Johanniskraut

Hallo,liebe gsundheitsbewußten Menschen,

ich nehme seit 2 Jahren Kira, Johanniskraut ein. Jetzt kann meine Hausärztin es nicht mehr auf Rezept ausgeben (ich weiss nicht warum) und ich habe mir Johanniskrautdragees vom Aldi gekauft, weil sie die preiswertesten sind.
Gibt es einen qualitativen Unterschied zwischen preiswerten Dragees und den teureren wie z. B: Kira oder anderen?
Danke für eine Beantwortung!

hi
dem jo-kraut sagt man ja vieles gute nach, aber ich würd kein mittel dauernd nehmen. warum die ärztin es nicht verschreibt, kann 2 gründe haben: die kassen zahlen immer weniger zu, und dann siehe oben: net dauernd was einnehmen…
linda

Hallo,

es waere wirklich gut zu wissen, weshalb die Aerztin es nicht mehr verschreibt.
Ansonsten solltest Du auf die Inhaltsangaben achten und vergleichen. Das ist aber manchmal schwierig, weil die Angaben teils in mg Trockenextrakt (1:5) teils nur in mg teils in mg Rotoel angegeben werden.
Ich habe mit den Dragees von Abtei gute Erfahrung.

Gruss, Niels

Johanniskrautpräparate kann man ohne weiteres nehmen solange man will! (Viele Medikamente muss man sogar dauerhaft nehmen !)
Solche Produkte sind nicht verschreibungspflichtig. Es geht hier also sicher (nur) darum, dass die Kasse die Kosten dafür nicht mehr übernimmt.

aso -
ich hatte gedacht, was man ständig nehmen muss ist eine art ergänzung von stoffen, die man nicht selber bilden kann, z.b. vitamine oder wenn ich zuckerkrank bin insulin. dass man johanniskraut immer nimmt, ist mir neu.
vielleicht weiss noch wer was dazu?

Johanniskraut hat eine gewisse Anlaufzeit und erst nach 2-3 Wochen ist der Blutspiegel so hoch, daß eine Wirkung eintritt.
Da JK ein Medikament gegen weniger schwere Depressionen ist, muß es ständig eingenommen da nach dem Absetzen das Elend sonst wieder von vorn los geht.
Zur Bezahlung durch die Kasse: Falls es wirklich daran liegt, daß die Kasse nicht mehr zahlt den zuständigen Sachbearbeiter dezent darauf hinweisen daß es noch andere Versicherer gibt…

