Kabel für Gleichspannung

Moin Forum,

wie baut man am besten ein Kabel auf für die Gleichspanungsversorgung vom Netzteil zur Endstufe? Speziell wegen der Übergangswiderstände?

Gruß,

Steffen

Hallo Steffen,
nimm einfach ein dickes Kabel, wegen geringen Widerstand.
Genaueres kann man auf deine Frage nicht sagen.

Gruß Hans

wie baut man am besten ein Kabel auf für die
Gleichspanungsversorgung vom Netzteil zur Endstufe? Speziell
wegen der Übergangswiderstände?

Gruß,

Steffen

nimm einfach ein dickes Kabel, wegen geringen Widerstand.
Genaueres kann man auf deine Frage nicht sagen.

Hallo Hans,

meint, ich soll präzisieren: Aktuell habe ich ein Endstufennetzteil und 3 Endstufen. Jede bekommt ±28V, ca. 3A. Auf die Platinen sind Schraubklemmen gelötet, so AKL 101-02 vom Reichelt. Die Kabel sind Messleitungen 1mm² vom Reichelt, für die Masse 1mm² Baumarktstrippe. Das ganze mit verzinnten Aderendhülsen. Vielleicht gibt es daher ein Problem mit Übergangswiderständen. Das ganze brummt, ist zwar eine andere Geschichte, aber vielleicht sind die Kabel eine der Ursachen.

Gruß,

Steffen.

Hallo,

Die Kabel sind Messleitungen 1mm² vom Reichelt,

solche?
http://www.reichelt.de/inhalt.html?SID=12QVdffdS4AQw…

Gute Leitung, belastbar im Dauerbetrieb bis 10A.

Das ganze mit verzinnten Aderendhülsen.

Aderendhülsen sind aus Alu.
Deshalb entweder Löten oder Anklemmen mit Aderendhülsen.

Vielleicht gibt es daher ein Problem mit Übergangswiderständen.

Sehe ich auch so!!

Gruß,

Steffen.

mfg
W.

hallo,

meint, ich soll präzisieren: Aktuell habe ich ein
Endstufennetzteil und 3 Endstufen. Jede bekommt ±28V, ca. 3A.
Auf die Platinen sind Schraubklemmen gelötet, so AKL 101-02
vom Reichelt. Die Kabel sind Messleitungen 1mm² vom Reichelt,
für die Masse 1mm² Baumarktstrippe. Das ganze mit verzinnten
Aderendhülsen. Vielleicht gibt es daher ein Problem mit
Übergangswiderständen. Das ganze brummt, ist zwar eine andere
Geschichte, aber vielleicht sind die Kabel eine der Ursachen.

ich sehe bei dir eher das problem, daß du wahrscheinlich keine optimale masseführung hast. ein dickes kabel kann die auswirkung (brummen) zwar mindern, aber dein grundproblem wird bestehen bleiben.
bei meinen bastelversuchen nehme ich zur probe (wg möglichen massefehlern) immer dünnsten klingeldraht (ca 0,1 mm), und wenns dann immernochnicht brummt ists gut. ein grosser drahtquerschnitt wird erst zur leistungsabgabe im regulären betrieb benötigt.

gruss wgn

Gruß,

Steffen.

Hallo,

Das ganze mit verzinnten Aderendhülsen.

Aderendhülsen sind aus Alu.

völliger Quatsch! Die Dinger sind immer noch aus Kupfer und verzinnt. Noch nie eine mit einem Seitenschneider bearbeitet? Oder mal versucht, Alu ohne Speziallot zu löten?

Deshalb entweder Löten oder Anklemmen mit
Aderendhülsen.

Vielleicht meinte der Fragesteller, daß er die Aderendhülsen mit Lötzinn gegen Herausrutschen des Drahtes zusätzlich gesichert hat. Natürlich wäre auch das kontraproduktiv, da Lötzinn die Eigenschaft hat, wegzufließen. Das spielt aber erst auf Dauer eine Rolle, noch nicht beim ersten Versuch. Falls ja: abschneiden und die Hülsen ohne Lötzinn neu anklemmen.
Ansonsten: warum nicht das Aufdröseln des Litzenendes beim Löten mit der Hülse verhindern?

Vielleicht gibt es daher ein Problem mit Übergangswiderständen.

Sehe ich auch so!!

Sehe ich nicht so. Ein Brumm entsteht nicht durch den Übergangswiderstand, sondern weil entweder das Netzteil keine richtige Gleichspannung liefert und gleichzeitig die Endstufe zu schlecht ist, um das auszugleichen, oder weil ein Brumm am Eingang mit verstärkt wird. Vielleicht mal die Masseführung dahingehend untersuchen?

