Hallo Zusammen! Mein Mann hat gerade seine Umschulung beendet. Nun hat er ein gutes Jobangebot bekommen - allerdings auf Honorarbasis - Festanstellung später möglich. In drei Monaten hätten wir Hartz IV zu erwarten, also haben wir nix zu verlieren. Wenn er den Job annimmt, was er nur zu gerne täte, was wird dann aus der Krankenversicherung? Da ich nur geringfügig beschäftigt bin, bin sowohl ich als auch unsere drei Kinder bei ihm mit versichert. Eine 5-köpfige Familie privatversichern ist doch sicher unbezahlbar, oder? Und später, wenn er wieder „angestellt“ ist, können wir, wenn ich mich nicht irre, in die normale Versicherung nicht mehr zurück.
Wie ist das mit Förderungen vom Arbeitsamt? Die Umschulung finanzierte die LVA, also haben wir von der Agentur bislang nichts gekriegt. Wie gesagt, in drei Monaten müßten wir Hartz IV beantragen. Soweit wird es hoffentlich nicht kommen.
Da das Thema für uns recht neu ist, hoffe ich hier ein paar Antworten zu bekommen. Bedanke mich im Voraus.
hätten wir Hartz IV zu erwarten, also haben wir nix zu
Offensichtlich seid Ihr Mitglied in der GKV, d.h. wenn Dein Mann auf Honorarbasis arbeitet, kann er freiwilliges Mitlgied in der GKV bleiben, inkl. beitragfreier Familienversicherung.
die gleiche Arbeit zuerst selbständig und später angestellt ausüben geht nicht.
Es ist dringend zu empfehlen, dass er in der gesetzlichen KV bleibt - wenn der Arbeitgeber des Scheinselbständigen später, nach der Sozialversicherungsprüfung, die dicke Rechnung präsentiert bekommt, wird das dann etwas einfacher auseinanderzufummeln.
habt Ihr euch schon erkundigt, ob das AA deinen Mann mit Hilfe des Gründungskostenzuschusses am Beginn seiner momentanen selbständigen Tätigkeit unterstützt? Da würdet Ihr nochmal für 9 Monate finanzielle Hilfe bekommen. Einfach euer AA anrufen und gezielt dannach fragen.
Auf jeden Fall würde ich in der GKV bleiben, sollte dein Mann wieder als Angestellter arbeiten wird es wieder billiger mit dem Beitrag und die ganze Familie ist mitversichert.
Danke für die Antworten. Von der Förderung vom Arbeitsamt haben wir auch schon gehört. Ein Bekannter, selber Neu-Selbständiger, hat dazu geraten. Mein Mann war ja in den letzten Wochen häufiger bei der Agentur, hat das „Problem“ dort auch schon angesprochen. Die meinten nur, er solle erst mal das Vorstellungsgespräch abwarten und hören, was die genau anbieten. Jetzt muss er zwei Tage „Probearbeiten“, dann sehen wir weiter. Dann geht er Freitag gleich nochmal zum Amt. Meine Bedenken sind nur, dass er ja vom Amt (abgesehen von Hartz IV wenn alles in die Hose geht) nichts zu erwarten hat. Arbeitslosengeld bekommt er keines, die Umschulung bekam er von der Rentenkasse. Abwarten, was die sagen.
Mit der Krankenversicherung hab ich jetzt auch soweit rausbekommen. Ich bin generell davon ausgegangen, dass er sich „Privat“ versichern muss. Bei der „normalen“ Versicherung geht es ja noch das selber zahlen. Will dort aber auch noch direkt anfragen, wie hoch sich die Kosten wohl belaufen.
Auf alle Fälle danke für die Antworten.
Tatifa
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woraus schließt Du, dass es sich um eine im sozialversicherungsrechtlichen Sinn selbständige Tätigkeit handelt? Aus dem Sachverhalt ist meines Erachtens deutlich zu erkennen, dass der „Auftraggeber“ einer der üblichen Sozialschmarotzer ist, der sich um die dreieinhalb Euro Arbeitgeberanteile herummogeln will. Wie sonst sollte es im Anschluss zu der in Aussicht gestellten Anstellung kommen?
Es handelt sich um den Beruf des Ergotherapeuten. Und in der Branche ist es nicht unüblich, dass die Einrichtungen (z.B. Behindertenwerkstätten etc.) Honorarkräfte einstellen - und je nach Bedarf auch schon mal einen Therapeuten festeinstellen. Ob das jetzt unbedingt Sozialschmarotzerei ist oder einfach nur (von oben vorgegebene) Betriebswirtschaft, kann ich natürlich nicht beurteilen.
Nach ein paar Beiträgen, die ich hier gefunden habe, vermute ich, dass er dann sog. Freiberufler wäre, oder liege ich da falsch? Also wie gesagt für mich ist das Thema neu, daher nehme ich jeden Tipp und Hinweis dankend an.
Liebe Grüße
Tatifa
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