Vorinformation
Johanniskraut-haltige Humanarzneimittel zur innerlichen Anwendung

AMK. Über den Bundesanzeiger hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) die betroffenen pharmazeutischen Unternehmer am 24.3. 2000 darüber unterrichtet, dass Änderungen in den Gebrauchs- und Fachinformationen von Johanniskraut (Hypericum)-haltigen Arzneimitteln für erforderlich gehalten werden. Die Hersteller haben Gelegenheit, im Rahmen einer schriftlichen Anhörung nach dem Stufenplan innerhalb von 4Wochen Stellung zu nehmen.
Aufgrund von Interaktionen und der damit im Zusammenhang stehenden potenziellen Risiken ist vorgesehen, die gleichzeitige Einnahme von Johanniskraut-haltigen Arzneimitteln mit bestimmten anderen Arzneimitteln als Gegenanzeige aufzunehmen. Es ist außerdem vorgesehen, eine entsprechende Ergänzung der Produktinformationen in den Abschnitten „Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für den Gebrauch“, „Wechselwirkungen mit anderen Mitteln“ und „Unerwünschte Wirkungen“ vorzuschreiben.
Das BfArM beabsichtigt folgende Ergänzungen der Produktinformationen anzuordnen:
Abschnitt: Gegenanzeigen:
„Nicht anwenden bei schweren, endogenen Depressionen.
[Arzneimittelname] darf nicht gleichzeitig eingenommen werden mit folgenden Wirkstoffen:
-Antikoagulantien vom Cumarintyp (z.B.: Phenprocoumon)
-Ciclosporin
-Digoxin
-Indinavir und anderen Proteaseinhibitoren in der Anti-HIV-Behandlung
Nicht anwenden bei bekannter Lichtüberempfindlichkeit.“
Abschnitt: Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für den Gebrauch:
„Bei gleichzeitiger Anwendung von [Arzneimittelname] kann die Wirksamkeit von Theophyllin und einigen Antidepressiva abgeschwächt sein. Patienten, die [Arzneimittelname] und gleichzeitig Arzneimittel mit einem dieser Wirkstoffe einnehmen, sollten den Rat ihres behandelnden Arztes einholen (siehe auch Abschnitt ,Wechselwirkungen’).
Während der Anwendung von [Arzneimittelname] sollte eine intensive UV-Bestrahlung (lange Sonnenbäder, Höhensonne, Solarien) vermieden werden.“
Abschnitt: Wechselwirkungen
mit anderen Mitteln und andere Formen von Interaktionen:
„In Einzelfällen wurden Wechselwirkungen, die zu einer Abschwächung der therapeutischen Wirksamkeit führen können, mit folgenden Mitteln festgestellt (siehe auch Abschnitte: ,Gegenanzeigen’ und ,Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für den Gebrauch’):
-Antikoagulantien vom Cumarintyp (z.B.: Phenprocoumon)
-Ciclosporin
-Digoxin
-Indinavir
-Nefazodon, Amitriptylin, Nortriptylin, Paroxetin, Sertralin
-oralen Kontrazeptiva
-Theophyllin
Eine Verstärkung der photosensibilisierenden Wirkung anderer Arzneimittel ist möglich.
Bei gleichzeitiger Einnahme zentral dämpfender Antidepressiva kann deren Wirksamkeit verstärkt sein.“
Abschnitt: Unerwünschte
Wirkungen:
„Bei der Anwendung dieses Arzneimittels kann es vor allem bei hellhäutigen Personen durch erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht (Photosensibilisierung) zu sonnenbrandähnlichen Reaktionen der Hautpartien, die starker Sonnenbestrahlung ausgesetzt waren, kommen. Selten können gastrointestinale Beschwerden, allergische Reaktionen, Müdigkeit oder Unruhe auftreten.“
Alle Angaben, die diesen Anordnungen widersprechen, sind zu streichen.
Ausgenommen von den beabsichtigten Maßnahmen sind gegenwärtig nur Arzneimittel, die homöopathische Zubereitungen von Hypericum enthalten und die einer Konzentration von D2 oder weniger im Fertigarzneimittel entsprechen.
Begründung
Wechselwirkungen mit Amitriptylin, Nortriptylin, Nefazodon, Paroxetin und Sertralin
In einer offenen Studie wurde 12Patienten mit Depressionen 150mg Amitriptylin-HCl und 900mg Johanniskrautextrakt verabreicht. Im Vergleich zur Medikation mit Amitriptylin allein war die AUC(0-12Stunden) von Amitriptylin bzw. seinem Metaboliten Nortriptylin unter der Komedikation um ca. 22 bzw. 42% niedriger.
Zu Nefazodon, Paroxetin und Sertralin vertritt Roots (Gutachten für das BfArM vom 1.12. 1999) die Auffassung, dass die Ergebnisse pharmakodynamischer Untersuchungen auf eine Wechselwirkung von Johanniskraut mit diesen Arzneistoffen schließen lassen.
Wechselwirkungen mit Anti-
koagulantien vom Cumarintyp:
