Jugendamt

Guten abend,

mein sohn wohnt gerade bei seinen großeltern,weil darüber entschieden wird ob uns das Aufenthaltsbestimmungsrecht entzogen werden soll, was ja das jugendamt beantragt hat.

weil bei uns polizeieinsätze waren, weil ich abends ,wohkl gemerkt nie am tag, getrunken hatte und streit usw.

habe 3monatige jur hinter mir, habe festigungskur mit kind genehmigt gekriegt .

muss ich montag angst haben, dass man meinen sohn in pflegefamilie?
haben mit ja vereinbart, dass bis zur entgültigen entscheidung er bei seiner oma und opa.

Hallo,

wie alt ist das Kind?

Wie alt sind die Großeltern?

Gruß
Ingrid

der kleene wird 2

die großeltern 53,55

Hallo,

ich bin wirklich keine Freundin der meisten Jugendämter, aber hier kann ich die Mitarbeiter verstehen.

Die Kinder, die in der letzten Zeit zu Tode gekommen sind, waren überwiegend (zumindest) vom Jugendamt betreut. Zuletzt die kleine Sarah aus Thalmässing (Nähe Nürnberg).

Ich will damit nicht sagen, dass die Mutter hier dem Kind wirklich einen Schaden zufügt (bzw. zufügen will), aber das Kind ist noch so klein, dass es auf keinen Fall sich selber wehren kann.

Auch wenn die Mutter „nur“ abends trinkt, besteht Gefahr für so einen kleinen Wurm. Beispiel ist er erbricht sich und die Mutter ist wegen des Alkohols nicht in der Lage das Richtige zu tun.

Irgendwas muss ja schon vorgefallen sein, sonst hätte das Jugendamt ja keine Information über den Konsum der Mutter.

Ich hätte für den bevorstehenden Termin folgende Vorschläge: die Mutter unterschreibt, dass das Kind so lange bei den Großeltern bleibt, bis sie selber eine Erziehungskur erfolgreich beendet hat.

Das KÖNNTE verhindern, dass das Kind in eine fremde Pflegefamilie kommt. Es ist häufig sehr schwer, Kinder von den Pflegefamilien wieder zu den „Ursprungseltern“ zurück zu bekommen.

Pflegeeltern kämpfen oft mit allen möglichen Mitteln um ihren Pflegling. Hinzu kommt eine gewisse Entfremdung, da man sein Kind bei den Pflegeeltern nur sehr selten und sehr kurz sehen kann.

Bei den Großeltern funktioniert das meist besser und entspannter.

Der Mutter würde ich empfehlen, dass sie - möglichst noch vor dem Termin - ihre Bemühungen um einen Therapieplatz aufnimmt. Wenn sie einen gefunden hat, sich eine Bestätigung geben lässt.

Damit kann sie nachweisen, dass sie sich selber zum Nutzen ihres Kindes wieder auf den Weg bringen will.

Natürlich kann es sein, dass sie - nach der Therapie - regelmässig ihre Werte kontrollieren lassen muss, um nachzuweisen, dass sie weiterhin trocken ist.

Aussagen, dass sie ja keine Alkoholikerin ist, werden ihr vermutlich weder beim Jugendamt noch bei Gericht helfen. Die Leute dort, sehen das mit ziemlicher Sicherheit anders. Also nicht lange fackeln, und eine Therapie machen.

Ich drücke die Daumen, dass alles klappt
Ingrid

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Hallo Supermom,

ich will sicherlich nicht über dich richten aber mir persönlich sträuben sich die Haare wenn ich deinen halbherzigen Hilferuf hier lese. Das fängt an bei deinem selbst gewählten Nickname über den Eintrag in deiner Vika bis hin zu dem kurzen Artikel der wenig Möglichkeiten zulässt dir persönlich zu helfen.

Am meisten aber stört es mich (wie gesagt ganz persönlich), dass du so kurz vor dem Termin um Hilfe bittest. Ok, ich kann deine Situation nur als Außenstehender und Vater nachfühlen und sicherlich ist man in einer Situation wie deiner auch ein stückweit verzweifelt, vielleicht überfordert und sicherlich auch voller angst aber ich glaube, wären es meine Kinder, würde ich ganze Romane schreiben, Gott und die Welt um Hilfe bitten um meine Kinder zurückzubekommen.

Daher würde ich dir auch gerne als eine Art Ratschlag folgendes sagen, Versuch dem Jugendamt glaubhaft zu versicht, dass es dir wichtig ist, dein Kind zu behalten, für es zu sorgen. Und wie schon von Ingrid beschrieben, dass du an Lösungen deiner Probleme arbeitest die dazu geführt haben.

Ich hoffe ich habe meine Ansicht verständlich, ohne verletzend zu wirken rüberbringen können aber wie ich schon sagte ist auch bei mir ein bisschen Aufregung entstanden als ich deinen Artikel gelesen habe.

Auf jeden Fall drück ich deinem Kind die Daumen und somit auch dir.

