Hallo,
seit Monaten höre ich die Nachbarin immer häufiger ihre kleinen Kinder anschreiben (inzwischen fast täglich, vor allem morgens und abends, am Wochenende über Stunden hinweg), wobei ihre furchtbar laute und nervige Stimme nicht nur durchs ganze Haus dröhnt sondern auch durch Mark und Bein geht, weil es sehr hellhörig ist. Mir tun vor allem die Kinder leid, es sind zwei Jungs im Alter von etwa 2 und 3. Was soll ich unternehmen? Das Jugendamt (anonym?) unterrichten? Und/oder auch den Vermieter? Danke für einen Tipp!
auf jeden fall reagieren
hallo!
seit Monaten höre ich die Nachbarin immer häufiger ihre
kleinen Kinder anschreiben
gute ohren! anschreiben hörst du sie…
nein, ernstes thema…
ich würde sie drauf ansprechen, bevor ich weiteres unternehme. vielen macht so natürlich gar nichts aus, wenn fremde personen sie auf so was ansprechen, denn wer so brüllt, dem müsste auch klar sein, dass andere das mitbekommen… aber es gibt ja auch leute, die erst drauf gestoßen werden müssen…
wenn sie nicht reagiert/sich nichts ändert, würde ich auf jeden fall den vermieter anschreiBen, einfach wegen lärmbelästigung. dann bekommt sie schon mal einen schönen brief von offizieller stelle. so was zieht ja auch häufig.
wenn allerdings alles nichts fruchtet, würde ich tatsächlich das jugendamt einschalten.
oder vielleicht auch die polizei anrufen, wenn es grad wieder „hoch hergeht“, die kommen bei so was auch und das sollte doch selbst einer brüllenden person respekt einflößen… (?)
ich finde gut, dass du dir gedanken drüber machst!
viele würden einfach die musik lauter drehen…
lieben gruß
felice
Hi,
wenn sie nicht reagiert/sich nichts ändert, würde ich auf
jeden fall den vermieter anschreiBen, einfach wegen
lärmbelästigung. dann bekommt sie schon mal einen schönen
brief von offizieller stelle. so was zieht ja auch häufig.
naja, das kann aber auch nach hinten los gehen. Möglicherweise ist die gute Frau einfach heillos überfordert und braucht eher Hilfe als Abmahnungen. Drum würde ich mal ganz unverbindlich beim Jugendamt nachfragen. Man muss ja nicht gleich sagen, um wen es geht, sondern einfach die Situation schildern und mal schaun, was die raten. Motzereien fallen im Zweifelsfall nur wieder auf die Kinder zurück.
Gruß
Cess
Hallo Thomas,
je nachdem,wie oft sowas vorkommt,würde ich das Jugendamt informieren,denn ignorieren hat schon zu viel schlimmeren Dingen geführt.Man soll zwar nicht gleich den Teufel an die Wand malen,aber hinterher heißt es:„Warum hat denn niemand geholfen ?“ Das Jugendamt ist keine Einrichtung,die Kinder von zu Hause wegreißen will,oder zum Strafen kommt,sondern eine Institution,die an erster Stelle helfen möchte,wenn es Kindern und Eltern nicht gutgeht.Falls möglich,solltest du aber zunächst mit den Nachbarn ein ruhiges Gespräch bei einer Tasse Kaffee suchen,um mal hinter die Kulissen zu schauen.Du kannst evtl.Hilfe anbieten,oder auf`s Jugendamt aufmerksam machen.Wenn das so gar nicht in Deinem Sinne ist:Auf keinen Fall Augen und Ohren zu machen-schließlich geht es um die Kinder.Gruß Bea
Hallo,
die Frau ist anscheinend fertig und braucht eventuell eine Mutter/Kind Kur.
Naja…also Tips beim Jugendamt und Hausarzt holen, finde ich gut.
Ist um einiges besser schon mit Lösungen anzukommen, als das offensichtliche auszusprechen.
Vielleicht kann ja jemand auch hier schon direkt weiterhelfen.
Finde ich jedenfalls gut, dass Du Dich kümmerst.
