaeter darueber. Es kommt meistens alles anders als man denkt. :wink:

LG
Matti

Hallo Peggy & Mattilda,

Ich misch mich auch mal ein…

Nun hast du mir immernoch nicht gesagt wie dein Level ist,
wuerde mich wirklich sehr interessieren. Vor allem wie lange
du gebraucht hast diesen zu erreichen und wie. Wer weiss,
vielleicht hast du ja die Methode entdeckt die einigen
Menschen das Lernen sehr erleichtern wuerden. Ich denke mir,
dass du entweder ein Sprachengenie bist, oder keine andere
europaeische Sprache angefangen hast zu lernen (ausser in der
Schule). Denn das habe ich echt noch nie gehoert. Von den
Leuten die ich kenne, die Japanisch verhandlungssicher
sprechen hat das noch keiner gesagt.

Ich glaube, das liegt aber, wie Peggy schon sagte, eher am Vokabular als an der Grammatik. Auch wenn ich z.B. nur die Grundzüge (naja, sind wohl doch etwas mehr als nur Grundzüge, inzwischen) der Grammtik kenne und nur relativ wenig Vokabular habe, kann ich sagen, dass die japanische Grammatik im allgemeinen etwas leichter zu erlernen ist. Sicherlich fällt mir Spanisch leichter, wenn ich schon Französisch, Latein und Esperanto kann (Beispiel von mir) - aber wenn man mit nur Vorkenntnissen in Englisch/Deutsch anfängt und man ein bisschen abstraktes Denken mitbringt, so halte ich die japanische Grammatik ebenfalls für leichter. Nicht direkt „einfach“, aber doch nicht so kompliziert wie z.B. Französisch oder Deutsch. Vor allem ist sie regelmäßiger, was sich anhand etlicher Beispiele beweisen lässt.
Natürlich ist Vokabular mindestens genauso wichtig, da hat man dann leider keine Vorkenntnisse, wie bei europäischen Sprachen, deren Wörter man oft von Fremdwörtern ableiten kann.

Ein Problem, gibt es, das habe ich
aber erwähnt: Man muss sich aus dem europäischen
Grammatik-Denk-Korsett lösen. Vielleicht ist es das, was dir
schwerfällt?

Danke fuer den Tipp, wenn du mir nur noch sagst wie, dann
werde ich in Japan eine Sprachschule eroeffnen und richtig
Geld machen.

Den Kommentar hat Peggy garantiert nicht böse gemeint. Ich muss ihr zustimmen. Japanisch funktioniert schon ziemlich anders als z.B. Spanisch. Aber irgendwie mindestens genauso nach einem sehr logischen Prinzip. Kommt halt auf die Person an, welches System ihr mehr liegt - das japanische oder das spanische (mal als Beispiel).

  • André

Hallo Andre,

/Ich glaube, das liegt aber, wie Peggy schon sagte, eher am
/Vokabular als an der Grammatik.

Natuerlich, wenn du lernst wie man Sushi bestellt und ein bisschen blabla im Alltag, ja, dann gebe ich dir recht, dann ist japanische Grammatik etwas einfacher als manche europaeische Sprachen. Wenn du mit Grammatik Praesens und Vergangeheit meinst. Aber Grammatik ist ein bisschen mehr als das. Japanisch hat so viele Nuancen die ueber die Grundgrammatik hinausgehen die du verstehen musst. Klar versteht dich ein Japaner wenn du ihn nach dem Weg fragst. Aber ob du die Antwort verstehst ist hier die Frage. Du wirst dich auch evtl. ganz doll umschauen wenn du dann ploetzlich eine Konversation von Teenagern versuchst zu verstehen oder die Nachrichten, den Wetterbericht, den Arzt, die Ansage am Flughafen, Zug, einen Kinofilm, Manga etc.

