Hallo miteinander! Ich habe in einem halben Jahr 15 Kilo abgenommen, also schön langsam. Jetzt geht nichts mehr, obwohl ich noch 8 Kilo runter sollte. Also will ich erst mal das jetzige Gewicht halten. ABER: ich halte das Gewicht nur, wenn ich unter meinem tatsächlichen Kalorienbedarf liege (so bei 1700-1800 kcal bei 160cm, 40 Jahren und 68 Kilo). Deshalb habe ich abends immer noch (Heiß-)Hunger. Und das, obwohl ich eine halbe Stunde vorher 3 Brotscheiben mit magerem Aufstrich gegessen habe plus Rohkost. Esse ich 2 Tage etwas mehr (und das heißt wirklich nur 200-300 kcal., also 2000 insgesamt), dann habe ich gleich wieder ein Kilo mehr. Was kann ich denn tun, damit mein Gewicht konstant bleibt? Außerdem esse ich nur noch Light-Käse, was ich nicht so toll finde. Ich denke, ich sollte auch „normalen“ Käse essen dürfen. Da fallen die Portionen aber so winzig aus, dass nicht einmal ein Brot damit belegt ist, geschweige denn 2 oder 3! Wurst ist sowieso verboten und Butter schaue ich nur noch von weitem an…
Bin dankbar für jede Hilfe!!! Petrale
Hallo Petrale,
vorab eine Frage meinerseits. Treibst du Sport? Wenn ja welchen und wie oft/wie lange?
Gruß
Phoebe
Hi!
Esse ich 2 Tage etwas mehr (und
das heißt wirklich nur 200-300 kcal., also 2000 insgesamt),
dann habe ich gleich wieder ein Kilo mehr.
Das ist kaum möglich: Sollte dein Körper nach 2 Tagen 1 Kilo Fett anbauen, müßtest du in den 2 Tagen etwa 7000 kcal als Überschuß gehabt haben. Rein rechnerisch gesehen.
Gewichtsschwankungen werden tatsächlich aber hauptsächlich über den Flüssigkeitshaushalt erklärt! Überleg mal: du trinkst pro Tag (oder solltest *g*) 2 Liter - das entspricht 2 Kilogramm! Und blöderweise trinkt man nicht jeden Tag exakt gleich viel, ebensowenig wie man jeden Tag exakt die gleiche Menge ausscheidet.
Was kann ich denn tun, damit mein Gewicht konstant bleibt?
Was mir aber auffiel an deinem Posting: du schreibst nichts über Sport und Bewegung?! Was und wieviel machst du? Bewegst du dich auch im Alltag viel (viele Fußwege, Treppen statt Lift usw)?
Alleine durch Hungern und Kalorienzählen kann man nicht abnehmen…
Außerdem esse ich nur noch Light-Käse, was ich nicht so toll finde.
Vorsicht vor den Light-Produkten. Nciht immer ist mit „Light“ auch Kalorien- und/oder Fettreduzierte Ware gemeint 
Und nebenbei bemerkt, es gibt auch „richtigen“ Käse, der nicht mit „Light“ deklariert sein muß, aber dennoch 1. gesund und 2. weniger Kalorien oder Fett enthält, zb. Hüttenkäse, magerer Frischkäse und ferner gibt es auch Hartkäse oder die bekannten Käsesorten Edamer, Tilsiter, Camembert usw. mit weniger F.i.Tr (10% z.b.).
Gruß,
Sharon
H wie Hola.
Hallo. Wie wäre es denn mit mehr sportlicher Betätigung?
Das klingt immer trivial, aber schon eine Stunde Radfahren schafft Dir zwischen 400 und 900 kcal aus der Welt - je nach Intensität.
Und das kannst Du auch auf einem Heimtrainer machen. Oder wie wäre es mit ein bißchen Schwimmen?
Gewichtsreduktion ist immer ein Wechselspiel zwischen Bewegung und Ernäherung. Deine Beschreibung klingt recht einseitig nach Brechstange „Ernäherungsumstellung“. Außerdem denke daran: Iß so gut es geht genetisch angepaßt: Sprich, (fetthaltiges) Fleisch und Obst&Gemüse. Nur untergeordnet Weißzucker/Weißmehlprodukte. Wenig hochverarbeitete Speisen wie Kuchen und sowas. Wenig Naschen - darf allerdings ruhig auch 'mal sein.
Wenn Du es verträgst: Milch! Kann man ruhig 1 bis 2 Liter am Tag trinken, je nachdem, wie scharf man auf das Zeugs ist.
