Jobbeginn und private Krankenversicherung

Hallo,

ich habe gerade mein Studium abgeschlossen und werde jetzt im November bei einem Beratungsunternehmen meinen Job anfangen. Nachdem ich mich intensiv mit den ganzen Krankenversicherungsdetails auseinandergesetzt habe, bin ich zu dem Schluss gekommen, das sich eine private Krankenversicherung fuer mich auf jeden Fall lohnen sollte (Alter 24/m). Es gibt nur ein kleines Problem, und zwar das mein Gehalt ein wenig (

Hallo,

ich habe gerade mein Studium abgeschlossen und werde jetzt im
November bei einem Beratungsunternehmen meinen Job anfangen.
Nachdem ich mich intensiv mit den ganzen
Krankenversicherungsdetails auseinandergesetzt habe, bin ich
zu dem Schluss gekommen, das sich eine private
Krankenversicherung fuer mich auf jeden Fall lohnen sollte
(Alter 24/m). Es gibt nur ein kleines Problem, und zwar das
mein Gehalt ein wenig (

das sind die typischen Überlegungen derjenigen, die nachher
sich darüber beschweren, wenn sie nicht mehr in den Schoß der
GKV zurückdürfen!

Wer auf dem letzten Zahnfleisch da reinrutscht, der hat bald
auch den unterkiefer aufgebraucht!

gruss

Vielen Dank für diesen sinnvollen Kommentar !

  1. Ich falle genau in die Zielgruppe, für die es sich laut Stiftung Warentest lohnt, eine private Krankenversicherung abzuschliessen

  2. Da ich dummerweise ein Jahr zu spät geboren bin, habe ich nun nicht mehr die Entscheidungsfreiheit die ich letztes Jahr gehabt hätte

  3. In der privaten habe ich bei meinem Alter eine Nettoeinsparung von fast 200 Euro pro Monat für bessere Leistungen, und das lohnt sich langfristig nur (unter Einbezugnahme von Familie etc), wenn ich so früh wie möglich damit anfange

  4. Ich sehe die GKV in ihrer derzeitigen Form langfristig nicht als überlebensfähig an und es stehen sinnvolle Reformen zum Wechsel innerhalb privater Krankenkassen an. Desweiteren wurden mir diese Informationen u.a. von einem Vorstand einer Krankenversicherung (sowohl gesetzlich als auch privat) bestätigt.

Ich würde mich freuen, ein paar vernünftige Antworten zu erhalten.

Gruss
Sven

das sind die typischen Überlegungen derjenigen, die nachher
sich darüber beschweren, wenn sie nicht mehr in den Schoß der
GKV zurückdürfen!

Jeder darf in die GKV zurück, sofern er unter die Bemessungsgrenze fällt, arbeitslos wird u.s.w.
Was soll diese Angstmacherei? Wer bitteschön WILL denn überhaupt in dieses marode System zurück, sofern er es einmal verlassen konnte…?
Selbst wenn man dann eine Familie gründet, ist es in den meisten mir bekannten Fällen so, dass die Frau in der GKV war, bevor sie schwanger wurde und somit die Kinder bei ihr mitversichert werden können.

Wer auf dem letzten Zahnfleisch da reinrutscht, der hat bald
auch den unterkiefer aufgebraucht!

Es ist doch so oder so ein Vorteil.
Ob ich mir nun bei einem Einkommen von 46.000 € oder von 150.000 € eine monatliche Ersparnis von 200-300 € heraushole ist doch in beiden Fällen fein, oder nicht?

gruss

Vielen Dank für diesen sinnvollen Kommentar !

  1. Ich falle genau in die Zielgruppe, für die es sich laut
    Stiftung Warentest lohnt, eine private Krankenversicherung
    abzuschliessen

Das lohnt sich für fast jeden unter 35.

  1. Da ich dummerweise ein Jahr zu spät geboren bin, habe ich
    nun nicht mehr die Entscheidungsfreiheit die ich letztes Jahr
    gehabt hätte

Shit happens.

  1. In der privaten habe ich bei meinem Alter eine
    Nettoeinsparung von fast 200 Euro pro Monat für bessere
    Leistungen, und das lohnt sich langfristig nur (unter
    Einbezugnahme von Familie etc), wenn ich so früh wie möglich
    damit anfange

Familie s.o.
Das frühe Starten in der PKV lohnt sich m.E. allein schon aus Gründen der Einsparung. Man könnte ja die 200 € Ersparnis aus Deinem beispiel für die Altersvorsorge verwenden, denn Du bekommst nun wirklich kaum noch Rente mit Deinen zarten 24 Lenzen…

  1. Ich sehe die GKV in ihrer derzeitigen Form langfristig
    nicht als überlebensfähig an und es stehen sinnvolle Reformen
    zum Wechsel innerhalb privater Krankenkassen an. Desweiteren
    wurden mir diese Informationen u.a. von einem Vorstand einer
    Krankenversicherung (sowohl gesetzlich als auch privat)
    bestätigt.

