Hallo, ich nochmal 
Der Ausdruck „take point“ bei einer militärischen Operation - ich habe im Netz gestöbert und glaube aus dem Kontext schließen zu können, er bedeutet soviel, wie die Führung übernehmen, an der Spitze gehen. Gibt es dafür im Deutschen auch einen speziellen Ausdruck, bzw. für die Person mit dieser Aufgabe, „Frontmann“ oder so ähnlich?
Danke & Gruß,
Eva
Richtig, im militärischen Sinne heißt „point“ „Punkt“ oder „Spitze“.
Derzeit kann ich mir aber noch nicht wirklich erklären, wie man „take point“ allgemein gültig übersetzen könnte.
Wenn du ein paar Beispiele im ontext bringst wird das sicherlich kein Problem sein.
Gruß Andreas
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Moin
Soweit ich weiß gibt es so etwas wie einen „Frontmann“ nicht.
Im Regelfall geht der Befehlshaber der Gruppe (U-Offz.) voran; ist demnach immer der, der die Führung übernimmt. Zumindest ist dies laut ZDv in der Bundeswehr die gängige Form.
Wenn es nur um die Übersetzung geht, dann wäre auch noch die Möglichkeit zu erwägen es „Stellung beziehen“ zu nennen, im Sinne eines Befehls - also „Dort Stellung beziehen!“
Wie von meinem Vorredner bereits angesprochen wäre der Syntax gut zu wissen.
Jim
Wenn du ein paar Beispiele im ontext bringst wird das
sicherlich kein Problem sein.
Hallo Andreas!
Beispiel aus dem Netz: http://www.companyh.org/DaNang2/Memories-RobertJaram…
Kontext bei mir: Im Rahmen einer Guerillaoperation soll ein Haus eingenommen werden, in dem sich eine zu liquidierende Person befindet, im Schutz von Leibwächtern. Ein Teil der Truppe sorgt für Ablenkung, um die Leibwächter aus dem oberen Stockwerk, wo die Zielperson sich aufhält, abzuziehen. Sobald das gelungen ist, dringt unser Protagonist aus dem oberen Stock des Wand an Wand gebauten Nachbarhauses in die oben liegenden Räume ein, zusammen mit dem eigentlichen Chef der Operation, der im Hintergrund die Vorbereitungen getroffen und den Plan entworfen hat, und eliminiert die Leibwächter. Dann blablabla usw. Unser Protagonist ist also weder der Große Boss, noch für den militärischen Teil verantwortlich: Das ist wieder ein anderer Typ, der turnt unten bei dem Ablenkungsmanöver herum. Bei unserem Freund kann man also nur in soweit von „take point“ sprechen, als er mit dem Chef zusammen die wichtigen Leute wegputzt.
Schönen Sommerabend noch!
Gruß,
Eva
Nabend, Jim!
Wenn du Spaß dran hast, ich habe unten den ganzen Sums kurz beschrieben.
Danke in jedem Fall für deine Info!
Enjoy the sun!
Eva
Moin
Soweit ich weiß gibt es so etwas wie einen „Frontmann“ nicht.
Richtig.
Im Regelfall geht der Befehlshaber der Gruppe (U-Offz.) voran;
ist demnach immer der, der die Führung übernimmt. Zumindest
ist dies laut ZDv in der Bundeswehr die gängige Form.
Der Gruppenführer geht NIEMALS vorn! Sondern immer hinter mindestens einem Sicherer. Zudem sind meißt noch zwei Soldaten als Nahsicherer vorraus eingesetzt.
Ich denke „take point“ ist in diesem Sinne am ehesten mit „vorrangehen“ zu übersetzen, eine gängige Floskel/ein Fachterminus zur Übersetzung gibt es aber an sich nicht.
Bei größeren Einheiten, z.B. Kompanien oder Bataillonen spricht man dann von „Spitzenkompanie/Bataillon“.
Gruß Andi
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(Off Topic) Re^3: Jargon
Moin
Der Gruppenführer geht NIEMALS vorn! Sondern immer hinter
mindestens einem Sicherer. Zudem sind meißt noch zwei Soldaten
als Nahsicherer vorraus eingesetzt.
Ich muss gestehen kein „Insider“ zu sein. Zwar durfte ich (teilweise) den GWD ableisten, jedoch sind meine Kenntnisse arg beschränkt.
Aber! Das der Gruppenführer voran geht habe ich mir nicht aus den Fingern gesaugt, oder aus irgendwelchen Taktik-Shootern abgeleitet, sondern vielmehr sind erwähnte Fakten im „Der Reibert“ nachzulesen.
Genauer gesagt handelt es sich in dem speziellen Fall um die ZDv 3/11 (Im Reibert S. 235). Dort heißt es bei Zweitens:
„Die Soldaten folgen dem Gruppenführer in der befohlenen Reihenfolge. Geht er ausnahmsweise nicht voran, befiehlt er die Richtung.“
Gut, dies ist die Theorie. Wie es in Praxi aussieht kann ich nicht sagen. Dazu fehlen mir gewisse Referenzen.
Jim
Moin
Tach
Ich muss gestehen kein „Insider“ zu sein. Zwar durfte ich
(teilweise) den GWD ableisten, jedoch sind meine Kenntnisse
arg beschränkt.
Aber! Das der Gruppenführer voran geht habe ich mir nicht aus
den Fingern gesaugt, oder aus irgendwelchen Taktik-Shootern
abgeleitet, sondern vielmehr sind erwähnte Fakten im „Der
Reibert“ nachzulesen.
Genauer gesagt handelt es sich in dem speziellen Fall um die
ZDv 3/11 (Im Reibert S. 235). Dort heißt es bei Zweitens:
„Die Soldaten folgen dem Gruppenführer in der befohlenen
Reihenfolge. Geht er ausnahmsweise nicht voran, befiehlt er
die Richtung.“
Gut, dies ist die Theorie. Wie es in Praxi aussieht kann ich
nicht sagen. Dazu fehlen mir gewisse Referenzen.
Kommt darauf an. Bei ner Übung und zu Friedenszeiten mag das schon stimmen. Aber in einem wirklichen Einsatz geht der Gruppenführer niemals vor. Es gibt mindestens 2 Leute die vorgehen und den Weg erkunden. Vorne knallt es meistens zuerst und auch die Scharfschützen würden sich freuen wenn sie sicher sein könnten, dass der erste Mann immer der Anführer ist. Ohne den Anführer ist die Gruppe nämlich nur noch halb so gut 
Jim
Gruß
Christoph
Danke an alle…
…auch die *off topic Infos* habe ich in meinem privaten Thesaurus verstaut. Sowas wie z.B. „Nahsicherer“ kann ich bestimmt noch einmal brauchen.
Merci,
Eva
Hej Eva,
ich bin erst heute auf Deine Frage und dem Link gestossen.
Nachdem ich mir den Text durchgelesen haben, bedeutet to take point das Vorauskommando bzw. Vorhut zu sein.
In dem textlichen Zusammenhang heisst es:
Er habe den Weg freizumachen, wahrscheinlich Machetenmässig, da er vom Dschungeleinsatz schrieb. Weiterhin ist das Vorauskommando bzw. die Vorhut Gefahr im Anzug zu wittern, gfl. evt. Fallen o.ä zu entdecken und wenn möglich zu entschärfen. In einem anderen Fall, ein Sicherungsseil an das andere Ufer zu bringen, damit der Rest des Kommandos sicherer an das andere Ufer kommt.
Hoffe, konnte Dir ‚etwas‘ helfen, wenn auch spät!
Hejdå
Joker