Viele Grüße
MeToo

Hallo,

bei all den vorsichtigen Antworten kann ich mir eine Spitze nicht verkneifen…

weil bei uns polizeieinsätze waren, weil ich abends ,wohkl
gemerkt nie am tag, getrunken hatte und streit usw.

macht es für dich einen Unterschied, ob du Abends und nicht Mittags betrunken bist und dadurch nicht richtig für das Kleine sorgen kannst?

Weil dann kann ich das Jugendamt verstehen…

Gruß,

Hi!

muss ich montag angst haben, dass man meinen sohn in
pflegefamilie?
haben mit ja vereinbart, dass bis zur entgültigen
entscheidung er bei seiner oma und opa.

Ohne dir zu nahe treten zu wollen, aber das hört sich nicht an, als ob du das nüchtern geschrieben hast.

Bei den Großeltern ist der Kleine sicher besser aufgehoben als bei Pflegeeltern. Sieh zu, dass du vom Alkohol wegkommst. Alles andere wird dem Kind schaden. Insofern find ich es richtig, dass das Jugendamt sich kümmert, aber die werden es sicherlich auch so sehen, dass die Großeltern die bessere Alternative sind.

Wünsche dir Alles Gute!

Grüße
von der
Flaschenpost

hey,du bist mir nicht zu nahe getreten.

aber der brief war im nüchternen geschrieben.grüße

Hallo,
die Therapie ist schon beantragt und sie ist mit kind genehmigt worden.Desweiteren haben wir eine Vereinbarung,dass bis zur Entscheidung das Kind bei seinen Großeltern bleibt.

l.g.

Hallo,also ich finde schon dass es einen riesen Unterschied macht ob man am Tage trinkt,oder abends.

l.g.

Hallo,

ich kann mir nicht vorstellen, dass es sich bei der von Dir genannten Therapie, wo man ein Kleinkind hin mitnehmen kann, wirklich um eine Therapie (besser wohl Entziehungskur) handelt, um gänzlich vom Alkohol loszukommen.

Mein Bruder ist Alki. Wenn der, oft nach Jahren völliger Trockenheit, wieder abstürzt und dann sich irgendwann aufrappelt und wieder auf Entzug geht, geht der für mindestens sechs Monate in eine Einrichtung. Während dieser Zeit darf er keinen Kontakt zu seiner Familie haben.

Irgendwelche andere Therapien können hilfreich sein, aber erst, wenn Du allen nachweisen kannst, dass Du meilenweit einen Bogen um jede Art von Alkohol machst.

Jugendämter haben eine Heidenangst, dass durch Versäumnisse (meist als „Nichtherausnahme“ interpretiert) ein Kind zu Schaden kommt.

Sowas wie einen Deal vorschlagen: Kind bleibt bei den Großeltern bis in der Zwischenzeit eine Entziehungskur erfolgreich beendet ist.

Für die Zeit danach, wenn das Kind wieder bei Dir lebt, vorschlagen, dass Du freiwillig in regelmässigen Abständen die Leberwerte überprüfen lässt und dem Jugendamt/Gericht zur Kenntnis gibst.

Letzteres hat mein Bruder gemacht um wieder den Führerschein zu bekommen. Den nächsten „Absturz“ konnten die Behörden an den Leberwerten erkennen und der „Lappen“ war wieder weg.

Du kannst aber davon ausgehen, dass Dir bezüglich Kind garantiert kein einziger Absturz genehmigt wird.

Meine Vorschläge sind keine Garantie, dass man Dir das Kind nicht völlig nehmen wird und evtl. sogar in einer Pflegefamilie oder in einem Heim unterbringen wird.

Aber sie geben eine gewisse Chance, dass Du das Kind bei den Großeltern lassen kannst - wo Du es häufiger siehst als bei einer anderen Fremdunterbringung. Gleichzeitig wächst Deine Chance, dass das Kind wieder zu seiner Mama kommt, wenn diese sich dauerhaft stabilisiert hat.

Du schreibst im Ursprungsposting von Streitereien. Ich nehme an, dass sie mit einem Partner/Lebensgefährten geschehen. Wenn die Ursache dieser Streitereien nicht war, dass Du nicht trinken sollst (oder ähnliche vernünftige Gründe), solltest Du im Interesse der Zukunft Deines Kindes und Deiner „trockenen“ Zukunft, diese Partnerschaft überdenken.

Im Übrigen finde ich es nicht hilfreich für die Fragerin, dass man ihr hier im Forum Vorwürfe macht. Hilft meines Erachtens nach nicht, dass sie ihre eigene Situation bessert.

Gruß
Ingrid

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Hallo,also ich finde schon dass es einen riesen Unterschied
macht ob man am Tage trinkt,oder abends.

Hallo,

wenn Du diese Einstellung gegenüber dem Jugendamt und/oder Gericht kommunizierst, wirst Du das Kind nicht zurückbekommen.

Es zeigt nur, dass das bei Süchtigen ÜBLICHE Schönreden aber kein „Unrechtsbewusstsein“ vorhanden ist.

Dir wird man ohne Kontrolle das Kind erst anvertrauen, wenn Du Dich Deiner eigenen Situation stellst und in der Lage bist, zu sagen und zu leben ich bin Trinkerin und ich unternehme jetzt etwas um dieses Problem (möglichst) für immer loszuwerden.