Manchmal denkst du naemlich du hast es verstanden aber in Wirklichkeit hast du eben gar nichts kapiert, weil diese kleinen aber wichtigen Nuancen auf die es ankommt an dir voruebergegangen sind.
Vielleicht reden wir ja hier aneinander vorbei, aber nach meinem Verstaendnis spreche ich eine Sprache erst dann richtig gut wenn ich das alles verstehe und das ist tut ein normalmensch in Italien, Spanien, Portugal oder auch Frankreich ein ganzes stueck schneller als wenn er nach Japan geht.
Das mag jetzt arrogant klingen aber wenn mir jemand erzaehlen will dass Japanisch einfacher ist als europaeische Sprachen (auch ohne die Schrift) der hat meiner Meinung nach entweder keine Ahnung von Japanisch oder ist so intelligent dass er den Unterschied selber nicht bemerkt. Hier im Forum habe ich bis jetzt nur einen getroffen der meines erachtens die Sprache richtig kann (oder dem ich es zumindest zutraue von dem was er erzaehlt) und das ist Wolfgang. Und wenn der mir dann jetzt auch erzaehlt dass Japanisch so einfach ist, dann habe ich wahrscheinlich wirklich etwas falsch gemacht… und werde es aufgeben Japanisch zu lernen und auf Schwedisch umsatteln. Vielleicht habe ich ja mit Sprachen die schwieriger sind mehr Erfolg.

/Vor allem ist sie regelmäßiger, was sich anhand
/ etlicher Beispiele beweisen lässt.

Sage mir doch mal ein paar bitte. Wuerde mich interessieren was du damit meinst.

/ Natürlich ist Vokabular mindestens genauso wichtig, da hat man
/dann leider keine Vorkenntnisse, wie bei europäischen
/ Sprachen, deren Wörter man oft von Fremdwörtern ableiten kann.

Genau und da faengt mitunter schonmal das Problem an wenn du versuchst den Unterschied zu verstehen zwischen oru, oru oder oru. Oder uchi, uchi, uchi und uchi. Weil es im Japanischen eben viele Woerter gibt die in Hiragana gleich geschrieben werden aber ganz andere Bedeutungen haben. Aber das sind noch relativ einfache Schwierigkeiten.

///Ein Problem, gibt es, das habe ich
/// aber erwähnt: Man muss sich aus dem europäischen
/ //Grammatik-Denk-Korsett lösen. Vielleicht ist es das, was dir
/// schwerfällt?

//Danke fuer den Tipp, wenn du mir nur noch sagst wie, dann
//werde ich in Japan eine Sprachschule eroeffnen und richtig
//Geld machen.

/Den Kommentar hat Peggy garantiert nicht böse gemeint. Ich
/muss ihr zustimmen. Japanisch funktioniert schon ziemlich
/anders als z.B. Spanisch. Aber irgendwie mindestens genauso
/nach einem sehr logischen Prinzip. Kommt halt auf die Person
/an, welches System ihr mehr liegt - das japanische oder das
/spanische (mal als Beispiel).

Ich habe meine Antwort auch nicht boese gemeint aber trotzdem ernst. Ich habe mir etliche Sprachschulen angeschaut und glaub mir auch einige Leute die Japanisch lernen und es auch perfekt Sprechen kennengelernt aber das hat mir einfach noch keiner erzaehlt. Daher bin ich halt etwas verwundert und frage mich ob diese Leute einschliesslich mir selber einfach nur alle schwer von Begriff sind oder so… Daher, falls sie eine Methode kennt mit der es sich so einfach und schnell „richtig“ erlernen laesst, dann wuerde ich die wirklich gerne wissen.

Gruesse
Matti

Nun, ich denke, es ist teilweise wirklich Ansichtssache, was einem mehr liegt und was weniger - also Japanisch oder etwas Europäisches. Wie gesagt, würde ich mich bei der „Schwierigkeit“ einer Sprache eher erstmal auf die Grammatik beziehen. Einem Esperanto kommt die Sprache mit Sicherheit nicht nahe, aber wenn man wirklich kalt den Satzbau und die Morphologie betrachtet und dabei das Vokabular außer 8 lässt, so finde ich es persönlich etwas leichter als beispielsweise Französisch. Ein französisches Verb kann - lass mich kurz grob rechnen - 35 verschiedene Flexionsformen (anhand von „parler“ ausgezählt), Spanisch hat da m.W. 61 („hablar“, bedeutend mehr, jedoch etwas regelmäßiger, find ich), Deutsch hat für „sprechen“ 31 Formen (zusammengesetzte Formen nicht mitgerechnet). Für’s japanische „hanasu“ komme ich auf nur rund 15 Formen, ebenfalls Zusammensetzungen nicht mitgezählt. Substantive kommen im Japanischen ohne jegliche Flexion aus - aber gut, Spanische und Französische ja auch. Dafür hat japanisch weitaus mehr Pronomen. Okay, Minuspunkt in dem Falle.
Aus den Demonstrativ-/Interrogativpronomen lässt sich eine nette kleine Tabelle erstellen, wie sie in den anderen Sprachen nicht ganz so einfach machbar ist. Komparativ und Superlativ sind hier wohl ähnlich einfach wie Spanisch, da hinkt Französisch und wiedermal Deutsch hinterher.
Die Partikel (wa, wo, ni, etc.) vereinfachen natürlich vielerlei Dinge, sind an sich aber auch so vielseitig anzuwenden, dass ich sie vielleicht nicht unbedingt als Pluspunkt ansehen würde. Eher gleichzusetzen mit europäischen Sprachen - ist eben 'ne Alternative zu Präposition bzw. Fällen.
Plural gibt es nicht wirklich - also Vorteil ggü. Deutsch und Sprachen wie Walisisch, Arabisch und Irisch (aber ich denke nicht, dass du diese mit Europäisch meinst).
Der Satzbau selbst ist logisch aufgebaut, aber das sind meiner Meinung nach auch Französisch und Spanisch. Deutsch und Englisch, naja, darüber lässt sich streiten.