Ansonsten erhöhe den Anteil der Ballaststoffe - die Verschaffen Dir die nötige Sättigung…
Auf jeden Fall auch viel trinken - speziell wenn Du noch nebenher „sportelst“. mind. 2 bis 3 Liter. Besser 4.
Viel Glück. 
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo!
Zum einen ist der Sport nicht entscheidend für´s Abnehmen, sondern die Energiebilanz (wieviel Kcal esse ich, wieviel verbrauche ich), trotzdem hilft natürlich der Sport, schneller abzunehmen, durch den erhöhten Verbrauch. Ich gehe jeden Tag 1 Stunde walken oder joggen, das sollte also reichen, trotzdem nehme ich nicht mehr ab (zur Zeit).
Was aber das tatsächliche Problem ist (da habe ich mich vielleicht nicht genau ausgedrückt): Mein Körper scheint sich trotz langsamen Abnehmens an einen geringeren Verbrauch gewöhnt zu haben und „dankt“ mir jede Kalorienaufnahme, die mehr als 1800 kcal beträgt, mit Gewichtszunahme. Nicht viel, aber trotzdem. Ich will ja möglichst nicht mehr zunehmen. Andererseits fände ich 2000 kcal (oder sogar etwas mehr, ich habe gerade nicht im Kopf, wie hoch der Verbrauch liegt laut Tabelle)nicht schlecht, weil ich dann doch etwas mehr Auswahl bei den Lebensmitteln hätte.
Danke für den Tipp mit den Käsesorten. Ich kenne die Käse natürlich auch, aber versuche mal an einem Stand mit Bio-Käse einen reduzierten Hartkäse zu kriegen - das ist nicht einfach.
Hallo Petra.
So, so, Sport ist also nicht entscheidend fürs Abnehmen!?
Und wie willst Du dann Dein „Zuviel“ wieder loswerden?
Fettverbrennung während der abendlichen Talkshow?
Beim „Rumsitzen“ benötigt der Körper als Energielieferant Kohlenhydrate und kein Fett. Bei den meisten Menschen sitzt aber das Fett auf den Hüften.
Fett wird ausschließlich in aktiven Muskelzellen verbrannt – also bei körperlicher Arbeit und nicht beim Kreuzworträtsel lösen.
Glaubst Du wirklich, dass es keinen Unterschied macht, ob jemand seinen Energiebedarf zum größten Teil mit z.B. Süßigkeiten deckt oder durch eine ausgewogene, gesunde Ernährung? Glaubst Du nicht, der mit den Süßigkeiten wird ein Gewichts- und Gesundheitsproblem bekommen?
Mein Tipp für Dich: achte sowohl auf die Menge Energie, die Du isst und zusätzlich solltest Du darauf achten, was Du isst. Kohlenhydrate mit geringem glykämischen Index, wenig Fette und dann auch nur die wertvollen ungesättigten, viel eiweißreiche Lebensmittel und viel Trinken. Frisches Obst und Gemüse. Beim Sport (da bist Du ja schon gut dabei) solltest Du auch etwas für Deine Muskulatur machen – nicht nur das aerobe Training. Beim walken solltest Du darauf achten, dass Du im richtigen Pulsbereich trainierst.
Du hast doch wirklich schon ein tolles Ergebnis erzielt: 15Kg in 6 Monaten! Sicher schaffst Du Deine angestrebten 8 Kg auch noch. Überlege doch mal wie lange Du dafür benötigt hast, das ganze „Zuviel“ aufzubauen. Das hat sicher wesentlich länger gedauert als ein halbes Jahr!!! Also lass Dich nicht entmutigen!
Viel Erfolg und beste Grüße
Lothar
Hallo Petra.
ich habe seit Mai 14kg abgenommen. Unser Körper hat sich so an die Kohlehydrate gewöhnt, das er sich nach einem halben Jahr nicht umstellen kann. Ich habe in meinm Programm gelesen, das der Körper 1 Jahr braucht bevor er sich an deine neue Essweise gewöhnt hat.
Man sollte auch bedenken, das das Fett durch die nicht durch den Stoffwechel verbrannte Kohlehydrate entsteht. Also habe ich meine Ernährung auf Eiweis umgestellt und esse pro Tag ca. 60 Gr Kohlehydrate, Rest Eiweis. Den Ausgleich schaffe ich durch die Einnahme von Vitaminen. 1 Tag in der Woche genehmige ich mir auch etwas Süsses, dadurch bleibt der Heisshunger weg.
Das mit dem Sport ist aber richtig. Ich merke es daran, wenn ich ein paar Tage gar nichts mache, dann nehme ich schon zu.
