Liebe Experten,
ich leide seit einiger Zeit an depressiven Verstimmungen.
Manchmal komme ich kaum aus dem Bett und muss mich dann zwingen, überhaupt aus dem Haus zu gehen. Diese Einstellung kann ich mir bei der Arbeit nicht leisten. Ungern möchte ich zu chemischen Stimmungsaufhellern oder gar anti depressiva greifen. jedoch habe ich gelesen, dass Johanniskraut bei leichten Depressionen stimmungsaufhellend wirken sollen. Hat jemand Erfahrungen damit gesammelt und kann mir ein paar Tipps geben?
Das wäre toll,
ich grüße und danke!
Wenn Du kaum mehr aus dem Bett kommst, ist das keine leichte Depression mehr, fürchte ich. Du solltest Deinen Hausarzt darauf ansprechen. Evtl. solltest Du eine Therapie erwägen. Johanniskraut kannst Du natürlich probieren! In der Praxis werden häufig Antidepressiva verschrieben.
Beides solltest Du aber nur aus Hilfe sehen, Deinen Problemen auf den Grund zu gehen!
Gehe in Dich und frage Dich, was _genau_ Dich unglücklich macht und wie Du es ändern kannst.
Noch wichtiger ist es, herauszufinden, was Dich glücklich macht. Kurzfristig können das Deine Lieblingsspeise sein oder ein Radausflug. Langfristig könntest Du in Richtung Job, Partnerschaft, Finanzen und Wohnort denken.
Fang aber erstmal mit einfachen und naheliegenden Dingen an.
Viele Grüße, Roman
Hallo!
Leider muß ich sagen, daß bei mir das Johanniskraut überhaupt keine Wirkung zeigte.
Wenn du nicht aus dem Haus gehen willst und dir alles schwer fällt, gehe bitte zum Arzt!
Je früher du dich behandeln läßt, umso eher kannst du da wieder rauskommen!
Gute Besserung !
Hallo,
ich bin kein Arzt etc., aber aus Erfahrung weiß ich, dass Sport, Bewegung draußen (!!!) - kann man ja auch als Sport ansehen und genügend ausreichend Schlaf,
gesundes Essen (einfach mehr Vollkornprodukte und mehr Gemüse und Obst/Smooties? ) helfen.
Ja, es hilft auch, die hoch dosierten Johanneskrautkapseln (1000er)zusätzlich zu nehmen.
Sie wirken aber nur, wenn man das obige ebenfalls beachtet und nach einigen Wochen…
Bitte checke das aber mit dem Arzt ab, ob nicht doch eine mittlere oder gar schwere Depression vorliegt.
Ich kenne einige Leute, die auch Antidepressiva nehmen und damit gut klar kommen.
Stelle dir die Fragen:
Wie ist mein Schlaf?
Kann ich gut einschlafen?
Kann ich gut durchschlafen?
Wache ich morgens sehr früh auf?
Habe ich Selbstmordgedanken? Sei ehrlich!
Diese Selbstmordgedanken können dann auf einmal sich
verselbstständigen…
Habe ich wiederkehrende Albträume?
Habe ich das Gefühl der Wertlosigkeit?
Habe ich das Gefühl, schuldig zu sein?
Habe ich das Gefühl der Hoffnungslosigkeit?
Habe ich Versündigungsgefühle?
Habe ich große Sorge, arm und mittellos zu werden?
Wenn du die diese Fragen mit JA beantwortest, solltest du bitte (wir Deutschen haben unsere Probleme damit!) zum Neurologen gehen!!!
Bitte tue das dann! Es ist eine SCHANDE, ES NICHT ZU TUN!!!
Du würdest überrascht sein, wen du dort alles treffen würdest… (Chef, Kollegen, Nachbarn…).
Gute Besserung und alles Liebe und immer schön
positiv bleiben!!!
Lilly
K
Lieber G.Fischer,
danke für Deine Anfrage.
Ich möchte Dir jedoch dringend raten dich in ärztliche Behandlung zu begeben. Selbstmedikation ist immer kritisch anzusehen und in Deutschland absolut unnötig.