Btw., eine lange Leitung zwischen Netzteil und Endstufe (oder ein schlechter Kontakt mit Übergangswiderstand) ist so ziemlich das Schlimmste, was man einer Endstufe antun kann.

Gruß
Axel

Hallo!

Das ganze mit verzinnten Aderendhülsen.

Aderendhülsen sind aus Alu.
Deshalb entweder Löten oder Anklemmen mit
Aderendhülsen.

Verzinnung von Litze führt per Kapillarwirkung zur Versteifung über die Klemmstelle hinaus und ergibt in einer Klemme keine besonders zuverlässige Verbindung. Besser sind Aderendhülsen, die bei sachgerechter Verpressung garantiert niemals abrutschen.
Das nur zum Handwerklichen.

Elektrisch gesehen ist die Stromversorgung einer Nf-Endstufe so ziemlich die unkritischste Stelle eines Verstärkers. Die Verkabelung sollte aus Gründen der Sicherheit nicht heiß werden, aber man muß sich nicht um minimale Übergangswiderstände kümmern. Auch hinsichtlich Brummen ist die Stromversorgung unkritisch, wenn es sich nicht gerade um das denkbar dämlichste Schaltungskonzept eines Verstärkers handelt. Brummen hat regelmäßig seine Ursache in ungeschickter Anordnung von Masseverbindungen, zuweilen auch in der Stromversorgung von Vorverstärkerstufen oder in mechanisch ungünstiger Anordnung von Kabelbäumen und Netztrafo, aber nicht in zu kleinem Querschnitt der Endstufenversorgung.

Gruß
Wolfgang

Hallo,

danke erst mal für die vielen Antworten.

Die Kabel sind Messleitungen 1mm² vom Reichelt,

solche? http://www.reichelt.de/inhalt.html?SI

Gute Leitung, belastbar im Dauerbetrieb bis 10A.

genau, das ist sie. Ich dachte auch, Messleitung muss was abkönnen und geringen Widerstand haben, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen.

Aderendhülsen sind aus Alu.

dia Aderendhülsen sind diese:

http://www.reichelt.de/index.html?SID=12QVdffdS4AQwA…

Sicher Kupfer, verzinnt. Habe auch schon versilberte im Netz gefunden. Ich dachte, die aus reinem Kupfer wie bei fertig konfektionierten Herdanschlussleitungen wären auch nicht schlecht.

Vielleicht meinte der Fragesteller, daß er die Aderendhülsen
mit Lötzinn gegen Herausrutschen des Drahtes zusätzlich
gesichert hat.

nein, habe ich nicht, aber beim Löten wäre die Litze doch für immer mit der Hülse verbunden? Ausserdem oxidiert das Zinn nicht an der Oberfläche, dann steigt der Übergangswiderstand?

Ansonsten, die Endstufen sind in Ordnung. Wenn ich deren Eingänge kurzschliesse, also auf Masse lege, ist nur ein ganz leises Rauschen zu hören.
Aber: ich habe noch eine Aktivweiche, mit seperatem Netzteil. Sobald ein Eingang einer Endstufe mit einem Ausgang der Aktivweiche verbunden wird, fängt es an zu brummen (aus den Lautsprechern). Auch, wenn die Stromversorgung der Weiche abgeklemmt ist. Nun hatte ich noch gedacht, ich baue ein LC-Glied auf, um die Brummspannung zu mindern. Auf den Endstufen sind noch 1000µF-Kondensatoren, die quasi parallel zu den Kondensatoren auf dem Endstufennetzteil sind. Also hatte ich noch eine Drossel (FED 26µ beim Reichelt) in die Versorgungsleitungen gehängt. Das Brummen wurde lauter. Der Widerstand der Leitung war auch 0,7 Ohm höher. Ok, low Budget Messgerät, ohne Drossel 0,3 Ohm, mit Drossel 0,7 Ohm, wobei 0,3 Ohm schon angezeigt werden, wenn ich die 2 Messleitungen aneinander halte.
Die Masseführung ist so, dass alle Massen auf den Ausgang des Endstufennetzteils gehen (ausser der Mittenanzapfung des grossen Trafos). Für das Signal habe ich nur die „heissen“ Pins verbunden. Wobei es für das Brummen egal ist, ob ich die Signalmassen mit verbinde.

tja, ich habe keine Idee mehr, was ich nocht tun soll, ausser das ganze erst mal zu verkabeln un mich an das Brummen zu gewöhnen. Derweil sollte ich eine neue Platine für die Weiche kreieren, die habe ich doch recht unglücklich geroutet.

Gruss,

Steffen

Hallo,

solche? http://www.reichelt.de/inhalt.html?SI

Gute Leitung, belastbar im Dauerbetrieb bis 10A.

genau, das ist sie. Ich dachte auch, Messleitung muss was
abkönnen und geringen Widerstand haben, um die Ergebnisse
nicht zu verfälschen.