Gruß
Ingrid

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Position des Kindes stärken; Pro Pflegefamilie
Hallo Ingrid,
ich schätze Deine Beiträge hier sehr, Du hast umfassende Fachkenntnis zu Rechtsthemen, die Familien, Trennung, Umgang etc. betreffen.

Was mir aber auch hier wieder neben den sehr guten, neutralen Hinweisen zur Vorgehensweise ins Auge springt und stört, sind Deine Vorbehalte gegen Pflegeeltern, Jugendämter etc.

Dafür wirst Du Gründe haben, das ist in Ordnung, aber ich möchte das nicht unkommentiert lassen.
Bitte nimm es als sachliche Kritik an Deinem, ansonsten sehr hilfreichen und empathischen (bzgl. Supermom) Posting.

Meine Position bzgl. Pflegeeltern ist eine etwas andere.
In meinen Überlegungen steht das Kind im Mittelpunkt, erst dann kommen die leibl. Eltern.
Ich wünsche jedem Kind:
„Menschen, die für dieses Kind Elternverantwortung und Elternrollen übernehmen“
Ob die besagten Menschen miteinander verwandt sind, ist mir dabei weniger wichtig.

Wichtig ist mir, dass die Erwachsenen das Kind auf seinem Weg begleiten und ihm Halt und Unterstützung geben.
Es gibt nun mal leibliche Eltern, die dazu nicht bzw. nicht ohne Unterstützung in der Lage sind.
Das muss ich Dir eigentlich nicht erzählen, ich weiß. :wink:
Aber vielleicht liest die Fragende ja auch mit, vielleicht vermitteln meine paar Sätze eine etwas andere Sicht auf das Thema?

Was wäre an einer geeigneten Pflegefamilie denn so schlecht für das Kind?

Das KÖNNTE verhindern, dass das Kind in eine fremde Pflegefamilie kommt. Es ist häufig sehr schwer, Kinder von den Pflegefamilien wieder zu den „Ursprungseltern“ zurück zu bekommen.
Pflegeeltern kämpfen oft mit allen möglichen Mitteln um ihren Pflegling. Hinzu kommt eine gewisse Entfremdung, da man sein Kind bei den Pflegeeltern nur sehr selten und sehr kurz sehen kann.

Aus abgebender/ weggenommener Elternsicht völlig klar, aber was ist denn aus Kindessicht?

Es hat doch alles Gründe, warum Pflegeeltern, welche Verantwortung für ein einst fremdes Kind übernommen haben, für das Kind kämpfen.

Es hat verschiedene Gründe, warum Besuchskontakte oft nur selten stattfinden. ( Es soll nicht den Rahmen sprengen, also keine Aufzählung)
Einer ist, dass die Kinder danach häufig große Schwierigkeiten haben, sich in ihrem neuen Lebensumfeld wieder sicher und geborgen zu fühlen; mit Mühe aufgebautes schwindet.

Ich weiß von einigen Pflegefamilien, wo positive Kontakte zur Ursprungsfamilie bestehen.
Ebenso weiß ich, wie verantwortungsvoll sich eine Mutter zeigt, die stark belastet ist und merkt, dass sie in ihrer Lebenssituation nicht gut für ihr Kind sorgen kann, so sehr sie es auch liebt und das beste für es wünscht und die Entscheidung fällt/ mitträgt, das Andere für das Kind sorgen.

Ich habe Hochachtung vor Eltern, die ihrem Kind ermöglichen, positive, neue Elternpersönlichkeiten zu erleben und ihnen die Erlaubnis geben, in einer Pflegefamilie aufzuwachsen.
Das zeigt für mich, sich als Eltern verantwortlich zu zeigen.

Bei den Großeltern funktioniert das meist besser und entspannter.

Besser?
O.K.
Weil die Großeltern Teile des Systems sind.

Ob das besser und entspannter funktioniert, möchte ich einfach in Frage stellen.
Sicher gibt es Verwandtenpflegschaften, die gut im Sinne des Kindes funktionieren.
Aber häufig genug geht das Leben des Kindes seinen vertrauten Gang weiter, es ist weiter in dem belasteten System und seinen Strukturen. Hinzu kommt häufig,
dass die Großeltern sich verantwortlich fühlen für ihre eigene Erziehung, vermeindliche Fehler, die sie gemacht haben…
Entspannt wäre das dann nicht.
Einfacher erstmal und auf den ersten Blick besser.

Aber ich denke, man sollte einen zweiten Blick wagen und sich parteilich auch für das Kind einsetzen.

Nebenbei zieht sich das Thema Alkohol in Familien häufig ja auch noch durch mehrere Generationen.
Das Erleben neuer, unbelasteter und vor allem heilsamer Erfahrungen würde so durch den Verbleib in gewohnten Strukturen verhindert.