Naja… lange Rede, kurzer Sinn - ich bin deiner Meinung jetzt etwas näher. Morphologisch gesehen ist Japanisch sicherlich einfacher, der Satzbau kann wahrscheinlich ähnlich komplex sein.

Ich revidiere meine vormaligen Ansichten insofern, dass ich jetzt sagen würde, dass von der Grammatik her Japanisch und Französisch/Spanisch wohl ähnlich komplex - jedoch seeeeeeehr unterschiedlich - sind. Vom Vokabular und der Schrift ist Japanisch natürlich schwerer lernbar für einen Europäer.

Englisch hab ich hier jetzt bewusst weniger erwähnt, da ich - obwohl (oder vielleicht gerade weil) ich’s eigentlich fließend kann - es nicht klar beurteilen kann. Englisch flektiert zwar fast gar nicht (ein Englisches Verb hat kaum mehr als 5 Formen, Substantive nur 2, Adjektive 3), hat aber dafür etliche Eigenheiten wie Phrasal Verbs und so, die es schwierig machen, sie zu beurteilen.
Und Esperanto zähl ich nicht mit, weil es eine Plansprache ist. Deswegen ist die Grammatik natürlich einfacher zu erlernen als bei den meisten (wenn nicht ‚allen‘) Sprachen - auch für Japaner. :wink:

/Vor allem ist sie regelmäßiger, was sich anhand
/ etlicher Beispiele beweisen lässt.

Sage mir doch mal ein paar bitte. Wuerde mich interessieren
was du damit meinst.

Nunja, hab ich oben ja schon indirekt. Aber im Japanischen gibt es weniger unregelmäßige Verben als in den europäischen Sprachen. „da/desu“, „masu“, „suru“ und „kuru“ fallen mir da ein. Der Rest ist regelmäßig, auch wenn es einige kleinere Regeln gibt, die besagen, dass hie und da mal ein Buchstabe wegfällt (kaku --> ka[k]ite).

/ Natürlich ist Vokabular mindestens genauso wichtig, da hat
man
/dann leider keine Vorkenntnisse, wie bei europäischen
/ Sprachen, deren Wörter man oft von Fremdwörtern ableiten
kann.

Genau und da faengt mitunter schonmal das Problem an wenn du
versuchst den Unterschied zu verstehen zwischen oru, oru oder
oru. Oder uchi, uchi, uchi und uchi. Weil es im Japanischen
eben viele Woerter gibt die in Hiragana gleich geschrieben
werden aber ganz andere Bedeutungen haben. Aber das sind noch
relativ einfache Schwierigkeiten.

Ja, wie gesagt, eine Sprache ist ja leider nicht nur Grammatik; obwohl es eigentlich immer das erste ist, was mich an einer Sprache interessiert und was ich von ihr lerne. Eine Grammatik kann man vollständig lernen - den Wortschatz einer gesamten (natürlichen) Sprache zu lernen ist jedoch unmöglich. Man verbringt also quasi den Rest seines Lebens damit, Vokabular zu lernen (bewusst oder unbewusst), wobei man die Grammatik schon längst abgeschlossen hat, irgendwann.

Naja, wie gesagt - Grammatik gleich schwer/leicht, aber höchst unterschiedlich. Vokabular viel schwerer. Schrift vergleichsweise immens schwer. Aussprache… hm, einfacher als Französisch, gleich leicht wie Spanisch. Aber Aussprache ist eh relativ.