Nein. Eine Messleitung hat die Eigenschaft, besonders beweglich zu sein. Ob das in Deinem Fall eine Rolle spielt, kann ich nicht sagen. Die Belastbarkeit und der Widerstand hängen ausschließlich vom Querschnitt ab - auch wenn Dir HiFi-Freaks was anderes erzählen würden.

Sicher Kupfer, verzinnt. Habe auch schon versilberte im Netz
gefunden. Ich dachte, die aus reinem Kupfer wie bei fertig
konfektionierten Herdanschlussleitungen wären auch nicht
schlecht.

Die lassen sich dann nicht mehr so gut löten, weil das Kupfer oxidiert. Für Klemmen spielt das keine Rolle, da sich dort eine Feder oder Schraube durch die Oberfläche bohrt und sich dadurch eine gasdichte, neue Kontaktfläche bildet.

nein, habe ich nicht, aber beim Löten wäre die Litze doch für
immer mit der Hülse verbunden? Ausserdem oxidiert das Zinn
nicht an der Oberfläche, dann steigt der Übergangswiderstand?

Zinn hat die unangenehme Eigenschaft, unter Druck auszuweichen. Wenn Du eine Hülse dranlötest und dann mit einer Schraubklemme befestigst, gibt das Lötzinn irgendwann nach, der Druck der Schraube folgt dem nicht und der oben genannte gasdichte Kontakt ist nicht mehr gasdicht und oxidiert. Deshalb ist auch das Verzinnen von Litzenenden, wie man das früher gemacht hat, mittlerweile verboten.
Dazu kommt noch die Sache mit dem Übergang zwischen Litze und verzinnter Litze - bei Bewegung treten an dieser Stelle große Kräfte auf (Hebelwirkung), die einen Kabelbruch an dieser Stelle vorprogrammieren.

Ansonsten, die Endstufen sind in Ordnung. Wenn ich deren
Eingänge kurzschliesse, also auf Masse lege, ist nur ein ganz
leises Rauschen zu hören.

Kein Wunder. Den Brumm fängt die Leitung am Eingang (als Antenne oder wegen einer Brummschleife) ein, nicht der Eingang selber.

Aber: ich habe noch eine Aktivweiche, mit seperatem Netzteil.
Sobald ein Eingang einer Endstufe mit einem Ausgang der
Aktivweiche verbunden wird, fängt es an zu brummen (aus den
Lautsprechern).

Schon mal versucht, den Netzstecker von Weiche oder Verstärker anderrum in die Dose zu stecken (Phase/Nulleiter getauscht)? Schonmal versucht, die Leitung zwischen Endstufe und Weiche anders zu legen (weg vom Trafo)?

Auch, wenn die Stromversorgung der Weiche abgeklemmt ist.

Abgeklemmt oder nur ausgeschaltet? An den Schutzleiter der Weiche gedacht?

Nun hatte ich noch gedacht, ich baue ein
LC-Glied auf, um die Brummspannung zu mindern. Auf den

Versorgungsleitungen gehängt. Das Brummen wurde lauter.

Du hast doch selber festgestellt, daß der Brumm vom Eingang, nicht von der Spannungsversorgung kommt. Du bastelst also an der falschen Stelle.

Die Masseführung ist so, dass alle Massen auf den Ausgang des
Endstufennetzteils gehen (ausser der Mittenanzapfung des
grossen Trafos). Für das Signal habe ich nur die „heissen“
Pins verbunden. Wobei es für das Brummen egal ist, ob ich die
Signalmassen mit verbinde.

Da liegt der Hase im Pfeffer! Schließ die Signalmasse da an, wo sie hingehört, also am Signaleingang. Und lass den gemeinsamen Massepunkt weg.
Die Eingänge werden doch aber mit abgeschirmter Leitung angesteuert (die dann an beiden Enden an Masse liegt)?
Wie groß ist der Eingangswiderstand der Endstufe und der der Aktivweiche? Wenn man den absenkt (Widerstand parallel dazu löten) kann man die Antennenwirkung der Leitung evt. verringern.
Was die Mittelanzapfungen angeht: wenn das die Masse des Netzteils ist, sind sie bereits angeschlossen. Wenn nicht, welche Funktion haben sie?

Gruß
Axel

Moin

Nein. Eine Messleitung hat die Eigenschaft, besonders
beweglich zu sein. Ob das in Deinem Fall eine Rolle spielt,
kann ich nicht sagen. Die Belastbarkeit und der Widerstand
hängen ausschließlich vom Querschnitt ab - auch wenn Dir
HiFi-Freaks was anderes erzählen würden.

wenn das Kabel beweglicher ist, werden die Klemmen an den Leiterplatten vielleicht weniger belastet. Ansonsten ist mir eher egal in diesem Fall.