Bei aller Liebe und Mühe die ich den Großeltern einfach mal positiv unterstelle, ist das Kind doch ständig konfrontiert mit der Thematik: "meine Tochter/ Schwiegertochter konnte nicht für Dich sorgen, sie hat zuviel Alkohol getrunken, es gab viel lauten Streit und die Polizei kam deshalb immer wieder"

Ich sehe meine Zeilen als Ergänzung, nicht als Widerspruch zu Deiner Antwort.
Mir fehlte die andere Gewichtung:

  • Position parteilich für das Kind und seine Entwicklung
  • Pflegefamilie als Hilfe für ein Kind in einer schwierigen Lebenssituation, dessen leibliche Eltern aus wasauchimmerfürGründen nicht so für das Kind sorgen können, wie das Kind es verdient hat.

Dagegen steht ( nicht von Dir, aber häufig von Eltern gesagt):

  • „Man darf doch keiner Mutter die Kinder wegnehmen!
    Um jeden Preis Therapie und Verbleib des Kindes im Familiensystem“

    Und das sehe ich anders.

Aussagen, dass sie ja keine Alkoholikerin ist, werden ihr vermutlich weder beim Jugendamt noch bei Gericht helfen. Die Leute dort, sehen das mit ziemlicher Sicherheit anders. Also nicht lange fackeln, und eine Therapie machen.

Dem schließe ich mich wiederum vollkommen an.
Drücke dem Kind und den Eltern und dem betreuenden Jugendamt die Daumen, einen guten, gangbaren Weg für Alle zu finden.
Gruß Finjen

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Meine Meinung
Hallo

Ich hoffe, du hast nichts dagegen, wenn ich (auch) drauf antworte.

Was wäre an einer geeigneten Pflegefamilie denn so schlecht für das Kind?

Aus abgebender/ weggenommener Elternsicht völlig klar, aber was ist denn aus Kindessicht?

Das Kind will mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit bei seiner Mutter, oder jedenfalls irgendwie in der Familie bei seinen vertrauten Bezugspersonen bleiben. Da muss es schon sehr sehr schlimm kommen, dass ein kleines Kind das nicht mehr will.

Alleine schon die Tatsache, dass man es für nötig hält, die Besuche der leiblichen Eltern so stark einzuschränken, zeigt doch, dass es keine optimale Lösung ist mit der Pflegefamilie (ich weiß nicht, ob das immer so gemacht wird, ich beziehe mich auf den Fall, den du erwähnt hast, dass nämlich alles wieder zusammenbricht, sobald die Mutter mal auftaucht). Wenn da ein gutes, solides Verhältnis da ist zu anderen Leuten, macht es doch eigentlich nichts aus, wenn die Mutter mal auftaucht, sondern im Gegenteil.

Viele Grüße

Irritation des kindes/ Verunsicherung
Hallo Simsy,

Ich hoffe, du hast nichts dagegen, wenn ich (auch) drauf antworte.

Natürlich nicht.

Was wäre an einer geeigneten Pflegefamilie denn so schlecht für das Kind?

Aus abgebender/ weggenommener Elternsicht völlig klar, aber was ist denn aus Kindessicht?

Das Kind will mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit bei seiner Mutter, oder jedenfalls irgendwie in der Familie bei seinen vertrauten Bezugspersonen bleiben. Da muss es schon sehr sehr schlimm kommen, dass ein kleines Kind das nicht mehr will.

Ja, da hast Du aus deinem Blickwinkel völlig recht.
Kleine Kinder werden immer bei den vertrauten Personen bleiben wollen.
Erst mal.
Sie kennen auch keine Alternative.

Jetzt mal völlig abgesehen vom konkreten Fall:
Ein Kind, mit dem etwas gemacht wird, was ungute Gefühle macht/ was Ungutes erlebt, das beginnt sich aus Selbstschutz eine Strategien zurechtzulegen/ ein Weltbild zu erschaffen, welches etwa wie folgt aussieht:
"Was Papa/ Mama macht, ist immer richtig.
Das sind meine Eltern, ich bin das Kind.
Wenn ich fühle, dass da etwas nicht gut ist, dann liegt es an mir. ich bin Schuld/ verantwortlich für das, was geschieht.
Ich darf mich nicht wehren…

Das jetzt mal ganz einfach formuliert und für viele belastete Familiensituationen geltend.

Kinder, welche aus Gewalt, sex. Missbrauch, Vernachlässigung, Verwahrlosung… in einen geschützten Rahmen kommen, zeigen durch ihr Verhalten, was ihnen vertraut ist und worin sie sich sicher fühlen, …
Ich kann da nicht soviel schreiben, wie ich dazu erzählen könnte, bin total müde und das geht auch hier jetzt nicht… sorry *gähn*

Alleine schon die Tatsache, dass man es für nötig hält, die Besuche der leiblichen Eltern so stark einzuschränken, zeigt doch, dass es keine optimale Lösung ist mit der Pflegefamilie (ich weiß nicht, ob das immer so gemacht wird, ich beziehe mich auf den Fall, den du erwähnt hast, dass nämlich alles wieder zusammenbricht, sobald die Mutter mal auftaucht).

Ich habe nicht gesagt, dass es die optimale Lösung ist.

