Mich hat gerade eben eine Psychologin angerufen, die ich kontaktiert habe und um Rückruf bat. Ich habe morgen einen Termin bei ihr…
Ich danke euch…
Jetzt geht es vielleicht irgendwie wenigstens wieder voran.
Mich hat gerade eben eine Psychologin angerufen, die ich kontaktiert habe und um Rückruf bat. Ich habe morgen einen Termin bei ihr…
Ich danke euch…
Jetzt geht es vielleicht irgendwie wenigstens wieder voran.
*ganzfestdaumendrück* (owT) 
.
…
Hast du dir Gedanken gemacht, was wie weitergeht, wenn auch diese Dame dir den gleichen Rat angedeihen läßt, wie dein Neurologe und die Telefonseelsorge?
Viele wissen es nicht:
Wenn ein Neurologe, der meist auch eine pschychologische oder pschiatrische Weiterbildung hat, Bedarf sieht für eine stationäre Unterbringung, dann hat das seinen Grund.
Nutzvoll ist diese Unterbringung allerdings nur, wenn der Patient einsieht, daß er/sie „krank“ ist und sich „therapie-bereit“ zeigt.
Hättest du z.B. einen Gehirntumor oder ein gebrochenens Bein und sagtest dem Arzt, du willst aber nicht behandelt werden, weil du keine Notwendigkeit siehst oder „es für dich nicht infrage kommt zur Zeit“, dann schicken diese den Patienten ebenfalls auf eigene Gefahr nach hause.
Du suchst Hilfe, das ist mir schon klar. Aber wie soll sie aussehen? Werde dir darüber klar! Denn alle Angebote zur Hilfe hast du bis jetzt abgelehnt! Warum?
gruss
winkel
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Ganz viel Glück!!!(owt)
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ich denke, die Frage nach dem Warum?, ist die wichtigste, denk nach…zurück…
Da ist viel Angst im Spiel, Unsicherheit und vieles mehr.
Ist dieser Schritt überwunden, geht es einfacher.
Liebe Grüße
d.
Ich meine auch nicht, daß man behaupten kann, daß Stage Zero Hilfe ablehnt, vielmehr möchte er die richtige Hilfe haben.
Daß zeigt doch auch schon, daß er sich überhaupt hier erkundigt hat!
Der Tenor hier war relativ eideutig: solches Problem könnte u.U. beim Psychologen besser aufgehoben sein als beim Psychiater.
Ich nehme es oft wahr, daß Neurologen und Psychiater wie viele Ärtzte noch eine (vielleicht sogar notwendige) Barriere zwischen sich und dem Patienten aufbauen. Vielleicht, damit die Autorität des Arztes bewahrt bleibt und seine Weisung verbindlich. Werden dann an solcher Stelle persönliche Probleme besprochen, ist dies hinderlich und der Patient wird verunsichert. Das Verhältnis zwischen Psychotherapeut und Patienten ist etwas persönlicher und vor allem durch mehr Anteilnahme gezeichnet.
Ich hoffe, daß StageZero das bei seinem Gespräch heute morgen ähnlich erlebt hat - Dir vor allem viel Glück weiterhin & alles Gute!
ich denke, die Frage nach dem Warum?, ist die wichtigste, denk
nach…zurück…
Hi dilarah,
die Frage warum er die angebotenen Hilfe ablehnt, ist von ihm zu bantworten. Mal ganz provokativ gefragt:
Wie groß muß sein Leidensdruck noch werden, bis er sagt: Egal, was jetzt kommt, schlimmer kann´s nicht werden?
Da ist viel Angst im Spiel, Unsicherheit und vieles mehr.
Ich kenne sehr viele Leute, die in der therapie noch gesagt haben: „die machen mich hier erst richtig verrückt!“ oder " die medikamente, die ich bekomme, sind an allem schuld".
Wichtig ist allein die Einsicht: „Ich bin krank!“
Beim Beinbruch fragt auch keiner nach den Fähigkeiten des Arztes, er vertraut ihm. Dieses sollte auch jemand tun, der in psychischer Bedrängnis ist, denn erst dann kann er Hilfe annehmen, die ihn befähigt, seine Situation anzunehmen und von da aus zu ändern.