Besten Gruß
Mathias
nein! etwas sensibler bitte!
hallo thomas,
das klingt, als sei die frau überfordert. vom sogenannten jugendamt wird die frau keine unterstützung bekommen. bestenfalls wird man ihr die kinder wegnehmen und die familie auseinandereißen. wenn das erst einmal geschehen ist, beginnt ein zeit- und nervenaufreibender prozeß - sei es, um die kinder zurückzubekommen, sei es, um die kinder in pflegefamilien zu bringen. geholfen ist damit letztendlich niemanden, schlimmstenfalls bleiben alle mutter und kinder dabei auf der strecke.
sprich lieber erstmal selbst mit ihr! frage sie, ob sie hilfe/unterstützung braucht. oft sind es nur kleinigkeiten (oder das bewußtsein, daß man nicht ganz alleine auf der welt ist, sondern nachbarn hat, die im schlimmsten fall da sind), die schon besserung bringen.
sollte ein gespräch mit ihr scheitern, kannst du immer zum jugendamt gehen. aber dann frage erst einmal allgemein, wie man helfen könnte, ehe du namen und adresse der familie preis gibst.
ich wünsche dir viel erfolg - schon um der kinder und der frau willen.
gruß
ann
PS: wieso plagt dich das geschrei denn erst nach monaten?
Wie ich schon erwähnte,ist das Jugendamt keine Löwen-Höhle.„Kinder raus reißen“ und „Sorgerecht entziehen“ sind Horror-Meldungen aus der Presse.Leider ist das Jugendamt auch wirtschaftlich knapp,darum hat es gar kein Interesse daran,Kinder in Heimen unterzubringen.Das ist nämlich sehr teuer und unpädagogisch für alle Beteiligten.Wenn aber die Schreierei schon seit Monaten zu hören ist,dann braucht jemand Hilfe:smiley:ie Mutter,oder das Kind.Natürlich muss man vorsichtig und sensibel an die Sache rangehen-ist ja keine Frage,man will ja schließlich kein „Feuer entfachen“,aber kompetente Hilfe gibt es nun mal beim Jugendamt.Am Besten wäre natürlich,die Mutter nimmt diese Hilfe selber in Anspruch und dazu wäre es gut,mit ihr darüber zu reden.Wird vorher die Schule oder der Kindergarten auf völlig verängstigte und eingeschüchterte Kinder aufmerksam,dann wird`s noch schwieriger,denn die sitzen sehr eng neben dem Jugendamt.Gruß Bea
Kinderschutzbund!
Hallo,
wie wär´s denn mit dem Kinderschutzbund?
Wenn eine überforderte Mutter Besuch vom Jugendamt bekommt, bekommt sie natürlich Angst, dass dieses ihr die Kinder wegnimmt und somit eine noch größere Krise.
Jugendamt und Polizei sollten meines Erachtens nur eingeschaltet werden, wenn wirklich akute Gefahr droht. Sonst sorgt man nur für noch mehr Aufregung!
Viele grüße,
Annette.
hallo bea,
ich fände es toll, wenn mehr jugendamts-mitarbeiter das so sehen würden wie du.
leider lehrt die erfahrung das gegenteil: sehr viele (nicht alle!) von ihnen verkörpern genau jenen typ des verwaltungsangestellten, der sich nur nach den buchstaben des gesetzes richtet, ohne den sinn zu hinterfragen. ob was teuer oder nicht ist, ist allenfalls für die eigene dienststelle relevant, denn über den rand des schreibtischs hinaus blickt kaum jemand.
gewiß, meine diesbezgl. erfahrung sind ca. 20 jahre alt. mag sein, daß mittlerweile eine neue generation hinter den schreibtischen des jugendamts herangewachsen ist. niemand würde sich darüber mehr freuen als ich. aber die gefahr, mehr zu verstören als zu helfen ist nach wie vor sehr groß. und wenn man an den oder die falsche(n) geraten ist, ist es leider zu spät, um den schritt zu revidieren.
gruß
ann
Hallo,
ich fände es toll, wenn mehr jugendamts-mitarbeiter das so
sehen würden wie du.
leider lehrt die erfahrung das gegenteil: sehr viele (nicht
alle!) von ihnen verkörpern genau jenen typ des
verwaltungsangestellten, der sich nur nach den buchstaben des
gesetzes richtet, ohne den sinn zu hinterfragen. ob was teuer
oder nicht ist, ist allenfalls für die eigene dienststelle
relevant, denn über den rand des schreibtischs hinaus blickt
kaum jemand.
Diese Sichtweise kann ich aus anwaltlicher Praxis ganz und gar nicht teilen. Für Anwälte ist das Jugendamt ja auch an sich ein „klassischer Intimfeind“, aber vielleicht überzeugt es dich gerade deshalb, wenn ich dir sage, dass ich noch in keinem Fall größere Probleme mit Jugendämter gehabt habe. Ganz im Gegenteil. Allerdings macht der Ton des Umgangs die Musik, und genau da liegt der Hase im Pfeffer. Wer auf die Leute dort, die sicher keinen einfachen Job haben, gleich losprügelt, bekommt sicher auch eine entsprechende Reaktion zurück. Wer weiß, sie zum Teil der Lösung und nicht zum Hauptproblem zu machen, hat gute Karten.
