Gewiß gibt es doch andere Möglichkeiten
zur Entsündigung ohne Jesus zu töten,
denn bevor Jesus lebte wurde ebenso
Sünden vergeben. Die geht aus der Tora
klar hervor.
Was sagst du, Harald? Da hat er Recht. Im AT werden Sünden vergeben und Jesus selbst vergibt Sünden. Natürlich könnte man jetzt einwenden, diese Sünden seien sozusagen rückwirkend vergeben worden - aber da gerätst du in die Klemme, denn niemand der Heiligen im AT und der Gerechtgesprochenen zu Jesu lebzeiten hat „Jesus in sein herz aufgenommen“, was doch laut Fundi-Lehre die Vorausetzung jeder Erlösung ist.
Und wenn Gott sogar selbst dem Mose sagt
Er habe seinem Volk vergeben, dann ist es
wohl irrig anzunehmen, es bedürfte noch
eines punischen grausamen
Hinrichtungsritual.
Stefan hat Recht. Auf was hinauf hat Gott vor Jesus vergeben - was doch oft und oft im AT zu lesen ist? Jesus selbst spricht sehr häufig davon, dass entweder von ihm selbst oder von Gott Sünden vergeben wurden, ohne auf ein Kreuzopfer hinzuweisen. Im übrigen beachte man das Gleichnis von den bösen Weingärtnern, in dem keine Rede davon ist, dass der Sohn des Weinopfern „als Opfer hingegeben wurde“. Er wird einfach erschlagen, weil die bösen Pächter nicht zahlen wollen .
Auch ist es nicht denkbar daß Jesus sich
freiwillig bereiterklärt zu sterben.
Dies sind typisch heidnische Riten und
die Juden kannten so etwas gar nicht.
Doch, Stefan, da muss ich wieder dir wiedersprechen. Gerade die Juden glaubten fest an die Wirkung des „Sündenbocks“. Sie hatten ein eigenes Ritual dafür. Dieses Ritual lieferte den Jüngern auch eine plausible Erklärung, dass Jesu Tod doch einen Sinn haben könnte.
+sagte auch Johannes der Täufer über
Jesus:
+„Siehe das ist Gottes Lamm, das der Welt
+Sünde trägt.“
Diese und noch andere Aussagen dürften
sicherlich nachträgliche Hinzufügungen
sein von der christlichen Seite.
Bin ganz Stefans Meinung.
Es kann sich nicht um ein Kreuz gehandelt
haben, denn damals waren Holzkreuze nicht
bei den Israeliten bekannt. Es handelte
sich bei diesem Vorfall wie überliefert
um einen Stock.
Nein, das stimmt nicht. Bei den Römern, die ja die Besatzungsmacht waren, war die Hinrichtung mittels eines T-förmigen Kreuzes für Sklaven und Rebellen vorgesehen und wurde auch häufig praktiziert.
Der Vergleich Jesus -Schlange mag
fragwürdig sein in seiner richtigen
Überlieferung, die Schlange als das
Symbol der Falschheit > Jesus
symbolisiert durch ein Lamm.
Es ist hier sicher ein eigenartiger
Widerspruch.
Die Bibelwissenschaftler meinen, diese Schlange sei als Überbleibsel eines sehr viel älteren Kultes in die Bibel geraten, der von den israeliten dann nicht mehr praktiziert wurde. Vergl. die Schlange des Äskulap (Asklepios) als Symbol der Heilung!
Dies ist allerdings nicht in
Übereinstimmung mit der Überlieferung
aller Evangelisten. Hier sind schon
erhebliche Widersprüche in den
Evangelien.
Sich nun auf diese Stelle zu stützen, ist
doch sehr gewagt zumal sie nicht die
einzige Angabe dieser Zeitspanne ist.
Hinrichtungen durften nicht am Sabbath vollzogen werden, das respektierten auch die Römer. Deshalb fand die Kreuzigung - da sie, wie die Bibel sagt, eilig vorgenommen werden musste - am Freitag statt (und das Letzte Abendmahl müsste deshalb am Donnerstag stattgefunden haben oder aber am Sabbath eine Woche vorher - in beiden Fällen stimmen die Evangelien nicht)Die Auferstehung wurde traditionsgemäß auf den Sonntag Morgen gerechnet. Das sind drei Tage, (Fr,SA,SO), wenn auch nicht drei Mal 24 stunden.
Eine Auferstehung eines solchen Menschen
wie man ihn auch sehen will. besser eines
hohen Propheten bedeutet nicht
automatisch eine Bestätigung.
Stefan hat schon wieder Recht.
Ernst nehmen schon, nur werden fast alle
prophetischen Hinweise und Vorhersagungen
bezüglich Jesus völlig verdreht
ausgelegt.
Nicht immer ist Jesus gemeint gewesen.
Stefan hat da ebenfalls Recht. Z.B. ist bei der Weissagung bezüglich „Immanuel, der von einer Jungfrau geboren wurde“ wenig später in der Bibel die Rede von eben diesem Immanuel, der also nicht Jesus gewesen sein kann. Die „AT-Prophezeiungen“ entstanden im Lauf der Diskussionen zwischen den frühen Christen und den Juden, wobei diesen klar gemacht werden sollte, dass Jesu´ erscheinungen vorangekündigt sei.
Bei der Erwartung des Messias handelte es sich um die erwartung eines politischen Führers, z.B. wurde König Kyrus als solcher Messias gefeiert, als er die Juden heimziehen ließ. Auch heute erwarten die Juden einen politischen Messias. Die Volkswut gegen Jesus stammte nicht zuletzt daher, dass sich die Leute, die ihn eben noch als König gefeiert hatten, nun enttäuscht sahen.
also derzeit steht es drei : eins für Stefan.
gruß,
bb