Java-Anfänger sucht rat

Hallo,

ich bin ein 0.0-Anfänger in Java. Damit sich das
ändert, habe ich beschlossen, Java zu lernen.

Obwohl ich seit vielen Jahren Programme
in C/C++, Pascal, Fortran und ein wenig
in Perl schreibe, lief ich bisher um Java
wie Richi Stallmann um den C#.NET-Brei.

Nun habe ich schon mal gegoogelt und gefunden,
dass es jede Menge Entwicklungswerkzeuge und
Umgebungen gibt. Und was nun?

Soll ich mir für W32 von Borland den aktuellen
J-Builder „Basic“ herunterladen und installieren?

Kann ich damit ein paar Progrämmchen
schreiben, mit einfacher Dateibearbeitung
und Grafik- sowie Konsolenausgabe?

Oder soll ich besser mit einem anderen
System anfangen? Was würde ich für
den Start unter Linux verwenden?

Ist KDevelop für einfache Java-Progrämmchen
geeignet – oder ein klarer Overkill für mich?

Wie entwickelt ihr so?

Ratlos

CMБ

Hi,

ich habe bisher mit JCreator und Eclipse gute Erfahrungen gemacht.
letztere ist Kostenlos, den anderen kannst Du 30 tage testen.
für beises brauchst Du aber das J2SE SDK von Sun.
nun die Links:
http://www.sun.com da irgendwo ist Java zum runterladen…

http://www.eclipse.org für die entwicklingsumgebung Eclipse
für Graphische Oberflächen empfehle ich Dir das Plugin Visual Editor (klickiKlicki) http://www.eclipse.org/vep

Literaturhinweise siehste am besten mein letztes Posting…

Viel Erfolg
Winni

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Hallo,

ich bin ein 0.0-Anfänger in Java. Damit sich das
ändert, habe ich beschlossen, Java zu lernen.

Sehr löblich :wink:

Am besten du besorgst dir erstmal ein aktuelles Java SDK (1.4.2) von http://java.sun.com
Damit hast du schon mal alles, was du zum schreiben von Programmen brauchst, also die ganzen Bibliotheken und einen Compiler.
Da es aber vermutlich nicht in deinem Sinn ist, die Programme in Notepad zu schreiben, brauchen wir noch eine vernünftige Entwicklungsumgebung.

Du bist über den Borland JBuilder gestolpert…
Nun, ich muss sagen, ich bin kein großer Freund des JBuilders. Das Teil ist langsam, bei mir oft instabil und den GUI-Builder kann man IMO bei komplexeren Dingen in die Tonne treten. Aber das ist ja jetzt nur meine subjektive Meinung :wink:
Objektiv gesehen ist das Teil für den Anfang sicherlich geeignet, da es den anderen Borland-Entwicklungsumgebungen sehr ähnlich ist. Der GUI-Builder verrichtet für den Anfang auch ganz nette Dienste, eine Oberfläche ist schnell zusammengeklickt.

Da du aber schon Programmiererfahrung zu besitzen scheinst und ich dich damit nicht unter die blutigen Anfänger rechne, empfehle ich dir aber eher Eclipse. Eclipse ist eine komplett in Java geschriebene OpenSource Entwicklungsumgebung, die v.a. auf Java spezialisiert ist. Sie ist flotter unterwegs als der JBuilder, da sie native Oberflächen (SWT) nutzt. Sie bietet eine IMO super geniale Bedienung. Unglaublich viele Hilfen erleichtern die Arbeit. Code-Vervollständigung, Folding, Debugger, Java-Doc, eine gelungene Einbindung der API-Dokumentation, etc… Auch gibt es wahnsinnig viele Plugins dafür, damit man auch in Eclipse z.B. HTML und XML Highlighting mit Code-Completion hat, UML-Diagramme pinseln kann usw. Es ist fast beliebig erweiterbar. Auch ne - inzwischen halbwegs brauchbare - C++ Umgebung gibts als Plugin.

Wenn du Grafische Oberflächen schnell zusammenklicken willst, brauchst du noch ein Plugin für Eclipse, nämlich den Visual Editor. Den findest du unter http://www.eclipse.org/vep/ und Eclipse selbst auf der selben Seite.

Oder soll ich besser mit einem anderen
System anfangen? Was würde ich für
den Start unter Linux verwenden?

Unter Linux auch Eclipse. Eclipse gibts für Windows, Mac, Linux und einige andere Systeme.

Ist KDevelop für einfache Java-Progrämmchen
geeignet – oder ein klarer Overkill für mich?

KDevelop mit Java hab ich zwar mal probiert, aber nicht wirklich überzeugt. Es ist eben doch eher eine C/C++ IDE und für Java nicht sonderlich brauchbar. Das würde ich dir eher nicht empfehlen.

Wie entwickelt ihr so?