Aus der Spontanerfassung sind dem BfArM 7Fälle von möglichen Interaktionen von Johanniskraut-haltigen Arzneimitteln mit gerinnungshemmenden Mitteln bekannt geworden. In diesen Fällen waren unerwartet jeweils erhöhte Quick-Werte gemessen worden, und der Bedarf an Phenprocoumon musste angepasst werden. Die betroffenen Patienten hatten implantierte künstliche Herzklappen oder Herzschrittmacher, und aufgrund der Wechselwirkung war eine sichere antikoagulative Therapie nicht mehr gewährleistet.
Die festgestellten Wechselwirkungen mit Phenprocoumon werden durch eine randomisierte, plazebokontrollierte, doppelblinde Cross-over-Studie von Maurer et al. (Eur J Clin Pharmacol 55 [1999] A22 [abstr. 79]) gestützt. In der Studie wurden zehn gesunden Probanden an 11 aufeinanderfolgenden Tagen jeweils 3 Tabletten mit insgesamt 900 mg Johanniskrautextrakt verabreicht. Am 11. Tag erhielten die Probanden eine Einzeldosis von 12 mg Phenprocoumon. Nach einer zweiwöchigen Auswaschphase erhielten dieselben Probanden anstelle des Johanniskrautextraktes ein Plazebopräparat sowie am 11. Tag eine Einzeldosis von 12mg Phenprocoumon. Gegenüber den im Kontrollversuch festgestellten Werten waren die AUC-Werte der freien Plasmakonzentrationen von Phenprocoumon unter gleichzeitiger Behandlung mit Johanniskrautextrakt signifikant erniedrigt. Die Autoren erklären diesen Befund mit einer Induktion von Cytochrom-P450-Isoenzymen oder einer Hemmung der intestinalen Resorption.
Wechselwirkungen mit Ciclosporin:
Wechselwirkungen von Johanniskrautextrakten mit Ciclosporin wurden aus dem Spontanerfassungssystem des BfArM sowie einem Bericht aus dem Ausland ermittelt. In der Literatur wird über zwei weitere Fälle unerwünschter Arzneimittelwirkungen im Zusammenhang mit der Anwendung von Johanniskraut-haltigen Arzneimitteln berichtet (Ruschitzka et al. Lancet 355 [2000], 548-549). Bei herztransplantierten Patienten, die unter immunsuppressiver Therapie mit Ciclosporin standen und gleichzeitig Johanniskrautextrakt-haltige Präparate einnahmen, zeigten sich beginnende Abstoßungsreaktionen, die mit einer Erniedrigung der therapeutischen Plasmakonzentrationen von Ciclosporin einhergingen. Nach Absetzen des Johanniskraut-haltigen Arzneimittels erreichten die Ciclosporinwerte wieder therapeutische Konzentrationen, Abstoßungsreaktionen wurden nicht mehr festgestellt. Bei einem Patienten wurde über erniedrigte Plasmaciclosporinkonzentrationen ohne beginnende Abstoßungsreaktionen berichtet. Um die bis zu 70% niedrigeren Plasmaciclosporinkonzentrationen bei gleichzeitiger Johanniskrauttherapie wieder in den therapeutischen Bereich zu bringen, wurde die Ciclosporindosierung erhöht. Nach Absetzen der Johanniskrauttherapie konnte Ciclosporin wieder in der Dosierung angewendet werden, die vor der Komedikation zum Erreichen therapeutischer Plasmaspiegel erforderlich war.
Wechselwirkungen mit Digoxin:
Wechselwirkungen von Johanniskraut-haltigen Arzneimitteln im Sinne einer Erniedrigung der therapeutischen Plasmakonzentrationen wurden auch mit Digoxin (Johne et al. Clin Pharmacol Therapeut. 66 [1999], 338-345) festgestellt. In einer einfach blinden, plazebokontrollierten Vergleichsstudie wurde die Pharmakokinetik von Digoxin mit und ohne Johanniskraut-Komedikation untersucht. Nach 10-tägiger Komedikation ergab sich eine signifikante Erniedrigung der Digoxin-AUC um 25%.
Wechselwirkungen mit Indinavir:
Aufgrund von Ergebnissen aus einer offenen Studie mit gesunden Probanden kommen Piscitelli et al. (Lancet 355 [2000], 547-
548) zu dem Ergebnis, dass die AUC(0-5Stunden) von Indinavir unter der Komedikation mit Johanniskraut um etwa 57% erniedrigt wird. Dabei war die Tmax unverändert, während Cmax von 12,3 auf 8,9 mg/ml abfiel. Als Mechanismus für diese Veränderungen kommen nach Ansicht der Autoren sowohl eine Induktion von CYP 450 3A4 als auch eine Induktion des P-Glycoproteins in Frage.
Wechselwirkungen mit oralen Kontrazeptiva:
Dem BfArM liegt eine Publikation (Ernst, E. Lancet 354 [1999] 2014-2016) vor, derzufolge bei Anwenderinnen oraler Kontrazeptiva nach Beginn der Einnahme eines Johanniskraut-haltigen Arzneimittels Zwischenblutungen aufgetreten sind. Diese Wechselwirkung ist denkbar, da Johanniskraut in dem Verdacht steht, die Aktivität von CYP3A4 zu induzieren und die in den OC enthaltenen kontrazeptiven Steroide durch dieses Enzymsystem metabolisiert werden (Roby et al. Proceedings of the 39th Annual Meeting. New Clinical Drug Evaluation Unit, Boca Raton,
