Hallo liebe Wissende,
folgender (natürlich rein fiktiver
Fall:
Manfred Mustermann ist langzeitarbeitslos und hat ein uneheliches Kind. Nun muss Herr Mustermann dem Jugendamt gegenüber nachweisen, das er „im gesteigerten Maße“ nach einer Stellung sucht, da das Jugendamt derzeit Leistungen nach dem Unterhaltsvorschußgesetz für das Kind zahlt. Manfred M. ist ganz clever und sendet dem Jugendamt einfach monatlich eine große Anzahl Kopien von Bewerbungsschreiben. Davon schickt er allerdings nur einen Bruchteil tatsächlich an die Firmen ab. Sollte unwarscheinlicherweise mal eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch kommen, lässt er sich dort halt erst gar nicht blicken.
Meiner Meinung nach kann Herr Mustermann mit dieser Masche sogar problemlos durchkommen, da das Jugendamt wohl keine Stichproben machen wird, inwieweit die Firmen jemals wirklich eine Bewerbung bekommen haben oder ob er sich auf Einladung irgendwo vorgestellt hat. Oder kann das irgendwann mal auffliegen, weil beispielsweise ein verärgerter Personalchef, der zufällig von der Unterhaltsplicht des Bewerbers weiß, beim Jugendamt meldet, dass dieser nicht zum Vorstellungsgespräch kam?
Liebe Grüße
Kata Rina
PS: Nicht das Mißverständnisse aufkommen: ich bin mit Mustermann weder verwandt, noch verschwägert und finde ein geschildertes Verhalten wie das obige nicht okay.
Hallo liebe Wissende,
folgender (natürlich rein fiktiver
Fall:
Manfred Mustermann ist langzeitarbeitslos und hat ein
uneheliches Kind. Nun muss Herr Mustermann dem Jugendamt
gegenüber nachweisen, das er „im gesteigerten Maße“ nach einer
Stellung sucht, da das Jugendamt derzeit Leistungen nach dem
Unterhaltsvorschußgesetz für das Kind zahlt. Manfred M. ist
ganz clever und sendet dem Jugendamt einfach monatlich eine
große Anzahl Kopien von Bewerbungsschreiben. Davon schickt er
allerdings nur einen Bruchteil tatsächlich an die Firmen ab.
Sollte unwarscheinlicherweise mal eine Einladung zu einem
Vorstellungsgespräch kommen, lässt er sich dort halt erst gar
nicht blicken.
Meiner Meinung nach kann Herr Mustermann mit dieser Masche
sogar problemlos durchkommen, da das Jugendamt wohl keine
Stichproben machen wird, inwieweit die Firmen jemals wirklich
eine Bewerbung bekommen haben oder ob er sich auf Einladung
irgendwo vorgestellt hat. Oder kann das irgendwann mal
auffliegen, weil beispielsweise ein verärgerter Personalchef,
der zufällig von der Unterhaltsplicht des Bewerbers weiß, beim
Jugendamt meldet, dass dieser nicht zum Vorstellungsgespräch
kam?
Dumme Zufälle gibt es überall. Aber ansonsten … glaub ich nicht, dass sich das Jugendamt zu viel Arbeit macht. Die Menschen dort arbeiten im Öffentlichen Dienst, da geht es noch gemächlicher nach Schema F vonstatten.
Aber abgesehen davon, ist es sträflich dem Kind gegenüber, was ja schliesslich (hoffentlich) mal in Liebe gezeugt wurde.
Hallo,
Das Problem des JA ist, dass der potentielle Arbeitgeber dem JA gegenüber keine Angaben machen braucht.
Das JA kann zwar anfragen, ob eine Antwort kommt ist mehr als unwahrscheinlich.
Wenn dem Sachbearbeiter entsprechende Hinweise vorliegen, wird er es aber versuchen.
Da diese Person normalerweise ALG I oder II bekommt und deswegen ja schon entsprechend Bewerbungen schreiben muss, fragt der UVG-Sachbearbeiter normalerweise beim Arbeitsamt/ARGE an ob evtl. Sperrzeiten oder Kürzungen wg. fehlender Mitwirkung bestehen.
Im übrigen freut sich der UVG-Sachbearbeiter über entsprechende Hinweise oder man kann Courage beweisen und den Unterhaltspreller selbst wegen Unterhaltspflichtverletzung gem § 170 StGB bei der Polizei mit entsprechenden Hinweisen anzeigen.
Desweiteren wird der Sachbearbeiter an seiner Rückholquote gemessen (wieviel Geld er von Unterhaltspflichtigen zurückholen kann) und schon allein deswegen ist er normalerweise an konkreten Hinweisen interessiert
grüsse
dragonkidd
Off topic
Die
Menschen dort arbeiten im Öffentlichen Dienst, da geht es noch
gemächlicher nach Schema F vonstatten.
Vorurteile gibts, die gibts gar nicht …
Kopfschüttelnde Grüße
Daisy
Ach Daisy,
da müsstest du eigentlich schon drüber stehen oder?
Unseren Staat möchte ich sehen, wenn wir alle wirklich nach Schema F arbeiten würden…
grüsse
dragonkidd
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