Ich hab früher privat und in der Arbeit mit JBuilder entwickelt. Bis wir vor 2 Jahren in der Arbeit auf Eclipse migriert sind. Seither bin ich total von Eclipse begeistert, v.a. weils nicht nur besser ist sondern ebenfalls unter Linux läuft.

mfg
deconstruct

(OT) hast du solange gedaddelt?
Hi Deconstruct,

also fast mein Redden, nur etwas ausführlicher…

Auf Arbeit nutze ich auch Eclipse, nur schläft mir bei 256MB RAM das Gesicht beim Tipseln ein.
(eine lange Latte von Eclipse Plugins ist ja selten performanceförderlicher, oder?)

Kennst Du Performancesteigerer außer mehr der virtuellen Maschine mehr Speicher zuzuweisen?

Ich warte sehnsüchtig auf meinen neuen PC auf Arbeit…
(wenn ich aus dem U… Ur… naja, das Unwort, wiedrer da bin soll eine jungfräuliche Kiste dastehen, und dann muß ich das alles noch installieren)

Schönen Sommer

Winni

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi winni,

Auf Arbeit nutze ich auch Eclipse, nur schläft mir bei 256MB
RAM das Gesicht beim Tipseln ein.
(eine lange Latte von Eclipse Plugins ist ja selten
performanceförderlicher, oder?)

Tja, Eclipse ist - wie fast jede große IDE (Visual Studio .NET, JBuilder, etc) - ein großer Speicherfresser, da ja extrem viel Funktionalität drin liegt. Die ganzen Plugins tun dann ihr übriges. Also ich habe zuhause 512 MB RAM, da läuft Eclipse eigentlich einwandfrei schnell. In der Arbeit habe ich 1024 MB, und selbst da kann man noch einen Performance-Sprung feststellen. Denn Betriebssytem, Browser, usw usf brauchen auch gleich mal 200 MB oder mehr Speicher. Also für schönes Arbeiten mit Eclipse - so sagt meine Erfahrung - braucht man 512 MB RAM.

Kennst Du Performancesteigerer außer mehr der virtuellen
Maschine mehr Speicher zuzuweisen?

Naja, es gibt glaub ich schon so ein paar Sachen die die Virtual Machine von Fall zu Fall schneller machen. Sind meist alles Speicheroptionen, also wielange was drin bleibt, wie schnell es weggeworfen oder ausgelagert wird. Siehe http://java.sun.com/docs/hotspot/VMOptions.html.
Aber wenn generell der Speicher zu klein ist, wirst du damit nicht viel erreichen.

mfg und schönen ur… *g*
deconstruct

Hi winni,

Auf Arbeit nutze ich auch Eclipse, nur schläft mir bei 256MB
RAM das Gesicht beim Tipseln ein.
(eine lange Latte von Eclipse Plugins ist ja selten
performanceförderlicher, oder?)

Tja, Eclipse ist - wie fast jede große IDE (Visual Studio
.NET, JBuilder, etc) - ein großer Speicherfresser, da ja
extrem viel Funktionalität drin liegt. Die ganzen Plugins tun
dann ihr übriges. Also ich habe zuhause 512 MB RAM, da läuft
Eclipse eigentlich einwandfrei schnell. In der Arbeit habe ich
1024 MB, und selbst da kann man noch einen Performance-Sprung
feststellen. Denn Betriebssytem, Browser, usw usf brauchen
auch gleich mal 200 MB oder mehr Speicher. Also für schönes
Arbeiten mit Eclipse - so sagt meine Erfahrung - braucht man
512 MB RAM.

Naja, nach dem Ur… sollte ein neuer PC am Platz stehen, ich hoffe, daß ich dann recht schnell die lokalen Admin-Rechte habe, damit ich J2SE und Eclipse und den Rest draufspielen kann. (in der Firma wird Eclipse mit ANT und WinCVS zusammen genutzt, ein gewusel, das alles in der richtigen Reihenfolge ztu Installieren)

ich glaube daß VE (inzwischen gibt es ja M2) und Findbug sehr offensichtlich bremsen.

Kennst Du Performancesteigerer außer mehr der virtuellen
Maschine mehr Speicher zuzuweisen?

Naja, es gibt glaub ich schon so ein paar Sachen die die
Virtual Machine von Fall zu Fall schneller machen. Sind meist
alles Speicheroptionen, also wielange was drin bleibt, wie
schnell es weggeworfen oder ausgelagert wird. Siehe
http://java.sun.com/docs/hotspot/VMOptions.html.
Aber wenn generell der Speicher zu klein ist, wirst du damit
nicht viel erreichen.

mfg und schönen ur… *g*
deconstruct

Dankesehr, ich hoffe auf die neue Kiste

Winni

Danke für die Tipps!
Danke nochmal an winni tp und deconstruct.
Ich habe also Eclipse und ein Sun-SDK
installiert.

Werde mich wahrscheinlich demnächst
hier noch mal ausheulen :wink:

Grüße

CMБ