Job an der Hochschule oder lieber Wirtschaft?

Guten Tag,

ich zerbreche mir derzeit den Kopf wegen folgendem Problem:

Ich habe einen FH-Studienabschluss als Informatiker, bin Mitte 20 und absolviere derzeit noch ein Spezialisierungsstudium zum Ingenieur-Master. Langfristig (am besten natürlich sofort) will ich in der Industrie oder im Industrie-Consulting Fuß fassen (deswegen auch meine Studienwahl), habe aber während meines Studiums viel an meiner Hochschule mitgearbeitet (Hiwi, Tutor,…).

Nun könnte ich einen Job an dieser Hochschule bekommen, was sehr praktisch wäre, da es Teilzeit ist und ich somit meinen Master nebenher machen und diesen dadurch auch finanzieren kann.

Nur habe ich Angst,dass ich danach (Befristung auf 3 Jahre) nicht mehr „abspringen“ kann, d.h. dass ich trotz meiner Studien, Praktika und Nebenjobs im Industriesektor keine Chance mehr habe auf einen adäquaten Job - in 3 Jahren nähere ich mich auch schon dem Ende meiner 20er, wo andere schon die erste Beförderung erlebt haben.

Hat jemand ähnliches erlebt und kann mir Tipps oder Ratschläge geben, ob meine Bedenken unbegründet sind oder berechtigt?

Danke und Grüße,

Michael

Hallo Leebo,

so wie ich dich verstehe, brauchst du die drei Jahre sowieso, um deinen Master zu machen, könntest also in dieser Zeit auf gar keinen Fall in die Industrie wechseln. Insofern ist der Hochschuljob doch ideal für dich in jeder Hinsicht. Du finanzierst deinen Master, sammelst Erfahrung und hast einen schönen Eintrag in deinem Lebenslauf. Wo liegt das problem?

Ralph

Hallo Ralph,

nein, der Master dauert nur 1,5 Jahre bzw. mit Job nebenher etwas mehr. Natürlich könnte ich auch vor den 3 Jahren kündigen, aber das hinge dann natürlich davon ab, ob keine Projekte laufen etc.

Meine Bedenken wurzeln einfach darin, dass ein Job an der Hochschule vll etwas nach Flucht vor der „rauen“ Wirtschaft aussehen könnte. Zumindest ein Ex-Chef vom Praktikum hat dies mal so bezeichnet.

Gruß

Haalo Leebo,

ich würde da deinem Ex-Chef widersprechen wollen. Wenn jemand während seiner Zeit an der Uni/FH/sonsteiner Schule nebenher arbeitet um Geld zu verdienen und dabei noch Erfahrung sammelt, weil er in seinem Fachgebiet arbeitet, würde ich ihm definitv keinen Strick daraus drehen. My five cents.

Ralph

Hallo,

im Gegensatz zu meinem Vorredner halte ich es für, na sagen wir mal, auffällig, wenn jemand, der nach Abschluss seiner Ausbildung (inkl. Master) noch an der Uni bleibt, dann in die Wirtschaft geht.

Das Arbeiten ist doch sehr unterschiedlich - je älter man ist und je länger man an der Uni war, desto schwieriger fällt die Umstellung. Mir ist jedenfalls in meinen gut 15 Jahren Berufsleben niemand begegnet, der erst an der Uni und dann in der Wirtschaft arbeitete.

Und nochmal 5 Cent (aber Euro-Cent, die sind mehr wert :wink:

Gruß Bombadil2