Zinn hat die unangenehme Eigenschaft, unter Druck
auszuweichen. Wenn Du eine Hülse dranlötest und dann mit einer
Schraubklemme befestigst, gibt das Lötzinn irgendwann nach,
der Druck der Schraube folgt dem nicht und der oben genannte
gasdichte Kontakt ist nicht mehr gasdicht und oxidiert.
Deshalb ist auch das Verzinnen von Litzenenden, wie man das
früher gemacht hat, mittlerweile verboten.

nun ja, habe den Verdacht, dass sich auch die gecrimpten Kabel etwas setzrn, nach einer Weile kann ich die Schrauben an den Klemmen noch etwas nachziehen.

Schon mal versucht, den Netzstecker von Weiche oder Verstärker
andersrum in die Dose zu stecken (Phase/Nulleiter getauscht)?

das bringt nur etwas, solang die Weiche noch nicht mit den Endstufen verbunden ist, dann gibt es sehr wohl einen Unterschied. Das Gehäuse ist geerdet, und wenn ich die Masse des Endstufennetzteils mit der Erde verbinde, ist Ruhe. Sobald ich aber die Weiche mit den Endstuffen verbinde brummt es, egal ob mit oder ohne Erde.

Schonmal versucht, die Leitung zwischen Endstufe und Weiche
anders zu legen (weg vom Trafo)?

hatte beide Netzteile (Weiche/Endstufen) aus dem Gehäuse genommen und nur die Gleichspannungen ins Gehäuse geführt, bringt auch nichts.

Auch, wenn die Stromversorgung der Weiche abgeklemmt ist.

Abgeklemmt oder nur ausgeschaltet? An den Schutzleiter der
Weiche gedacht?

Abgeklemmt. Die Weiche ist im selben Gehäuse. Ist ja nur eine Platine. Mit ±15V - Netzteil auf einer extra Platine. Das Netzteil der Weiche hängt an den selben 230V wie der Trafo für das Endstufennetzteil. Das ist der einzige Punkt, wo E-Netzteil mit W-Netzteil sich berühren.

Da liegt der Hase im Pfeffer! Schließ die Signalmasse da an,
wo sie hingehört, also am Signaleingang. Und lass den
gemeinsamen Massepunkt weg.

Das war der Ausgangszustand:
Weichennetzteil mit symmetrischer Spannung an Aktivweiche. Dann die drei Weichenausgänge an die 3 Endstufen mit Signal und Masse.
Endstufennetzteil mit symmetrischer Spannung und Massen an die 3 Endstufen
Lautsprechermassen an Endstufennetzteil.
Hat gebrummt.
Danach erst hatte ich einen Massepunkt am Ausgang des Endstufennetzteils gebildet. Ohne Erfolg.

Die Eingänge werden doch aber mit abgeschirmter Leitung
angesteuert (die dann an beiden Enden an Masse liegt)?

Schirm oder nicht brachte keinen Unterschied. Obwohl, hatte den Schirm auf die Masse der Weiche gelegt und nur die heissen Enden verbunden. Das war schon mit dem zentralen Massepunkt. Sonst hätte ich ja gleich wieder eine Masseschleife gebildet. Das Brummen wird lauter, wenn ich das Signalkabel an der Endtrufe lasse und von der Weiche abziehe, logisch.

Wie groß ist der Eingangswiderstand der Endstufe und der der
Aktivweiche? Wenn man den absenkt (Widerstand parallel dazu
löten) kann man die Antennenwirkung der Leitung evt.
verringern.

hm, die Weiche ist mit OPVs und danach kommt noch ein Lautstärkepoti. Muss ja bei Aktiv. So 6k hatte ich am Ausgang. Das Poti hat 20k. Für das Brummen ist die Stellung des Potis aber egal. Die Endstufen sollte ich besser nicht ändern.

Was die Mittelanzapfungen angeht: wenn das die Masse des
Netzteils ist, sind sie bereits angeschlossen. Wenn nicht,
welche Funktion haben sie?

Die Mittenanzapfungen bilden die Masse der Netzteile. Sind beide symmetrisch.

ciao,

Steffen

Hallo,

wenn das Kabel beweglicher ist, werden die Klemmen an den
Leiterplatten vielleicht weniger belastet.

Wenn die Leitung im Gehäuse verläuft, sollte das kein Thema sein. Wenn die Leitung außerhlab verläuft, sollte ein Zugentlastung ebenfalls dafür sorgen, daß es kein Thema wird.
Klemmen auf einer Platine sind niemals dafür ausgelegt, daß da einer dran zieht. Auch hier besteht die Gefahr, daß das Lötzinn anfängt, dem Druck nachzugeben und die Klemme sich auslötet. Kann man sehr schön bei alten TV-Geräten beobachten, in denen schwere Bauteile (Trafos, Elkos etc.) auf senkrechten Platinen angeordnet sind (oder waren :wink: ).

nun ja, habe den Verdacht, dass sich auch die gecrimpten Kabel
etwas setzrn, nach einer Weile kann ich die Schrauben an den
Klemmen noch etwas nachziehen.

