Jugendschutzgesetz

Was halten ihr von der geplanten Änderung, das Jugendschutzgesetz zulockern.
Ich bin selbst Mutter einer fast 15-jährigen Tochter und wenn ich mir vorstelle, das sie bald bis 23.00 Uhr in die Disco darf.
Wir praktizieren es heute so, das Werktags meine Tochter um
19.20 Uhr zuhause sein muss und am Wochenende viellecht, wenn
sie sich einigermaßen benimmt und ihre Aufgaben wenigstens zum Teil erfüllt bis 21.30 Uhr.

Hallöle!

Ich denke, dass die Verantwortung dafür, was die Kinder dürfen, immer bei den Eltern liegt. Ich hab als Kind - Jugendschutzgesetz hin oder her - manchmal (bei ganz speziellen Anlässen) auch bis 3 in der Früh fortgehen dürfen, normalerweise aber „nur“ bis 22:00. Das lag daran, dass meine Eltern üblicherweise um 22:00 schlafen gingen und ich es auch verstand, dass sie nicht jedes Wochenende länger aufbleiben wollten, nur um mich abzuholen. (wir wohnten ca 10km von der nächsten Stadt entfernt)
Meine Freunde und Schulkollegen wohnten teilweise mit 16 schon nicht mehr bei ihren Eltern, und auch die, die daheim wohnten, durften fast alle bis Mitternacht fort. Den Eltern war das Jugendschutzgesetz egal. Für mich war damit Fortgehen ziemlich sinnlos, weil meine Freunde erst um 22:00 auftauchten, wo ich bereits wieder gehen musste…
Bei uns ist allen das Jugendschutzgesetz egal gewesen und ich glaube auch nicht, dass es gut ist, sich dem Kind/Jugendlichen gegenüber auf Gesetze zu berufen, wenn man die Fortgehzeiten aushandeln will. Sinnvoller fände ich es, mit dem Sprößling zu diskutieren und dabei klar seinen Standpunkt zu vertreten, wie es meine Eltern mir gegenüber getan haben.

LiGrü
Igel

Hallo Jaclyn!

Was halten ihr von der geplanten Änderung, das
Jugendschutzgesetz zulockern.

Ich finde dabei nichts schlimmes, denn schließlich liegt es ja an uns Eltern, wie lange unsere Kids sich nächtens draußen aufhalten!

Ich bin selbst Mutter einer fast 15-jährigen Tochter und wenn
ich mir vorstelle, das sie bald bis 23.00 Uhr in die Disco
darf.
Wir praktizieren es heute so, das Werktags meine Tochter um
19.20 Uhr zuhause sein muss und am Wochenende viellecht, wenn
sie sich einigermaßen benimmt und ihre Aufgaben wenigstens zum
Teil erfüllt bis 21.30 Uhr.

Bei meinem - ebenfalls bald - 15 jährigen Sohn halten wir es mit den Zeiten unter der Woche bis 21.00 Uhr oder auch mal 21.30 Uhr und am WE darf es ruhig mal 22.30 Uhr oder 23.00 Uhr sein. Das ist meist dann der Fall, wenn er ins Kino geht oder eine Fete mit Kumpels anliegt.

Liebe Grüße

Userine

Hallo Jaclyn,

leider schreibst Du in deiner ViKa nicht, wo ihr wohnt, denn das finde ich schon entscheident. Ich kann dazu nur folgendes sagen:

ich bin in einer Kleinstadt großgeworden und bin ehrlichgesagt ein wenig erschrocken, was deine Tochter (nicht) darf.

Wir praktizieren es heute so, das Werktags meine Tochter um
19.20 Uhr zuhause sein muss und am Wochenende viellecht, wenn
sie sich einigermaßen benimmt und ihre Aufgaben wenigstens zum
Teil erfüllt bis 21.30 Uhr.