Ist dieser Schritt überwunden, geht es einfacher.
Das ist richtig, also muß er den Schritt, des sich anvertrauen tun!
Gruss
winkel
Ich meine auch nicht, daß man behaupten kann, daß Stage Zero
Hilfe ablehnt, vielmehr möchte er die richtige Hilfe haben.
Hi Patrick,
Kann er denn beurteilen, welche Hilfe „richtig“ ist? Ich meine jetzt nicht seine Intelligenz! Könnte er denn sagen, welche Therapie (Hilfe) richtig ist, wenn er Krebs hätte? Sowas traut sich wohl kein Laie zu, aber warum ist das bei pschyhischen Problemen so?
Daß zeigt doch auch schon, daß er sich überhaupt hier
erkundigt hat!Der Tenor hier war relativ eideutig: solches Problem könnte
u.U. beim Psychologen besser aufgehoben sein als beim
Psychiater.
diese Annahme verstehe ich überhaupt nicht. Zumal die Berufsgruppen Neurologe, Pschiater und Psychologe oft kombiniert ausgeübt werden bzw. diese Berufsgruppen aufeinander verweisen, sobald sie sehen wie das Problem gelagert ist.
Ich nehme es oft wahr, daß Neurologen und Psychiater wie viele
Ärtzte noch eine (vielleicht sogar notwendige) Barriere
zwischen sich und dem Patienten aufbauen. Vielleicht, damit
die Autorität des Arztes bewahrt bleibt und seine Weisung
verbindlich.
Du kannst von keinem Arzt verlangen, daß er sich persönlich mit den Problemen des Patienten identifiziert, dann könnte er seinen Beruf nicht mehr ausüben. Deshalb gibt es ja die vorgeschriebenen supervisionen, daß das garnicht erst passiert.
Werden dann an solcher Stelle persönliche
Probleme besprochen, ist dies hinderlich und der Patient wird
verunsichert.
Die persönlichen Probleme des Arztes werden sicherlich nie besprochen, die des Patienten notwendigerweise jedoch immer!
Das Verhältnis zwischen Psychotherapeut und
Patienten ist etwas persönlicher und vor allem durch mehr
Anteilnahme gezeichnet.
Mag der Patient so empfinden, der Therapeut, wird jedoch darauf achten, daß sowas nicht soweit geht, daß es zu Übertragungen kommt.
gruss
winkel
Hallo Juhu,
ich werde dich einfach so nennen, denn mit der „Letzte Station“ kann ich mich einfach nicht so anfreunden. Ich habe in den letzten Wochen sehr viel an dich gedacht, nur einen guten Rat konnte ich dir leider nicht geben und kann es auch heute nicht…aaaaber ich möchte dir gerne eine kleine Geschichte schenken für deinen zukünftigen Weg.
Die Geschichte von Seelor und Seelina!
Es war ein mal ein junger Mann, der sich eines Morgens als er
die Augen aufschlug in einer Höhle wiederfand.
Erschrocken und erstaund blickte er sich um, der Felsvorsprung
auf dem Seelor stand…war nicht größer als 40m², die Grotte
aber war um vieles größer und zu 1/3 mit Wasser gefüllt und
mit entsetzen sah er zwar einen Ausgang…ein halbkreisförmiges Loch…aber in hundert Meter Entfernung von seiner rettenden Insel und dahinter nichts als Meer.
Er sah kleine Boote die lustig auf den Wellen tanzen konnten…manche schaukelten nur friedlich und andere wurden sehr beängstigend vor seinem Gefängnis auf und ab gebeutelt.
Verzweifelt lief der Junge auf seinem Felsenplatz umher und überlegte, er wollte aus dieser Hölle raus…wollte nicht
so alleine gelassen sein…als er bemerkte dass das Wasser
stieg, ganz wenig nur aber stetig!