Daher, falls sie eine
Methode kennt mit der es sich so einfach und schnell „richtig“
erlernen laesst, dann wuerde ich die wirklich gerne wissen.

Ist bei vielen Leuten ja unterschiedlich, die einen lernen autodidaktisch mehr als in der Schule, die anderen andersrum. Manchen liegen Sprachen gar nicht, bei manch anderen grenzt es schon fast an ein Wunder.
Meine persönlich bevorzugte Sprachlernmethode:

  • Überblick verschaffen
  • Grammatik soweit durcharbeiten, dass Kommunikation möglich ist (also alle Zeitformen, Fälle, Steigerungen, etc., vielleicht kein Passiv/Konjunktiv)
  • Schreiben/Lesen/Sprechen/Hören üben
  • dabei mehr und mehr Vokabeln aufschnappen
  • wenn Hauptgrammatik sitzt, Rest lernen (Passiv, Konjunktiv,…)
  • weiter üben bis in alle Ewigkeit… *gg*

Hängt natürlich von der Sprache ab. Englisch hätte zu viel „Kleingrammatik“, da wäre das unpraktisch. Für Spanisch, Esperanto und sehr bedingt auch Latein geht sowas aber.
Sicher nicht jedermanns Sache. Vielleicht muss man ein Sprachenfreak sein, weiß nicht… =)

Wieder einmal hab ich viel mehr geschrieben als ich eigentlich wollte… :confused:

  • André

Hallo Andre,

vielleicht ist es Ansichtssache was einem mehr Spass macht, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ein durschnittlich begabter Deutscher auch wenn er Japanisch lieber lernt bei einer einfachen europaeischen Sprache, wie Schwedisch, Spanisch, Englisch die Sprache schneller beherrschen wuerde wenn er sie mit der gleichen Energie lernt.

„Schwierigkeit“ einer Sprache eher erstmal auf die Grammatik
beziehen.

Klar, aber Grammatik ist meiner Meinung nach mehr als unterschiedliche Flexionsformen von Verben.

Spanisch hat da m.W. 61 („hablar“, bedeutend

mehr, jedoch etwas regelmäßiger, find ich), Deutsch hat für
„sprechen“ 31 Formen (zusammengesetzte Formen nicht
mitgerechnet). Für’s japanische „hanasu“ komme ich auf nur
rund 15 Formen, ebenfalls Zusammensetzungen nicht mitgezählt.

Und genau hier haben wir das Problem, dass man Japanisch mit Spanisch etc. einfach nicht vergleichen kann. Auch wenn du vielleicht auf nur 15 Formen kommst, weil du wahrscheinlich nur die Veraenderung verschiedenen Zeiten gezaehlt hast, Verben werden ja nicht dekliniert oder konjugiert, gibt es im Japanischen trotzdem einige viele Formen mehr die das Verb annehmen kann. Auch ohne zusammengesetzte Formen. Alleine die unterschiedlichen Formen und Endungen der unterschiedlichen Hoeflichkeitsformen. Oder Befehlsformen wie z.B. Hanasuna oder Hanase. Oder Formen wie Hanasou bzw. Hanashimashou, oder passivformen etc. Den ganzen unterschiedlichen Formen die Ausddruecken
„muessen“, Hanasanakerebanaranai, Hanasanai to Ikenai, Hanasanai to dame, oder Hanashishimaimashita, Hanashichiatta, oder Formen wie Hanasu nara, Hanasu to, Hanaseba, Hanasunakattara… Ganz zu Schweigen von den ganzen unterschiedlichen Endungen wie -no, -ndesu, dearu, degozaimasu und was weiss ich noch alles.
Japanisch ist deswegen nicht einfacher nur weil bei ich, du, wir, ihr, sie das Verb sich gleich anhoert. Auch wenn man denkt, dass man deswegen einfacher einen Satz bilden kann, was ja auch stimmt, vergisst man dabei schnell, dass das eben auch gewaltige Nachteile hat. WEnn ich hoere „no hablo ingles“ dann weiss ich sofort. „Sprecher sagt dass sie selbst kein Englisch spricht“. Ebenso im Englischen „I don’t speak English“ weiss ich sofort dass der Sprecher von sich selbst spricht.
Im Japanischen wenn ich hoere „eigo wakaranai“ kann das der Sprecher sein, meine Oma, ich der Zuehoerer oder vielleicht auch mein Wellensittich. Noch schlimmer wirds mit ukemi und shieki und solchen schoenen Sachen. Der Japaner laesst das Subjekt naemlich sehr gerne weg was einen schnell verwirren kann. Mitunter aber auch Japaner selbst… es passiert ja oft, dass eine Japanerin ausruft „atashi?“ und sich mit dem Finger auf die Nase drueckt. Eben genau deswegen, man weiss es halt nicht genau und kann es deswegen nur aus dem Zusammenhang raushoeren und muss dann notfalls eben nachfragen.

