Jetzt weis ich gar nichts mehr !

Hallo liebe wissende !

im archiv bin ich leider nicht so ganz fündig geworden. daher hier noch mal meine frage:

Eigentumswohnung, Baujahr 1973, direkt an der A1 gelegen, (wenn du die hand aus dem küchenfester hälst verspürst du den luftzug der autos)
soll jedoch in 2004/5 total beruhigt werden, von der Kommune)

DerVK der wohnung rechnet wie folgt, basis gutachten von 1993,

Grundstücksanteil xxx.xxx,00 DM
Wohnung xxx.xxx,00 DM
SUMME xxx.xxx,00 DM
zuzüglich 17 fache Miete xxx.xxx,00 DM

gleich Summe Kaufpreis ! xxx.xxx,00 DM

kann ich denn für den kaufpreis sachwert und nutzwert addieren ?
wenn ich meine fonds verkaufe bekomme ich doch auch nur den realen wert und nicht die möglichen erträge der zukunft abgegolten.

der gute rechnet mit dem 17 fachen der netto miete. nach meiner nur unwesentlichen erfahrung ist aber das 10 fache OK in der regel nimmt man jedoch das 12 fache. bei sehr guten objekten manchmal auch das 14-15 fache. aber gleich das siebzehnfache ? erscheint mir etwas sehr viel.

Die wohnung liegt in Westlage. im osten, hinten, die A1,
Am balkon im südwesten, also links vom wozi balkon stehen cir. 10 grosse (mehr als 1000 Ltr. Müllcontainer. in einer drahtbox die sehr schön zugewachsen ist. aber im sommer ? müffelt das ?
in südwestlage befinden sich auch sehr hohe bäume, daher vermute ich nur wenig sonne auf dem balkon.

die wohnungliegt im paterre.

das sind so die ersten angaben die ich habe.
was meint ihr zur Kosten ermittlung ?
ist das OK?
t.

Hallo Tamansari,

kann ich denn für den kaufpreis sachwert und nutzwert addieren
?

Klar kann man das. Man kann auch noch die Bodenbeläge, Tapeten, Glühlampen, Amortisationszuschlag, Verkaufsgebühr, Fahrtgeld, Solidaritätszuschlag und Mäusegift in Rechnung stellen. Es findet sich schon jemand der das bezahlt.
Im Ernst, Du hast das schon richtig erkannt. Die Rechnung ist abenteuerlich.

der gute rechnet mit dem 17 fachen der netto miete. nach
meiner nur unwesentlichen erfahrung ist aber das 10 fache OK
in der regel nimmt man jedoch das 12 fache. bei sehr guten
objekten manchmal auch das 14-15 fache. aber gleich das
siebzehnfache ? erscheint mir etwas sehr viel.

Das kommt dazu. Bei dem heutigen Zinsniveau kann man mal bis zum 15fachen gehen, dann ist aber Schluß. Es hat sich aber schon viel gebessert. vor 5-10 Jahren wurden reihenweise Wohnungen für die 20-25fache Jahresmiete angeboten. Oder ist es etwa die 17fache Warmmiete.

Die wohnung liegt in Westlage. im osten, hinten, die A1,
Am balkon im südwesten, also links vom wozi balkon stehen cir.
10 grosse (mehr als 1000 Ltr. Müllcontainer. in einer drahtbox
die sehr schön zugewachsen ist. aber im sommer ? müffelt das ?
in südwestlage befinden sich auch sehr hohe bäume, daher
vermute ich nur wenig sonne auf dem balkon.

die wohnungliegt im paterre.

Das würde ich auch so sehen. Die Wohnung ist dunkel, im Sommer stinkts und wenn man nicht aufpasst kommen die Ratten. Außer für einen SEHR guten Preis eher Finger weg.

Herzliche Grüße,

Max

soll jedoch in 2004/5 total beruhigt werden, von der Kommune)

Auf solche Versprechen würde ich keinen Pfifferling geben. die A1 ist keien Straße vor dem Kindergarten und der Verkehr nimmt ständig zu.

zuzüglich 17 fache Miete xxx.xxx,00 DM

Vor 10 jahren hieß es in informierten Kreisen:

Rendite höchstens 8 - 10fache Jahresmiete
Kapitalanlage: höchstens 12fache Jahresmiete
alles über 14 ist unseriös.