Wenn richtig gekrimpt wurde, ist das völlig ausgeschlossen. Eine Krimpung muß einen gasdichten Abschluß zwischen Hülse und Litze bieten, sonst oxidiert die Litze in der Hülse und Du hast den Wackelkontakt nur verschoben, nicht verhindert. Schon mal an die Ansachaffung einer richtige Krimpzange gedacht? Die die Backen erst öffnet, wenn die Kraft ausgereicht hat?

Schon mal versucht, den Netzstecker von Weiche oder Verstärker
andersrum in die Dose zu stecken (Phase/Nulleiter getauscht)?

das bringt nur etwas, solang die Weiche noch nicht mit den
Endstufen verbunden ist, dann gibt es sehr wohl einen
Unterschied. Das Gehäuse ist geerdet, und wenn ich die Masse
des Endstufennetzteils mit der Erde verbinde, ist Ruhe. Sobald
ich aber die Weiche mit den Endstuffen verbinde brummt es,
egal ob mit oder ohne Erde.

Wie hochohmig ist der Eingang der Weiche?

Schonmal versucht, die Leitung zwischen Endstufe und Weiche
anders zu legen (weg vom Trafo)?

hatte beide Netzteile (Weiche/Endstufen) aus dem Gehäuse
genommen und nur die Gleichspannungen ins Gehäuse geführt,
bringt auch nichts.

Was verstehst Du unter Gleichspannung? Ist die denn ohne Brumm? Grad bei einer Endstufenversorgung kann man oft nicht davon ausgehen.

Auch, wenn die Stromversorgung der Weiche abgeklemmt ist.

Abgeklemmt oder nur ausgeschaltet? An den Schutzleiter der
Weiche gedacht?

Abgeklemmt. Die Weiche ist im selben Gehäuse. Ist ja nur eine
Platine. Mit ±15V - Netzteil auf einer extra Platine. Das
Netzteil der Weiche hängt an den selben 230V wie der Trafo für
das Endstufennetzteil. Das ist der einzige Punkt, wo
E-Netzteil mit W-Netzteil sich berühren.

Und da könnte man ja mal versuchen, die beiden Anschlüsse umzudrehen.

Weichennetzteil mit symmetrischer Spannung an Aktivweiche.
Dann die drei Weichenausgänge an die 3 Endstufen mit Signal
und Masse.
Endstufennetzteil mit symmetrischer Spannung und Massen an die
3 Endstufen Lautsprechermassen an Endstufennetzteil.
Hat gebrummt.

Eingang offen oder auf Masse gelegt?

Danach erst hatte ich einen Massepunkt am Ausgang des
Endstufennetzteils gebildet. Ohne Erfolg.

Konnte keinen Erfolg bringen.

Die Eingänge werden doch aber mit abgeschirmter Leitung
angesteuert (die dann an beiden Enden an Masse liegt)?

Schirm oder nicht brachte keinen Unterschied. Obwohl, hatte
den Schirm auf die Masse der Weiche gelegt und nur die heissen
Enden verbunden. Das war schon mit dem zentralen Massepunkt.
Sonst hätte ich ja gleich wieder eine Masseschleife gebildet.
Das Brummen wird lauter, wenn ich das Signalkabel an der
Endtrufe lasse und von der Weiche abziehe, logisch.

Versuch mal, die Masse vom Weichennetzteil nur an die Weiche, die Masse des Endstufennetzteils nur an die Endstufe, die Masse der Weiche dann an die Endstufe anzuschließen, den Eingang der Weiche auf Masse.
Die Masse der Versorgung sollte da angeschlossen sein, wo der Strom fließt. Die Signalmasse muß stromlos bleiben (abgesehen vom Signalstrom). Alle Leitungen sollten so niederohmig betrieben werden wie möglich - am Ausgang und am Eingang (also keinesfalls einen hochohmigen OP-Eingang allein dranhängen). Alle Signalleitungen sollten abgeschirmt und auf beiden Seiten die Abschirmung auf Masse gelegt sein.

Wie groß ist der Eingangswiderstand der Endstufe und der der
Aktivweiche? Wenn man den absenkt (Widerstand parallel dazu
löten) kann man die Antennenwirkung der Leitung evt.
verringern.

hm, die Weiche ist mit OPVs

s.o.

und danach kommt noch ein
Lautstärkepoti. Muss ja bei Aktiv. So 6k hatte ich am Ausgang.
Das Poti hat 20k.