Es macht keinen Sinn, sich dafür zu rechtfertigen, aus dem total maroden deutschen Sozialsystem so weit wie möglich aussteigen zu wollen, zumal als sehr junger und schon recht gut bezahlter Arbeitnehmer.
Manche Sozialträumer werden nie kapieren, dass man Leute wie uns nicht verärgern sollte, sondern umwerben müsste.
Lasse Dir also keinen Mist erzählen, sondern baue Deine Karriere und nutze die sich Dir bietenden Vorteile.
In ein paar Jahren wirst Du allein drei Arbeiotslose ernähren und musst Dich nicht dafür entschuldigen, eine ordentliche KV abgeschlossen zu haben. Ich weiss wovon ich spreche.

Ich würde mich freuen, ein paar vernünftige Antworten zu
erhalten.

Ich hoffe, diese Antwort war zumindest ermutigend.
Deine Frage zu den zwei Jobs kann Dir am besten ein Berater der GKV beantworten.
Du könntest z.B. bei der Firma tecis Finanzdienstleistungen anfragen (keine Werbung, ich arbeite dort nicht).

Grüße,

Mathias

Hallo Mathias,

das sind die typischen Überlegungen derjenigen, die nachher
sich darüber beschweren, wenn sie nicht mehr in den Schoß der
GKV zurückdürfen!

Jeder darf in die GKV zurück, sofern er unter die
Bemessungsgrenze fällt, arbeitslos wird u.s.w.

Außer, er stellt einen Befreiungsantrag, wenn er vorher in der PKV war, und dann wieder unter die Bemessungsgrundlage fält. Und das scheint Sven vorzuhaben. Sonst bräuchte er kein Konstrukt, um kurzfristig über die Bemessungsgrenze zu kommen.

Das Arbeitsamt versoichert übrigens „bei der Krankenkasse, bei der der Arbeitslose im letzten Beschäftigungsverhältnis versichert war.“ Zitat aus dem entsprechenden Merkblatt. Der Zusatz „gesetzlichen“, der für Deine Annahme Voraussetzung wäre, fehlt bewusst.

Was soll diese Angstmacherei? Wer bitteschön WILL denn
überhaupt in dieses marode System zurück, sofern er es einmal
verlassen konnte…?

Rentner, die die Leistungen der dann relativ teueren PKV dann doch nicht leisten können.

Selbst wenn man dann eine Familie gründet, ist es in den
meisten mir bekannten Fällen so, dass die Frau in der GKV war,
bevor sie schwanger wurde und somit die Kinder bei ihr
mitversichert werden können.

Schln lnage nicht mehr. Wenn ein Elternteil in der PKV ist, müssen die Kinder, sogar nichteheliche Kinder, in die PKV.

Wer auf dem letzten Zahnfleisch da reinrutscht, der hat bald
auch den unterkiefer aufgebraucht!

Es ist doch so oder so ein Vorteil.
Ob ich mir nun bei einem Einkommen von 46.000 € oder von
150.000 € eine monatliche Ersparnis von 200-300 € heraushole
ist doch in beiden Fällen fein, oder nicht?

Wie gesagt, jeder wird mal alt.

Karin

Hi!

das sind die typischen Überlegungen derjenigen, die nachher
sich darüber beschweren, wenn sie nicht mehr in den Schoß der
GKV zurückdürfen!

Jeder darf in die GKV zurück, sofern er unter die
Bemessungsgrenze fällt, arbeitslos wird u.s.w.

Außer, er stellt einen Befreiungsantrag, wenn er vorher in der
PKV war, und dann wieder unter die Bemessungsgrundlage fält.
Und das scheint Sven vorzuhaben. Sonst bräuchte er kein
Konstrukt, um kurzfristig über die Bemessungsgrenze zu kommen.

Das passiert ja dann aus eigenem Willen und Antrieb heraus.

Das Arbeitsamt versoichert übrigens „bei der Krankenkasse, bei
der der Arbeitslose im letzten Beschäftigungsverhältnis
versichert war.“ Zitat aus dem entsprechenden Merkblatt. Der
Zusatz „gesetzlichen“, der für Deine Annahme Voraussetzung
wäre, fehlt bewusst.

Noch besser.

Was soll diese Angstmacherei? Wer bitteschön WILL denn
überhaupt in dieses marode System zurück, sofern er es einmal
verlassen konnte…?

Rentner, die die Leistungen der dann relativ teueren PKV dann
doch nicht leisten können.

Das ist für unseren Fragesteller kein Thema, denn er wird ohnehin fast keine Leistungen mehr erhalten und sich privat versichern müssen. Bis er in 45 Jahren in rente geht, ist unser Sozialsystem, wie wir es heute kennen, schon längst tot.