Deine kurze Schilderung hört sich eher nach eine majoren Depression an. Schlussendlich sind auch Johanniskrautkapseln Chemie, nur dass sie bestenfalls nicht wirken, bzw. nach langer Einnahme (mind. 8 Wochen) gegebenenfalls leichte Aufhellungen Deiner Stimmung bewirken, ABER sie können eine Depression auch verstärken! Bitte konsultiere einen guten Allgemeinarzt oder besser einen Neurologen. Wenn du deine Beschwerden der Arzthelferin schilderst, bekommst du auch schnell einen Termin.
Weisst du, solche Sachen entwickeln sich lange und können meisst nicht so einfach weggezaubert werden. Lass da Profis ran. Alles Gute
Lieber G.Fischer65,
mit Johanniskraut habe ich persönlich keine guten Erfahrungen gemacht. Mir ging es vor einigen Jahren wie Ihnen, ich hatte leichtere Depressionen, wollte aber keine chemischen Mittel nehmen. Deswegen habe ich mir damals Johanniskraut geholt.
Auch nach mehreren Wochen war in punkto Depression keinerlei Auswirkung zu spüren. Allerdings bekam ich zum einen Ausschlag und zum anderen wurde ich furchtbar empfindlich gegen Sonne, was ich sonst gar nicht kenne.
Ich ging dann endlich zum Hausarzt. Er war von Johanniskraut gegen Depressionen gar nicht begeistert - obwohl er ansonsten alternativen Heilmethoden sehr offen gegenübersteht und viele auch anwendet.
Seine Gründe waren:
- viele Leute vertragen Johanniskraut nicht
- es dauert sehr sehr lange bis man überhaupt eine Wirkung in Richtung Verbesserung der Depressionen spürt und dann wirkt es auch nur bei gaaanz leichten Depressionen
- es macht ganz stark empfindlich gegen Sonne
- man vergibt evtl. wichtige Zeit, in der man auf eine Besserung des eigenen Zustandes wartet, anstatt die Chance zu nutzen frühzeitig gegen die Depression vorzugehen.
Er hat mich dann an eine, ihm bekannte Psychiaterin überwiesen. Nach einem ausführlichen Gespräch hat sie mir damals zu einem Medikament geraten, das sie als „leichten Stimmungsaufheller“ bezeichnete.
Nachdem sich mein Zustand während der Johanniskraut-Zeit nicht verbessert, sondern eher verschlechtert hatte, stimmte ich zu.
Auch die Apothekerin sagte beim Abholen, dass es sich um ein ganz leichtes Mittel handeln würde.
Ich muss sagen, das hat mir dann wirklich viel gebracht. Ich habe es damals etwa 9 Monate genommen. Wobei es bei allen Psychopharmaka (und Konsorten) so ist, dass man genau schauen muss, was einem tatsächlich „etwas bringt“ - nicht alle Psychiater machen sich leider diese Mühe (bei vielen ist nach dem zweiten Mittel Schluß mit der Geduld). Deswegen muss man genau schauen, wo man hingeht - z.B. den Hausarzt oder Bekannte nach entsprechenden Erfahrungen oder Empfehlungen befragen.
Das einzige Nicht-Industrielle Mittel, das mir je etwas gebracht hat, war eine flüssige Mischung, die mir ein Heilpraktiker aufgeschrieben hat und die in der Apotheke für mich gemixt worden ist.
Damals hatten wir schwere Erkrankungen in der Familie, die ziemlich viel Kraft erfordert haben, sowie viel Stress im Beruf. Diese Tropfen haben mich sehr gut über diese Zeit gebracht. Allerdings habe ich das Rezept nicht mehr, somit kann ich nicht sagen, was die Komponenten waren. Der Heilpraktiker hat die Mischung „L.m.a.A.“-Tropfen genannt, mehr weiß ich dazu nicht mehr.