Sollte passen.

Für das Brummen ist die Stellung des Potis
aber egal.

Wie - brummt dann also die Endstufe alleine auch schon? Wenn Du das Poti richtig angeschlossen hast, sollte bei Linksanschlag der Eingang mit Masse verbunden sein. Wenn die Endstufe auch nur ein wenig taugt, muß dann Ruhe sein.
Oder ist es am Ende die Leitung Poti - Endstufe, die als Antenne wirkt?

Die Endstufen sollte ich besser nicht ändern.

Einen Widerstand parallel zum Eingang darf man ruhig machen, wenn erforderlich.

Gruß
Axel

Hallo Axel,

danke für deine ausführlichen Antworten.

(bewegliche Kabel)

nein, ich meinte mehr, wenn ich anstatt Litze starre Kabel nehme, muss ich sie exakt biegen, dass sie keine mechsnische Spannung auf die Klemmen bringen. Sehr flexibles Kabel macht das ja dann fast nicht.

Schon mal an die Anschaffung einer richtige Krimpzange
gedacht? Die die Backen erst öffnet, wenn die Kraft
ausgereicht hat?

hm, für 50-100 Crimpungen wollte ich besser eine preiswerte nehmen.

Wie hochohmig ist der Eingang der Weiche?

Weiche: nach dem Entkoppel-C ist ein 47k-Widerstand zur Masse. Dann kommt der erste OPV.
Endstufe: Entkoppel-C, dann 390Ohm in Reihe zum Eingang und 24k auf Masse

Was verstehst Du unter Gleichspannung? Ist die denn ohne
Brumm? Grad bei einer Endstufenversorgung kann man oft nicht
davon ausgehen.

Sobald die Endstufen mit der Weiche verbunden sind und das leise Brummen von sich geben, sind 4mV Sägezahn pro Endstufe aud den Versorgungsspannungen. Das wird nicht wesentlich schlimmer bei nervig lautem Sinussignal und Last. Die Versorgungsspannung der Weiche ist lupenrein, auch unter Last nichts zu sehen auf dem Oszi.

Das ist der einzige Punkt, wo
E-Netzteil mit W-Netzteil sich berühren.

Und da könnte man ja mal versuchen, die beiden Anschlüsse
umzudrehen.

bringt auch nichts

Weichennetzteil mit symmetrischer Spannung an Aktivweiche.
Dann die drei Weichenausgänge an die 3 Endstufen mit Signal
und Masse.
Endstufennetzteil mit symmetrischer Spannung und Massen an die
3 Endstufen Lautsprechermassen an Endstufennetzteil.
Hat gebrummt.

Eingang offen oder auf Masse gelegt?

Eingang der Weiche offen, oder mit Kabel, egal. Wenn man sich Ausgänge der Weiche anschaut, ist das „Signal“ eine Linie und die Masse vielleicht 2mV Rauschen.

Versuch mal, die Masse vom Weichennetzteil nur an die Weiche,
die Masse des Endstufennetzteils nur an die Endstufe, die
Masse der Weiche dann an die Endstufe anzuschließen, den
Eingang der Weiche auf Masse.
Die Masse der Versorgung sollte da angeschlossen sein, wo der
Strom fließt. Die Signalmasse muß stromlos bleiben (abgesehen
vom Signalstrom). Alle Leitungen sollten so niederohmig
betrieben werden wie möglich - am Ausgang und am Eingang (also
keinesfalls einen hochohmigen OP-Eingang allein dranhängen).
Alle Signalleitungen sollten abgeschirmt und auf beiden Seiten
die Abschirmung auf Masse gelegt sein.

so war der Ausgangszustand. Ausser der Sache mit dem Schirm.

Für das Brummen ist die Stellung des Potis
aber egal.

Wie - brummt dann also die Endstufe alleine auch schon?

nein, die Endstufe brummt nicht, wenn ich ihren Eingang auf Masse lege. Es wird immer erst interessant, wenn die Endstufe mit der Weiche verbunden wird. Und dann ist das Poti egal. Na eben, sollte mal schauen, wenn ich die Potis so stelle, dass der Ausgang auf Masse geht. Habe ich glaube nicht gemacht, aus Angst um die OPVs.

Wenn Du das Poti richtig angeschlossen hast, sollte bei
Linksanschlag der Eingang mit Masse verbunden sein. Wenn die
Endstufe auch nur ein wenig taugt, muß dann Ruhe sein.
Oder ist es am Ende die Leitung Poti - Endstufe, die als
Antenne wirkt?

Muss ich probieren. Kann aber etwas dauern, habe gerade alles ausgebaut.

