Jetzt ist es noch schwieriger

Hallo zusammen,

ich glaube, jetzt haben wir, mein Mitbewohner (s.unten) und ich, richtig krach.Gerade stürmte er aus der Küche raus, als ich reinkam. Das wollte ich nicht. Ich weiss nicht, wie ich auf ihn zugehen soll, was ich sagen soll und wie. Habe mal wieder den Zeitpunkt verpasst, anzufangen zu reden. Kann mir jemand helfen? Mein Hirn dreht sich im Kreis, mein Herz auch.

Gruß, Nara

ich glaube, jetzt haben wir, mein Mitbewohner (s.unten) und
ich, richtig krach.Gerade stürmte er aus der Küche raus, als
ich reinkam. Das wollte ich nicht. Ich weiss nicht, wie ich
auf ihn zugehen soll, was ich sagen soll und wie. Habe mal
wieder den Zeitpunkt verpasst, anzufangen zu reden. Kann mir
jemand helfen? Mein Hirn dreht sich im Kreis, mein Herz auch.

Zwinge Dich, ihm sachlich und kühl zu
begegnen. Täusche ihn, wenn es nicht
anders geht. Und dann! Suche Dir eine
Wohnung und komm wieder zu Dir.

Euer CMБ

Hallo Semjon,

das mit dem Wohnung suchen muss wohl noch warten, aus äußeren Umständen (werde vielleicht in Zukunft sowieso umziehen müssen) und weil ich ehrlich gesagt momentan noch nicht bereit dazu bin. Auch wenn ich weiss, dass ich sollte.
Sachlich und kühl, ich glaube, so würde ich vielleicht sowieso wirken, also nach aussen hin wieder sehr hart. Ich müsste eher mich selbst täuschen, nehme ich an. Ich weiss nicht mal, was ich in einen Brief schreiben soll, ich bin einfach sprachlos, will ihn ja auch nicht anklagen, aber das passiert leider schnell.

LG, Nara

Zwinge Dich, ihm sachlich und kühl zu
begegnen. Täusche ihn, wenn es nicht
anders geht. Und dann! Suche Dir eine
Wohnung und komm wieder zu Dir.

Euer CMБ

Hallo Tina,

bleib mal stehen, verharre in Dir, schaue mal nur auf Dich, laß Dich nicht verletzen, suche was Dir gut tut, bewerte Dich, aber nicht verurteilen. Es ist, glaube ich, ziemlich egal wie Du anfängst: Yoga, autogenes Training, beliebige Selbsthilfegruppe, Psychotherapie, …

Du kannst Dir ruhig eingestehen, zu sagen, „das ist mir jetzt zu viel“. Dann machst Du ein Kreuzworträtsel. Später denkst Du nochmal drüber nach und wenn Du immer noch keine Lösung hast, lass es weiter liegen. Setze die Größe der Schritte, die Du machst, in Abhängigkeit von Deiner Entscheidungsfreudigkeit. Wenn Du keine Entscheidung treffen kannst machst Du nichts.

Übrigens mußt Du eine Therapie nicht abbrechen nur weil Du Dich mit der therapeutin streitest. Du bist dort auf sicherem Boden und es kann Dir nichts passieren. Mit ihr kannst Du streiten lernen und lernen, Dich zu behaupten, ohne daß irgendwas auf dem Spiel steht. Und selbst wenn sie Dich rausgeworfen hat: Rufe sie an und sage „ich will weiter machen, ich will das klären“. So kannst Du an Dir wachsen.

Du bist nicht blöd, dumm oder wie Du dich sonst nennst. Du bist wie Du bist und kannst Dich ruhig an Dir orientieren, denn Du alleine weißt, was DU leisten kannst und welcher Weg für Dich der beste ist. Wir können alle Vorschläge machen, aber Deinen Weg gehst Du letzlich doch selber und viele Vorschläge wirst Du nicht realisieren können weil es Dir nicht liegt.

Gruß, AndyM

Hallo Tina,

Hallo Andy, vielen Dank für Deine Antwort.

bleib mal stehen,

ich trete doch schon auf der Stelle, bzw. bewege mich rückwärts.

verharre in Dir, schaue mal nur auf Dich,

laß Dich nicht verletzen, suche was Dir gut tut, bewerte Dich,
aber nicht verurteilen.