Wenn ich mir überlege, daß ich unter der Woche nur bis 19.20 Uhr wegbleiben hätte dürfen, dann wäre ich ja gar nicht aus dem Haus gekommen :wink: Wenn man um 14. oder 15.00 Uhr aus der Schule kam und dann erstmal seine Hausaufgaben erledigt hatte, dann trifft man sich doch meistens mit Freundinnen oder so - da hätte man ja gerade mal 2 Stunden Zeit gehabt…

Zur Disco: wir hatten eine Dorfdisco (ca. 10 km weit weg) mit nicht wirklichen „polizeilichen Kontrollen“ und dort durfte ich mit gerade 15 noch bis 24.00 Uhr hin und dann mit 15 3/4 solange weg, bis uns jemand abgeholt hat - da wir eine Clique mit 4 Mädels waren hat sich das so gestaltet, daß halt jedes Elternpaar mal so alle 4 Wochen gefahren ist - und uns so gegen halb 2 +/- abgeholt hat. Wenn keiner der Eltern fahren konnte oder wollte, dann durften wir auch dann weg, wenn ein Bekannter oder Freund oder so (den unsere Eltern natürlich kannten - und zu denen sie Vertrauen hatten) versprach uns wieder nach Hause zu bringen…

Um halb 10 - die Zeit wenn deine Tochter zu Hause sein muß, das war die Zeit um die wir losgefahren sind…

Und aus uns allen is bis jetzt was anständiges geworden…

Aber um diese Disco Geschichte mal aussen vor zu lassen - halb 10 da ist ja keine 20 Uhr Kinovorstellung zu Ende, geschweige denn hat man sich noch kurz über den Film unterhalten…

Hast Du Angst um Deine Tocher, daß ihr was passieren könnte, oder hast Du kein Vertrauen zu ihr? Hast Du das Gefühl, daß Du sie nicht mehr unter Kontrolle haben könntest?!?

Vielleicht sehe ich das alles ein wenig relaxter, weil ich halt in einer Kleinstadt großgeworden bin - mit vielen Dörfern drumrum, und es auf dem Dorf so üblich ist, daß man ab der Konfirmation abends weggehen darf - weil die Dorfgemeinschaften sich auch ganz anders gestalten und man die anderen Jugendlichen eh kennt als Elternteil und die Freunde einschätzen kann - und auch das, was in der einen Disco die es gibt abgeht - in der man selber als Jugendlicher auch schon war?!?!

Ich weiss es nicht, aber das waren einfach nur meine Gedanken, als ich Deinen Beitrag / Frage gelesen hab…

Viele Grüße,

Julia

P.S. Ich habe auf keinen Fall die ABsicht, Dich oder deine Erziehung anzugreigen - ich wollte nur schreiben, wie es bei mir in dem Alter war, und daß es mir nicht geschadet hat… - falls mich ich ein wenig herb ausgedrückt habe, dann nur, weil ich das alles nur so geschrieben habe, wie es mir in den Kopf kam :wink:

Hallo Jaclyn!

Ich persönlich kann Julia und Igel nur zustimmen - du bist verdammt streng!

Ich habe zwar die 15 schon vor einiger Zeit überschritten, habe aber guten Kontakt zu 15jährigen, und wenn die unter der Woche um 19:20 zuhause sein müssten und am Wochenende schon um 21:30 - sie würden wahnsinnig werden!

Sag mir, wie alt bist Du, wenn die Frage nicht allzu unverschämt ist.

Deine Tocher ist 15 Jahre alt, schon ein eigenständig denkender Mensch - wenn Du ihr zuviel verbietest, wird sie sich irgendwann immer mehr von Dir abkapseln und einfach machen was sie will - heimlich wenn es sein muss.

Aber es spielt auch wirklich eine Rolle, wo genau du wohnst.
Wenn du mitten in einer Großstadt wohnst, ist es natürlich gefährlicher als wenn Du in einer Kleinstadt oder einem Dorf wohnst.

Frag doch mal deine Tocher, wann ihre Freundinnen nach hause müssen! Ich denke, sie werden länger hinausdürfen.

Bei mir war das so - unter der Woche musste ich um 22:00 Uhr spätestens zu Hause sein, da ich um 22:30 Uhr im Bett liegen musste (immerhin gehe ich aufs Gymnasium und muss um 06:00 Uhr früh aufstehen um nicht zu spät zu kommen).

