Hallo!
Meine einige Jahre jüngere Freundin rief mich gerade ziemlich aufgeregt an (Jaja, ausnahmsweise ist es wirklich mal die Freundin - ich falle ja leider trotz meines so ach so jugendlichen Aussehens nicht mehr unters Jugendstrafrecht *g*)
Sie hatte vor etwa 1 Jahr einen Autounfall. Sie damals gerade 1 Monat den Führerschein, hatte ein bisserl viel getrunken und ist aus einer Kurve rausgeflogen. Passiert ist niemandem etwas. Sie ist, da nicht weit von zuhause, heim gelaufen und hat ihre Mama geholt. Als sie zurück kamen, war die Polizei schon vor Ort. Nach dem Alkoholtest hatte sie dann 9 Monate ihren Lappen weg und eine saftige Geldstrafe bezahlt. Jetzt hat sie aber Post vom Amtsgericht bekommen, dass sie wegen Fahrerflucht und Alkohol am Steuer nochmal vor dem Jugendgericht antreten soll.
Dazu habe ich jetzt eine ganze Menge Fragen:
-
Wieso kommen die jetzt? Ist das mit dem Alkohol mit dem 9 Monate Fahrverbot nicht erledigt?
-
Wieso Fahrerflucht? Ich dachte, den § hätte man geändert. Sie ist doch nur Hilfe holen gegangen.
-
Die Jugendgerichtshilfe hat beantragt, dass das Verfahren eingestellt wird. (Sie hat in der Zwischenzeit u.a. eine Therapie wegen ihrer Alkoholprobleme gemacht). Der Antrag wurde aber abgelehnt. Ist es dann noch wahrscheinlich, dass sie mit einer Verwarnung davon kommt?
-
Sie kann sich keinen Anwalt leisten. Alleine der Schriftverkehr durch einen frisst sie gerade schon fast finanziell auf. Für den Gerichtstermin will der nochmal 1,200 DM. Das Geld hat sie nicht. Kann sie da auch ohne hin?
Ich danke Euch schonmal herzlich!
Snoef