Jobben im englischsprachigen Ausland

Hallo zusammen,

nachdem ich jahrelang nur zufriedener Mitleser bei werweisswas.de war, wollte ich heute mal selbst eine Frage in den Raum stellen.
In knapp 2 Monaten werde ich, wenn alles gut geht, mein Abitur in den Händen halten. Da ich mein Studium noch nicht sofort beginnen will, würde ich gern 8-12 Monate im englischsprachigen Ausland verbringen. Im Internet gibt es viele Anbieter die „Work & Travel“-Pakete verkaufen, die die Anreise in das jeweilige Land, 5 Tage Unterkunft im Hostel und die Weitergabe von Jobangeboten beinhalten.
Hierzu meine erste Frage, hat jemand Erfahrung mit diesen Programmen? Auf den ersten Blick scheint es sehr interessant, nur es stellt sich die Frage inwiefern man mit den „Jobs“ die Reise auch wirklich finanzieren kann oder ob man im Endeffekt mehr draufzahlt. Außerdem verlieren solche Programme durch die komplexe Organisation den Abenteuer-Charakter.
Was gäbe es für Alternativen? Ist es möglich/ratsam mit einem kleinen Startkapital und evtl. einer organisierten Unterkunft für die ersten Wochen auf eigene Faust in die jeweiligen Länder zu reisen und sich dann um alles selbst zu kümmern? Kennt jemand Internetportale mit Jobangeboten in England, Schottland oder Irland? Was hättet ihr sonst noch für Ideen?
Meine Ziele sind auf alle Fälle mein Englisch zu professionalisieren und einfach mal ein komplett anderes Umfeld selbstständig kennenzulernen. Danke schonmal für eure Antworten!

MfG,
Korbinian

australien oder neuseeland?
hi!

was hälst du denn von australien oder neuseeland? beides
traumhaft schöne länder! das benötigte work&travel-visa
muss als deutscher nur beantragt werden und die
arbeitslosenquote liegt down under bei ca. 4%, so dass
man schnell einen job findet.

ob du die organisation selbst in die hand nimmst oder
dich beraten läßt, hängt von deiner persönlichkeit ab.
vorteil von den anbietern ist ganz klar, dass du dich
im vorfeld um fast nichts kümmern mußt und für notfälle
einen ansprechpartner hast. häufig lernt man auch andere
mitreisende über den anbieter kennen, so dass man in den
ersten tagen im ausland nicht allein ist. gegen die
anbieter sprechen die kosten, da die anbieter meiner
erfahrung nach ca. 500 EUR für ihre dienste verlangen.

ich persönlich würde immer wieder auf professionelle
hilfe verzichten. nette leute kann man im vorfeld in
internet-foren kennenlernen oder vor ort im hostel. bei
der jobsuche ist ohnehin die eigene initiative gefragt.
allerdings muß ich zugeben, dass ich auch schon ein
wenig älter bin als du und wahrscheinlich auch mehr
auslanderfahrung hatte, bevor ich W&T gemacht habe.

zum thema geld: auslandsaufenthalte sind grundsätzlich
teuer. mir ist ehrlich gesagt keiner bekannt, der seinen
auslandsaufenthalte zu 100% refinanziert konnte. zum einen
wirst du als abiturient nicht besonders viel verdienen
(in neuseeland liegt z.b. der durchschnittliche
stundenlohn bei 6-8 EUR/h). hinzu kommt, dass man im
regelfall auch ein wenig reisen möchte und auch zeit
einplanen muß, in der man arbeitslos ist. 2.000 euro
solltest du daher bei reiseantritt mindestens auf
dem konto haben!

abschließend noch eine bemerkung: geh auf jeden fall ins
ausland - das wird die beste zeit deines lebens! wirklich
jeder, der irgendwo W&T gemacht hat, wird das bestätigen
können :wink:

sonnige grüße
CHA

ps: hier noch drei links zum thema neuseeland/australien.

gutes buch zumn thema W&T in down under:
http://www.amazon.de/Australien-Neuseeland-Arbeiten-…

forum neuseeland:
http://www.forumromanum.de/member/forum/forum.php?ac…

forum australien:
http://www.australien-forum.de

Hallo Korbinian,

alle Fragen zum Work&Travel findet Du umfassend beantwortet im Forum der Reisebiene. http://www.reisebineforum.de/

Australien / Neuseeland sind auf Leute wie Dich spezialisiert, d.h. die Jobsuche , das Reisen, Unterkunft ist alles ziemlich einfach zu bewerkstelligen. Das geht alles gut ohne Agentur, allerdings check trotzdem ob sich das Angebot rechnet. Machnmal haben die bessere Konditionen bei den Versicherungen oder Fluglinien.
Wenn Du halbwegs clever bist, englisch gut sprichst, ist die Jobsuche kein Problem. Dafür brauchts aber wie überall schon etwas Kompetenz, die Konkurrenz in den Städten ist hart und Fruit picking echt nicht der Knall im All. Die meisten Hostels bieten jobvermittlung an. (Aber erwarte nicht zuviel)

Ich bin trotz wenig Arbeit gut hingekommen mit damals 10.000 DM für ein Jahr. Die komplette Finanzierung der Reise über Jobs würde ich nicht empfehlen. Man deckt eigentlich geradeso die laufenden Kosten vor Ort, kann kleines Geld für die nächste Etappe ansparen, aber da muß man schon mächtig kratzen.

Work&Holiday gibts auch in Amiland. Wobei mit etwas Geschick dort auch Schwarzarbeit möglich ist. (jaja, das ist natürlich nicht zu empfehlen!!!, der ein oder andere freundschaftliche Kontakt vor Ort wäre dann hilfreich…)

Nach Großbrittanien/Irland würde ich einfach mal rüber fliegen, vor Ort suchen und fertig.

Generell gilt, als flinker Kellner kommst Du fast immer gut hin und durch.

Viel Spaß
PP

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Hi Korbinian,

ueber US und Australien weiss ich nix aber zu Irland und ein bisschen zu GB kann 'was sagen.

Hier laeuft die Jobsuche ueber Agencies die sich von den suchenden Firmen bezahlen lassen. Schau doch 'mal unter:

http://www.irishjobs.ie/
http://www.jobs.ie/RecruitmentAgencies.aspx
http://www.recruitmentuk.net/
http://www.jobsite.co.uk/

oder einfach „recruitment“ unter google.ie oder google.co.uk eingeben…

Dann vielleicht noch ein bisschen ueber Steuern & sonstige Abgaben (sind hier niedriger als in Deutschland aber dafuer gibt’s hier z.B. auch eine Einheitsrente):

http://www.revenue.ie/index.htm?/services/main_paye.htm
http://www.citizensinformation.ie/categories/employm…
http://www.welfare.ie/topics/prsi/index.html

Wir haben eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten in der EU sind dafuer aber auch eines der teuersten Laender wenn es um Lebenshaltungskosten geht, allerdings kommt es hier natuerlich schon auf den Standort an. Mieten in Dublin sind eine ganze Ecke hoeher als Letterkenny (Donegal), dafuer sind 50% der Bevoelkerung unter 30 und daher ist die Stadt „good craic“.

Solltest Du mehr Fragen haben - gern per Email.

liebe Gruesse von der gruenen Insel,
Astrid