Ich musste letztes Jahr mal laut Mandantenauftrag eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen einen Jugendamtsmitarbeiter machen, wo es um üble Vorwürfe ging. Da ich aber weiß, dass Mandanten in familienrechtlichen Problematiken auch nicht gerade immer zartfühlend mit den Jugendämtern umging, habe ich erst mal einen ganz freundlichen und vorsichtigen Brief an den Leiter geschickt mit der Maßgabe, mit ihm den Fall diskutieren zu wollen. Zurück kam ein ziemlich unflätiges Pamphlet, weil da offenbar jemand meinte auf den Arm genommen worden zu sein. Ich habe dann noch einmal zurückgeschrieben, dass es mir tatsächlich ernst mit diesem Vorgehen sein, und bekam prompt einen ganz geknickten Leiter ans Telefon, der sich gar nicht genug zu entschuldigen wusste, und mit dem es dann nach monatelangem Hochstehen innerhalb weniger Tage wieder ein ganz entspanntes Verhältnis und schließlich auch die perfekte Unterstützung im Fall gab. Er sagte mir dann, dass er einfach nicht damit gerechnet habe, dass ein Anwalt mal auf dieser Basis tatsächlich mit Jugendämtern umgehen würde, er kenne eigentlich nur Konfrontationskurs. Dies fand ich sehr traurig, und ich denke, dass viele Eltern und auch Kollegen sich genau so die Erfahrungen abholen, die dann immer wieder so gerne verbreitet werden.
Gruß vom Wiz
Kinderschutzbund!!
Hallo!
Ich wiederhole Annettes Vorschlag: Wende Dich an den Kinderschutzbund. Das ist keine so offizielle Stelle wie das Jugendamt, kann aber bei Bedarf den Kontakt dahin herstellen. Und die kennen Hilfmöglichkeiten für Mutter und Kinder. Die Telefonnummer findest Du im Telefonbuch unter „Deutscher Kinderschutzbund“.
Schöne Grüße!
Julika
Hallo Bea,
Wie ich schon erwähnte,ist das Jugendamt keine
Löwen-Höhle.„Kinder raus reißen“ und „Sorgerecht entziehen“
sind Horror-Meldungen aus der Presse.
ich denke nicht, dass die presse sich einfach horrorgeschichten ausdenkt und einfach mal druckt. fakt ist, man kann dem jugendamt nur von hier bis zur tischkante trauen. spreche ich aus eigener erfahrung, wenngleich es sich um ein anderes thema ( unterhalt) handelt.
leider ist es nunmal so, dass es schon ausreicht an einen mitarbeiter zu geraten, dem deine nase nicht passt und schon bekommst du schwierigkeiten ohne ende. das passierte nämlich einer gut bekannten kiga-mama. die kinder waren sehr schnell weg, da angeblich die soziale ordnung in derfamilie nicht stimmte. weiß der teufel was die damit meinten.
es war ein harter kampf diese wieder nach hause zu holen und jetzt auch nur unter beobachtung.
Leider ist das Jugendamt
auch wirtschaftlich knapp,darum hat es gar kein Interesse
daran,Kinder in Heimen unterzubringen.Das ist nämlich sehr
teuer und unpädagogisch für alle Beteiligten.
nun für die teure heimunterbringung, bekommt das jugendamt fördergelder vom staat. sprich: bringste genügend kinder im heim unter gibts extra geld. und das weiß ich aus sicherer quelle direkt aus der höhle des löwen.
Wenn aber die
Schreierei schon seit Monaten zu hören ist,dann braucht jemand
Hilfe:smiley:ie Mutter,oder das Kind.Natürlich muss man vorsichtig
und sensibel an die Sache rangehen-ist ja keine Frage,man will
ja schließlich kein „Feuer entfachen“,aber kompetente Hilfe
gibt es nun mal beim Jugendamt.Am Besten wäre natürlich,die
Mutter nimmt diese Hilfe selber in Anspruch und dazu wäre es
gut,mit ihr darüber zu reden.Wird vorher die Schule oder der
Kindergarten auf völlig verängstigte und eingeschüchterte
Kinder aufmerksam,dann wird`s noch schwieriger,denn die sitzen
sehr eng neben dem Jugendamt.Gruß Bea
ob die hilfe vom jugendamt immer kompetent ist, wage ich zu bezweifeln. wenn es schon sein muss, dann sollte man nie unvorbereitet dorthin gehen, sonst kann es schnell passieren, dass man als völlig ungeeignet zur erziehung hingestellt wird ( ganz krass ausgedrückt). ich denke es hängt auch viel vom sachbearbeiter ab.