Selbst wenn man dann eine Familie gründet, ist es in den
meisten mir bekannten Fällen so, dass die Frau in der GKV war,
bevor sie schwanger wurde und somit die Kinder bei ihr
mitversichert werden können.

Schln lnage nicht mehr. Wenn ein Elternteil in der PKV ist,
müssen die Kinder, sogar nichteheliche Kinder, in die PKV.

Auch gut, die Einsparungen bis dahin können der Rechnung zunächst entgegengestellt werden. Kommt man dann zu einem negativen Ergebnis, kann man ja in der GKV bleiben.
Ich für meinen teil kann da nur bestens bei wegkommen, denn mein Kinderwunsch ist nocht(!) nicht so groß.

Wer auf dem letzten Zahnfleisch da reinrutscht, der hat bald
auch den unterkiefer aufgebraucht!

Es ist doch so oder so ein Vorteil.
Ob ich mir nun bei einem Einkommen von 46.000 € oder von
150.000 € eine monatliche Ersparnis von 200-300 € heraushole
ist doch in beiden Fällen fein, oder nicht?

Wie gesagt, jeder wird mal alt.

…und die heute jungen werden genug zu leiden haben und tuen gut daran, die maximal mögliche Summe in ihre eigene, private Altersvorsorge zu investieren, wie ich es ja auch empfohlen hatte.

Ich empfehle hierzu die Lektüre von Bernd W. Klöckner, „Die gierige Generation“…

Grüße,

Mathias

Danke und letzte Worte
Hallo,

erstmal danke für die verschiedenen Antworten. Ich habe jetzt mit Hilfe eines Finanzdienstleisters (danke an Mathias) eine Möglichkeit gefunden, mein Vorhaben durchzuführen. Es gestaltet sich zwar ein wenig komplexer als ich es erwartet habe, aber nichts im Bereich des unmöglichen (falls es jemand interessiert, mailt mir einfach).

Ich möchte nur nochmal ein paar Worte zu meiner Motivation hinter dem ganzen verlieren:

Erstens war ich selber während meines Zivildienstes für ein Jahr im Deutschen Gesundheitswesen sprich im Rettungsdienst tätig. Mir hat es absolut gereicht, dass ich im OP des Krankenhauses gestanden habe und die erste Frage des Arztes über den Patienten lautete:„Ist der privat?“ Nach Bejahung der Frage bekam ich dann folgendes hören: „Ok, dann gib mir das Anästhetikum xy, das ist sanfter und hat weniger Nebenwirkungen als das, was wir bei Kassenpatienten benutzen“. Und das ist leider nicht die Ausnahme.

Zweitens ist das deutsche Gesundheitssystem zwar nicht schlecht (bzw. zu gut), aber die demographische Zusammensetzung der Bevölkerung ändert sich unaufhaltsam. Das derzeitige System kann aber nur bei einer ausgeglichenen Verteilung funktionieren, was es auch für ein paar Jahrzehnte getan hat, aber heute leider nicht mehr gilt. Die ständige Diskussion und Schnellsanierungsmaßnahmen wie zum Beispiel die permanente Erhöhung der Pflichtversicherungsgrenze zeigen dies doch mehr als deutlich. Notwendige nachhaltige Reformen werden durch diese „QuickFixes“ doch nur in die sehr nahe Zukunft verschoben. Frei nach dem Motto: „Hauptsache ein paar mehr junge Beitragszahler in die gesetzliche zwingen und dann überleben wir weitere zwei Jahre bevor wir wieder erhöhen müssen“. Und ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, wie ein Sozialsystem in der für 2020 prognostizierten demographischen Verteilung der deutschen Bevölkerung aussehen sollte. Die Rente und Krankenversicherung wie vieler Rentner soll den bitte durch einen Arbeitnehmer finanziert werden? Unter Bismarck wurde die Bürgerversicherung eigentlich mit dem Ziel gegründet, die finanziell schwachen, sprich ca. 10% der Bevölkerung zu unterstützen. Das dieses System in einer alternden Bevölkerung mit einer Mitgliederanteil von ca. 90% irgendwann kollabiert, ist doch absehbar.

Ich sehe es nicht ein, mit 10% meines Gehaltes eine weitere Aufschiebung von dringend notwendigen, grundlegenden und nachhaltigen Reformen zu finanzieren, und dafür auch noch schlechtere Leistungen zu erhalten. Und die Anhebung der Pflichtversicherungsgrenze hat doch einzig und allein diesen Grund (bitte korrigiert mich, wenn ich falsch liege).

Zu guter letzt würde ich dann wahrscheinlich noch irgendwann aus der Narkose aufwachen und mir denken: „Oh sch*****, wenn ich anstatt von 250 Euro nur 70 Euro fuer meine KV ausgegeben haette, wäre mir das nicht passiert“.

Gruss
Sven Hennig