Laß uns zusammen 1 Jahr durchstehen (ich will noch 10 kg abnehmen) und dann sehen wir, ob die Theorie stimmt.
Gruß
Agy
Hi!
Eine hohe Eiweißzufuhr ist aber leider auch nicht besonders gesund! Das viele Eiweiß belastet die Nieren und begünstigt den Anstieg von „unguten“ Blutfetten und somit die Arteriosklerose. Ferner kann es zu Problemen mit Gicht und auch der Leber führen.
Zwar ist die Idee, die Kohlenhydratzufuhr bei übermäßigem Genuß zu drosseln nicht schlecht, aber dies gilt nur, wenn wirklich zuviele Kohlenhydrate verputzt werden. Denn nur dieses Zuviel an Kohlenhydraten wird zu Fett umgebaut - nicht alle Kohlenhydrate! Und es gilt nur wenn diese Drosselung nicht gleichzeitig mit einem (viel zu hohen) Mehr an Eiweiß kompensiert wird!
Also: lieber ausgewogen essen, mit vernünftigen Anteilen von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweiß!
Gruß,
Sharon
Variier dein Training
Hi!
Zum einen ist der Sport nicht entscheidend für´s Abnehmen,
sondern die Energiebilanz
Jein. Eigentlich ja, aber: ohne Sport kannst du nicht die Energiebilanz negativ halten. Außerdem hilft dir der Sport, Muskeln aufzubauen und diese verbrennen auch in Ruhe (!) viel Energie. Daher ist Sport sogar sehr entscheidend 
Ich gehe jeden Tag 1
Stunde walken oder joggen, das sollte also reichen, trotzdem
nehme ich nicht mehr ab (zur Zeit).
Mein Tipp: Zusätzlich zum Ausdauertraining solltest du Muskelaufbau- bzw. Krafttraining betreiben! Muskeln sind neben dem Gehirn die größten Energiefresser. Je kräftiger die Muskulatur, desto mehr Energie verbrennst du beim Sport. Und auch in Ruhe, denn auch dann brauchen die kräftigen Muskeln mehr Energie als schwache!
Es gibt nur einen Haken dabei: eventuell (!) wirst du weniger auf der Waage abnehmen, weil die Muskeln leider selber mehr wiegen als das Fett, welches sie ersetzen. Ich betone: auf der Waage. Denn auch wenn die Muskeln mehr wiegen, sie nehmen weniger Raum ein als das von ihnen verbrannte Fett, daher wirst du schlanker sein, nur die Waage wird es eventuell nicht richtig anzeigen. Aber an den Klamotten wirst du merken, daß du abgenommen hast 
Was aber das tatsächliche Problem ist (da habe ich mich
vielleicht nicht genau ausgedrückt): Mein Körper scheint sich
trotz langsamen Abnehmens an einen geringeren Verbrauch
gewöhnt zu haben und „dankt“ mir jede Kalorienaufnahme, die
mehr als 1800 kcal beträgt, mit Gewichtszunahme.
Okay. Dann würd ich hier ansetzen (ähm, nicht Fett mein ich *lach*). Die Kalorienzufuhr würd ich nicht viel weiter drosseln. Damit würdest du Gefahr laufen, daß der Kreislauf in dem du grad steckst, noch verstärkt wird.
[Kurze Zwischenbemerkung: versteh mich bitte nicht falsch
Aber du bist keine 20 Jahre mehr und mit dem Alter sinkt leider auch der Grundumsatz. Das heißt, momentan ist zwar eine Kalorienzufuhr von 2000 kcal normal (ich hab grad die Werte nicht im Kopf), aber du darfst nicht erwarten, daß du irgendwann mal wieder so reinhauen darfst, wie in deinen 20ern, wenn du nicht zunehmen willst. Ich mein das nicht für dein jetziges Alter, denn alt bist du ja nicht
, aber ich denke da an die Zukunft, in 20 Jahren oder so]
Besser wäre es, wenn du deine Sportliche Aktivität veränderst. Mit einer Stunde täglich Sport machst du ja schon recht viel. Ich weiß nicht, mit welcher Intensität du das machst, eventuell könnte man da noch steigern - wenn du bisher mit geringer Intensität gearbeitet hast. Aber eher würde ich das Programm ändern, denn jeden Tag dasselbe klingt etwas eintönig. Zum Beispiel 2-3 mal pro Woche Krafttraining und statt jeden Tag joggen/walken auch mal etwas anderes, wie schwimmen, Radfahren, Aerobik o.a.
Durch die Änderung des Trainings werden andere Muskeln beansprucht, die beim joggen/walken weniger zum Einsatz kommen. Das könnte dich aus dem momentanen Stillstand holen - und natürlich der Muskelaufbau! 