Mir ging es um ein Gegengewicht zu ~„bei den Großeltern ist es am besten“… Wenn ich lese, wie wenig Einsicht in ihre Sucht die Mutter beschreibt, dann wird mir schlicht bange um das Kind.

Es dauert Monate und Jahre, bis innerhalb einer Pflegegfamilie das Kind als angekommen bezeichnet werden kann…
Bis das Kind einigermaßen vertrauen gefasst hat zu den Erwachsenen, bis es geprüft und bis quasi zum Erbrechen ausprobiert hat, ob in der neuen Familie nicht die gleichen Dinge passieren, wenn der Pflegevater auf dem Gartenfest ein Bierchen trinkt, wie wenn Mama eins getrunken hat…
… was passiert, wenn man Essen versteckt, obwohl alles im Übermaß da ist…
…was passiert, wenn Pipi im Schlüpfer landet…
Das muß das Kind alles erst mal erleben und Sicherheit erlangen. Das dauert…

Wenn da ein gutes, solides Verhältnis da ist zu anderen Leuten, macht es doch eigentlich nichts aus, wenn die Mutter mal auftaucht, sondern im Gegenteil.

Nein, das ist ein Irrtum.
Es ist unglaublich viel echte, psychisch und physisch anstrengende Arbeit seitens Pflegeeltern und Pflegekind, sich aufeinander einlassen und aufeinander bauen zu können, mit dem Bündel voll Erfahrungen aus früher Kindheit.

Da können Pflegeeltern manchmal alles Menschenmögliche versuchen, aber die Angstbindung des Kindes zu den leiblichen Eltern ist stärker, wenn auch definitiv nicht entwicklungsförderlich.

Eine Bindung entstehen zu lassen, gelingt nur langsam und oft nur so weit, wie es die Bindungsfähigkeit de Kindes zulässt.
Kommt dann, nach einem halben Jahr, wo es zwar nach außen ganz nett aussieht, das neue Familiensystem, die echte Mama oder der echte Papa zu Besuch, dann durchlebt das Kind häufig Wiederholungen des alt Bekannten und Vertrauten.
Darauf reagiert es in unterschiedlichen Formen.
Da können die Pflegeeltern noch so wohlwollend, gut und sensibel sein…

Nach dem Besuchskontakt sind solche Kinder, die noch gar nicht wirklich in ihrer neuen Ersatzfamilie angekommehn sind, häufig stark verunsichert.
… was ist richtig?
Wer gehört zu mir?
„Anna und Bert sind so nett zu mir, aber Mama ist auch da, sie hat geweint?“ …
Der Besuch hat dann vielleicht nur eine Stunde gedauert, die Folgen dauern Wochen lang.

Es geht aber auch anders:
Ein gut integriertes Kind, wo die Ursprungsfamilie immer seitens der Pflegeeltern Thema war und positiv benannt wurde, wo Fotos von der echten Mama und der neuen Familie erlaubt sind und gewertschätzt werden…
Wenn da die echte Mama, vorbereitet durch Briefe oder Fotos der Pflegeeltern, einen Besuch bei ihrem Kind macht, da kann es dann sehr schön werden.
Wenn die Erwachsenen sich akzeptieren, wenn keine Vorwürfe im Raum sind.
Wenn seitens der Ursprungsfamilie klar ist:
Ich freue mich, dass es Dir in Deinem neuen Umfeld gut geht.

Man könnte das dann benennen:
„Mama konnte sich leider nicht ordentlich um Dich kümmern, als Du klein warst, ich freu mich, dass Anna und Bert das jetzt machen und das es Dir gut geht. Du wirst dort geliebt, ich liebe Dich auch…“
So in der Art.

Das gibt es auch in echt. :smile:

Vielleicht verstehst Du jetzt etwas besser, was ich meinte.

Ich weiß, dass es unglaublich schwer nachzuvollziehen ist, wenn man selbst Kinder hat und sie halbwegs ordentlich versucht, fürs Leben stark zu machen.
Da gibt es auch nicht nur „Alles Tutti“, sondern auch Situationen der Angst und der Wut.

Das lässt sich aber mit der Situation von Pflegekindern und Pflegeeltern in Begegnung mit leiblichen Eltern nicht miteinander vergleichen.
Gruß zur Nacht,
Finjen

Viele Grüße

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Hallo Finjen,

mir fehlt jetzt zwar die Zeit, aber einige kurze Antworten will ich doch geben:

Was mir aber auch hier wieder neben den sehr guten, neutralen
Hinweisen zur Vorgehensweise ins Auge springt und stört, sind
Deine Vorbehalte gegen Pflegeeltern, Jugendämter etc.

Ich begleite häufig Scheidungs-/Trennungseltern durch diese schwere Zeit. Zwangsläufig habe ich oft mit Jugendämtern - und zwar mit mehr als einem - zu tun.

Dort gibt es vereinzelt gute und engagierte Mitarbeiter. Aber es ist Glücksache auf so einen Mitarbeiter zu treffen. Und selbst solche Mitarbeiter werden durch Überlastung durch zuviele Fälle verschlissen.