Voller Panik fing er zu rufen an…„HAALLOOO!!! Höööört mich wer
!!“…er brüllte in Richtung Ausgang „HIIILFFEEE !!..HIIILFEE
ich bin hier drinnen“ und wütend schlug er mit Händen und Füßen
auf den harten Fels ein, es tat weh…sehr weh, dass man seine
Stimme nicht nach außen hören konnte und ein kleinwenig weh wenn
er sich selber verletzte, aber dadurch spürte er wenigstens dass
es in wirklich gab! Mit jedem verzweifelten Hieb gegen die
kalte Wand, mit jedem Schmerz den er fühlte konnte er zu sich
sagen „Dich gibts, du lebst und empfindest Wut und Angst.“
Und das Wasser stieg…
In den langen dunklen Nächten träumte er von seiner Kindheit…
…wenn er vor lauter Unbeschwertheit sprang und hüpfte und dann
stolpernd hinfiel und weinen musste…dann wurde er nicht
getröstet und in den Arm genommen, er wurde angebrüllt und bestraft…einmal stürmte er voll Stolz und Glück in die Küche um Mama von seiner tollen sportlichen Leistung zu berichten und ooohwehh, er übersah die Bodenvase und purzelte unter geklirre in sein Unglück, statt Lob und Bewunderung erntete er einen Schlag und tagelange Vorwürfe über Ungeschick und Tölpeltum.
Er pflückte einen Blumenstrauß um Mama zu versöhnen und bekam
Schelte weil man Blumen nicht ungestraft ausreißen darf…
und einmal wollte er auch schwimmen lernen, doch sein Vater lachte und meinte der dumme Junge würde ja doch nur ersaufen!
Und das Wasser stieg und stieg…
Wenn die ersten Sonnenstrahlen kamen, waren die grausamen Nächte für einige Stunden vorbei und Seelor kontrollierte jeden
Morgen als erste den Wasserstand, war die kleine Ritze im Fels
dort heute auch noch zu sehen…war die bange Frage!
Und das Wasser stieg und stieg…
Es gab Tage an denen sich das eine odere andere Boot bis zum Höhleneingang treiben ließen, „Hi duu, schwimm raus zu uns,
es ist lustig hier ! Die Sonne scheint warm, steig doch
in dein Boot und tanz mit uns auf den Wellen !“…wurde
ihm zugerufen.
Ja, und Seelor wollte nicht feige und unglücklich scheinen,
er tat dann auch recht fröhlich und winkte ihnen zu und
rief " Neinnein…ich bin ja gerne hier drinn, ich bin heute
schon so viel geschwommen und mein Boot habe ich schon angetaut!"
Nur wenn er dann wieder mit sich alleine war, packte in eine
Wut gegen sich selbst und er schlug gegen den Fels bis er
blutete.
Und das Wasser stieg und stieg…
Eines Tages aber winkte ein wunderhübsches Mädchen durch das
Loch und nachdem es vergeblich versucht hatte Seelor aus
der Höhle zu locken, schwamm es neugierig in die Grotte und
kletterte auf den Felsvorsprung…und sie blieb bei ihm
und beide waren sehr glücklich.
Jeden Tag übte Seeline mit ihrem Schatz, Tempo um Tempo…und Meter um Meter, doch die Selbstzweifel blieben und zwangen
Seelor immer wieder zur Umkehr.
Und das Wasser stieg und stieg…
Nach glücklichen Tagen und Nächten wurde Seelina plötzlich
krank, sehr krank und sehr schwach…und sie brauchte Hilfe!
Nur Seelor wußte nicht wie er seiner Geliebten helfen sollte,
Seelor machte das was er sich immer unter einer Hilfe gewünscht hatte, in Ruhe gelassen zu werden, nicht angesprochen zu werden
und nicht verspottet zu werden…nur das war zuwenig und
das spürte er auch und auf einmal war die Höhle kein Nest für
Liebende, sondern wurde einfach zu eng…da nützte auch das Auseinanderrücken nichts mehr, die langen Nächte wurden für beide kälter und beägstigender!
Und das Wasser stieg immer schneller…
Seelina flüchtete, sie schwamm einfach eines Tages mit letzter Kraft durch das beängstigende kleiner werdende Loch und rettete sich auf ihr Familienboot und Seelor blib einsam und verzweifelt zurück.