Am Wochenende durfte ich eigentlich so lange raus wie ich wollte - aber meine Mutter wollte selbstverständlich mich in Sicherheit wissen, eine Freundin musste auf jeden Fall dabei sein.
Da war es dann auch halb so wild, ob ich nun schon um 01:00 Uhr früh oder erst um 03:00 Uhr früh nach Hause kam - ich war ja nie allein.

Ich kann dich auch nur noch auf das Posting von Julia hinweisen, sie spricht mir aus der Seele. Deinem Kind wird das irgendwann verdammt stinken, so früh schon zu Hause sein zu müssen. Und sie wird eher nicht darauf kommen, dass Du Angst um sie hast, sie wird eher denken Du gönnst ihr ihren Spaß nicht - und wenn DAS passiert, wird es schwer sie wieder von dieser Schnapsidee wegzubringen.

Liebe Grüße,

Ami666

PS: Auch ich möchte dich keinesfalls kritisieren, ich habe nur meinen Standpunkt ausgedrückt. Es ist verständlich, dass Du Angst um deine Tocher hast, vor allem in der heutigen Zeit, aber man sollte es nicht übertreiben.

Hallo Jaclyn,

Was halten ihr von der geplanten Änderung, das
Jugendschutzgesetz zulockern.
Ich bin selbst Mutter einer fast 15-jährigen Tochter und wenn
ich mir vorstelle, das sie bald bis 23.00 Uhr in die Disco
darf.

Ich bin Mutter einer inzwischen 23-jährigen Tochter. Als diese 15 war, durfte sie abends eigentlich fast immer solange weg, wie sie selber meinte, dass sie am nächsten Tag auf jeden Fall schulfit sei.

Wir praktizieren es heute so, das Werktags meine Tochter um
19.20 Uhr zuhause sein muss und am Wochenende viellecht, wenn
sie sich einigermaßen benimmt und ihre Aufgaben wenigstens zum
Teil erfüllt bis 21.30 Uhr.

Tja, leider definierst Du hier nicht mal, was für Dich einigermaßen benehmen ist. Meine Tochter hatte ihre Pflichten, solange sie zuhasue wohnte. Die hat sie auch erfüllt. Nicht zu ihren Pflichten hat z.B. gehört, dass sie hir Zimmer aufräumen muss, ich wollte nur von der Unordnung nichts zu Gesicht bekommen.

Darüber hinaus kann ich Dir nur aus eigenem Erleben berichten, dass ich einen sehr strengen Vater hatte, der nach meinem 14 Geburtstag bis jenseits meines Abiturs (ich bin noch mit 21 volljährig geworden) über fast jeden meiner Schritte Auskunft verlangt hat. Die hat er auch bekommen. Nur, wenn ich wusste, dass meine aktuelle Unternehmung nicht seine Billigung fand, dann war ich immer bei einer Freundin, die in Untermiete wohnte und kein Telefon hatte.

Angesichts dieser Erinnerung habe ich meiner Tochter lieber mehr Freiheiten gelassen und lieber Ratschläge erteilt wie z.B. „Nach 22:00 Uhr solltet ihr nicht mehr alleine U-Bahn fahren“. Dann sind die Mädels halt immer mindestens zu zweit unterwegs gewesen und waren alleine dadurch (hier in München) ganz gut vor Übergriffen geschützt.

Gruß, Karin

Hallo
Ich danke euch erst einmal für eure Meinung, die mir sehr zu denken gegeben hat.
Bin ich wirklich so streng.
Ich habe halt nur so wahnsinnige Angst, dass ihr etwas passiert.
Ich bin dankbar, dass es mobiltelefone gibt, ich rufe sie
so wie heute, sie auf unserem Rosenmaontagszug, alle 2 Stunden an.
Auf der anderen Seite bin ich der Meinung, dadurch dass cih ihr Grenzen zeige, zeige ich ihr auch dass ich sie liebe.
Würde ich sie so ohne weiteres laufen lassen, müßte sie doch denken, das sie mir egal ist oder.
Übrigens bestehen ihre Pflichten daraus sich täglich 2 Stunden um ihr Pferd zu kümmern und na ja ist schon peinlich ihr
Zimmer aufzuräumen und hin und wieder die Spülmaschine auszuräumen oder den Flur zu fegen. Ist das zuviel ?

