Hallo Forum,
Nachdem ich nun über mehrere Tage hinweg die Empfehlungen und Diskussionen innerhalb dieses Forums verfolgt habe, denke ich, daß es an der Zeit ist einige Dinge klarzustellen.
Meine nachstehenden Ausführungen sollen vor allem den Nichtfachleuten zeigen wo die Unterschiede zwischen einem Verkäufer und Berater liegen, außerdem sollten die (vermeintlichen) Experten dieses Forums zum nachdenken angeregt werden. Vor allem Raimund verkauft sich hier als absoluter Spezialist im Bereich der Personenversicherungen, aber auch in anderen Bereichen hält er seine Meinung für die allein richtige.
Daß man hierüber auch anderer Meinung sein kann, möchte ich nachstehend an verschiedenen Beispielen aufzeigen.
Als es um die Tätigkeit des gerichtlich zugelassenen Versicherungsberaters ging hat Raimund unter anderem folgende Weisheiten von sich gegeben.
- von Raimund Brendle (27.11.2000 23:12 Uhr, gelesen: 33 mal)
Richtig! Wie gesagt. wird von Ratsuchenden bezahlt. Was meinst Du, was so eine Beratung kostet? ich glaube nicht, dass diese Beratung vom "normalbürger akzeptiert wird. Er hat kein geld dafür. es ist zu teuer. Und es kommt meist auch nichts besseres heraus, als beim Makler - von Raimund Brendle (28.11.2000 10:44 Uhr, gelesen: 25 mal)
Was ist jetzt so eine Beratung wert? 3.000,- DM? Mehr? Weniger? Außerdem bekommst Du Deine Versicherung nicht billiger. Du zahlst ob Du willst oder nicht die Kosten der Versicherung: auch die Provision. Wer die kassiert, ist nebensächlich. Aber wenn Du lieber den BdV oder dem bezahlten Berater bezahlen willst, statt eine fundierte Beratung zu bekommen, bitte schön jeder ist seines eigenen Glückes Schmied
*Raimund, du muß große Angst vor gerichtlich zugelassenen Versicherungsberatern haben wenn du solche Behauptungen aufstellst. Es ist richtig, daß für die Beratung ein Honorar fällig wird. In der Mehrzahl der Beratungen macht sich dieses durch Verbesserungen des Versicherungsschutzes und Beitragssenkungen jedoch sehr schnell bezahlt. Weder der Normalbürger noch andere Versicherungsinteressenten sind besser bedient, wenn sie die Provisionsinteressen eines Vermittlers befriedigen. Zum Thema fundierte Beratung folgen später noch einige Bemerkungen.
- von Raimund Brendle (28.11.2000 10:14 Uhr, gelesen: 12 mal)
Eine bessere Beratung kannst Du nirgendwo, auch nicht beim bezahlten, gesetzlich geprüften, und weiß Gott noch was alles Berater. Außerdem braucht der Kunde bei mir nicht einmal aus dem Haus: ich komme zu ihm…
Ich bezweifle, dass der Kunde die Hintergrundinformationen bei bezahlten Versicherungsberater die Hintergrundinformationen erhält, die ich habe und gebe.
Auch wenn der Berater von der Versicherung nichts erhält, sondern von Dir bezahlt wird. Der Kunde zahlt die Provision immer!
*Man ist nur dann ein Superheld, wenn man sich selbst für super hält.
Eine Beratung kannst Du nur beim gerichtlich zugelassenen Versicherungsberater erhalten, beim Vermittler erhältst du ein Verkaufsgespräch. Es ist gesetzlich geregelt, daß Vermittler (dazu gehören auch Makler) nur beraten dürfen wenn ein Verkaufsinteresse besteht. Das mag zwar verschiedenen Personen nicht passen, dennoch entspricht dies der aktuellen Rechtslage.
Bei den Ausführungen bezüglich der Provision bin ich mir nicht darüber im klaren, ob dies eine absichtliche Falschinformation oder Unwissen ist. Zum einen gibt es Gesellschaften die keine Provisionen bezahlen und zum anderen sind immer mehr Versicherer bereit Nettoprämien anzubieten, d.h. eine Vermittlerprovision ist hierin nicht enthalten. Jemand der schon längere Zeit in diesem Gewerbe tätig ist, dürfte diese Entwicklung nicht verborgen geblieben sein.