Ich glaube, ich bin damit erzogen worden, eben nicht nur auf mich zu schauen. Als Kind und Jugendliche war es eher so, dass ich immer erst auf die anderen schauen sollte. Vielleicht reagiere ich deshalb gleich so über, wenn ich mir wünsche, auch mal gefragt zu werden, wie es mir geht oder wenn ich mir Nähe wünsche. Vielleicht lasse ich diese dann auch nicht zu, aber das weiss ich nicht. Da scheinen mein selbstbeurteiltes Denken einerseits und das Handeln bzw. das, was nach aussen dringt, sich zu widersprechen. Ich signalisiere also anscheinend nicht, was ich möchte, was mein Bedürfnis ist. Oft schäme ich mich nämlich auch dafür, z.B. wenn ich mir Nähe wünsche, Akzeptanz oder einen Partner (das hört sich so formell an, ich meine, eine schöne Liebe). Dann fühle ich mich nicht berechtigt, so etwas auch wollen zu dürfen. Obwohl ich überhaupt nicht verklemmt wirke, scheine ich es doch zu sein. Meinen Eltern gegenüber z.B. kann ich auch nicht von „meinem Freund“ sprechen, so ich mal einen hatte. Von mir aus nicht. Dass ich Liebeskummer habe, erzähle ich auch nie. Das vor anderen zuzugeben, habe ich mich früher auch eher wenig getraut, weil ich sowieso mit der Zurückweisung rechne. Dass ich mir quasi also nur eine Blöße gebe.
Bisschen vom Thema abgekommen, was? :smile:

Übrigens mußt Du eine Therapie nicht abbrechen nur weil Du
Dich mit der therapeutin streitest. Du bist dort auf sicherem
Boden und es kann Dir nichts passieren. Mit ihr kannst Du
streiten lernen und lernen, Dich zu behaupten, ohne daß
irgendwas auf dem Spiel steht. Und selbst wenn sie Dich
rausgeworfen hat: Rufe sie an und sage „ich will weiter
machen, ich will das klären“. So kannst Du an Dir wachsen.

Hm, also, das ist schon länger her mit der Therapie. Und auf sicherem Boden fühlte ich mich nicht, denn ich wurde für etwas verantwortlich gemacht, was nicht zutraf, wobei sie persönlich wurde und mir eine Schuld zuwarf, für die ich nicht verantwortlich war. Ich bin dann zu jemand anders gegangen, dachte erst, es würde besser, aber schlussendlich war ich auch wie zuvor eher damit beschäftigt, Rücksicht auf den Therapeuten zu nehmen, ihn „zu unterhalten“. Ich wusste auch nie, wohin die Therapie gehen soll, habe erst später erfahren, dass man oft einen Therapie-Plan ausarbeitet. War nicht. Ich merkte nur immer mehr, dass ich versuchte, die Sitzungen irgendwie zu füllen, aber die wichtigen Dinge blieben liegen. An die habe ich mich nur bedingt (mit Zettel in der Hand, vorlesend, damit ich sie zur Sprache bringe) herangetraut, aber richtig aufgenommen in die Therapie wurden sie dann nicht. Weit gebracht hat mich das nicht, erlernt oder etwas über mich erfahren habe ich somit nicht. Auch diese Therapie habe ich dann nach einer Pause wegen Abwesenheit einfach nicht weitergeführt. Vielleicht wars ein Fehler, aber ich habe es nicht vermisst, eher war dieser Termin einfach nur weg. Es fiel nicht auf in meinem Leben.

Du bist nicht blöd, dumm oder wie Du dich sonst nennst. Du
bist wie Du bist und kannst Dich ruhig an Dir orientieren,
denn Du alleine weißt, was DU leisten kannst und welcher Weg
für Dich der beste ist. Wir können alle Vorschläge machen,
aber Deinen Weg gehst Du letzlich doch selber und viele
Vorschläge wirst Du nicht realisieren können weil es Dir nicht
liegt.