FL June 1999. [Poster 129] und Bon et al. Schweiz. Apotheker Z. 16 [1999], 535).
Theophyllin:
Unter dem Einfluß eines Johanniskraut-haltigen Arzneimittels wurde eine Erniedrigung der therapeutischen Plasmakonzentrationen von Theophyllin gemessen. Bei dieser Interaktion wurde eine Erhöhung der CYP1A2-Aktivität durch Johanniskraut als möglicher Mechanismus bei der Erniedrigung des Theophyllins diskutiert. CYP1A2 ist für die Clearance des Theophyllins verantwortlich.
Wechselwirkungen mit UV-Licht:
In den Produktinformationen vieler Johanniskraut-haltiger Arzneimittel und in den Texten der Standardzulassungen Johanniskraut-haltiger Präparate werden als Nebenwirkung eine Photosensibilisierung bzw. eine Verstärkung der photosensibilisierenden Eigenschaften anderer Arzneimittel wie Tetracycline oder Piroxicam genannt. Von einer Sensibilisierung sind insbesondere hellhäutige Personen und Personen mit bekannter Lichtüberempfindlichkeit betroffen. Bei den übrigen Personen wirkt Johanniskraut allein offenbar nur schwach UV-sensibilisierend. Eine Wechselwirkung mit UV-Licht ist im Tierversuch gezeigt worden. Sie tritt gelegentlich auch bei Tieren unter Weidehaltungsbedingungen auf und ist bei ihnen schon länger als „Hypericismus“ bekannt (Kuemper, H. Tierärztliche Praxis 17 [1989], 257-261).
Anwendung bei schweren depressiven Erkrankungen:
Johanniskraut-haltige Arzneimittel dürfen nicht bei schweren depressiven Erkrankungen angewendet werden, weil die Wirksamkeit bei diesen Erkrankungen nicht belegt ist.
Der Mechanismus der Interaktionen von Johanniskraut mit den oben genannten Arzneistoffen ist nicht genau bekannt. Neben einer Induktion von Cytochrom-P450-Isoenzymen (z.B.: CYP1A2, 2D6, 2C9 und 3A4) wird auch eine Aktivierung des MDR1-Gens und eine damit im Zusammenhang stehende vermehrte Synthese von P-Glycoprotein diskutiert. Das P-Glycoprotein ist an der Ausscheidung von Arzneistoffen beteiligt. Beim gegenwärtigen Kenntnisstand ist es nicht möglich, die Wirkungen, Nebenwirkungen und Interaktionen einem bestimmten Bestandteil von Hypericum zuzuordnen (Bombardelli, E., Morazzoni, P., Fitoterapia LXVI [1995], 43-68). Eine Begrenzung der vorgesehenen Maßnahmen auf bestimmte Inhaltsstoffe von Johanniskraut ist daher nicht möglich. Ausgenommen von den beabsichtigten Maßnahmen sind gegenwärtig nur Arzneimittel, die homöopathische Zubereitungen von Hypericum enthalten und deren Konzentration D2 oder weniger im Fertigarzneimittel entspricht. Diese Begrenzung wird abgeleitet aus den Aussagen in der Monographie Hyperici herba zur als wirksam angesehenen Tagesdosis von 2 bis 4 Gramm Droge, aus den üblichen Methoden zur
Herstellung von Extrakten sowie unter Einrechnung eines Sicherheitsfaktors von 100.
Unabhängig von der Kenntnis über den Mechanismus der Wechselwirkungen von Johanniskraut-haltigen Arzneimitteln mit den obengenannten Arzneistoffen können die Folgen der Interaktionen potenziell lebensbedrohlich sein oder eine wirksame Therapie durch die Senkung der Konzentrationen arzneilich wirksamer Substanzen mit enger therapeutischer Breite oder eine sichere Kontrazeption gefährden.
Die Aufnahme der obengenannten Wechselwirkungen, Gegenanzeigen, Nebenwirkungen und Warnhinweise in die Fach- und Gebrauchsinformationen wird für erforderlich gehalten, um die Verbraucher über die Gefahren, die mit der Einnahme dieser Arzneimittel verbunden sein können, zu informieren.
Anmerkung der AMK:
Das vorstehende Anhörungsschreiben des BfArM zu Johanniskraut-haltigen Arzneimitteln wurde bewusst in aller Ausführlichkeit einschließlich der Begründung widergegeben, um allen Apothekerinnen und Apothekern Material für eine unbedingt notwendige Beratung ihrer Kunden/Patienten an die Hand zu geben. Vor dem Hintergrund dieser erst in jüngster Zeit bekannt gewordenen Risiken hält es die AMK für dringend erforderlich, Johanniskraut-haltige Arzneimittel schnellstmöglich der Apothekenpflicht zu unterstellen.