*Das jemand über einen Berufsstand, den er offensichtlich nicht kennt, solche Unwahrheiten und herabsetzenden Behauptungen aufstellt ist eigentlich schlimm genug. Um aber aufzuzeigen, daß man dies noch toppen kann, führe ich nachstehend verschiedene fachliche Aüßerungen von Raimund auf.
- von Hugo Blase (8.12.2000 13:17 Uhr, gelesen: 25 mal)
Hallo Spezialisten,
weiß jemand wie sich die geschätzten Gesellschaften bei dem Versuch eine BU mit einer cronischen Vorerkrankung abzuschließen in der Regel verhalten? Lohnt es sich überhaupt einen Antrag zu stellen? Und stimmt es, daß man in eine „Risikokartei“ kommt wenn irgendjemand irgendwann einmal ein Antrag abgeleht hat?
-von Raimund Brendle (8.12.2000 20:48 Uhr, gelesen: 15 mal)
Nein es gibt keine Risikodatei, die dann jede Gesellschaft abfragen könnte! Das wäre auch ein klarer Verstoß gegen das Datenschutzgesetz.
P.S. Wenn Du aus gesundheitsgründen nicht in die BUR reinkommst, könnte es evtl. klappen, in die EUR zu kommen! Die zahlt erst ab 75 %. dadurch ist das Risiko für die Gesellschaft kleiner, dass sie bei Dir zahlen müsste.
*Jemand der seit über 20 Jahren in der Versicherungsbranche tätig ist und zudem die Personenversicherungen zu seinem Spezialgebiet erklärt hat, sollte hier mehr Ahnung haben.
Lieber Raimund, wenn Du dir einmal die Mühe machen würdest einen Antrag nicht nur auf der Vorderseite zu lesen, würdest Du feststellen daß sich auf der Rückseite eine „Einwilligungsklausel nach dem Bundesdatenschutzgesetz“ befindet. Da sie dir offensichtlich nicht bekannt ist, führe ich für dich und alle anderen die gerade keinen Antrag zur Hand haben, nachstehend den ausführlichen Text auf.
Ich willige ein, dass der Versicherer im erforderlichen Umfang Daten, die sich aus den Antragsunterlagen oder der Vertragsdurchführung ergeben, an Rückversicherer zur Beurteilung des Risikos und zur Abwicklung der Rückversicherung sowie zur Beurteilung des Risikos und der Ansprüche an andere Versicherer und/oder an den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. zur Weitergabe dieser Daten an andere Versicherer übermittelt.
Diese Einwilligung gilt auch unabhängig vom Zustandekommen des Vertrages sowie für entsprechende Prüfungen bei anderweitig beantragten Versicherungsverträgen und bei künftigen Anträgen.
Diese Formulierung wird so, bzw. leicht abgewandelt von den meisten Gesellschaften verwendet.
Und du behauptest, es gibt keine Risikodatei bei der jede Gesellschaft anfragen kann.
Damit nicht genug, schaffst Du es in einem Posting zwei falsche Aussagen zu treffen. Eine EUR (Erwerbsunfähigkeitsrente) wird nicht ab 75 % bezahlt, diese wird erst bezahlt wenn keine regelmäßige Tätigkeit (egal in welchem Beruf) mehr ausgeübt werden kann. Das was du meinst ist eine Berufsunfähigkeitsabsicherung die erst ab einer Berufsunfähigkeit von mehr als 75 % leistet.
Verschiedene Gesellschaften bieten dies an. Da es jedoch andere Gesellschaften gibt, die bereits ab 50 % leisten und meist noch günstiger sind als die Angebote mit einer Leistung ab 75 % sind diese nur selten sinnvoll.
Nun komme ich zu den Ausführungen die mich am meisten ärgern, da hier die Forumsteilnehmer offensichtlich für blöde gehalten werden. Weshalb ich dieser Meinung bin, wird aus den nachstehenden Beiträgen deutlich.