weder kiga noch schule dürfen sich mit dem jugendamt einfach so in verbindung setzen. im falle kiga muss die kiga-leitung erst einmal mit dem zuständigen pfarrer darüber reden, und erst nach erfolglosem gespräch zwischen pfarrer, erzieherin und eltern kann dieser schritt gegangen werden. außerdem ist ein guter kiga darauf aus, erst einmal andere lösungsmöglichkeiten zu finden. außerdem haben erziehrinnen besseres zu tun, als gut nachbarschaft mit dem jugendamt zu führen.
die schule wird im falle auffälligkeiten erst einmal das schulamt informieren und dort ist man auch bedacht drauf erst einmal mit den eltern zu reden und etwaige probleme zu erörtern und hilfen anzubieten.
erst wenn das alles nichts hilft, dann sind die einrichtungen berechtigt das jugendamt zu informieren.
einerseits gut, andererseits leiden körperlich schwerst misshandelte kinder ein stück weit mehr unter der verzögerung.
man sollte erst mal das offene gespräch mit den eltern suchen, denn das was nicht stimmt hört man zweifelsfrei und da darf man sich auch erkundigen. vielleicht ist die mutter einfach nur überfordert oder krank und ihr wird alles zuviel? privat angebotene hilfe, freundlich und mit verständnis bis die ursachen bekannt sind, werden vielleicht mehr angenommen als die drohung mit dem jugendamt.
lg tanya
Jetzt mal Tacheles ! Nee im Ernst !
Hallo Ihr,
was das Jugendamt betrifft,scheiden sich die Geister,in der Tat kommt es oft auf den Sachbearbeiter an.Ich habe sowohl gute,als auch schlechte Erfahrung mit „solchen“ Leuten,dennoch bekam ich immer das Gefühl vermittelt,dass es um das Wohl des Kindes geht.Zur Presse:Natürlich saugen die sich oft was aus den Fingern-je blutrünstiger,umso besser-die wollen ihr Blatt ja verkaufen !Ich kenne viele Fälle,wo ich mir sicher bin,dass ein gutes Heim immer noch besser wäre,als ein schlechtes zu Hause-aber da passiert nichts ! Da ging das Jugendamt hin,alle machen „Gucci,guchi,kille-kille“,was sind wir doch eine tolle Familie" und sobald die Sachbearbeiter wieder gehen,fliegen die Messer !!! Die Leute sind keine Monster,auch wenn es durchaus auch hier schwarze Schafe gibt !!Mal davon ausgehend,dass der Mann nicht gerade die innigste Freundschaft mit den Nachbarn pflegt-was soll er denn sonst tun ? Seine Wohnung schallisolieren ? Er macht sich Gedanken und fragt um Rat-wären mal alle so.Ignoranten haben wir genug ! Wenn zwei kleine Kindersärge rausgefahren werden (hier geht der Sarkasmus mit mir durch !!) wie soll der Mann dann noch ruhig schlafen können ? Soll heißen:Lieber jetzt helfen,bevor`s zu spät ist !
Hallo
ich denke, es kommt drauf an mit den Jugendämtern. Ich habe die Erfahrung mit dem Jugendamt, dass da teilweise zwar guter Wille, aber nicht allzu viel Kompetenz vorhanden ist.
Aber vor allen Dingen Zeitmangel.
Es ist halt riskant, wenn man das Jugendamt vor Ort nicht kennt.
Viele Grüße
Thea
Hallo Thea,
da muß ich dir Recht geben,denn auch hier hat die Politik versagt.Zeitmangel ist eine Folge des Stellenabbaus,die Leidtragenden sind die Kinder.Unqalifizierte Sachbearbeiter sind halt kostengünstiger und als Hilfe-Suchender kann man das sicher nicht so schnell unterscheiden.Ich kenne einen Fall,in dem das Mädchen ganz offensichtlich sexuell mißbraucht wurde und es war ein harter Kampf,das Jugendamt auf den Plan zu rufen.Es passierte lange nichts,weil „nach Außen“ alles in Ordnung schien.Ist aber schon Jahre her.Heute erlebe ich das Jugendamt als echte Bereicherung,aber wie du schon sagst:Wenn man die Leute nicht kennt,kann es riskant sein.Ich vermute aber,dass jemand,der sich Sorgen um Nachbarskinder macht,genug Menschenkenntnis besitzt,um sich erst mal vorsichtig ranzutasten.Einer brüllenden,hysterischen,überforderten vielleicht sogar asozialen Mutter,möchte ich auch nicht unbedingt gegenübertreten,um sie zu kritisieren.Da wäre mir das Jugendamt schon lieber.Würde mich ja echt mal interessieren,wie die Geschichte weitergeht.Gruß Bea