Vielleicht würde dieses Poting bessser unter „Geschichte“ passen -aber ich probiere es erst mal hier:
Sten Nadolny machte John Franklin zum Protagonisten seines Romans „Die Entdeckung der Langsamkeit“. Der literarische Franklin stimmt aber nicht mit der wirklichen Person überein. Wie das halt so ist, wenn man einer fiktiven Person das Kleid einer anderen überstülpt, dann kommt es schon zu Unstimmigkeiten in deren Handlunsweise. Z.B. ist m. E. wenig glaubhaft, dass der liter. Franklin mit seiner Behinderung (Langsamkeit), außer mit viel Glück, eine Seschlacht und den Kampf Mann gegen Mann bestehen bzw. übehaupt seinen Weg in der engl. Marine machen konnte.
Mich interessieren daher die Unterschiede zwischen der realen und fiktiven Personen. Ich finde leider nirgends ein Persönlichkeitsbeschreibung von John Franklin.
Z.B. ist m. E. wenig glaubhaft, dass der liter. Franklin mit seiner Behinderung (Langsamkeit), außer mit viel Glück, eine Seeschlacht und den Kampf Mann gegen Mann bestehen bzw. übehaupt seinen Weg in der engl. Marine machen konnte.
in diversen Interviews hat Nadolny bestätigt, dass die Langsamkeit fiktives Element ist, u.a. hier:
_DZ: Hatten Sie seinerzeit keine Skrupel, der historischen Figur John Franklin eine ausgeprägte Langsamkeit „anzudichten“?
Nadolny: Große Skrupel, immer wieder. Andererseits genoss ich es, den gewissenhaften Historiker, der ich ja auch bin, im Namen der Kunst sanft aber energisch beiseite zu schieben und mich literarisch vorzuwagen, und das hieß: aus Vorgabe und Erfindung eine Figur zusammenzuzimmern, in der sich die Welt spiegelt. Ich erinnere mich an alle meine Skrupel, aber ich bereue die Untat trotzdem nicht._