Darin bin ich mir eben nicht sicher, dass ich weiss, was ich leisten kann. Wenn manche sagen, wenn sie keinem anderen vertrauen können, dann doch zumindest sich selbst, dann hab ich da meine Zweifel, weil ich z.B. anders reagiere als ich möchte und mir vornehme, oder meine Vorhaben nicht einhalte.
Zu den Vorschlägen: natürlich hast Du recht, dass letztlich ich meinen Weg gehen muss, aber diesen zu finden ist mit anderen Meinungen doch manchmal hilfreich. Vielleicht kommt man aus irgendwelchen Verhaltensmustern zumindest kurzfristig heraus, liest von Möglichkeiten, die man vorher nicht in Erwägung gezogen hat. Deshalb bin ich gerade so dankbar für die Antworten.

Gruß, AndyM

Auch einen Gruß!

Hallo Tina,

Hallo Andy, vielen Dank für Deine Antwort.

bleib mal stehen,

ich trete doch schon auf der Stelle, bzw. bewege mich
rückwärts.

Hast Du nicht selber geschrieben, daß Du findest, daß Du zu oft zurückblickst? Wen Du aber zurückblickst und läufst in die Gegenrichtung, dann läufst Du doch gar nicht rückwärts sondern vorwärts, nur nicht in Blickrichtung.

verharre in Dir, schaue mal nur auf Dich,

laß Dich nicht verletzen, suche was Dir gut tut, bewerte Dich,
aber nicht verurteilen.

Ich glaube, ich bin damit erzogen worden, eben nicht nur auf
mich zu schauen.

Man hat Dir vermutlich auch ein wenig Schuldgefühle eingeredet. Moralisches Denken steht aber ökonomischem oft entgegen.

Als Kind und Jugendliche war es eher so, dass
ich immer erst auf die anderen schauen sollte.

Jetzt bist Du ja nicht mehr Kind oder Jugendlich, also kannst Du ja jetzt beginnen, auf Dich zu schauen.

Vielleicht
reagiere ich deshalb gleich so über, wenn ich mir wünsche,
auch mal gefragt zu werden, wie es mir geht oder wenn ich mir
Nähe wünsche.

Das kommt dann wohl eher daher, daß Dir immer abverlangt wurde, alles vorherzusehen, vorwegzunehmen, hellzusehen. Das kann aber niemand und es wird dir meiner Meinung nach auch nicht gut tun, wenn Du eine Beziehung auf dieser Basis aufbaust. Das ist meine persönliche Meinung, aber ich würde diese Erwartung ablegen.

Vielleicht lasse ich diese dann auch nicht zu,
aber das weiss ich nicht.

Kann mir schon vorstellen wenn Dich dann doch jemand fragtr wie es Dir geht und Du pampig antwortest „Das siest Du doch, besch…“ :wink:

Da scheinen mein selbstbeurteiltes
Denken einerseits und das Handeln bzw. das, was nach aussen
dringt, sich zu widersprechen.

Nun ja, das kommt eben bei jedem anders an. Deswegen wäre es hinfreich, mit Worten immer das sagen zu können, was einem gerade auf dem Herzen liegt. Körpersprache und so interpretiert eben jeder für sich.

Ich signalisiere also
anscheinend nicht, was ich möchte, was mein Bedürfnis ist.

Oft
schäme ich mich nämlich auch dafür, z.B. wenn ich mir Nähe
wünsche, Akzeptanz oder einen Partner (das hört sich so
formell an, ich meine, eine schöne Liebe).

Das könnte dann von den oben genannten Schuldgefühlen herrühren. Die kannst Du getrost ablegen, denn die sind nur für Deine Eltern wichtig. Niemand anders erwartet von Dir, daß Du Schuldgefühle hast.

Dann fühle ich mich
nicht berechtigt, so etwas auch wollen zu dürfen.

Das bist Du aber, denn Du bist jetzt erwachsen.

Obwohl ich
überhaupt nicht verklemmt wirke, scheine ich es doch zu sein.
Meinen Eltern gegenüber z.B. kann ich auch nicht von „meinem
Freund“ sprechen, so ich mal einen hatte. Von mir aus nicht.

