Wir müssten vermutlich 300 €
mehr aufbringen als jetzt im Monat in Miete, hätten allerdings
keine Heizöl oder Gaskosten, da es sich um ein Wärmedirekt
Haus handeln würde.
Heißt das, ihr würdet komplett kostenlos heizen können? Fällt
mir schwer zu glauben.
>> Gut Holz für den Kaminofen fällt an und etwas mehr Strom für die Wärmepumpe , aber da gibt es ja spezielle Tarife und fürs Holz haben wir Bekannte mit einem eigenen Wald.
Und bitte beachte: Sind das 300€ mehr als die aktuelle
GESAMTmiete oder als die KALTmiete?
>> Wir legen derzeit schon 400€ jeden Monat auf die Seite und leben trotzdem noch.
Das macht nämlich einen Riesenunterschied, die Nebenkosten für
ein Haus (Wassetr, Abwasser, Anlieger, Müll, Versicherungen
etc. pp. können nämlich deutlich höher sein, als es bei der
Umlage in einem Mehrparteienhaus der Fall ist!
>>Derzeit bewohnen wir ein gemietetes Reihenhaus und müssen für ALLE anfallenden Kosten auch selbst aufkommen, inkl. reparaturen. Im vergleich dazu wäre ein eigenes Haus wesentlich besser, denn da mach ich es für uns.
Unsere Eigenkapitaldecke ist ziemlich dünn, d.h. wenn wir
momentan so auf 5000 € kommen würden dann wäre dass das
maximale.
>> Der neue Wohnort ist ca. 3 Min. vom derzeitigen entfernt, somit würde sich für alle nicht wesentlich was ändern, und 5000 € für einen Umzug ist aus meiner Sicht völlig unrealistisch, wenn man es selbst macht.
Das ist allein schon der Betrag, den Du für Umzug, neue
(Klein-)Möbel und diversen Kram rechnen mußt. Einen Umzug
beginnt man mit einem Packen 50-Euroscheine und beendet ihn
mit einem Packen Baumarktquittungen!
Machen Baufinanzierer (Banken, Baussparkassen, etc.) so etwas
mit oder ist das vergebene Mühe mit solchen Vorzeichen ein
solches Projekt anzugehen ?
Unser Gesamtrahmen liegt so bei 230000 - 250000 € (Grundstück,
Haus, Nebenkosten, etc.).
Ich denke halt so, dass es schwierig ist 50000 € Eigenkapital
anzusparen und gleichzeitig Miete zu zahlen. Somit läuft es
eigentlich auf eine nahezu 100% Finanzierung hinaus.
Und das klingt für mich wie das typische
Passat-Bauherren-Modell. Da ist das neue Auto mit
reingerechnet, weil die monatliche Belastung in den nächsten
15 Jahren keine Rücklagen erlaubt.
>>>> Wie schon erwähnt, Rücklagen bilden wir jetzt schon, denn dies habe ich auch wenn ich in Miete wohne.
Die Immobilie ist billig am
Arsch der Welt gebaut worden (bei uns wäre das Niederrhein
oder Münsterland) und der Arbeitsweg jeden Tag fressen nerven,
Sprit und die Lebensdauer des Autos auf. Nach 10 Jahren müßte
neu finanziert werden und die Bude hängt im Foyer der
Sparkasse zum Verkauf…
>> Wie schon gesagt 3 Min Unterschied zur jetzigen Wohnsituation.
Wir haben uns vor etwa 15 Jahren auch mit dem Gedanken
getragen. Auch mit fast nix in der Tasche. Der faire Berater
von „Trockenzone im 700 nm Licht“ hat uns dreierlei geraten:
- Legen Sie ab sofort jeden Monat den gleichen betrag der
aktiellen Warmmiete beiseite. machen Sie das drei Jahre lang.
Dann kommen Sie wieder mit etwas Eigenkapital und Sie haben
sich an die Kosten gewöhnt.
>> Völlig unrealistisch, es sei denn man will erst mit 50 bauen. Die monatlichen Belastungen im Blick zu haben, dass ist das Geheimnis. Mit haushaltsbuch und allem was dazugehört.
- Wenn Ihnen jemand > 75% finanziert ist das fragwürdig.
Über 80% ist nicht redlich.
- Wenn ihnen jemand die Belastung im Vergleich zur Warmmiete
ausrechnet unmd obendrein noch Steuervorteile etc. auf den
Monat umlegt: Laufen Sie weg, schnell und weit. Die
Steuerrückzahlung werden Sie dringhend am Ende des jahres
brauchen, wenn Versorger und Versicherer die Hand aufhalten.
>> Wir hatten die letzten 10 jahre keine Steuerrückzahlungen, wieso solten dann welche kommen wenn man ein haus baut ?
Wie verhält es sich denn
damit wenn man die Aussenanlagen selbst macht und Innen den
letzten Ausbau (Bodenbeläge, Tapete, Streichen,…), zählt das
als fiktives Eigenkapital ?
>> Wer zwei linke Hände hat braucht natürlich ewig, aber ich mache im derzeitgen Mietshaus auch schon alles selbst, inkl. Dachdämmung (Vom Baufachmann als sehr gut beurteilt).
Zwei Fragen: Hast du die Zeit dafür? Und: Kannst Du das denn
auch?
Nichts ist wertloser als eine streßzerfressene Familie, die
sich zwischen fulltime jobs und Eigenleistung zerreibt.
Und eine verpfuschte Eigenleistung kann teuer werden!
Und eine Frage solltest du dir auch stellen: Brauche ich ein
Haus?
>> Ja, denn wer wirklich rechnen kann wird feststellen dass die Mietzahlungen über 25 jahre auch bereits ein haus ausmachen können.
Zudem ist es immer noch die beste Altersvorsorge.
Rechne mal durch, was dich die Hütte kostet, bis sie ganz
abbezahlt ist. Am Ende hast du 250 k€ finanziert und 400 k€
dafür bezahlt, abgestottert bis zur Rente und die Bude ist nur
noch 150 k€ wert.
>> Ich weiß nicht wer euch solche Werte nennt, aber die Reihenhäuser wo wir eines davon gemietet haben, kosteten vor 30 Jahren 218000 DM ! Nun musst du für solch einen alten Schuppen 185000 € hinlegen (360000 DM).
Wie alt sind eure Kinder (so ihr welche habt)? Wenn die in 10
Jahren eh´ ausziehen könnte es sein, daß ihr dann mit 130 qm
vollausgebaut über drei Etagen gar nix mehr anfangen könnt?
>> Genau das ist der Punkt, deshalb sollen es auch nur 110qm werden und nur über 2 Stockwerke !
Sorry, wenn das alles sehr negativ rüberkommt, ich will damit
nur Denkanstöße geben. Entscheiden muß das jeder für sich
selbst.
>> Wie Du siehst gab bei uns schon Denkanstöße genug, und die derzeitige Mietsituation ist einfach nicht zufriedenstellend. Etwas neues zu mieten wäre genauso teuer wie zu finanzieren.
Gruß
BeLa