Hallo Harald!
Hier will ich einmal auf deine Einwände eingehen.
+1. Gott ist der Schöpfer des Himmels und
+der Erde.
+2. Gott schuf den Menschen zu Seinem
+Ebenbilde.
+3. Satan ist der große Widersacher Gottes.
+4. Der Mensch schenkt grundsätzlich dem Satan +mehr Gehör als Gott. Manche nennen das +Erbsünde.
+5. Die Sünde trennt uns von Gott.
+Kannst Du mir bis hierher zustimmen?
+Sonst hat nämlich die folgende Erklärung
+keine Basis.
Ja, kann ich zustimmen.
Nur bei Punkt 3 muß ich leicht einschränken. Gott wird sich sicher keinen eigenen Widersacher schaffen, Satan ist nur der Widersacher der Menschen und nicht Gottes.
+Gottes Wunsch war, Gemeinschaft mit den
+Menschen zu pflegen. Diese Gemeinschaft
+wurde durch den Sündenfall unterbrochen.
+Das allein könnte schon als Scheitern des
+göttlichen Planes betrachtet werden. Aber
+weil Gott diese Entwicklung vorhergesehen
+hatte, hatte Er ja auch schon einen Ausweg.
Gott hat den Mensch erschaffen, weil Er ein Geschöpf haben wollte, was ihm sehr ähnlich war und ihn aus freien Stücken liebt.
Hierin ist eine Gemeinschaft mit Gott möglich. Eine physische war nicht auf Erden vorgesehen, diese ist, wenn der Mensch sich dazu vorbereitet hat, erst in der jenseitigen Welt möglich.
Zu sagen Gott hätte einen Ausweg gehabt weil sein Plan eigentlich schon scheiterte durch die sich versündigende Menschheit oder Adam und Eva, ist ein wenig seltsam.
Da Gott alles wußte, mußte Er keinen Ausweg ersinnen.
+Der Opfertod Jesu war beschlossene Sache,
+bevor der Mensch erschaffen wurde. Und
+Jesus hat dieses Opfer freiwillig auf sich
+genommen
Gewiß gibt es doch andere Möglichkeiten zur Entsündigung ohne Jesus zu töten, denn bevor Jesus lebte wurde ebenso Sünden vergeben. Die geht aus der Tora klar hervor.
Und wenn Gott sogar selbst dem Mose sagt Er habe seinem Volk vergeben, dann ist es wohl irrig anzunehmen, es bedürfte noch eines punischen grausamen Hinrichtungsritual.
Auch ist es nicht denkbar daß Jesus sich freiwillig bereiterklärt zu sterben.
Dies sind typisch heidnische Riten und die Juden kannten so etwas gar nicht.
Ich will mich jedoch nicht wiederholen was in meiner Abhandlung schon publiziert wurde. Darum habe ich sie ja auch verfasst um nicht ständig alles wiederholen zu müssen.
Es sind die Stellen mit Zahlen versehen so daß man gezielt Punkte besprechen kann.
+sagte auch Johannes der Täufer über Jesus:
+„Siehe das ist Gottes Lamm, das der Welt
+Sünde trägt.“
Diese und noch andere Aussagen dürften sicherlich nachträgliche Hinzufügungen sein von der christlichen Seite.
+Als das Volk Israel durch die Wüste zog,
+wurde es von einer Schlangenplage
+heimgesucht. Gott befahl Mose, eine eherne
+Schlange auf ein Kreuz zu nageln. Wer von
+einer Schlange gebissen wurde, sollte die
+Schlange ansehen und er wurde geheilt.
+Jesus nahm dann auf diese Schlange bezug
+und erklärte, daß er auf ebendiese Weise
+sterben würde.
Es kann sich nicht um ein Kreuz gehandelt haben, denn damals waren Holzkreuze nicht bei den Israeliten bekannt. Es handelte sich bei diesem Vorfall wie überliefert um einen Stock.
Der Vergleich Jesus -Schlange mag fragwürdig sein in seiner richtigen Überlieferung, die Schlange als das Symbol der Falschheit > Jesus symbolisiert durch ein Lamm.
Es ist hier sicher ein eigenartiger Widerspruch.
Jesus glaubte tatsächlich daß er auf schlimme Weise sterben müßte, was aber nicht geschah.
+Den Pharisäern verkündete Jesus, daß er wie
+Jona im Fischbauch drei Tage und drei
+Nächte begraben sein werde, und danach
+auferstehen. Und genau so ist es
+geschehen
Dies ist allerdings nicht in Übereinstimmung mit der Überlieferung aller Evangelisten. Hier sind schon erhebliche Widersprüche in den Evangelien.
Sich nun auf diese Stelle zu stützen, ist doch sehr gewagt zumal sie nicht die einzige Angabe dieser Zeitspanne ist.
+Jesus sagte auch deutlich, daß sein Tod
+freiwillig geschieht
Siehe oben.
- siehe seine Rede mit
+Pilatus!
Siehe hierzu meine Abhandlung.
+Und so wie sein Leben uns zum Vorbild
+diente, diente seine Auferstehung uns zum
+Beweis, daß Gott sein Versprechen hält.
Eine Auferstehung eines solchen Menschen wie man ihn auch sehen will. besser eines hohen Propheten bedeutet nicht automatisch eine Bestätigung.
Zu wissen, daß Gott seine Versprechen hält, ist eine Sache der Überzeugung. Allerdings hält Gott nicht immer das ein was Er sagt sondern nur was Er für richtig findet.
Doch dies ist ein weiteres Thema.
+Wenn Du also die Prophetien des AT ernst
+nimmst, ist es doch nur logisch, wenn diese
+dann auch eintreffen.
Ernst nehmen schon, nur werden fast alle prophetischen Hinweise und Vorhersagungen bezüglich Jesus völlig verdreht ausgelegt.
Nicht immer ist Jesus gemeint gewesen. Nur wenige Hinweise sind auf ihn bezogen. Ich wollte da einmal eine Aufstellung machen, leider kam ich noch nicht dazu.
Ich kann dir gerne zustimmen aber nur sehr bedingt, hier muß man schon sehr in die Tiefen gehen, so leicht ist dies nicht zu erkunden.
Aber jeder kann ja glauben was er möchte.
Viele Grüße Stefan