Tu es doch einfach mal. Stelle Dir vor Du sprichst mit Deinen Eltern und schreibst das Gespräch auf. Du mußt die Worte natürlich nicht wirklich Deinen Eltern vortragen.

Dass ich Liebeskummer habe, erzähle ich auch nie.

Hast Du keine beste Freundin der Du das erzählen kannst? Wäre doch sicherlich schön…

Das vor
anderen zuzugeben, habe ich mich früher auch eher wenig
getraut, weil ich sowieso mit der Zurückweisung rechne.

Ich schlage vor Du erlaubst Dir mal ein paar neue Erfahrungen.

Dass
ich mir quasi also nur eine Blöße gebe.
Bisschen vom Thema abgekommen, was? :smile:

Nein, gar nicht.

Übrigens mußt Du eine Therapie nicht abbrechen nur weil Du
Dich mit der therapeutin streitest. Du bist dort auf sicherem
Boden und es kann Dir nichts passieren. Mit ihr kannst Du
streiten lernen und lernen, Dich zu behaupten, ohne daß
irgendwas auf dem Spiel steht. Und selbst wenn sie Dich
rausgeworfen hat: Rufe sie an und sage „ich will weiter
machen, ich will das klären“. So kannst Du an Dir wachsen.

Hm, also, das ist schon länger her mit der Therapie. Und auf
sicherem Boden fühlte ich mich nicht,

Das ist mir schon klar, dessegen habe ich es Dir erklärt.

denn ich wurde für etwas
verantwortlich gemacht, was nicht zutraf, wobei sie persönlich
wurde und mir eine Schuld zuwarf, für die ich nicht
verantwortlich war.

Es wird Dir im Leben vielleicht öfter passieren, daß Du für etwas verantwortlich gemacht wirst, wofür Du gar nichts kannst. Es entstehen genau dann keine Konsequenzen für Dich, wenn Du Dich dagegen behaupten kannst. Ruf sie mal an und bitte um einen Termin um das endlich zu klären. Das Gespräch könntest Du einleiten mit „Mich hat es damals sehr gekränkt daß 'Sie so über mich redeten.“ Und dann bittest Du sie, Dir nochmal zu erklären, was sie meint, und zwar so, daß es Dich nicht verletzt. Dann beobachte mal genau wie sie vorgeht. Vielleicht ist sie einfach nur doof und pampt Dich an. Dann hast Du die Bestätigung, daß es besser war die Gepräche abzubrechen. Aber vielleicht gibt sie Dir die Hand. Dann kannst Du aus ihrem Verhalten vielleicht ein Verhalten übernehmen, das Dir hilft, andere weniger zu verletzen.

Ich bin dann zu jemand anders gegangen,
dachte erst, es würde besser, aber schlussendlich war ich auch
wie zuvor eher damit beschäftigt, Rücksicht auf den
Therapeuten zu nehmen, ihn „zu unterhalten“. Ich wusste auch
nie, wohin die Therapie gehen soll, habe erst später erfahren,
dass man oft einen Therapie-Plan ausarbeitet. War nicht. Ich
merkte nur immer mehr, dass ich versuchte, die Sitzungen
irgendwie zu füllen, aber die wichtigen Dinge blieben liegen.

Ich habe auch noch nie erlebt daß ein Therapieplan erarbeitet wird. Also erarbeite ich meinen eigenen und habe eine Therapeutin, die mir Gelegenheit gibt, mich selbst einzubringen. Manchmal frage ich, welche Zielsetzung wir wählen sollten. Alles ist möglich bei Gesprächstherapien.

An die habe ich mich nur bedingt (mit Zettel in der Hand,
vorlesend, damit ich sie zur Sprache bringe) herangetraut,
aber richtig aufgenommen in die Therapie wurden sie dann
nicht.

Das war ja schon ein guter Anfang! :smile: Mehr kannst Du nicht leisten, aber wenn Du Dich immer wieder an die „heißen“ Themen herantraust wirst Du immer ein bißchen mehr Selbstvertrauen bekommen.