Auf die Anfrage von Bastian bezüglich verschiedener Prämien passierte folgendes
- von Raimund Brendle (30.11.2000 20:54 Uhr, gelesen: 42 mal)
… Leider negativ: ich bin Spezialist für private Kranken- und Lebensversicherungen. Auch für „Direktversicherungen“ und „arbeitnehmerfinanzierte Betriebsrenten“.Allerdings muss ich eines zu Deiner Frage sagen: Beitrag ist nicht alles! Die Leistungen müssen auch stimmen.
*Raimund hat erkannt, daß der Beitrag bei Versicherungen nicht alles ist. Diese Erkenntnis ist zweifellos zu begrüßen. Außerdem hat sich wiedereinmal als Spezialist für Personenversicherungen geoutet, so weit so gut. Dies hindert in jedoch nicht daran, die von Bastian mitgeteilten Prämien wie folgt zu kommentieren
- von Raimund Brendle (9.12.2000 18:45 Uhr, gelesen: 4 mal)
hallo, Bastian
ich weiß ja nicht, wie leicht Du Dein Geld verdienst. Aber für solche Summe setze ich mich als Versicherungslaie gerne an den Computer und mach mich im Internet schlau! Wer über das Internet sich mehrere Angebote kommen lässt, wird mindestens genauso fündig. Denn so weltbewegend sind die Beiträge nicht gerade. Da gibt es teils besseres. Was die Beiträge überhaupt nicht aussagen, ist, welche Leistungen dahinterstecken. Das sind alltägliche Versicherungstarife. Lass´ Dir mal von dem Versicherungsberater eine Krankenversicherung beraten! Da steckt wesentlich mehr Arbeit dahinter, als bei Sachversicherungen dieser Art. Da ist das Honorar dann um einiges höher. Wenn er die gleiche Zeit gebraucht hat (ersichtlich aus dem Honorar), dann wirf die Beratung weg! Dann ist sie nichts wert.
*Auch hier weist er nochmals darauf hin, daß die Beiträge überhaupt nichts aussagen, solange die Versicherungleistungen nicht bekannt sind. Um gleichzeitig darauf hinzuweisen, daß es besseres gibt und es sich um alltägliche Versicherungstarife handelt.
Raimund, wie kannst Du dies beurteilen, da du doch die Leistungen nicht kennst und zudem ein Spezialist in Personenversicherungen bist.
Es ist richtig, daß die Beratung bezüglich dem Abschluß einer privaten Krankenversicherung deutlich aufwendiger sein kann, als die Erstellung von verschiedenen Angeboten zur Sachversicherung.
Weißt du aber anhand des genannten Honorars (423,50 DM) wie lange der Berater für diese Beratung benötigt hat? Sicherlich nicht. Trotzdem kannst du beurteilen ob eine Beratung gut ist oder nicht. Langsam denke ich du bist allwissend.
- von Raimund Brendle (10.12.2000 12:57 Uhr, gelesen: 3 mal)
… Ich habe mich bewusst nicht an der Prämienjagerei beteiligt. Es bringt nichts und den anderen auch nichts. Diese Versicherungen nur nach dem Beitrag auszuwählen ist Schwachsinn.
*Noch immer hält Raimund an seiner Meinung fest, die in diesem Fall nicht einmal falsch ist. Aber schlußendlich kann er sich doch nicht zurückhalten.
- von Raimund Brendle (13.12.2000 23:16 Uhr, gelesen: 11 mal)
… ein schneller Griff ins Internet:
Hausrat 100.000 DM : 109,40 DM, PH (5 Mio) : 92,90 DM (10 Mio: 99,50 DM). Bei den anderen bräuchte ich noch einige Daten mehr: 14er Wert, Postleitzahl…
Sieh einfach mal nach bei: http://www.wgv-online.de
Das ist ein Direktversicherer. Bei der Rechtsschutz ist er zwar günstig, doch wie so oft: günstig heißt nicht immer auch topp! Da dürfte ich das bessere Angebot machen können. Aber das ist hier nicht die Frage. Du siehst, solche Versicherungen kann man auch ohne Hilfe finden. Gut, ich kenne meine Mitbewerber. Bei mir dauerte es gerade mal 5 Minuten. Doch mit 500,- DM Aufwand kann ich eine enorme Zeit im Internet verbringen und die besten Konditionen herausfinden.
