Hallo,
Ich werde das nächste Jahr in Amerika als Austauschschüler verbringen; dort werde ich natürlich auch Dollar brauchen. Deshalb stellt sich mir jetzt die Frage ob ich nicht schon jetzt Euro in Dollar umtauschen sollte weil im Moment der Kurs ja nicht schlecht steht. Oder denkt ihr er wird noch besser? Ich kenne mich in dem Gebiet leider überhaupt nicht aus, habe zwar schon im Internet und Zeitschriften nach Infos gesucht aber nicht wirklich etwas gefunden. Natürlich ist das Ganze auch Ansichtssache und man kann nicht pauschal sagen wie sich der Kurs entwickelt. Trotzdem würde ich gerne noch ein Paar Meinungen von Leuten hören die sich in puncto Dollar - Euro ein bisschen besser auskennen als ich.
würd ich nicht,der$ wird noch billiger,weil es ihn bald nicht mehr geben wird.Guckst du dat Video dann weiss man was los ist.Es ist eine Währungsunion mit Kanada und Mexiko geplant, Start nächstes Jahr,neue Währung: Amero
stimmt, da sind die Leute geteilter Meinung, wie sich der Dollar entwickelt. Daher muss du letzten Ende selbst entscheiden, was du machst.
Wie machst du das überhaupt - hast du eine Kreditkarte oder nimmst du Travellerschecks mit? Travellerschecks könntest du jetzt schon kaufen. Bei der Kreditkarte ist das etwas schwierig, die kannst du ja nicht vorher „befüllen“ oder so
Du könntest Geldmarktfonds auf US$ kaufen oder ein Währungskonto einrichten. Ich persönlich glaube nicht, dass der Euro über $1,50 steigt, sondern dass es nun bald wieder andersrum geht, sprich, dass der Dollar steigt - spätestens nach der Präsidentschaftswahl denn schlimmer kann es ja fast nicht mehr werden. (Ich hab nichts gesagt …)
Hier hast du einige WKNs für thesaurierende Geldmarktfonds in US$. Du brauchst für so etwas ein Depot: 675168 oder 987247. Es ist halt die Frage, ob sich so etwas noch lohnt. „Nächstes Jahr“, das ist ja schon übermorgen
viele Banker erwarten im nächsten Jahr einen Kurs von $1,60 für €1,00. Ob das richtig ist, wird man sehen.
Aber eine Standard-Strategie ist: Wenn der Kurs eine bestimmte Marke unterschreitet, dann kaufe ich. Also, angenommen, jetzt ist der Kurs $1,50 für €1,00. Wenn der Kurs auf $1,45 sinkt, dann kaufst du sofort.
Man muss hier sehr genau unterscheiden. Was will man machen !? Als Anleger, bei dem es u.U. um große Summen geht, kann eine Abweichung bzw. Verschätzung um einige wenige Cent durchaus schon ins Gewicht fallen. Will man hingegen „nur“ etwas anlegen, um damit später günstiger bezahlen zu wollen, so wird es sich in Grenzen halten.
In diesem Jahr hat die Welt bzw. der Kapitalmarkt ein echtes Phänomen zu Gesicht bekommen. Obwohl der Patient „amerikanische Volkswirtschaft“ aufgrund eines akuten Herzleidens namens „Subprime-Krise“ fast schon in der Pathologie gelandet wäre, lebt und raucht er immer noch ) Das verdankt er seinem hervorragenden Chefarzt Bernanke, der regelmäßig den „Blutdruck“ reduziert hat.
Tatsache ist, dass es die USA geschafft haben, diese Krise nicht vollends eskalieren zu lassen. Die Zinssenkungen, welche auch mit zu dem äußerst niedrigen Dollar geführt haben, haben Stabilität verliehen. Das hat nicht nur Eindruck auf den Kapitalmärkten hinterlassen, sondern auch Hoffnung geschürt, dass sich die Krise ohne Kollaps wird beweltigen lassen. Das spricht gegen eine weitere Abwertung des Dollar.
Aufgrund der Tatsache, dass sich auch wichtige volkswirtschaftliche Indikatoren im 4 Quartal 2007 verbessert haben und für das 1 Quartal 2008 ebenfalls positive Aussichten gegeben wurden, bei gleichzeitiger Aussicht auf einen Sieg der Demokraten im kommenden Herbst, erscheint ein weiteres Absacken momentan eher wenig wahrscheinlich.
Natürlich kann es kurzfristig noch einmal zu einem Absinken kommen. Für den „Normalbürger“ sollte es aber keine größere Rolle mehr spielen.