Weit gebracht hat mich das nicht, erlernt oder etwas
über mich erfahren habe ich somit nicht. Auch diese Therapie
habe ich dann nach einer Pause wegen Abwesenheit einfach nicht
weitergeführt. Vielleicht wars ein Fehler, aber ich habe es
nicht vermisst, eher war dieser Termin einfach nur weg. Es
fiel nicht auf in meinem Leben.

Du kannst den Therapeuten Löcher in den auch fragen, warum bin ich so, warum reagiere ich so, was kann ich machen, wie gehe ich damit um, welche Lösungen gibt es? Und wenn Dir das nicht reicht fragst Du Gebt es außerdem noch irgendwas, was wie warum …

Du bist nicht blöd, dumm oder wie Du dich sonst nennst. Du
bist wie Du bist und kannst Dich ruhig an Dir orientieren,
denn Du alleine weißt, was DU leisten kannst und welcher Weg
für Dich der beste ist. Wir können alle Vorschläge machen,
aber Deinen Weg gehst Du letzlich doch selber und viele
Vorschläge wirst Du nicht realisieren können weil es Dir nicht
liegt.

Darin bin ich mir eben nicht sicher, dass ich weiss, was ich
leisten kann. Wenn manche sagen, wenn sie keinem anderen
vertrauen können, dann doch zumindest sich selbst, dann hab
ich da meine Zweifel, weil ich z.B. anders reagiere als ich
möchte und mir vornehme, oder meine Vorhaben nicht einhalte.

Das hört sich nach starken Selbstzweifeln an, aber es gibt doch sicherlich Menschen die Dich mögen. Frage die doch mal, was sie an Dir toll finden.

Gruß, AndyM

Hllo Andy,
über Deine Antwort muss ich erstmal ein wenig länger nachdenken. Schuldgefühle kamen mir z.B. bislang noch nicht als Begriff in den Sinn, konnte es nicht benennen, aber vielleicht ist es ja das, es eben allen recht machen und keine Fehler machen zu sollen. Weiss noch nicht, aber wenn, dann liesse sich ja vielleicht was ändern.
Das mit dem Vorhersehen/ Hellsehen hat irgendwie gepasst, hab ich so auch noch net gedacht, aber ich erinnere mich an manches, wo es zutrifft, wo leider auch ich von Leuten Hellseherfähigkeiten erwartet habe, oder einfach, dass sie aus dem (bisschen), was ich zeigte, richtige Schlüsse ziehen und auf mich zugehen sollten.
Ich erzähle meinen Eltern keinen Liebeskummer, das wollte ich sagen, meine Freunde und Freundinnen kennen sich in dem Bereich gezwungenermassen bestens aus. Sie stehen mir da auch bei. Aber meinen Eltern erzähle ich da nichts, weil ich mich gehemmt fühle. Und das finde ich schon merkwürdig. Deine Idee mit dem Brief bereitet mir momentan großes Unbehagen. Weiss net warum.
Deinen zweiten Satz fand ich besonders schön übrigens, musste so grinsen.
Wenn ich das der letzten Tage so lese, komme ich mir vor wie ein Jammerlappen. Im Moment ist mir besser, da denk ich, das kann doch net wahr sein, dass Du wieder was nicht geklärt hast,als das Problem auftauchte. Aber nein, ich entschuldige mich jetzt nicht dafür, sondern werd mal gucken, was sich aus dne ganzen Kommentaren machen läßt.
Danke nochmal,

Nara

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Tina,

über Deine Antwort muss ich erstmal ein wenig länger
nachdenken.

Ich hoffe das lag nicht nur an den vielen Rechtschreibfehlern :wink:

Schuldgefühle kamen mir z.B. bislang noch nicht
als Begriff in den Sinn, konnte es nicht benennen, aber
vielleicht ist es ja das, es eben allen recht machen und keine
Fehler machen zu sollen. Weiss noch nicht, aber wenn, dann
liesse sich ja vielleicht was ändern.

Du kannst es akzeptieren oder ändern. Beides ist legitim.