gruss

Hallo,

mir ist nicht so ganz klar, warum immer wieder Käufer oder Verkäufer aufgrund irgendwelcher Gutachten oder Berechnungen glauben einen „objektiven“ Immobilienpreis ermitteln zu können. Hier herrscht Marktwirtschaft pur, d.h. eine Immobilie ist genau so viel wert, wie für sie bezahlt wird.
Ich würde mir an Deiner Stelle überlegen, was Dir die Wohnung wert ist, davon ein „Verhandlungsabschlag“ (man muß sich ja in der Mitte treffen können) und diesen Betrag bietest Du.
Bei den Überlegungen zu Deinem Preis mußt Du natürlich auch berücksichtigen, welche Preise in Eurer Region real gezahlt werden. Zur Zeit haben wir in den meisten Regionen einen Käufermarkt, d.h. es gibt mehr Verkaufsobjekte als Käufer. Wenn Du den Markt eine Weile beobachtest, diverse Objekte besichtigst, darauf achtest mit welcher Geschwindigkeit ausgesuchte Objekte verkauft werden und auch mal „pobehalber“ ernsthafte Verhandlungen führst wirst Du schnell lernen welche Preise realistisch sind. Viele Verkäufer haben völlig überzogene Preisvorstellungen, die sie nach einer Weile der erfolglosen Käufersuche auch nach unten berichtigen.

Wir haben gerade ein Haus gekauft. Von seiner ursprünglichen Preisvorstellung mußte der Verkäufer 60.000 Euro abgehen und der gezahlte Preis liegt um 40.000 Euro unter einem „Wertgutachten“, das vor dem Verkauf erstellt wurde. Und ich denke, wir hätten mit ein wenig Geduld den Preis auch noch weiter drücken können (mit der Gefahr, die wir nicht eingehen wollten, daß ein anderer doch den Preis zahlt - dafür gefällt uns das Haus zu gut).

Bei einer Investition die einen für viele Jahre in erhebliche Schulden stürzt sollte man nicht leichtfertig vorgehen und sich ein wenig Zeit für eine ordentliche Marktbeobachtung nehmen.

Viele Grüße
Stefan

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Hallo Goosi !

Danke für Deine und die vorangegangenen Antworten.
Die Wohnung wurde in 1973 erstellt.
1993 hat ein vom Verkäufer beauftragter Gutachter einen Preis
von 100 % für das Objekt ermittelt.
Zur gleichen Zeit ist exakt die gleiche Wohnung, links vom Eingang, für 92,60 % verkauft worden.

In der Zwischenzeit sind 10 Jahre vergangen und bei einigen, durchaus vergleichbareb Objekten, ist man um cir. 250 € im Preis runter gegangen.

Der Verkäufer hat jetzt einen Preisvorschlag von % 172,15 gefordert.
(vom Schätzpreis 1993)

Die Wohnung war von Vandalen (sog. Sinti) total ruiniert worden. Die hatten im Wohnzimmer gegrillt. Alle Abflüsse verstopft, aber dafür alle Wasserhähne voll aufgedreht. Jetzt habe er die Wohnung total renoviert. In welchem Umfang kann ich jedoch jetzt noch nicht sagen.
mfG
t.

Hallo,

Die Wohnung wurde in 1973 erstellt.
1993 hat ein vom Verkäufer beauftragter Gutachter einen Preis
von 100 % für das Objekt ermittelt.
Zur gleichen Zeit ist exakt die gleiche Wohnung, links vom
Eingang, für 92,60 % verkauft worden.

Daran siehst Du, daß es sich eben immer nur um Schätzungen handeln kann. Und wenn ich mir vorstelle, daß man in unserer Gegend für eine ETW mind. 150.000 investieren muß, sind das gute 11.000 Euro Differenz.

In der Zwischenzeit sind 10 Jahre vergangen und bei einigen,
durchaus vergleichbareb Objekten, ist man um cir. 250 € im
Preis runter gegangen.

250 Euro? Das sind doch im Wohnungsmarkt keine Zahlen… Oder ist das zu verstehen, daß die Preise stabil blieben?

Der Verkäufer hat jetzt einen Preisvorschlag von % 172,15
gefordert.
(vom Schätzpreis 1993)

Fordern kann er viel - auch eine Millionen. Ob er jemanden findet, der ihm diesen Preis zahlt, steht auf einem anderen Blatt.
Grundsätzlich eignet sich der Schätzpreis von 1993 in keinster Weise als Grundlage für eine aktuelle Wertermittlung. Du mußt schauen, was Du in Eurer Gegend für vergleichbare Wohnungen zahlen müßtest.

Die Wohnung war von Vandalen (sog. Sinti) total ruiniert
worden. Die hatten im Wohnzimmer gegrillt. Alle Abflüsse
verstopft, aber dafür alle Wasserhähne voll aufgedreht. Jetzt
habe er die Wohnung total renoviert. In welchem Umfang kann
ich jedoch jetzt noch nicht sagen.