Dafür kann der Jugenamtsmitarbeiter zwar nichts, aber jeder - egal warum - schlechtarbeitende Mitarbeiter ist ein Schaden für die Kinder.

Als „Nebenprodukt“ meiner ehrenamtlichen Arbeit kommen „Fälle“" hinzu, wo Eltern den Kindern weggenommen werden.

Manuela aus http://www.youtube.com/watch?v=TeX4a3zjPqE ; http://www.youtube.com/watch?v=9qsAFgUJ9Og : http://www.youtube.com/watch?v=OkJb5de6B0o&feature=r… habe ich nach der Kindesherausnahme kennengelernt und erfahre immer noch von ihr wie es weitergeht.

Hier hat das Jugendamt über Jahre hinweg ein Urteil des OLG ignoriert.

Mir sind (inzwischen) mehrere Familien, teilweise persönlich bekannt, wo die Familie ohne Verschulden in eine aberwitzige Geschichte geraten sind und ihre Kinder für lange Zeit, manchmal auch für immer verloren haben.

Schon vor Jahren wurde die BRD deswegen vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt. Eltern, die sich an (manche) Jugendämter wenden um Familienhilfe zu bekommen, gehen nicht selten große Risiken ein: http://www.menschenrechte.ac.at/docs/04_2/04_2_09 ; http://www.coe.int/t/d/menschenrechtsgerichtshof/dok…
Die Links sind nur eine klitzekleine Auswahl, von den Veröffentlichungen. Wobei, auch die Veröffentlichungen der Fälle auch nur die Spitze eines Eisberges ist.

Manuela (die in Youtube) musste ihre HP vom Netz nehmen, weil das Jugendamt drohte, dass die Kinder sonst anonym untergebracht werden. Die Kritik am Jugendamt würde das Kindeswohl schädigen. Aber da ging nicht mal das ansonsten jugendamtshörige Gericht darauf ein.

Dafür wirst Du Gründe haben, das ist in Ordnung, aber ich
möchte das nicht unkommentiert lassen.
Bitte nimm es als sachliche Kritik an Deinem, ansonsten sehr
hilfreichen und empathischen (bzgl. Supermom) Posting.

Meine Position bzgl. Pflegeeltern ist eine etwas andere.
In meinen Überlegungen steht das Kind im Mittelpunkt, erst
dann kommen die leibl. Eltern.

Genau so sehe ich es auch. Ein Kind soll im Mittelpunkt stehen und wegen seiner selbst geliebt werden.

Originalgespräch eines Busfahrers mit einer Freundin von mir: „wir haben jetzt ein neues Pflegekind“. Freundin: „warum?“ Busfahrer: „was meinen Sie womit wir unser Haus abbezahlen?“
Erklärung zu finden: http://www.jugendamt.nuernberg.de/pflege/finanzielle…
Mein Kommentar: leibliche Eltern haben soviel Geld und Unterstützung natürlich nicht für ihre leiblichen Kinder. Die müssen Kinderzimmer usw. selbst finanzieren.

Das tun die meisten Eltern. Wie oben geschrieben ist nicht jede Kindesherausnahme gerechtfertigt. Kinder leiden auch, wenn sie, z. B. wegen Überreaktionen von Jugendamtsmitarbeitern, von ihren Eltern weg müssen.

Ich wünsche jedem Kind:
„Menschen, die für dieses Kind Elternverantwortung und
Elternrollen übernehmen“

Das wollen viele leibliche Eltern, sie werden aber daran gehindert.

Ob die besagten Menschen miteinander verwandt sind, ist mir
dabei weniger wichtig.

Das ist aber vielleicht dem Kind wichtig?

Wichtig ist mir, dass die Erwachsenen das Kind auf seinem Weg
begleiten und ihm Halt und Unterstützung geben.
Es gibt nun mal leibliche Eltern, die dazu nicht bzw. nicht
ohne Unterstützung in der Lage sind.

Diese gibt es zweifellos. Da halte ich auch eine Herausnahme für gerechtfertigt.

Aber es gibt auch Pflegeeltern, die für das Pflegekind schädlich sind. Beispiele: http://www.wz-newsline.de/?redid=203829 und http://www.vaeternotruf.de/pflegeeltern.htm

Das muss ich Dir eigentlich nicht erzählen, ich weiß. :wink:
Aber vielleicht liest die Fragende ja auch mit, vielleicht
vermitteln meine paar Sätze eine etwas andere Sicht auf das
Thema?

Was wäre an einer geeigneten Pflegefamilie denn so schlecht
für das Kind?

Weil, wenn die Mutter ihr Leben - auch im Interesse ihres Kindes das sie zu lieben scheint - wieder auf die Reihe bekommt, eben die bessere Wahl ist.

Das KÖNNTE verhindern, dass das Kind in eine fremde Pflegefamilie kommt. Es ist häufig sehr schwer, Kinder von den Pflegefamilien wieder zu den „Ursprungseltern“ zurück zu bekommen.
Pflegeeltern kämpfen oft mit allen möglichen Mitteln um ihren Pflegling. Hinzu kommt eine gewisse Entfremdung, da man sein Kind bei den Pflegeeltern nur sehr selten und sehr kurz sehen kann.