Und ansonsten kann ich Lothar nur zustimmen: nur Geduld! Du hast schon so viel geschafft, der Rest geht auch noch. Vielleicht nicht von heute auf morgen, aber das wird schon 
Gruß,
Sharon
Hallo Sharon
Eine hohe Eiweißzufuhr ist aber leider auch nicht besonders
gesund! Das viele Eiweiß belastet die Nieren und begünstigt
den Anstieg von „unguten“ Blutfetten und somit die
Arteriosklerose. Ferner kann es zu Problemen mit Gicht und
auch der Leber führen.
Diese „Meinung“ resultiert noch aus der Zeit, als die amerikanischen Footballer haufenweise Steaks gegessen haben, um ihren Eiweißbedarf zu decken. Damals hat man Fleisch mit Eiweiß gleichgesetzt und da Fleisch viel Purine und Fette enthält, kam es zu Nieren- und Lebererkrankungen und zu Gicht. Eiweiß, das frei von Purinen und Fetten ist, wird solche Probleme nicht hervorrufen!
Zwar ist die Idee, die Kohlenhydratzufuhr bei übermäßigem
Genuß zu drosseln nicht schlecht, aber dies gilt nur, wenn
wirklich zuviele Kohlenhydrate verputzt werden. Denn nur
dieses Zuviel an Kohlenhydraten wird zu Fett umgebaut - nicht
alle Kohlenhydrate! Und es gilt nur wenn diese
Drosselung nicht gleichzeitig mit einem (viel zu hohen) Mehr
an Eiweiß kompensiert wird!
Es wird IMMER nur ein ZUVIEL (egal, ob Fett, Kohlenhydrate oder Eiweiß) als Fett eingelagert.
Also: lieber ausgewogen essen, mit vernünftigen Anteilen von
Kohlenhydraten, Fetten und Eiweiß!
Was sind Deiner Meinung nach vernünftige Anteile?
Beste Grüße
Lothar
Hallo Petra(le),
Ich habe in einem halben Jahr 15 Kilo
abgenommen, also schön langsam.
Zunächst: Glückwunsch zu diesem Erfolg.
Deshalb habe
ich abends immer noch (Heiß-)Hunger.
Es könnte ein Zeichen für eine Störung der Insulinproduktion oder gar die ersten Anzeichen von Diabetes Typ II sein - solltest Du bei Gelegenheit durch Deinen Doc checken lassen. Es könnte aber auch genauso gut sein, dass Du kerngesund bist, aber der Aufbau Deines Speiseplans kränkelt. Manchmal genügt es schon, Mittag und Abendessen zu tauschen, um die Heißhungerattacken zu verhindern, aber mit den Ratschlägen halte ich mich erst einmal zurück, bis Du geschrieben hast, wie Dein üblicher Speiseplan aussieht…
Und das, obwohl ich eine
halbe Stunde vorher 3 Brotscheiben mit magerem Aufstrich
gegessen habe plus Rohkost.
Wenn es helles Brot war, würde es mich nicht wundern… Weißmehl läßt - wie raffinierter Zucker auch - den Blutzucker nach dem Essen rasant ansteigen, woraufhin die Langerhansschen Zellen praktisch kaum mit der Insulinproduktion nachkommen. Dumm daran: der Zucker kracht nach kurzer Zeit wieder runter - häufig sogar unter den Normallevel, das Insulin bleibt aber im Umlauf. Schon hast Du den Salat in Form einer 1A-Heißhungerattacke. Zu Rohkost komme ich gleich.
Außerdem esse ich nur
noch Light-Käse, was ich nicht so toll finde. Ich denke, ich
sollte auch „normalen“ Käse essen dürfen.
Hände weg von Light-Produkten! Siehe: http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…. Und selbstverständlich darfst Du auch ‚normalen‘ Käse essen.
Da fallen die
Portionen aber so winzig aus, dass nicht einmal ein Brot damit
belegt ist, geschweige denn 2 oder 3!
Kleiner - aber wirkungsvoller - Trick: ich lasse mir als Nicht-Diäterin Käse und Wurst an der Theke prinzipiell hauchdünn aufschneiden. Abgesehen davon schmecken die dünnen Scheiben ohnehin viel besser als diese ‚Käsebretter‘.
