'Jobhopper'?

Hallo Zusammen,

wie sieht der Arbeitsmarkt, bzw. ein Personalchef, o.ä. einen Bewerber, der in seinem Lebenslauf überdurchschnittlich viele Jobwechsel (ca. alle 2 Jahre bei einer Gesamtarbeitszeit von ca. 7-8 Jahren) hinter sich hat?
Wobei jeder Wechsel begründbar ist und nicht nur "einfach so " , oder nur aus finanziellen Interessen ( waas? Ich krieg nicht mehr Geld, dann geh ich…) vollzogen wurde, sondern die berufliche Persektive kein Weiterkommen vorsah.

Gruß Rudi

Jobbiographien
Hallo Rudi,

daß hängt von mehreren Faktoren ab:

a) Vom Bewerber selbst: Kann er die Jobwechsel logisch begründen? Ist er in jweils „nur“ in eine gleichrangige Position gewechselt oder haben die Wechsel jeweils tatsächliche Entwicklungschritte für ihn bedeutet (z.B. bei gleicher Position breiteres Aufgabenspektrum, mehr Personalverantwortung, internationales Aufgabenfeld etc.)?

b) Die Branche, in der er sich bewirbt: Was in einigen Branchen nach bloßem Jobhopping und mangelnden Sitzfleisch riecht, hat in anderen den Beigeschmack von Flexibilität und Willen, den eigenen Horizont effizient zu erweitern.
Es gibt Branchen, in denen die Halbwertszeit eines Mitarbeiters selten länger als 2 Jahre währt!

c) Das Unternehmen selbst: Wie lange sind die Mitarbeiter dort durchschnittlich beschäftigt? Sind 10 Jahre Betriebszugehörigkeit mit interner Aufstiegsmöglichkeit dort Usus oder kann und will das Unternehmen eine solche Perspektive gar nicht bieten?

Vielleicht hat Dir das schon weitergeholfen?

Grüsse
Diana

Hallo Diana,
Danke erst mal für deine schnelle Antwort.
Mich beschäftigt dieses Thema schon seit längerem, da ich, soweit mir bekannt der einzige bin, der so handelt.

Ich bin in der Elektronikbranche tätig und habe mich auf das Leiterplattendesign spezialisiert.
Dieser Job war früher ( ca. 7-8 Jahre) eher ein „Nebenprodukt“ eines Studiums, hat sich aber in den Jahren klar heraukristallisiert, da die Ansprüche an den Job sich stark vergrößert haben.
Somit hat sich für mich nach meiner Technikerausbildung dieser Bereich als Job.
Dadurch resultieren auch die rel. häufigen Wechsel.
Wenn ich kein Weiterkommen mehr sah, habe ich das Gespräch gesucht.
Wobei der letzte Wechsel aus einer insolventen Firma war.

Gruß Rudi

wenn es sich um einen Firmenwechsel innerhalb der Branche handelt - warum nicht?
Immmerhin machen 10tausende Firmen der Reihe nach zu!
Andere firmieren neu…