Plural gibt es nicht wirklich - also Vorteil ggü. Deutsch und
Sprachen wie Walisisch, Arabisch und Irisch (aber ich denke
nicht, dass du diese mit Europäisch meinst).

Das kann aber auch ein Nachteil sein, wenn es um das Verstehen geht. Mich hat das nichtvorhandensein am Anfang eigentlich eher gestoert oder irritiert als dass ich es einfacher fand. Im Englischen oder Spanischen ist das auch nicht unbedingt so viel schwieriger aus Singular Plural zu machen.

Ich revidiere meine vormaligen Ansichten insofern, dass ich
jetzt sagen würde, dass von der Grammatik her Japanisch und
Französisch/Spanisch wohl ähnlich komplex - jedoch seeeeeeehr
unterschiedlich - sind.

Sicherlich sind Spanisch und Franzoesisch komplex aber ich denke, dass man sich schneller damit zurechtfinden kann. zumindest im Hoerverstehen und Lesen. Sprechen ist ja immer ein Stueck schwieriger. Zumindest kann ich sehr viel verstehen wenn ich Schweden zuhoere die sich unterhalten und auch wenn ich Schwedisch lese obwohl ich die Sprache nie gelernt habe. Gar nicht zu reden von Hollaendisch.
Ich kann auch kein Franzoeisch aber ich kann erstaunlicherweise trotzdem einiges lesen. Das waere im Japanischen undenkbar, auch wenn alles auf Romaji oder Hiragana geschrieben ist. Sogar wenn du im Japanischen die Schriftzeichen kannst ist das Lesen von Texten unendlich schwieriger.

Nunja, hab ich oben ja schon indirekt. Aber im Japanischen
gibt es weniger unregelmäßige Verben als in den europäischen
Sprachen.

Dafuer hast du aber dann unterschiedliche Hoeflichkeitsformen, und Unterschiede in der gesprochenen und geschriebenen Sprache. Da sind mir dann unregelmaessige Verben eigentlich lieber.

Der Rest ist regelmäßig, auch wenn es einige kleinere

Regeln gibt, die besagen, dass hie und da mal ein Buchstabe
wegfällt (kaku --> ka[k]ite).

Naja aber das geht ja noch, das ist ja regelmaessig. Du musst einfach nur die Endung von einem Wort wissen das auf ku endet und dann kannst du die Form ja immer bilden. Das ist ja immer gleich.

Eine

Grammatik kann man vollständig lernen - den Wortschatz einer
gesamten (natürlichen) Sprache zu lernen ist jedoch unmöglich.

Ja leider… das ist ja das Problem, das einen zur Verzweiflung bringt…

Man verbringt also quasi den Rest seines Lebens damit,
Vokabular zu lernen (bewusst oder unbewusst), wobei man die
Grammatik schon längst abgeschlossen hat, irgendwann.

Naja vielleicht abgeschlossen aber ob man sie dann auch beherrscht? Mir geht es so oft so, dass ich die einfachsten Sachen die ich einmal gelernt und gewusst habe vergesse weil ich sie nicht nutze und dann wieder nachschlagen muss… naja aber das mag daran liegen dass ich ziemlich vergesslich bin… ;o)
Auch gibt es im Deutschen viele Regeln die ich nicht sicher weiss und nachschlagen muss, obwohl es eigentlich meine Muttersprache ist… Das ist aber vielleicht auch Interpretationssache. Fuer mich ist alles Grammatik was jetzt nichts mit dem Wortschatz zu tun hat. Also auch der Unterschied ob ich sage „ich will spazieren“ gehen oder „ich moechte spazieren gehen“ ist fuer mich eigentlich Grammatik.

Wieder einmal hab ich viel mehr geschrieben als ich eigentlich
wollte… :confused:

same here…

Aber ich interessiere mich halt sehr fuer Sprachen.
LG
Matti