Das mit dem Vorhersehen/ Hellsehen hat irgendwie gepasst, hab
ich so auch noch net gedacht, aber ich erinnere mich an
manches, wo es zutrifft, wo leider auch ich von Leuten
Hellseherfähigkeiten erwartet habe, oder einfach, dass sie aus
dem (bisschen), was ich zeigte, richtige Schlüsse ziehen und
auf mich zugehen sollten.
Ich erzähle meinen Eltern keinen Liebeskummer, das wollte ich
sagen, meine Freunde und Freundinnen kennen sich in dem
Bereich gezwungenermassen bestens aus.

:smile:

Sie stehen mir da auch
bei.

Schön! Dann hast Du ja schon sehr viel, was andere Menschen nicht haben: Freunde, denen Du vertraust.

Aber meinen Eltern erzähle ich da nichts, weil ich mich
gehemmt fühle. Und das finde ich schon merkwürdig.

Nö, ist nicht merkwürdig. Mit manchen Eltern kann man eben darüber nicht sprechen.

Deine Idee
mit dem Brief bereitet mir momentan großes Unbehagen. Weiss
net warum.

Setze Dich ruhig mal hin und fange mit Stichpunkten an. Wenn Du es schaffst kannst Du ja sogar ausformulieren. Vermutlich kommt Dir da schon die eine oder andere Idee, was Dir Unbehagen bereitet. Erst dann hast Du die Gelegenheit, herauszufinden, warum es Dir Unbehagen bereitet.

Deinen zweiten Satz fand ich besonders schön übrigens, musste
so grinsen.

Entgegen der Blickrichtung? :wink:

Wenn ich das der letzten Tage so lese, komme ich mir vor wie
ein Jammerlappen.

Och nu sei nicht so hartherzig zu Dir. Das bist Du und Du bist völlig ok!

Im Moment ist mir besser, da denk ich, das
kann doch net wahr sein, dass Du wieder was nicht geklärt
hast,als das Problem auftauchte.

Es gibt immer Dinge im Leben, die ungeklärt bleiben. Auch das kannst Du akzeptieren oder ändern. Wenn Du es nicht akzeptieren kannst schalte einen Gang runter und kläre es. Und wenn es noch so viel Überwindung kostet. Vielleicht erlebst Du ja sogar noch etwas völlig anderes, nämlich daß Dir der Aufwand, Offenes zu klären, viel zu groß ist und Du Dich dann plötzlich freuen kannst über alles, was offen bleibt aber Dich nicht belastet.

Aber nein, ich entschuldige
mich jetzt nicht dafür, sondern werd mal gucken, was sich aus
dne ganzen Kommentaren machen läßt.

Wofür auch entschuldigen, wenn Du das gleiche Recht hast zu jammern wie wir alle hier?

Gruß, AndyM

Hallo Andy,

ich wollte Dir jetzt nochmal danke sagen für Deine netten Worte, Du hast mich wirklich aufgemuntert. Wie ich die ganzen Sachen jetzt am besten löse, das weiss ich noch nicht. Aber mal sehen.
Schade ist da mit meinen Eltern, nicht sie sind es, mit denen man nicht reden kann, sondern ich kann nicht mit ihnen reden. Meine Mutter will nett und auch für mich da sein, aber ich lasse sie nicht an mich ran. Sie weiss nichts von mir, ich genausowenig von ihr. Und gleichzeitig habe ich Angst, dass sie irgendwann nicht mehr da sind. Obwohl der Kontakt sehr gering ist. Das bringt mir jetzt sofort wieder Tränen in die Augen. Ich will hart sein und ich will ihnen manchmal zeigen, dass es mmir zumindest schlecht gehen könnte. Vielleicht will ich ihnen ein schlechtes Gewissen machen, aber eigentlich will ich es nicht. Das wird neben den anderen eines der Großprojekte, die ich mal hinkriegen will, das Gefühl aus mir rauskriegen, nicht mehr fröhlich sein zu können in ihrer Gegenwart.
Daher fand ich die Briefidee auch interessant, schon allein, weil ich die Vorstellung abartig fand. Warum, das muss doch herauszufinden sein.

Also, liebe Grüße, gute Nacht und danke. Nara