Gruß Jaclyn

Eure Meinung interssiert mich brennend

Hi,
mal eine Meinung von dritter Seite (bin weder Mutter noch Tochter).

Auf der anderen Seite bin ich der Meinung, dadurch dass cih
ihr Grenzen zeige, zeige ich ihr auch dass ich sie liebe.
Würde ich sie so ohne weiteres laufen lassen, müßte sie doch
denken, das sie mir egal ist oder.

Das glaube ich nicht. Mit 15 durfte ich zum ersten Mal ganz allein in Urlaub, 750 km weiter weg, und dabei mich noch auf eine Prüfung vorbereiten - also sehr geschickte Kombination von Pflicht und Vergnügen. Ich hatte damals nicht den Eindruck, daß meine Mutter mich deswegen weniger geliebt hätte - im Gegenteil war ich mordsstolz darauf.

Gruß

J.

Ich danke euch erst einmal für eure Meinung, die mir sehr zu
denken gegeben hat.
Bin ich wirklich so streng.
Ich habe halt nur so wahnsinnige Angst, dass ihr etwas
passiert.

Das kann ich zu hundert Prozent verstehen, aber ich glaube man muß die Kinder trotzdem loslassen, sie müssen ihre Erfahrungen machen und passieren kann ihnen am ‚hellichten‘ Tag eben so viel wie nachts…ich habe da auch so meine Schwierigkeiten, das auch so zu realisieren , Kopf und Bauch gehen nicht konform.

Ich bin dankbar, dass es mobiltelefone gibt, ich rufe sie
so wie heute, sie auf unserem Rosenmaontagszug, alle 2 Stunden
an.

Das finde ich etwas übertrieben, laß das Telefon für Notfälle.
Als Mittel zur Überwachung, egal aus welcher Motivation, sollte man die Dinger nicht benutzen.

Auf der anderen Seite bin ich der Meinung, dadurch dass cih
ihr Grenzen zeige, zeige ich ihr auch dass ich sie liebe.
Würde ich sie so ohne weiteres laufen lassen, müßte sie doch
denken, das sie mir egal ist oder.

Alle Freiheiten muß man den Kindern auch nicht lassen, aber in gewisser Weise, muß man wohl mit der Zeit gehen. Die Zeiten in den Diskotheken haben sich allgemein arg nach hinten verschoben, ich denke die Lockerung des Jugendschutzgesetzes trägt dem Rechnung.
Heute gehen selbst normale Geburtstagsfeiern für 11-jährige, wenn sie an Wochenenden stattfinden bis 22 Uhr. Wenn Deine Tochter zuverlässig ist, ist es am Ende egal, ob sie um 22.00 Uhr oder um 24.00 Uhr nach Hause kommt, Hauptsache zur vereinbarten Zeit. Die ‚Grenze‘ sollte weniger in der Zeit, als darin liegen, sich konsequent an Vereinbarungen zu halten, die sollte sie aber ruhig schon selbst mit festlegen können.

Übrigens bestehen ihre Pflichten daraus sich täglich 2 Stunden
um ihr Pferd zu kümmern und na ja ist schon peinlich ihr
Zimmer aufzuräumen und hin und wieder die Spülmaschine
auszuräumen oder den Flur zu fegen. Ist das zuviel ?

Zwei Stunden für das Pferd finde ich persönlich viel, nicht wegen des Pferdes, sondern wegen der zeitlichen Belastung für das Mädel. Dann noch Hausaufgaben, wann hat sie da überhaupt noch Zeit für andere Dinge? Ich denke zumindest in Sommermonaten kannst Du ihr abends mehr Freiräume lassen.
Ansonsten ist das mit den Pflichten so eine Sache, sie sollten sich m.E. an den familiären Umständen orientieren. Ich selbst bin auf einem kleinen Bauernhof groß geworden, klar, daß da immer einiges im Garten und auf dem Hof zu tun war und wir vom Holzsägen, über das Hühnerstallausmisten bis zur Gartenpflege überall anpacken mußten. Selbst die Kohlen mußten wir als 16 jährige in den Keller schaufeln, weil unser Vater nach einem Unfall nicht mehr in der Lage zu solchen arbeiten war. Allerdings gab es dafür wenig regelmäßige Pflichten. Wer in einer Stadtwohnung lebt wird die Kinder dagegen mehr im Haushalt einbeziehen. Wo ein Elternteil zu Hause sein kann, werden die Kinder sicher weniger machen brauchen, als wenn alle arbeiten und der Haushalt eher geteilt und gut organisiert werden muß.