Aus abgebender/ weggenommener Elternsicht völlig klar, aber
was ist denn aus Kindessicht?

Es hat doch alles Gründe, warum Pflegeeltern, welche
Verantwortung für ein einst fremdes Kind übernommen haben, für
das Kind kämpfen.

Das sind auch Gründe im Interesse der Pflegeeltern. Nicht alle denken ans Wohl des Pflegekindes.

Diese Gründe KÖNNEN auch finanzieller Natur sein. Pflegeeltern sind keine Adoptiveltern und ihnen sollte klar sein, dass sie vorübergehend das Kind pflegen.

Es hat verschiedene Gründe, warum Besuchskontakte oft nur
selten stattfinden. ( Es soll nicht den Rahmen sprengen, also
keine Aufzählung)
Einer ist, dass die Kinder danach häufig große Schwierigkeiten
haben, sich in ihrem neuen Lebensumfeld wieder sicher und
geborgen zu fühlen; mit Mühe aufgebautes schwindet.

Klar, dem Kind könnte z. B. beim Besuchskontakt (wieder) klar geworden sein, dass es (trotz allem) seine eigenen Eltern liebt. Die Sehnsucht könnte wieder „aufgebrochen“ sein.

Ich weiß von einigen Pflegefamilien, wo positive Kontakte zur
Ursprungsfamilie bestehen.
Ebenso weiß ich, wie verantwortungsvoll sich eine Mutter
zeigt, die stark belastet ist und merkt, dass sie in ihrer
Lebenssituation nicht gut für ihr Kind sorgen kann, so sehr
sie es auch liebt und das beste für es wünscht und die
Entscheidung fällt/ mitträgt, das Andere für das Kind sorgen.

Kann verantwortungsvoll sein oder auch nicht. Vermutlich geht dann die „Abnabelung“ des Kindes leichter. Kind könnte sich denken, dass die Mutter sie nicht liebt, weil sie so leichtherzig mit der Fremdbetreuung umgeht.

Ich habe Hochachtung vor Eltern, die ihrem Kind ermöglichen,
positive, neue Elternpersönlichkeiten zu erleben und ihnen die
Erlaubnis geben, in einer Pflegefamilie aufzuwachsen.

Nicht jede Erlaubnis wird freiwillig und im Wissen um die Konsequenz gegeben. Der Vater von Talea hatte auch erst unterschrieben. Manuela hat unterschrieben, weil sie sich „bedroht“ fühlte.

Das zeigt für mich, sich als Eltern verantwortlich zu zeigen.

Bei den Großeltern funktioniert das meist besser und entspannter.

Besser?
O.K.
Weil die Großeltern Teile des Systems sind.

Großeltern sind Teile der Familie. Pflegeeltern eher ein Teil des Systems. Übrigens gibt es mehr als ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes, wo ausgeurteilt wurde, dass die Familie bei der Betreuung der Kinder zu bevorzugen ist. Natürlich wenn sie erziehungsgeeignet ist.

Ob das besser und entspannter funktioniert, möchte ich einfach
in Frage stellen.
Sicher gibt es Verwandtenpflegschaften, die gut im Sinne des
Kindes funktionieren.
Aber häufig genug geht das Leben des Kindes seinen vertrauten
Gang weiter, es ist weiter in dem belasteten System und seinen
Strukturen. Hinzu kommt häufig,
dass die Großeltern sich verantwortlich fühlen für ihre eigene
Erziehung, vermeindliche Fehler, die sie gemacht haben…

Warum sollten sie? Pflegeeltern machen auch Fehler.

Entspannt wäre das dann nicht.
Einfacher erstmal und auf den ersten Blick besser.

Aber ich denke, man sollte einen zweiten Blick wagen und sich
parteilich auch für das Kind einsetzen.

Genau: im Sinne des Gesetzes nur Herausnahme aus der weiteren Familie, wenn das unumgänglich ist. So bleiben dem Kind wenigstens Teile seiner Wurzeln erhalten.

Nebenbei zieht sich das Thema Alkohol in Familien häufig ja
auch noch durch mehrere Generationen.

Mein Bruder brauchte keinen Durchzug durch die Generationen. Er ist der Einzigste in unserer Familie, der Alkoholiker ist.

Das Erleben neuer, unbelasteter und vor allem heilsamer
Erfahrungen würde so durch den Verbleib in gewohnten
Strukturen verhindert.

Ich lebe ein völlig anderes Leben als meine Eltern. Mein Sohn ein wieder ganz anderes Leben. Gewohnte Strukturen ziehen sich nicht zwangläufig weiter durch die Familie.

Bei aller Liebe und Mühe die ich den Großeltern einfach mal
positiv unterstelle, ist das Kind doch ständig konfrontiert
mit der Thematik: "meine Tochter/ Schwiegertochter konnte
nicht für Dich sorgen, sie hat zuviel Alkohol getrunken, es
gab viel lauten Streit und die Polizei kam deshalb immer
wieder"

Was erzählen die Pflegeeltern dem Kind, wenn es fragt warum es nicht bei Mama und Papa lebt? Doch wohl ähnliches bis zum Gleichen.