Gruß,

Steffen

Hallo,

(bewegliche Kabel)

nein, ich meinte mehr, wenn ich anstatt Litze starre Kabel
nehme, muss ich sie exakt biegen, dass sie keine mechsnische
Spannung auf die Klemmen bringen. Sehr flexibles Kabel macht
das ja dann fast nicht.

Starre Leitungen kenne ich nur noch in der Hausinstallation. Es ist natürlich auch nichts gegen die Verwendung von Messleitung zu sagen, außer dem Preis. Normale Litze wäre genauso okay gewesen.

Schon mal an die Anschaffung einer richtige Krimpzange
gedacht? Die die Backen erst öffnet, wenn die Kraft
ausgereicht hat?

hm, für 50-100 Crimpungen wollte ich besser eine preiswerte
nehmen.

Preiswert ist nicht das gleiche wie billig. Evt. könntest Du Dir aber auch eine leihen?

Wie hochohmig ist der Eingang der Weiche?

Weiche: nach dem Entkoppel-C ist ein 47k-Widerstand zur Masse.
Dann kommt der erste OPV.
Endstufe: Entkoppel-C, dann 390Ohm in Reihe zum Eingang und
24k auf Masse

Sollte okay sein. 47kOhm ist der Standardwert bei HiFiGeräten.

Wenn man sich
Ausgänge der Weiche anschaut, ist das „Signal“ eine Linie und
die Masse vielleicht 2mV Rauschen.

Ist natürlich schwierig zu messen, was da im Rauschen drin ist und wieviel. Aber die 2mV Rauschen werden natürlich noch verstärkt, zudem ist das Nutzsignal an dieser Stelle wahrscheinlich auch nur im Bereich 2V (oder noch kleiner). Und dann hast Du nur noch einen Signal-Rausch-Abstand von 30dB - das ist eine Witz für ein HiFi-Gerät! Wenn tatsächlich 2mV Rauschen da sind.

Für das Brummen ist die Stellung des Potis aber egal.

Wie - brummt dann also die Endstufe alleine auch schon?

nein, die Endstufe brummt nicht, wenn ich ihren Eingang auf
Masse lege. Es wird immer erst interessant, wenn die Endstufe
mit der Weiche verbunden wird. Und dann ist das Poti egal. Na
eben, sollte mal schauen, wenn ich die Potis so stelle, dass
der Ausgang auf Masse geht. Habe ich glaube nicht gemacht, aus
Angst um die OPVs.

Ich weiß nicht, wie Du die Potis angeschlossen hast. Aber der Ausgang der OPV darf natürlich niemals auf Masse gehen. Kann es sein, daß Du den Schleifer an den Ausgang angeschlossen hast? Der gehört an den Eingang der Endstufe. Der Ausgang der Weiche ans ‚obere‘ Ende des Potis und der dritte Anschluss an Masse. Das bedeutet, der gesamte Potiwiderstand liegt zwischen Ausgang Weiche und Masse, der Schleifer am Eingang der Endstufe liegt dann bei voller Lautstärke direkt am Ausgang der Weiche und ‚wandert‘ zum Leiserstellen in Richtung Masse. Wenn er Masse erreicht, ist Ruhe.

Gruß
Axel

Hallo Axel,

Starre Leitungen kenne ich nur noch in der Hausinstallation.

Dafür ists ja auch sinnvoll.
Der Trafo hat (logischerweise) 1,5mm² am Ausgang.

Preiswert ist nicht das gleiche wie billig. Evt. könntest Du
Dir aber auch eine leihen?

unwahrscheinlich.

und die Masse vielleicht 2mV Rauschen.

Wenn tatsächlich 2mV
Rauschen da sind.

das Oszi ist nicht mehr das neuste und für diese Messung hing ja das Oszi an der selben Masse, die ich gemessen hatte. Plus vielleicht ein paar Krokodilklemmen. Ist dann also auch bischen die Fantasie vom Oszi.

Ich weiß nicht, wie Du die Potis angeschlossen hast. Aber der
Ausgang der OPV darf natürlich niemals auf Masse gehen. Kann
es sein, daß Du den Schleifer an den Ausgang angeschlossen
hast? Der gehört an den Eingang der Endstufe. Der Ausgang der
Weiche ans ‚obere‘ Ende des Potis und der dritte Anschluss an
Masse. Das bedeutet, der gesamte Potiwiderstand liegt zwischen
Ausgang Weiche und Masse, der Schleifer am Eingang der
Endstufe liegt dann bei voller Lautstärke direkt am Ausgang
der Weiche und ‚wandert‘ zum Leiserstellen in Richtung Masse.
Wenn er Masse erreicht, ist Ruhe.