Gruß Heike

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Hej Jaclyn!

Bin ich wirklich so streng.

Viele haben hier geschrieben, dass du zu streng wärst. Wär dein Kind das ihre und du sie, so wär das vielleicht so. Aber du bist du, deine tochter ist dein kind und eure beziehung zueinander ist eine ganz besondere sache, die kein anderer wirklich richtig beurteilen kann, vor allem nicht nur nach einem kurzen text im internet.
ich denke, dass nur du selbst im gespräch mit deiner tochter, oder einfach indem du beobachtest, was sie von deinen regeln hält, wie sie darauf reagiert, herausfinden kannst, ob du zu streng bist. akzeptiert sie sie, oder nimmt sie sie nur an, weil sie eh keine chance gegen dich allmächtigen erziehungsberechtigten hat?
meine eltern waren sehr streng zu mir (fand ich - ich bin wegen der furchtbaren 10 uhr-regelung in meiner schulzeit maximal 10 mal fortgegangen) aber dennoch hatten wir ein gutes verhältnis zueinander und ich habe ihnen nie etwas verheimlicht oder vorgespielt.

Ich habe halt nur so wahnsinnige Angst, dass ihr etwas
passiert.

das versteh ich wirklich gut. in dem punkt hast du grosse ähnlichkeit mit meiner mutter, die mich aus lauter liebe und angst fast erdrückt hätte. es ist schwer, mit solchen müttern umzugehen. denn ich liebe meine mutter und ich weiss, dass sie sich immer um mich sorgen machen wird. viele tolle sachen hab ich aus rücksicht auf sie nicht getan, damit sie nicht krank vor sorge wird (ich bin nie auf den faschingsumzug am faschingsdienstag gegangen, weil sie zu grosse angst hatte.)

Ich bin dankbar, dass es mobiltelefone gibt, ich rufe sie
so wie heute, sie auf unserem Rosenmaontagszug, alle 2 Stunden
an.

uärks. das… is glaub ich das schlimmste was man als kind einer ängstlichen mutter durchmacht. ich hab mit vielen ihrer eigenheiten leben können, aber ich bin noch immer stolze nicht-handy-besitzerin hauptsächlich wegen meiner mutter :smile: naja, inzwischen freu ich mich eigentlich schon wieder, wenn sie anruft, aber vor ein paar jahren war der kontrollwahn wirklich schlimm. bin oft gehänselt geworden deswegen und meiner beziehung zu ihr hat’s auch nicht wirklich gut getan - es nervte brutal…

Auf der anderen Seite bin ich der Meinung, dadurch dass cih
ihr Grenzen zeige, zeige ich ihr auch dass ich sie liebe.
Würde ich sie so ohne weiteres laufen lassen, müßte sie doch
denken, das sie mir egal ist oder.

und? erkennt sie das? mit dem alter kommt die erkenntnis sicher, aber ich weiss nicht, ob man das mit 15 schon merken kann…

Übrigens bestehen ihre Pflichten daraus sich täglich 2 Stunden
um ihr Pferd zu kümmern

hmm wenn es ihr pferd ist, dann ist es ihre pflicht? dazu kann ich nix sagen…

und na ja ist schon peinlich ihr
Zimmer aufzuräumen

find ich überhaupt nicht peinlich. das eigene zimmer ist die erste freiheit die man als junger mensch hat. der erste eigene raum. und dafür sollte man auch wirklich voll verantwortlich sein und auch die pflichten, die mit wachsender freiheit einhergehen kennenlernen. klar. das kann man auch anders sehen und wenn’s in anderer leute kinder zimmer wild ausschaut ist mir das herzlich egal. ich würd aber sicher wert drauf legen, dass mein kind einen gewissen ordnungssinn lernt.