Ich würde an Deiner Stelle schon jetzt zur Bank gehen und über die Eröffnung eines Dollarkontos Erkundigungen einziehen. Der momentane Kurs ist schon sehr gut aus Sicht eines Europäers, gerade wenn man sich mal die historischen Stände ansieht.
Die USA werden wieder einer stärkeren Dollar bekommen, insb. wenn die neue Reg. am Ruder ist und verschiedene andere „Probleme“ gelöst werden. Auf jeden Fall gehts Du mit einem Kauf heute kaum ein Risiko ein.
Tatsache ist, dass es die USA geschafft haben, diese Krise
nicht vollends eskalieren zu lassen.
aus mir unklaren Gründen scheinst Du davon auszugehen, daß die Krise vorüber ist. Nachdem die ersten Bewertungsverluste in Milliardenhöhe zum 3. Quartal ausgewiesen wurden, der Markt für die CDOs und Konsorten immer noch nicht besser geworden ist, diverse Banken in den letzten Wochen Liquiditätslinien für ihre Vehikel bereitstellen mußten und außerdem die großen Player in dem Markt keine Quartalsberichte veröffentlichen, gehe ich eher davon aus, daß die großen Kracher erst mit dem Jahresabschluß 2007 bekannt werden.
Als wenn das nicht genug wäre, erreicht die Welle der Subprime-Kredite, bei denen der Zinsbindungszeitraum abläuft, erst im 1. Quartal 2008 seinen Höhepunkt. Bis zum 2. oder gar 3. Quartal kann die Sache eigentlich noch nicht ausgestanden sein. Wenn man davon ausgeht, daß die Kreditnehmer noch eine gewisse Zeit die erhöhten Raten werden tragen können, sehe ich das Ende der Krise sogar erst 2009.
Allerdings räume ich gerne ein, daß ich die Auswirkungen der Krise auf die Aktienmärkte überschätzt habe. Ehrlich gesagt, bleibt für mich schleierhaft, daß sich die Kurse der großen Banken nachwievor auf beachtlichem Niveau befinden.
Tatsache ist, dass es die USA geschafft haben, diese Krise
nicht vollends eskalieren zu lassen.
aus mir unklaren Gründen scheinst Du davon auszugehen, daß die
Krise vorüber ist.
Nee, nee. Gut das Du das ergänzt. Das sollte dem oben zitierten Satz noch folgen, ist aber untergangen. Da hast Du Recht. Es ist ja gerade das etwas weiter unten (ertser Beitrag) von mir genannte „Phänomen“, das trotz solch gravierender „Schäden im System“, das ganze immer noch fröhlich vor sich hinläuft. Von daher kann ich Deinen Kommentar
Ehrlich gesagt, bleibt für mich schleierhaft, daß sich die Kurse der :großen Banken nachwievor auf beachtlichem Niveau befinden.
nur unterstreichen.
Nachdem die ersten Bewertungsverluste in
Milliardenhöhe zum 3. Quartal ausgewiesen wurden, der Markt
für die CDOs und Konsorten immer noch nicht besser geworden
ist, diverse Banken in den letzten Wochen Liquiditätslinien
für ihre Vehikel bereitstellen mußten und außerdem die großen
Player in dem Markt keine Quartalsberichte veröffentlichen,
gehe ich eher davon aus, daß die großen Kracher erst mit dem
Jahresabschluß 2007 bekannt werden.
Durchaus realistisch, wo doch der Ton im Hause UBS vor zwei Wochen sicherlich schon etwas „rauer“ war. Es hatten dann ja schon mehrere Banken darauf hingewiesen, dass das Wort Abschreibung für den Abschluss von Q4 eine höhere Relevanz haben könnte.
Als wenn das nicht genug wäre, erreicht die Welle der
Subprime-Kredite, bei denen der Zinsbindungszeitraum abläuft,
erst im 1. Quartal 2008 seinen Höhepunkt. Bis zum 2. oder gar
3. Quartal kann die Sache eigentlich noch nicht ausgestanden
sein. Wenn man davon ausgeht, daß die Kreditnehmer noch eine
gewisse Zeit die erhöhten Raten werden tragen können, sehe ich
das Ende der Krise sogar erst 2009.
Ja, nur denke ich mir, dass es auf die Kreditnehmer dann -vielleicht- schon gar nicht mehr so ankommt, sondern nur noch auf den Markt. Und der wurde ja durch die letzten Zinsschritte in eine merkwürdige Stillhaltephase gesäuselt.