Ich habe zuletzt bei gestrigem leider etwas blamablem Fußballspiel der Jugoslawen festgestellt, dass auffällig viele Namen ihrer Spieler auf -vic enden.
Das schwedische Johans son kann ich ja gerade noch nachvollziehen, aber Jugoslawisch kann ich leider nicht.
das itsch am namensende hast du m.e. in allen slawischen sprachen.
erklaerung:
es ist eine „veradjektivierung“ des familiennamens, vgl.
peter mueller -> peter, der mueller"ische"
das als verstaendnis-technische erlaeuterung. vielleicht hatz noch einer eine sprachwissenschaftliche.
andere:
maria gorbatschowa -> maria, die gorbatschowische (-owa, konj. fem. adj.)
auch
bjork sigmundsdotir ->bjork, sigmunds tochter
sigmund sigmundsson -> sigmund, sigmunds sohn
Ich habe zuletzt bei gestrigem leider etwas blamablem
Fußballspiel der Jugoslawen festgestellt, dass auffällig viele
Namen ihrer Spieler auf -vic enden.
Eines vorneweg: Das Spiel war wirklich blamabel!
Aber zu den Familiennamen:
Zunaechst muss man sich die Endung -ev bzw. -ov ansehen, die - mehr oder weniger abgewandelt - in vielen slawischen Sprachen dazu dient, so etwas wie einen Genitiv oder ein Possessivadjektiv zu bilden. Einfacher: Damit wird eine „Zugehoerigkeit“ (in welcher Form auch immer) ausgedrueckt.
Beispiel:
Milos (gesprochen: Milosch, auf dem „s“ fehlt ein Haken) ist ein ueblicher Vorname auf dem Balkan, v.a. in Serbien.
Dazu gibt es im Serbokroatischen das Possessivadjektiv „Milosev“ (gespr.: Miloschew), so in Ausdruecken wie
„Milosev auto“ („Das Auto von Milos“) oder „Milosev sin“ („Der Sohn von Milos“).
Und dann haengt man nur noch ein „-ic“ (gespr.: itsch oder genauer: itj) hinten dran, und bildet dadurch einen eigenstaendigen Familiennamen: „Milosevic“ (gespr.: Miloschewitsch"). Wenn also jemand Milosevic heisst, kann man davon ausgehen, dass irgendeiner seiner Vorfahren einst Milos hiess.