und hin und wieder die Spülmaschine
auszuräumen oder den Flur zu fegen. Ist das zuviel ?

find ich nicht :smile:

aber - wie gesagt - das ist eure beziehung zueinander und vielleicht bist du ja wirklich zu streng. lass dir die postings mal durch den kopf gehen und versuch dich vielleicht dort, wo du denkst, dass sie recht haben, ein bisschen zu ändern. aber wenn zwischen dir und deinem mädl alles wunderbar läuft, dann lass es doch so - never change a winning team :wink:

LiGrü
Igel

Hallo Igel

DANKE !

Jaclyn

Hi Jacklyn,

was der Gesetzgeber vorschreibt bzw. möglich macht, greift doch erst, wenn die Gesetze innerhalb der Familie nicht greifen.

Das soll heißen, die Änderung des Jugendschutzgesetzes ist sekundär. Gleichwohl finde ich es interessant, weshalb es und dazu jetzt geändert werden soll.

Die Zeit, wann man zu Hause sein muß, ist sicherlich ein Thema. Es ist für einen heranwachsenden Menschen sicher nicht ohne negative Gefühle zu handhaben, wenn er / sie zB. dann nach Hause muß, wenn andere erst weggehen.

Frage doch Deine Tochter, sie möge Dir offen und frei sagen, was sie von der Regelung hält und was sie sich wünscht? Sicherlich mag das von jungen Mensch zu jungen Mensch unterschiedlich sein.

Ich kann mir nur gut vorstellen, daß man sich verärgert fühlt, nicht dazu gehörig fühlt, überbehütet fühlt, muß man (wesentlich) früher zu Hause sein als Freundinnen oder Freunde. Wobei, eine® muß ja immer als erstes nach Hause. :smile:

Ich finde es viel wichtiger zu erforschen, was macht das mit Deiner Tochter? Was vermittelst Du ihr mit dem frühen zu Hause sein?

Keinesfalls sollte eine Heranwachsende das Gefühl haben, daß sich die Mutter zurecht sorgt, weil draußen der böse schwarze Mann oder Gefahr, Tod und Teufel lauern und man dagegen schutzlos ist. Das schränkt nicht nur ein, es nimmt einem auch ein Stück Leben(sfreude), Vertrauen in sich und ins Leben.

Ein heranwachsender Mensch sollte Gefahren realistisch einschätzen können und auch Möglichkeiten kennenlernen (z.B. Selbstverteidigungskurse, Tränenspray, oder was auch immer) sich in Gefahrensituationen zur Wehr zu setzen. Besser noch ist, wenn die / der Heranwachsende lernt, sich erst gar nicht in solche mögliche Gefahren zu begeben. Ein Beispiel ist, daß das Kind lieber mit dem Taxi heimfahren soll, zu Hause anrufen soll, bevor es mit einem betrunkenen Freund heimfährt.

Ich denke, es hängt auch davon ab, was hinter der Nach-Hause-Komm-Regel steckt? Ist es z.B. die Sorge, daß das Kind genügend Schlaf hat, weil es am nächsten Tag fit in der Schule sein muß, wobei man auch mal Ausnahmen machen könnte? Das ist okay. Da bin ich auch dafür, Kinder noch anzuführen und Grenzen zu setzen.

Doch wenn in der Uhrzeitregelung auch oder überwiegend sogar die konkrete bzw. diffuse Angst vor möglichen Gefahren steckt, finde ich dies das Schrecklichste was man einem Kind mit auf den Lebensweg geben kann.

Sogesehen ist es an Dir Dich und Deine Motivation selbst zu hinterfragen. Es ist an Dir auch Vertrauen ins Leben und in Deine von Dir unterstützte Tochter zu haben bzw. gegebenenfalls zu entwickeln, daß sie sich selbst schützen kann bzw. es lernen kann.

Ciao,
Romana

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Hallo

Ich danke euch erst einmal für eure Meinung, die mir sehr zu
denken gegeben hat.
Bin ich wirklich so streng.