Wurst ist sowieso
verboten und Butter schaue ich nur noch von weitem an…
Ähem… Seit wann ist denn bei einer gesunden Diät bitteschön etwas grundsätzlich verboten?!?!?! Allein die Tatsache, dass etwas Pfui! ist, steigert getreu dem Motto ‚verbotene Früchte schmecken immer süßer‘ die Lust darauf - Heißhungerattacken sind bei einer solch schwachsinnigen Diät programmiert. Dass dieselbige von Vornherein zum Scheitern verurteilt ist, muss ich wohl nicht extra betonen.
Punkt 1.: Du mußt nicht gleich eine halbe Salami oder 100 g Leberwurst verputzen, aber es spricht nichts gegen magere - hauchdünn aufgeschnittenen - Wurstsorten wie Puten-/Hähnchenbrust, Geflügelaufschnitt, Hähnchenbrust in Aspik, Roastbeef, Lachsschinken, gekochten Schinken, etc.
Punkt 2.: Es ist ein immer noch weit verbreiteter Irrglaube, daß Fett während einer Diät tabu ist. Das Gegenteil ist der Fall, denn Fett ist - auch, wenn man die Zufuhr während einer solchen drosseln sollte - lebenswichtig. Rohkost wie Karottensticks kannst Du tonnenweise futtern, ohne ein bißchen Fett nützt es wenig, weil der Körper die darin enthaltenen fettlöslichen Vitamine (namentlich: A, D, E und K) nicht verwerten kann.
Also bitte erst einmal mehr Input.
Grüße
Renee
Hi!
Diese „Meinung“ resultiert noch aus der Zeit, als die
amerikanischen Footballer haufenweise Steaks gegessen haben,
um ihren Eiweißbedarf zu decken. Damals hat man Fleisch mit
Eiweiß gleichgesetzt und da Fleisch viel Purine und Fette
enthält, kam es zu Nieren- und Lebererkrankungen und zu Gicht.
Die Wirkung von Purinen und Fetten ist klar, aber ich habe mich allgemein auf Eiweiß bezogen. Dazu habe ich mich gerade durch einige Studien gewühlt: Auch bei gesunden Personen konnte ein Effekt der hohen Eiweißzufuhr auf die Nieren nachgewiesen werden. Langzeitstudien liegen allerdings nicht vor (ich hab zumindest keine gefunden), sodaß noch unklar ist, ob diese Effekte auf längere Sicht Schaden verursachen.
Setzt man vorraus, daß der Abnehmwillige seine hohe Eiweißzufuhr aus biologisch hochwertigem und purinfreien/-armen Eiweißen bezieht, bleibt immernoch die Frage ungeklärt, ob es nicht doch Langzeitfolgen haben kann. In einer Studie wurden Bodybuilder untersucht, die genau auf die Wertigkeit des Eiweißes bei ihrer strengen Trainingsdiät achteten, aber dennoch waren Leberwerte und Nierenwerte erhöht, die „schlechten“ Blutfette angestiegen, während die „guten“ abgefallen waren.
Und nebenbei bemerkt: die DGE empfiehlt eine Eiweißzufuhr von ca. 0,8 g/Kg Körpergewicht/Tag - und die Deutschen überschreiten diesen Wert sowieso - wieso dann noch weiter steigern? 
Es wird IMMER nur ein ZUVIEL (egal, ob Fett, Kohlenhydrate
oder Eiweiß) als Fett eingelagert.
Jo, klar 
Ich bezog mich auch nur auf die Kohlenhydrate.
Was sind Deiner Meinung nach vernünftige Anteile?
Nicht meiner Meinung nach. Ich orientiere mich an dem, was die DGE empfiehlt: http://www.dge.de/index.php
Gruß,
Sharon
Hallo!
Zum einen ist der Sport nicht entscheidend für´s Abnehmen,
Wie wahr!
sondern die Energiebilanz (wieviel Kcal esse ich, wieviel
verbrauche ich), trotzdem hilft natürlich der Sport, schneller
abzunehmen, durch den erhöhten Verbrauch.
Wie unwahr! Mehr Verbrauch = gleich mehr Hunger. Logisch, oder? Also
entweder auch mehr essen oder mit dem Hunger leben.
Sport ist extrem wichtig, keine Frage, aber beim Abnehmen hilft er
nicht, ein weit verbreiteter Trugschluss.
Ich gehe jeden Tag 1
Stunde walken oder joggen, das sollte also reichen, trotzdem
nehme ich nicht mehr ab (zur Zeit).
Was aber das tatsächliche Problem ist (da habe ich mich
vielleicht nicht genau ausgedrückt): Mein Körper scheint sich
trotz langsamen Abnehmens an einen geringeren Verbrauch
gewöhnt zu haben und „dankt“ mir jede Kalorienaufnahme, die
mehr als 1800 kcal beträgt, mit Gewichtszunahme. Nicht viel,
aber trotzdem. Ich will ja möglichst nicht mehr zunehmen.