Zuerst war er stumm und weinte leise Tränen…dann schlug und hieb er verzweifelt gegen den harten Fels um sich zu strafen, um sich zu spüren…nur es half nichts mehr, weil Seelor sich
durch Seelinas Liebe viel lebendiger gefühlt hatte, als jedes
Bestrafen ihm je wieder bringen kann!
und das Wasser stieg und stieg…
Seelor will aus dieser Hölle raus und er will schwimmen…Seelor weiss er hat nicht mehr all zu viel Zeit, es gibt nur mehr einen schmal gewordenen Ausgang, das Wasser steht ihm schon bis zum Hals und die Luft wird immer enger…und dann ruft er endlich wieder um Hilfe, zwar zaghaft - aber er ruft !
Ja… und ab da…lieber Juhu, darfst du diese Geschichte weiter schreiben!
Also schwimmen wird Seelor…da bin ich mir ganz sicher!
Er ist schon tausende Meter im größten Sumpf geschwommen nur glaubt er das einfach nicht, dass das eine riesengroße Leistung war…und bevor Seelor untergehen wird, wird er auch tausende Meter im klaren (zwar salzigem) Wasser schwimmen können…weil ihm nichts mehr Angst machen sollte, schlimmer kann nur untergehen sein ?
Er wird es auch bis zum Ausgang aus der Hölle schaffen und da wartet dann ein kleines Boot auf ihn…da kann er sich dann anhängen, nur es ist nicht sein Boot und es hilft ihm eigentlich nur zum Ausruhen…genauso wie sich Seelina auf dem Familienboot nur ausruhen kann.
Um die stürmischen Wellen im Leben zu meistern, braucht Seelor meiner Meinung nach zuerst ein ganz großes und stabiles Boot,
des nicht so arg schaukelt, wo er in Ruhe im Pool mit
dem Wasser abrechnen kann.
Seelor sollte auch keine Angst haben dass die „Winkewinkeboote“
noch eine Macht über ihn haben könnten, denn wenn ein Mann wie
Seelor in stürmischer See schwimmen lernt…
steht Kerbi in
ihrer Zille vor Achtung auf und winkt voller Hoffnung und ruft
ehrlich einfach nur BRAVO!
Hallo Kerbi!
Die Geschichte von Seelor und Seelina finde ich außerordentlich gut und beeindruckend, weil in sie sehr viele präzise Beobachtungen und richtige Interpretationen eingeflossen sind. Ja, falls es jemandem so geht wie Seelor, dann wird er sich zumindest in dieser Geschichte wiedererkennen - es sei denn, er hat Angst davor, die Augen aufzumachen, und sich selbst zu erkennen.
Woher hast Du diese Geschichte?
Sehr beeindruckt zeigt sich
Oliver
Hallo Oliver,
dankeschön für dein Lob, gerade die Facherrn habe ich ein wenig
gefürchtet
)
Woher hast Du diese Geschichte?
Diese Geschichte ist von mir erfunden, ich habe sie gestern für *Juhu* als Zusammenfassung seiner Anfragen in diesem Brett geschrieben.
Liebe Grüße von
Kerbi
mit auf den Weg geben?
*beeindruckte*
Grüsse
na ja und ganz liebe freilich…
d.
Guten Morgen, Kerbi!
dankeschön für dein Lob, gerade die Facherrn habe ich ein
wenig gefürchtet)
Kritik an einer so schönen Geschichte mit einer so tiefen Einsicht wirst Du von mir jedenfalls nicht hören. Ich glaube, daß diese Geschichte jemandem mit solchen Problemen, wie Seelor sie hast, oft mehr helfen kann als reines Fachwissen. Wenn die Geschichte nämlich hinkommt, dann fühlt sich der Angesprochene u.U. verstanden. Einen Effekt, den ich nicht unterschätze.
Diese Geschichte ist von mir erfunden, ich habe sie gestern
für *Juhu* als Zusammenfassung seiner Anfragen in diesem Brett
geschrieben.
Ich bin sehr beeindruckt und ziehe meinen Hut vor Dir!
Liebe Grüße,
Oliver