Ich finde das schon, es hängt aber natürlich vom örtlichen Kontext ab.

Ich habe halt nur so wahnsinnige Angst, dass ihr etwas
passiert.

Die kannst Du mit keiner Kontrolle der Welt wirklich besiegen. Die Kinder, die in den letzten Jahren entführt wurden bzw. denen noch schlimmeres passiert ist, waren auf ganz normalen Alltagswegen unterwegs oder sogar in Sconräumen (Schule in München)

Ich bin dankbar, dass es mobiltelefone gibt, ich rufe sie
so wie heute, sie auf unserem Rosenmaontagszug, alle 2 Stunden
an.

Ich wenn Deine Tochter wäre, würde das Ding einfach ausschalten.

Auf der anderen Seite bin ich der Meinung, dadurch dass cih
ihr Grenzen zeige, zeige ich ihr auch dass ich sie liebe.
Würde ich sie so ohne weiteres laufen lassen, müßte sie doch
denken, das sie mir egal ist oder.

Ja, aber die Grenzen müssen altersgerecht sein. Dass Du drüber nachdenkst, zeigt ja Deine Beteiligung an dieser Disskussion recht gut. Liebe zeigt sich in meinen Augen dadurch, dass ich den ganzen Menschen akzeptiere.

Übrigens bestehen ihre Pflichten daraus sich täglich 2 Stunden
um ihr Pferd zu kümmern und na ja ist schon peinlich ihr
Zimmer aufzuräumen und hin und wieder die Spülmaschine
auszuräumen oder den Flur zu fegen. Ist das zuviel ?

Meine Meinung über das Zimmer kennst Du. Über die Pferdepflege kann ich nicht viel sagen. Selbstverständlich ist ein selbst gewünschtes Pferd auch selber zu betreuen, nach den Möglichkeiten eines 15-jährigen Mädchens. Da ich keine Pferdenärrin zuhause hatte, möchte ich kein Urteil darüber abgeben. Ansonsten war die geforderte Mithilfe meiner Tochter in ähnlichem Rahmen.

Eure Meinung interssiert mich brennend

Das meinte ich mit der Diskussionsbereitschaft, die ich sehr gut finde.

Gruß, Karin

naja, 19.20 ist vielleicht für fast 15 jährige etwas arg früh.
unser 11 jähriger darf schon bis 19 uhr raus.

dein vielleicht, und wenn sie sich gut benimmt und ihre arbeiten erfüllt finde ich persöhnllich etwas willkürlich.
ich meine das man das rausgehen dürfen nicht von irgendwelchen „umständen“ abhängig machen sollte (es sei denn sie hat so was schlimmes gemacht das es stubenarrest braucht :wink:

eine faire regelung sollte man treffen die eingehalten werden sollte, sonst gibt es demnächst probleme.

eine gute freundin von mir hat das so geregelet (ich war erst entsetzt!):
unter der woche durfet ihr kind immer bis 23 uhr raus und am wochenende hat sie nicht gefragt.
klingt dramatisch, aber von dem tag an hatten die nie mehr stress und das kind blieb doch tatsächlich sehr oft zu hause weils nix besonderes war.
unter der woche wurde vereinbart das, wer spät schlafen geht dennoch früh aufstehen muss!

bei denen klappt das gut, ich erkenne ihr kind nicht wieder.
ob das ein guter tipp ist, dürfte von eurem kind abhängen :smiley:

sonja

Die Zeiten finde ich auf jeden Fall arg übertrieben. Wenn ich mir vorstelle, ich hätte mit 15 um diese Zeit so früh zu Hause sein müssen, ich währ verrückt geworden. Denken sie auch mal an daran, das ihre Tochter auch ihre sozialen Kontakte aufrecht erhalten muss. Würde mich nicht wundern, wenn sie schon deswegen einen Spitznamen bekommen hätte. Und das grenzt schon bald an seelische Grausamkeit. Wenn sie sich an die gesetzlichen Regelungen annähernd halten sind viele Probleme von vorne herein ausgeschlossen.

Ulli (17)

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