Auf jeden Fall würde ich Ihnen raten bald etwas zu unternehmen, denn meistens werden solche Symptome immer schlimmer. Je schwerer die Depression dann ist, desto schlechter und zeitaufwändiger ist es natürlich auch gegen sie vorzugehen. Außerdem braucht man dann auch natürlich stärkere Medikamente.
Viel Kraft und viele Grüße
Maria
Hallo!
dass Johanniskraut eine antidepressive Wirkung zugeschrieben wird, habe ich auch schon oft gehört.
Allerdings ist eine Anwendung nur bei sehr leichten Fällen sinnvoll. Wie du schreibst, hast du oft starke Schwierigkeiten mit Aufstehen, Antriebslosigkeit. Das würde ich nicht mehr als leichte depressive Verstimmung einordnen. Ich würde meinen, das muss man ernster nehmen. Hast du einen Psychiater oder anderen Arzt, mit dem du das mal besprechen kannst?
Viele Grüße,
nadomu
Hallo,
ich habe schon von vielen Menschen gehört, dass Johanniskraut helfen soll. Ich selbst habe noch kein Johanniskraut genommen, kann insofern also keine Tipps geben. Trotzdem möchte ich darauf hinweisen, dass es sich bei Antidepressiva keineswegs um ein Teufelszeug handelt, sondern um ein sehr sinnvolles Medikament. Falls durch das Johanniskraut keine Besserung deines Antriebs oder deiner Stimmung auftritt, würde ich raten, deinem Hausarzt die Situation zu schildern, damit er dich gegebenenfalls an einen Facharzt vermitteln kann.
Alles Gute!
Hallo lieber Frager,
bevor ich mich in Behandlung begeben hatte habe ich es auch mit Johanneskraut versucht…leider war es bei mir nicht sehr erfolgreich, der psychische Effekt war gleich Null, dafür musste ich dauernd aufstoßen…Ich rate dir deshalb, dich von einem Hausarzt an einen Psychotherapeuten überweisen zu lassen. Der kann dir mittels Gesprächstherapie helfen und dies mit Medikamenten unterstützen - diese sind nicht die Heilung sondern nur dein Krückstock auf dem weg dahin.
Anfangs hatte ich auch Vorurteile gegenüber den tabletten, ABER: Antidepressiva sind keine Psychopharmaka und machen nicht abhängig, sie verändern deine Pewrsönlichkeit nicht. Sie sind nur die Hilfe zum Gesund werden, eben der Krückstock 
Alles Gute wünscht
Eileen
Hallo !
Es gibt gute hausmittel, Homöpathie bzw. Schüsslersalze. Ich persönlich kann dir raten, SEDARISTON (gelb-grüne Packung) aus der Apotheke zu holen. Wenn der Apotheker sich mit Schüsslersalzen auskennt - schilder ihm/ihr dein Problem und lass dir was mischen. Die Tabletten machen nicht abhängig und sind frei verkäuflich. Ist auch nur Johanniskraut (stimmungsaufhellend) und Baldrian (Ruhe) drin. Nimme dir mal etwas Zeit für Dich. Räum den Kleiderschrank auf. Kauf dir ein neues Teil. Iß jeden Tag eine Banane. Kalium ist gut für dich. Bewegung überhaupt und besonders an der frischen Luft ist für die Nerven und für die Gesundheit gut. Ich wünsche dir alles Gute
also damit habe ich keinerlei erfahrung ich selber nehme anti deprssiva…aber eine freundin von mir schwört auf dieses pflanzliche ding sie nimmt entweder johanniskrautkapseln oder dieses rescuezeug aus der bachblütensammlung…ein versuch ist es wert denke ich denn schaden kann es ja eigentlich nicht und wenn du merkst,dass es nichts bringt dann ggf doch zu anderen mitteln greifen…
lg mysterywolve
Johanniskraut ist auf jeden Fall eine gute Möglichkeit, wen man keine Chemie nehmen will. Allerdings kann ich dir nur den Tipp geben, dir Hilfe zu suchen, wenn es nicht wirklen sollte.
Achja…viel Licht tut auch gut:wink: Wenn die Sonne mal wieder scheint.
lg