Ob die Wohnung von Vandalen ruiniert wurde oder nicht braucht Dich nicht zu interessieren. Das ist allein Sache des jetzigen Eigentümers und sein Risiko wenn er vermietet.
Allerdings können umfangreiche Renovierungen den Wert der Wohnung, auch und gerade für Dich, erheblich steigern. Du mußt bedenken, daß Du diese Renovierungen erst sehr viel später erneuern mußt.

Kurz: es geht kein Weg daran vorbei: schaue Dir die Wohnung mit einem Fachmann an und schätze ab wieviel Du investieren mußt um die Wohnung auf einen aktuellen Standart zu bringen. (Bei ETW muß auch noch mit ins Kalkül, ob in der Vergangenheit von der Gemeinschaft ausreichend Rücklagen gebildet wurden oder ob Du in den nächsten Jahren mit erheblichen Investitionen zur Erhaltung des Hauses rechnen mußt)
Kaufpreis + Renovierungskosten (evtl. anteilig aus der Nutzungsdauer berechnet) + Differenz zur erforderlichen Rücklage = Preis einer Neubauwohnung. Diese Gleichung kann man als Überschlag benutzen um abzuschätzen ob die Vorstellung des Verkäufers überzogen ist oder nicht.
Ob Du diesen Preis dann auch zahlen mußt (oder evtl. sogar mehr), ist Sache des Verhandlungsgeschiks und der aktuellen Marktlage.

Ich wiederhole mich: auch wenn viele glauben, man könne einen „objektiven“ Wert für eine Immobilie ermitteln, dieser Markt ist Marktwirtschaft pur. Wer sich auf solche Berechnungen einläßt, zahlt in der Regel zu viel. Wer hartnäckig, geduldig, und kalt bleibt und auch bereit ist zu sagen „diese Preisvorstellung ist völlig überzogen“, der zahlt letzlich wesentlich weniger. Man muß halt dann auch bereit sein im Zweifel eine Wohnung einem anderen zu überlassen.

Viele Grüße
Stefan

In der Zwischenzeit sind 10 Jahre vergangen und bei einigen,
durchaus vergleichbareb Objekten, ist man um cir. 250 € im
Preis runter gegangen.

250 Euro? Das sind doch im Wohnungsmarkt keine Zahlen… Oder
ist das zu verstehen, daß die Preise stabil blieben?

Danke Goosi,

die 250 € sind pro Quadratmeter gemeint. Da summt das schon.
Ich habe die Wohnung heute von innen gesehen. Ist fast exakt das was ich mir wünsche. Bis auf die A1. Das ist doch schon heftig.
Der verkäufer will 2 Jahre vermieten und dann verkaufen.
Vom Lärmschutz an der A1 hat er sich bereits dezent distanziert.
Ich sehe zwei möglichkeiten. 1. er will ne billige miete vorgaukeln und denkt nicht ans verkaufen. oder 2. er will die renovierungen absetzen für ne mietwohnung und dann weg das ding.
und wenn ich dann erst mal drin bin bin ich erpressbar. wer will schon so schnell wieder umziehen.

Ich werde mich jetzt erst mal über die A1 schlau machen.
und dann schaun mer mal.
schönen sonntag.
wünscht Dir
t.

wenn du in der Wohnung ewig wohnen bleiben wilslt und dich das von dir beschriebene Umfeld nicht stört, dann kaufe dies total überteuerte Hütte.

Aber bitte verschone uns nacherher mit Nachfragen wie z.B. Eigentümergemeinschaft, insovenz einzelner eigentümer, Krach und Ärger mitd enh Nachbarn, die nciht Eigentümer sind, Laute Autobahn, undichte Fenster, Dachsanierung, heizungssanierung, Fenstersanierung und ähnlichem.

gruss

wenn du in der Wohnung ewig wohnen bleiben wilslt und dich das
von dir beschriebene Umfeld nicht stört, dann kaufe dies total
überteuerte Hütte.

Hi Local !

bin vielleicht 'nen bischen doof, aber so doof nun auch wieder nicht.
Vielen dank noch mal für Deine Tips und Meinungen
herzlichst aus Cölln
t.

Aber bitte verschone uns nacherher mit Nachfragen wie z.B.
Eigentümergemeinschaft, insovenz einzelner eigentümer, Krach
und Ärger mitd enh Nachbarn, die nciht Eigentümer sind, Laute
Autobahn, undichte Fenster, Dachsanierung, heizungssanierung,
Fenstersanierung und ähnlichem.

gruss

off topic
Hi,

vielleicht solltest Du morgen mit dem anderen Bein zuerst aufstehen… *grins*

Gruß,
Micha