Andererseits fände ich 2000 kcal (oder sogar etwas mehr, ich
habe gerade nicht im Kopf, wie hoch der Verbrauch liegt laut
Tabelle)nicht schlecht, weil ich dann doch etwas mehr Auswahl
bei den Lebensmitteln hätte.
Bei mir hat es mal geholfen, hin und wieder „die Sau rauszulassen“,
also nach belieben zu essen. Danach gings wieder bergab mit dem
Gewicht.
Danke für den Tipp mit den Käsesorten. Ich kenne die Käse
natürlich auch, aber versuche mal an einem Stand mit Bio-Käse
einen reduzierten Hartkäse zu kriegen - das ist nicht einfach.
Hi,
Nicht meiner Meinung nach. Ich orientiere mich an dem, was die
DGE empfiehlt: http://www.dge.de/index.php
ist Dir auch bewusst wie die DGE zu ihren Empfehlungen kommt?
Gruss,
Herb
H wie Hola.
Zum einen ist der Sport nicht entscheidend für´s Abnehmen
Das ist wohl ein grobe Fehleinschätzung.
Mit reiner „Ernährungsumstellung“ (was auch immer das im Detail heißt), ist in der Gegend des Normalgewichtes in der Regel kaum noch etwas zu machen. Das hat Ursachen in der Stoffwechselanpassung des Körpers.
Goldene Regel: Wer abnehmen will, muß VIEL essen!
Wie Du dann doch noch die Kurve bekommen hast mit dem
sondern die Energiebilanz (wieviel Kcal esse ich, wieviel
verbrauche ich), trotzdem hilft natürlich der Sport, schneller
abzunehmen, durch den erhöhten Verbrauch.
klingt schon besser.
Die Frage ist nun alleine folgende: reicht Dein zusätzliches Engagement aus, um die Kalorienbilanz ins Negative zu bewegen.
Ich kann mir gut vorstellen, daß hier wieder die ganzen Effekte falscher Ernährung durchschlagen, falls Du eine recht exakte 2Nährstoffzufuhr" betreibst. Vielleicht mußt Du mehr essen und die Art der sportlichen Belastung ändern.
Ich gehe jeden Tag 1
Stunde walken oder joggen, das sollte also reichen, trotzdem
nehme ich nicht mehr ab (zur Zeit).
Nun, hier könnte man jetzt weit, weit ausholen und den ganzen Kram zum aeroben Fettstoffwechsel erklären, damit es eine Einsicht gibt.
Um es kurz zu machen: Du mußt in einem bestimmten Bereich der Herzfrequenz einen genügenden Trainingsreiz ausüben, so daß der Körper gewisse Schrauben im Stoffwechsel verstellt.
Als Orientierung: Gesundheitssportler benötigen ohne Ernährungsanpassung fast 50 Stunden Radfahren, um 1 kg Körperfett abzubauen. Je trainierter man im aeroben Bereich ist, desto schneller geht das. Wenn Radprofis extrem zunehmen (über den Winter bspw.) und dann das Fett wieder loswerden müssen, brauchen sie für 1 kg Körperfett nur ca. 10 bis 14 Stunden auf dem Rad.
Kann also sein, daß Du zu langsam läufst und/oder insgesamt zuwenig tust. Wie wäre es mit drei- oder viermal in der Woche 3 bis 4 Stunden?
Erstens hast Du so Ruhetage mit drin zur Erholung, zweitens steigt das Pensum insgesamt und drittens steigt auch die Dauer für eine Trainingseinheit.
Probiere es also mit ein paar anderen Gewohnheiten und stopfe genügend Kilokalorien in Dich hinein (mind. den täglichen Grundbedarf).
Was aber das tatsächliche Problem ist (da habe ich mich
vielleicht nicht genau ausgedrückt): Mein Körper scheint sich
trotz langsamen Abnehmens an einen geringeren Verbrauch
gewöhnt zu haben und „dankt“ mir jede Kalorienaufnahme, die
mehr als 1800 kcal beträgt, mit Gewichtszunahme.
Dann ernährst Du Dich falsch. Kein Körper, der mit allem Notwendigen beliefert wird, geht in einen solchen Sparmodus. Zu einseitige Ernährung? Vielleicht zuwenig Fett? Zuwenig Fleisch? Zuwenig Obst/Gemüse? Zuwenig Milch? Zuwenig Flüssigkeitszufuhr?
Würde Deine Energiebilaz tatsächlich negativ sein - wieso machst Du Dir dann Sorgen, was Du alles an Produkten essen könntest bei 2000 statt 1800 kcal/Tag???