Ich sehe meine Zeilen als Ergänzung, nicht als Widerspruch zu
Deiner Antwort.
Mir fehlte die andere Gewichtung:

  • Position parteilich für das Kind und seine Entwicklung

Genau, für das Kind. Wenn die Mutter ihr Leben nicht „kindgerecht anpasst“ dann muss das Kind zu Pflegeeltern. Aber die Mutter sollte die Möglichkeit haben, ihr Leben zu ändern. Danach sollte das Kind die Möglichkeit haben, seine Mutter wieder zu bekommen.

  • Pflegefamilie als Hilfe für ein Kind in einer schwierigen
    Lebenssituation, dessen leibliche Eltern aus
    wasauchimmerfürGründen nicht so für das Kind sorgen können,
    wie das Kind es verdient hat.

ja, aber nur wenn die Familie nicht wirklich selbst dazu in der Lage ist. Beispiel Urteil Kutzner

Dagegen steht ( nicht von Dir, aber häufig von Eltern gesagt):

  • "Man darf doch keiner Mutter die Kinder wegnehmen!

Genau. Diesen Satz wirst Du von mir NIIIEEE hören. Mein Wahlspruch ist: Allen Kindern beide Eltern. Und er kann gerne zusätzlich erweitert werden: Allen Kindern beide Eltern und ihre eigene Familie!

Um jeden Preis Therapie und Verbleib des Kindes im
Familiensystem"
Und das sehe ich anders.

Aussagen, dass sie ja keine Alkoholikerin ist, werden ihr vermutlich weder beim Jugendamt noch bei Gericht helfen.
Die Leute dort, sehen das mit ziemlicher Sicherheit anders. Also nicht lange fackeln, und eine Therapie machen.

Dem schließe ich mich wiederum vollkommen an.
Drücke dem Kind und den Eltern und dem betreuenden Jugendamt
die Daumen, einen guten, gangbaren Weg für Alle zu finden.

Ich will jetzt nicht alle Fälle und Argumente hier schreiben die mir bekannt sind.
Klar muss ein Kind dort herausgenommen werden, wo ihm Gefahr droht.

Ich drücke dem Kind die Daumen und bete und hoffe, dass hier mal einer der guten JA-MA am Werk ist.

Gruß
Ingrid

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Hallo Finjen

Vielleicht verstehst Du jetzt etwas besser, was ich meinte.

Ja, viel besser, du hast das sehr gut erklärt. Danke für den ausführlichen und kompetenten Beitrag.

Viele Grüße
Simsy Mone

Hallo Ingrid,

Schon vor Jahren wurde die BRD deswegen vom Europäischen
Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt.

Können sich Eltern an diesen Gerichthof wenden? Ich habe nämlich von einer Familie gehört, die ihre hochbegabten Kinder nicht in die Schule geschickt, sondern selber unterrichtet haben, und denen deswegen jetzt das Sorgerecht entzogen wurde. Diese Kinder ging bis dahin meines Wissens sehr gut und hatten jede Menge Leistungsnachweise in mehreren Bereichen.

Viele Grüße
Simsy Mone

Hallo,

Schon vor Jahren wurde die BRD deswegen vom Europäischen
Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt.

Können sich Eltern an diesen Gerichthof wenden?

An den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte können sich alle Bürger eines EU-Staates wenden, WENN sie (und das ist zwingend) alle gerichtlichen Instanzen (also Beispielsweise: Amtsgericht dann Landgericht dann Oberlandesgericht dann Bundesgerichtshof und Bundesverfassungsgerichtshof)) ohne Recht zu bekommen durchlaufen haben.

Verweigert eine gerichtliche Instanz, dass man zur nächsten Instanz geht (Beispiel das OLG verweigert den Zugang zum BGH) dann muss man als oberstes Gericht das Bundesverfassungsgericht anrufen. Bekommt man hier eine „Absage“ - auch wenn es kein Urteil ist, sondern die Klage nicht angenommen wird - dann ist der Weg innerhalb einer Frist zum Gerichtshof für Menschenrechte frei.

Ich habe
nämlich von einer Familie gehört, die ihre hochbegabten Kinder
nicht in die Schule geschickt, sondern selber unterrichtet
haben, und denen deswegen jetzt das Sorgerecht entzogen wurde.

Da stehen sie nicht alleine. Mal nach Busekros und evtl. Erlangen googeln.
Hilfe und Unterstützung bekommen sie vielleicht auch bei www.sfev.de und nach Homeschooling oder Hausunterricht o. ä. googeln.

Diese Kinder ging bis dahin meines Wissens sehr gut und hatten
jede Menge Leistungsnachweise in mehreren Bereichen.

Viele Grüße
Simsy Mone

Gruß
Ingrid

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weil bei uns polizeieinsätze waren, weil ich abends ,wohkl
gemerkt nie am tag, getrunken hatte und streit usw.

hey klasse. du traust dich wirklich was mit diesem nickname eine solche frage zu stellen.
echt super!!!

seute