Hallo liebe Wissenden,
Hallo liebe Fragende,
was muss zwischen Eltern bzw. einem Elternteil und dem Kind
vorgefallen sein, damit ein Elternteil das Kind nur 1 Std. pro
Monat unter Aufsicht des Jugendamtes sehen darf?
Oder ist das normal?
Nein, normal ist es nicht.
Zunächst (bevor Irgendetwas, verkorkst, verbockt oder sonstwie negativ wurde, eine Partei Beratung, Hilfe gesucht hat, oder gar Anträge gestellt wurden) wird davon ausgegangen, dass zwei Erwachsene ein Kind gezeugt haben, die die Situation, dass sie ein gemeinsames Sorgerecht ausüben ohne zusammenzuleben, vernünftig geregelt bekommen. Leider gelingt das nicht immer (mal möglichst neutral, ohne Schuldzuweisungen gesagt). Das ist dann der Punkt, wo zunächst Beratung in’s Spiel kommt. Erweist diese sich als nicht dauerhaft weiterhelfend, wird einer von beiden bald auf die Lösung verfallen, das alleinige Sorgerecht zu beantragen. Je nach Situation und Befindlichkeiten von Papa und Mama, kann es dann ab hier richtig hässlich werden. Hier ist die Bandbreite dessen, was alles geschehen kann, soooo riesig, wie es verschiedene Persönlichkeiten gibt, potenziert damit dass sie aufeinander wirken, ihre jeweiligen Handlungen Reaktionen hervorrufen, die dann wiederum … … … und so immer lustig im Kreis herum. Alles letztlich ausgetragen auf dem Rücken des Kindes, dessen Wohlergehen und möglichst positives Aufwachsen im Auge zu haben, beide für sich reklamieren.
das hört sich für mich schon so an, als ob in der früheren
Familie des Mannes etwas Schlimmes vorgefallen sein muss.
Oder irre ich mich?
Nun ja, „irren“ ist nicht ganz das richtige Wort. Es ist eher so, dass es bei uns keine Sippenhaft gibt. Es interessiert einfach nicht, was in der früheren Familie des Mannes vorgefallen ist. Interessieren tut lediglich, was er gesagt und getan hat. Eine so rigide Einschränkung des Umgangsrechts (etwas, was er auf jeden Fall hat, auch wenn die Mutter inzwischen das alleinige Sorgerecht haben sollte) muss schon eine Vorgeschichte haben. Doch auch die kann von … … bis … … reichen. Das einzige was aus der Ferne und ohne Kenntnis der Sachlage gesagt werden kann ist: Diese Entscheidung ist nicht leichtfertig getroffen worden. Ich könnte hier jede Menge Beispiele für „von“ und „bis“ aufzählen. Da ich nicht glaube, dass dir mit einer mehr oder weniger phantasievollen Liste möglicher Gründe für die Entscheidung des JA geholfen ist, lasse ich das auch einfach.
Ich lese aus deinem posting, dass du den Mann, den deine Freundin *zwinker* kennen gelernt hat, in irgendeiner Weise einschätzen möchtest.
Und da stände für mich im Vordergrund zu wissen, wie er mit der aktuellen Situation umgeht. Wie er davon erzählt, wie es dazu kam. Sind daran nur „die doofen frustierten Zicken vom Jugendamt Schuld“, ist ihm immer nur Unrecht geschehen, das würde mich hellhörig machen.
Könnte ich keine reflektierende Haltung erkennen, keine Mühe den im Schlamm steckenden Karren durch künftige bessere Haltung wieder flott zu kriegen, das würde mir zu denken geben. Eine solch stark eingeschränkte Besuchssituation ist für keinen der Beteiligten angenehm, daher werden sie auch so kurz wie möglich gehalten. Ist er gewillt das anzunehmen, seinen Teil dazu beizutragen, dass sie möglichst rasch in eine bessere umgewandelt werden kann, das würde ich zu einer Einschätzung seiner Person heranziehen.
Und eben, vor allen Dingen, wie reagiert er auf Fragen in diesem Zusammenhang. Und wie beantwortet er sie. Ein bisschen bedenklich erscheint mir da schon, dass deine Freundin über die Tatsache informiert ist, aber anscheinend nicht über die Vorgeschichte. Hat sie nicht gefragt? Oder hat er vermittelt, dass er da nicht drüber sprechen möchte, also auch nicht gefragt werden möchte. Das würde mich interessieren. Und zu heftigsten Nachfrag-Aktionen veranlassen!!
Vielen Dank für Eure Infos und Meinungen!
Bitte! Aber bitte auch beachten: meine Sichtweise, meine Meinung
Eva
Renate