*Raimund hältst du alle für blöd??
Es ist richtig, daß die WGV ein anerkannt günstiger Versicherer ist, die durchaus empfehlenswerte Verträge anbietet. Wenn man jedoch einen Beitragsvergleich vornimmt, sollten man wenigstens von den gleichen Vorgaben (die dir bekannt waren) ausgehen.
Bei der Hausratversicherung führst du einen Jahresbeitrag von 109,40 DM auf. Entweder hast du absichtlich übersehen, daß Bastian eine Versicherungssumme von 144.000,-- DM und nicht 100.000,-- DM sowie verschiedene Leistungserweiterungen und sogar die PLZ seines Wohnortes genannt hast, oder du hast tatsächlich keine Ahnung von Sachversicherungen. Bei Berücksichtigung der Vorgaben von Bastian ergibt sich bei der WGV ein Jahresbeitrag von 287,30 DM. Ich kann beim besten Willen nicht erkennen, daß dies günstiger sein soll als der Beitrag den Bastian genannt hat. Unter anderem beruht dies darauf, daß der Versicherungsort der Tarifzone 2 zugeordnet wird, falls dir dies etwas sagt.
Desweiteren führst du aus, daß du zu den anderen noch einige Daten brauchen würdest, wie z.B. 14er Wert, Postleitzahl…
Bisher bin ich davon ausgegangen, daß du wenigstens lesen kannst. Die notwendigen Werte waren alle im Posting von Bastian enthalten. Wahrscheinlicher ist jedoch, daß du keine vergleichbaren Angebote gefunden hast und dies nicht offen zugeben kannst.
Zuletzt irritiert mich, daß Du das Forum verschiedentlich, so auch hier, als Werbeplattform für deine tolle Rechtsschutz, KFZ und sonstigen Versicherungen verwendest. Ich dachte Werbung ist hier unerwünscht.
- von Raimund Brendle (14.12.2000 17:00 Uhr, gelesen: 3 mal)
…Es ging nur um eines: ob man im Internet in kurzer Zeit die gleichen oder sogar preisgünstigere Gesellschaften finden kann. Um nichts anderes: in der Schule würde man sagen: Themaverfehlung, 6.
Auch habe ich niemanden fragen müssen, ob es günstigere gibt oder nicht: ich weiß es! Das ist mein Beruf (den Du so haßt). Also bleibt es dabei: schlecht angelegtes Geld.(Anmerkung: Gemeint ist das Honorar für eine unabhängige Beratung)…
*Ob das Geld für die Beratung gut oder schlecht angelegt war, kann anhand der vorliegenden Informationen nicht abschließend beurteilt werden. Ich bin jedoch davon überzeugt, daß Bastian keinen Fehler gemacht hat.
Genug für heute…
Was nicht heißen soll das dies alle Kritikpunkte waren die mir in der Kürze aufgefallen sind.
Ich bin mir darüber im Klaren, daß ich mir mit den vorstehenden Äußerungen nicht nur Freunde mache, damit kann ich jedoch leben. Ich hielt es nur für notwendig, zu zeigen, daß man zu verschiedenen Postings in diesem Forum auch eine ganz andere Meinung haben kann, die sich letzlich auch als richtig erweisen kann.
Als Anregung für die Zukunft würde ich es für wünschenswert halten, wenn jeder der zum Forum eine Antwort beisteuert klar zu erkennen gibt, in welchem Verhältnis er zur Versicherungswirtschaft steht (Vertreter, Makler, Berater etc.). Dies würde es den Anfragern erleichtern die Antworten einzuordnen und gegebenenfalls zu überdenken.
Der Grund, weshalb Raimund bei meinen Ausführungen so schlecht wegkommt ist der, daß ich mich durch seine Äußerungen persönlich angegriffen fühle, da ich seit mehreren Jahren als gerichtlich zugelassener Versicherungsberater tätig bin.
Ich bin gerne bereit über meine obenstehenden Ausführungn zu diskutieren. Stoff genug dürften diese je hergeben.
Gruß
Karl Eberhardt
gerichtlich zugelassener Versicherungsberater
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