Die Menge an Kalorien ist ziemlich unwichtig - eher welche Blutzuckerspiegelwirkung so dies und das hat. Erst vor kurzem konnte wissenschaftlich gezeigt werden, daß tatsächlich Weißmehl- und Weißzuckerprodukte hier einen ungünstigen Effekt haben. Dennoch braucht man den Kram auch nicht meiden, solange man es nicht übertreibt. Dann schon eher weniger Naschen oder solche Dinge wie Kuchen… Angepaßt ist der Mensch auf jeden Fall seit Millionen Jahren für viel (fettiges) Fleisch und Obst&Gemüse.
Außerdem solltest Du beim Gewicht die Tagesschwankungen beachten.
Wenn Du als wiegst, mußt Du Werte vergleichen, die unter ähnlichen Bedinungen gemessen wurden. Hast Du gerade einen Liter Milch hintergekippt, ist es doch klar, daß Du so ziemlich 1 kg schwerer bist als noch vor fünf Minuten. Durchschnittsgewichte, langfristig kontrolliert, sind also aussagekräftiger.
-)
MfG
H wie Hola.
Dieses Problem hab ich doch hier schon einmal ausführlich geschildert.
Jede Ernäherungsempfehlung heutzutage ist reiner Lobbyismus. Was gesunde Ernäherung überhaupt ist, und ob es diese gibt, ist ebenso im Unklaren.
Daher finde ich diese ganzen Hinweise immer auf irgendwelche Indices und dergleichen zum Schmunzeln. Auch Vegetarier kriegen nur ein müdes Lachen ab, weil das ebenso bewiesenermaßen eine ungesunde Ernährung - weil einseitig - ist.
Die einzigen wirklich belastbaren Erkenntnise, sind die zum Blutzuckerspiegelverhalten bei Weißmehr- und Weißzuckerprodukten und zur genetischen Anpassung des Menschen an eine gewisse Ernährungsstruktur.
Ich halte mich aktiv an gar nichts, sondern betreibe einfach sehr intensiv viel Sport. Ansonsten achte ich gar nicht auf die Ernährung. Ich esse mit dem gesunden Menschenverstand und nur etwas an meine Radfahrerei angepaßt. Und siehe da - diese ganz natürlichen Eßgewohnheiten kommen den gerade genannten Erkenntnissen erstaunlich nahe.
Schonmal gefragt, warum bspw. der Uropa rank und schlank gewesen ist, obwohl dort regelmäßig richtig fettiges Fleisch verputzt wurde?
Man kann vor gewissen Hirngespinsten wie „ja fettarm!“ oder „möglichst kohlehydratarm“ oder „viel auf Eiweiße verschieben“ einfach nur warnen, weil das mehr Ideologie und Einbildung ist, denn daß es sich um Tatsachen handelt. Bewegung und Ausgewogenheit ist der Schlüssel. Gerade wenn man Sport macht rücken auch solche Dinge wie der körpereigene Elektrolythaushalt in den Vordergrund. Hier sei stellvertretend nur als Beispiel der äußerst wichtige Magenesium-Kalium-Gradient genannt.
Ich würde von dem ganzen Themenfeld also eher ein paar Schritte Abstand gewinnen und aus einem entspannteren, größeren Blickwinkel daraufblicken. Ball flach halten. 
MfG
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo Sharon.
Studien sind so geduldig, wie das Papier auf das sie geschrieben werden. Ich bin in diesem Fall meine eigene Langzeitstudie. Ich nehme seit über 25 Jahren regelmäßig Eiweißpulver in verschiedenen Dosierungen ein. Im Durchschnitt werden es wohl ca. 60g täglich sein (zusätzlich zu meiner sowieso schon proteinreichen Ernährung) In diesen 25 Jahren habe ich gut 30Kg zugenommen (das meiste davon in Form von Muskulatur). Meine Blutwerte sind überdurchschnittlich gut Leber und Niere und auch alle anderen untersuchten Organe sind ohne Befund - zumindest bei meiner letzten Untersuchung vor 3 Jahren. Schlechte Blutwerte, Leber und Nierenstörungen können die unterschielichsten Gründe haben, aber meiner Erfahrung nach gehören Proteine nicht zu den Verursachern. Aber sicher wird es früher oder später eine Studie geben, die genau das behauptet und es wird auch eine geben, die genau das widerlegt…
Beste Grüße
Lothar
Hiho!
Zunächst auch von mir Herzlichen Glückwunsch zum bisherigen Erfolg!!!