Sieht gut aus. ZB. das Bild vom PIHER 10-L 25K beim Reichelt, Ansicht von oben: linkes Bein Richtung OPV, Mitte (Schleifer) Richtung Eingang Endstufe, rechtes Bein an Masse. Zwischen dem Ausgang vom OPV und Masse messe ich immer 26k, zwischen OPV Ausgang und Eingang Endstufe dann 0-26k. Was ich machen könnte, ist, beide Pins (Masse/heiss) vom Eingang einer Endstufe mit der Masse der Weiche verbinden und schaun, was passiert.

Gruß,

Steffen

Hallo,

Preiswert ist nicht das gleiche wie billig. Evt. könntest Du
Dir aber auch eine leihen?

unwahrscheinlich.

Nimm Deine Litzen mit zum Elektriker. Kauf ihm die Klemmen ab und lass sie dranmachen. Sollte wohl nicht die Welt kosten.
Btw., gutes Werkzeug hält ein Leben lang. Und dann rechne den Preis für eine gute Zange mal um auf die billigen Zangen, die Du bis dahin wohl verbrauchst. Berücksichtige dabei den Ärger, den Dir die billige Zange bei jeder Anwendung bereitet.
Aber das ist o.T.

und die Masse vielleicht 2mV Rauschen.

Wenn tatsächlich 2mV
Rauschen da sind.

das Oszi ist nicht mehr das neuste und für diese Messung hing
ja das Oszi an der selben Masse, die ich gemessen hatte. Plus
vielleicht ein paar Krokodilklemmen. Ist dann also auch
bischen die Fantasie vom Oszi.

Das ist auch die Fantasie der Messung. Das interessante Rauschen ist das zwischen der Masse des Verstärkenden Transistors und dem Signal an der Basis dieses Transistors. Ein Rauschen auf der Masse in Bezug auf eine andere Masse ist völlig uninteressant. Wenn Du irgendeine Masse als Bezug für Deine Messung wählst, bekommst Du auch irgendein Ergebnis.

Sieht gut aus. ZB. das Bild vom PIHER 10-L 25K beim Reichelt,
Ansicht von oben: linkes Bein Richtung OPV, Mitte (Schleifer)
Richtung Eingang Endstufe, rechtes Bein an Masse. Zwischen dem
Ausgang vom OPV und Masse messe ich immer 26k, zwischen OPV
Ausgang und Eingang Endstufe dann 0-26k.

So sollte es auch sein. Wenn das Brummen dann gleich bleibt, wenn Du am Poti drehst, muß es an den Masseverhältnissen liegen. Irgendwo fließt Versorgungsstrom über die Signalmasse und erzeugt das Brummen (indem am Innenwiderstand dieser Leitung durch den Strom ein Spannungsabfall entsteht, der sich zum Signal addiert).

Was ich machen könnte, ist, beide Pins (Masse/heiss) vom Eingang
einer Endstufe mit der Masse der Weiche verbinden und schaun, was
passiert.

Mach mal.
Ich vermute das Masseproblem nach Deinen Schilderungen in der Endstufe. Was für eine ist das denn? Eigenes Layout gemacht?
Gruß
Axel

hallo Axel,

Btw., gutes Werkzeug hält ein Leben lang. Und dann rechne den
Preis für eine gute Zange mal um auf die billigen Zangen, die
Du bis dahin wohl verbrauchst. Berücksichtige dabei den Ärger,
den Dir die billige Zange bei jeder Anwendung bereitet.
Aber das ist o.T.

Die war schon Knipex, 20,- Oi. Also nicht so ein 5 Euro-Gerät von der Tanke. Aha, eine bessere kostet 99,50 beim Reichelt. Mal überlegen.

Irgendwo fließt Versorgungsstrom über die Signalmasse
und erzeugt das Brummen (indem am Innenwiderstand dieser
Leitung durch den Strom ein Spannungsabfall entsteht, der sich
zum Signal addiert).

ja, irgendwo muss ein Strom rumkrebsen. Das dickste war: ich habe noch ein kleinen Netzfilter vorgeschaltet. Ich dachte, ich stelle den auf Gummifüse, wegen seinem mechanischen Brummen. Einer der Füsse hatte scheinbar eine Leiterbahn berührt. Ich mache den Verstärker aus, es war ein Lautsprecher angeschlossen. Da fing es an zu qualmen und eben dieser Fuss siht auch bischen anders aus jetzt an der Stelle, an der er das Cu berührt hat. Dachte immer, Gummi isoliert. Das ist alles sehr mysteriös und ich habe mindestens schon 14 TDA7293 gehimmelt bei meinen Versuchen.

Ich vermute das Masseproblem nach Deinen Schilderungen in der
Endstufe. Was für eine ist das denn? Eigenes Layout gemacht?

Endstufe 100 von Schuro. Die sollte gehen. Ist auch ein paar 100 mal verbaut worden.

Gruß,

Steffen