also: im Aldi kauf ich meine leberwurst oder ab und zu spanischen rotwein. bei solch problematischen arzneimitteln geh ich zu einem informierten apotheker.

peter

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also: im Aldi kauf ich meine leberwurst oder ab und zu
spanischen rotwein. bei solch problematischen arzneimitteln
geh ich zu einem informierten apotheker.

peter

Peter, du hast grundsätzlich natürlich recht.
Aber auch der langjährige Konsum von Rotwein oder fetter Leberwurst kann schwere Gesundheitsschäden bis hin zum Tod nach sich ziehen… :wink:

Wirkung bewiesen?
Ich möchte mich bei den Thema einklinken und mal fragen ob die Wirkungsweise vo Johanniskraut bewiesen ist,und welche ist es eigentlich?
Danke,Albin

Hallo,

ist ja ganz nett und gut, aber der Apotheker weiss i.a. auch nur, was auf dem Beipackzettel steht, bzw was er irgendwann mal gelernt hat. Glaub doch nicht, dass der Apo sich staendig ueber alles auf dem Laufenden halten kann.
Meinst du, der Apo haette dich gefragt, ob du Cyclosporin, Gerinnungshemmer o.Ae. nimmst? Vermutlich weiss der nicht mal was von den geschilderten Interaktionen. Der rueckt auch ohne mit der Wimper zu zucken Paracetamol oder Aspirin raus und deren Nebenwirkungen sind schlimmer als das von Dir geschilderte!

Gruss, Niels

Ja!
Hallo,

ja, die Wirkung ist bewiesen (kann Dir jetzt leider keine Quelle nennen).
Johanniskraut hilft innerlich angewendet gegen leichte bis mittlere Depressionen.

Gruss, Niels

Hallo,

ist ja ganz nett und gut, aber der Apotheker weiss i.a. auch
nur, was auf dem Beipackzettel steht, bzw was er irgendwann
mal gelernt hat. Glaub doch nicht, dass der Apo sich staendig
ueber alles auf dem Laufenden halten kann.
Meinst du, der Apo haette dich gefragt, ob du Cyclosporin,
Gerinnungshemmer o.Ae. nimmst? Vermutlich weiss der nicht mal
was von den geschilderten Interaktionen.

hi niels,

„Es gibt Augenblicke, in denen man nicht nur sehen,
sondern ein Auge zudrücken muß.“

Peter (informierter Apotheker) :wink:)

Hallo Peter,

ich wollte Dir keinesfalls auf den Schlips treten. Es ist nur meine Erfahrung, die ich mitgeteilt habe.
Als Teldane noch rezeptfrei war, bin ich einfach in die Apo gegangen, habe 100 Teldane geordert und das wars. Kein Sterbenswoertchen des Apos wg. Leberschaeden o.Ae.
Und das ist mir nicht nur in einer Apo passiert!