Ich lese ja nicht so regelmäßig hier im Brett, aber ich bin froh daß sich mal jemand selbst Gedanken macht bevor er/sie hier schreibt „ich will abnehmen aber trotzdem für 2-3 Personen fressen und find es doof daß das nicht geht…“
Jaja, der böse Jojo…
Ich hatte es immer eisern gehalten und ab 18:00Uhr nix mehr gegessen. Damit waren die Gelüste vor der Glotze dann eh passé. Wenn Dir das zu viel Quälerei ist (schon wegen der blöden Werbung die einen da ja ständig berieselt) und Du deine gewohnheiten nicht vollkommen umstellen und die Glotze einfach abstellen und statt dessen vielleicht lieber ein gutes Buch lesen willst hätte ich vielleicht trotzdem noch paar Tips:
Trink einfach vorm Abendbrot etwas mehr oder mach Dir für vor der Glotze einfach mal nen Liter Kakao (ich weiß: Hat auch Kalorien) oder Tee und als Futterbeilage Gemüsestreifen mit einem kalorienarmen Quark- oder Joghurt-Dip. Letzteres will ich in den nächsten Tagen selber ausprobieren. *grins*
Als ich mal viel abgenommen habe hatte ich immer einen Tag in der Woche ganz normal gegessen ohne auf den Diätplan zu schauen. Allerdings habe ich dann auch nicht über die Maßen gefressen sondern nur eine normale (viele würden auch sagen kleine) Portion, die ich dann ganz langsam und genüßlich vertilgt hatte. Ich war mit den anderen fertig und dann auch satt, da die Sättigung ja eh immer etwas verspätet einsetzt. So konnte ich mich immer auf den Tag freuen und die nächsten Tage waren wieder voller Vorfreude statt voller Frust.
Ich hoffe ich habe nicht zuviel geschrieben was schon vorher geschrieben wurde und wünsche Dir noch viel Erfolg!!!
Gruß Marco
PS: Versuchs mit deinem Käse doch einfach mal bei der Käsetheke oder beim Feinkosthändler. Vielleicht kann Dich ja einer gut beraten.
Hi!
War ein paar Tage nicht hier, aber es hat sich ja richtig viel getan.
Auch ich habe mich natürlich (wahrscheinlich wie alle) durch eine Menge Infos gearbeitet was Abnehmen, Sport und Ernährung betrifft.
Ich bin immer noch der Meinung: Man KANN auch OHNE Sport abnehmen (habe ich auch schon gemacht, war auch nicht schwieriger als mit Sport, fand ich). Und es wird immer besser sein, trotzdem Sport zu treiben, aus ganz verschiedenen Gründen, die uns wohl auch allen klar sind. Deshalb mach ich ja auch Sport, gelle, und es geht mir auch gut dabei.
Was die Abwechslung anbetrifft, werde ich das mal ausprobieren, kann jedenfalls nicht schaden:wink:.
Und in punkto Essen bin ich nicht schlecht, aber sicher verbesserungsfähig. Morgens Milch, mittags und abends viel Gemüse, kaum Fleisch (schmeckt mir nicht),keine Wurst, wenig Käse, kaum Butter, nur Raps- oder Olivenöl. Keine Sahnesoßen. Nur Vollkornnudeln mag ich nicht und Vollkornbrot nur bedingt, und auf Zucker kann ich auch nicht verzichten.
Ich möchte natürlich nicht wieder beim Essen „zuschlagen“ können, das habe ich mir schon abgeschminkt, das funktioniert nicht (sonst müsste ich nicht abnehmen). Aber wenn ich auf meinen Teller schaue und auf den von schlanken Menschen (vergleichbaren Alters und Fitness und Bewegung), dann habe ich halt das Gefühl, dass bei mir weniger und gesündere Dinge liegen und ich wiege trotzdem mehr.
Ich glaube langsam, ich muss einfach im Kopf realisieren, dass für mich so Dinge wie Wurstsalat oder Sahnesoße auf immer gestrichen sind (oder eben nur äußerst selten gegessen werden dürfen). Dass ich eben nicht das essen darf, was die anderen essen. Ich merke das, wenn wir in der Gruppe mehrere Tage unterwegs sind. Ich muss höllisch aufpassen und möglichst eigene Sachen mitbringen, damit ich nicht zunehme.
Mich würde ja mal so ein Wochenplan interessieren, wo schlanke Menschen (die mit meinen Alterswerten etc. vergleichbar sind)aufschreiben, was sie so alles am Tag essen. Ob ich da wirklich weniger oder doch mehr esse. Wäre mal interessant…
Danke jedenfalls für die vielen Antworten!