Tach zusammen,
mir hat mein Hausarzt neuerdings gesagt, dass ich durch Joggen (i.d.R. 45min-60min) das Thromboserisiko erhöhe. Und zwar dadurch, dass beim Joggen beim Auftreten die Blutgefäße gequetscht würden. Allerdings ist er der erste und einzige, der mir das bislang gesagt hat. Ein anderer Arzt meinte eher dass Joggen gut sei. So wie normales Gehen eigentlich auch, weil dadurch die Wadenmuskulatur angeregt wird, das Sprunggelenk belastet, wodurch der Kreislauf angeregt und das Blut besser aus den Extremitäten befördert wird.
Allerdings sollte ich noch hinzufügen, dass ich eine Thrombose bereits hatte (in Folge eines Bänderrisses) und nun eine weitere erlitt, Ursache unklar. Wie gesagt, der eine Art meint, das Joggen mehr oder weniger verantwortlich dafür machen zu können, andere halten einen Auslandsaufenthalt für auslösend - ich war Montag 12 Stunden im Auto nach Tschechien unterwegs, Dienstag und Mittwoch je ca. 10-12 Stunden fast ausschliesslich stehende Tätigkeit, Donnerstag Rückfahrt mit ebenfalls 11-12 Stunden Autofahrt.
Also noch einmal: Stimmt das mit dem Joggen? Oder kann ich problemlos weiterlaufen? Derzeit stehe ich unter marcumar und trage einen Kompressionsstrumpf.
Aber hallo!
Tach Harald
Da muss man jetzt aber heftig unterscheiden zwischen:
a) Joggen senkt natürlich das Thrombose-Risiko
und
b) Wenn man eine Thrombose hat(te), ist es gefährlich, zu Joggen, weil der Thrombus sich leichter lösen kann und zack! als Embolus in Herz- bzw. Lungen-Gefäßen stecken bleiben kann
und dann siehts meist düster aus.
Fazit: Ich würde - wenn akute Thromose-Gefahr besteht - zurückhaltend sein.
Gruss, Branden
Wenn ein Thrombus sich löst und seine Reise durch die Blutbahn macht, um dann irgendwo zu enden, wo man ihn ncht gern hat, wird er Embolus genannt.
Ein Thrombus wird zum Embolus so wie -äh- Saulus zum Paulus wurde und dann gibts die bekannte Embolie (nicht unbedingt bei Paulus, aber der ist ja auch schon tot ).
Gruss, Branden
Wenn ein Thrombus sich löst und seine Reise durch die Blutbahn
macht, um dann irgendwo zu enden, wo man ihn ncht gern hat,
wird er Embolus genannt.
Das ist klar.
Was merkwürdig klingt und weshalb auch nachgefragt wurde, ist die Aussage, daß Thromben zu Embolien in Herz(kranz)gefäßen führen.
Ich nehme an, mit der Anatomie bist du noch vertraut
Denn das kann eigentlich nur dann passieren, wenn es einen atypischen Weg vom rechten ins linke Herz gibt, also unter Umgehung des Lungenkreislaufs. Wäre z.b. möglich bei einem offenen Foramen ovale, aber auch hier ist die „Chance“ relativ gering, es sei denn, es liegt ein Rechts-Links-Shunt vor.
N’abend Branden,
zunächst einmal danke für die Antwort.
Da ich ja bereits erneut im Krankenhaus lag (aufgrund einer Phlebographie), kann man wohl durchaus von einer akuten Thrombose ausgehen. Deshalb werde ich gerade „marcumarisiert“ (schönes Wort ).
Es stellt sich die Frage, kann man auch *mit* marcumar - wenn ja ab wann? - joggen, oder erst nach der Behandlung - also etwa in einem halben Jahr - oder sollte man besser auch danach ganz aufs Joggen verzichten und eine andere sportliche Betätigung suchen? Neben Joggen - derzeit natürlich nicht - spiele ich noch Tischtennis. Ich nehme an, das ist hingegen weiterhin problemlos möglich?!
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