So sehe ich in Dir auch eher eine Ausnahme.

Gruss, Niels

a) es ist ein Wunder, daß die Ärztin überhaupt je Johanniskraut auf Rezept verschrieben hat
b) Du kannst es ruhig beim Aldi kaufen, wirkt genauso wie die anderen aus der Apotheke oder Drogerie
c) Johanniskraut hat keine Nebenwirkungen außer daß es bei Licht (Sonnen-)Einwirkung auf der Haut braune Flecken verursachen könnte
d) wie oben beschrieben tritt eine Wirkung erst nach ein bis zwei Wochen ein
e) es hat kein Suchtpotential, d.h. man kann es ruhig absetzen, die Beschwerden müssen dann nicht zwangsläufig wieder einsetzen
f) bei Wiedereinnahme tritt die Wirkung schneller ein, also nicht erst nach ein bis zwei Wochen
g) Überdosierung ist auf Dauer nicht zu empfehlen, wie bei allen Dingen, ansonsten wie oben gesagt nebenwirkungsfrei, auch Dauereinnahme ist nicht schädlich
h) Wechselwirkung mit anderen Medikamenten besteht nicht
i) insgesamt zu empfehlen, wirkt allgemein beruhigend und ausgleichend, gegen leichte Depressionen, auch gegen Schlaflosigkeit.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

e) es hat kein Suchtpotential, d.h. man kann es ruhig
absetzen, die Beschwerden müssen dann nicht zwangsläufig
wieder einsetzen

>Abruptes absetzen von Johanniskrautpräperaten ist nicht empfehlenswert. JK sollte ausschleichend abgesetzt werden!
Und mit Depressionen, auch leichten, ist nicht zu spaßen. Sie sind eine meist chronische Krankheit und müssen deswegen ständig behandelt werden.

h) Wechselwirkung mit anderen Medikamenten besteht nicht

>kann man so nicht sagen- siehe das Posting von Peter Kranz

Grundsätzlich gilt: Ein Medikament daß Wirkung zeigt trägt auch immer das Potential für Nebenwirkungen in sich!
have a nice day Sue (:smile:)

e) es hat kein Suchtpotential, d.h. man kann es ruhig
absetzen, die Beschwerden müssen dann nicht zwangsläufig
wieder einsetzen

>Abruptes absetzen von Johanniskrautpräperaten ist nicht
empfehlenswert. JK sollte ausschleichend abgesetzt werden!

Natürlich kann man es sofort ganz absetzen. Man kann es ja sofort wieder einnehmen, wenn man möchte. Ausschleichendes Absetzen ist mit anderen Medikamenten notwendig (z.B. Betablocker)

Und mit Depressionen, auch leichten, ist nicht zu spaßen. Sie
sind eine meist chronische Krankheit und müssen deswegen
ständig behandelt werden.

Sie müssen überhaupt nicht behandelt werden, und schon gar nicht ständig. Sie müssen nur dann behandelt werden, wenn der Patient ohne diese Behandlung nicht gut zurechtkommt und die Behandlung selber wünscht.

h) Wechselwirkung mit anderen Medikamenten besteht nicht

>kann man so nicht sagen- siehe das Posting von Peter
Kranz

Grundsätzlich gilt: Ein Medikament daß Wirkung zeigt trägt
auch immer das Potential für Nebenwirkungen in sich!

Das gilt nicht für Johanniskraut in normaler Dosierung, und für die meisten Phytotherapien auch, aber nicht für alle.