Kabelenden verzinnen /zusammenlöten

Hallo!
Ich musste am letzten Wochenende mal an 2 Kabeln die Kabelenden (flexibles) verzinnen. Ich hab meinen Lötkolben genommen und das neue Elekroniker-Lötzinn (aus solch Röhrchen). Nur hab ich es leider kaum geschafft die beiden abisolierten Kabelenden zu verzinnen. Das Lötzinn läßt sich ja kaum noch löten, es wird ja kaum noch flüssig, ist eher wie brei. Auch haben die Kabelenden das Lötzinn nur schlecht angenommen. Oder mach ich was falsch?

Howie

Hallo Howie,

Ich musste am letzten Wochenende mal an 2 Kabeln die
Kabelenden (flexibles) verzinnen.

kannste sicher machen für Lautsprecherkabel o.ä. Aber bei 230 Volt weiß ich nicht ob das heutezutage noch erlaubt ist.
Die benutzen da Adernendhülsen und wohl entsprechende zangen.

Genau wissen das die Leute im Brett Elektro im Haushalt, bitte den Mod dich dahin zu verschieben.

Ich hab meinen Lötkolben
genommen und das neue Elekroniker-Lötzinn (aus solch
Röhrchen).

Röhrchen? Ui, was es alles so neu gibt, als ich das letzte Mal gelötet habe war das Lötzinn noch auf einer Spule aufgewickelt.

Nur hab ich es leider kaum geschafft die beiden
abisolierten Kabelenden zu verzinnen. Das Lötzinn läßt sich ja
kaum noch löten, es wird ja kaum noch flüssig, ist eher wie
brei.

Falsches Lötzinn? Lötkolben zu kalt? Ich kenne das Phänomen nicht.

Auch haben die Kabelenden das Lötzinn nur schlecht
angenommen.

In der Lehre (farbwerke Höchst) haben wir die Enden der Litzenadern in eine Flüsigkeit getaucht, ich weiß leider nicht mehr was das war, nur Aceton oder Salzsäure oder was auch immer.
Danach flutschte alles bestens.

Gruß
Reinhard

Hallo!
Ich musste am letzten Wochenende mal an 2 Kabeln die
Kabelenden (flexibles) verzinnen. Ich hab meinen Lötkolben
genommen und das neue Elekroniker-Lötzinn (aus solch
Röhrchen). Nur hab ich es leider kaum geschafft die beiden
abisolierten Kabelenden zu verzinnen. Das Lötzinn läßt sich ja
kaum noch löten, es wird ja kaum noch flüssig, ist eher wie
brei. Auch haben die Kabelenden das Lötzinn nur schlecht
angenommen. Oder mach ich was falsch?

Hallo Howie,
es muß nicht an dem neuen Lötzinn liegen.
Ich habe sogenanntes „Flußmittel/Lötfett“. Besorge dir das mal. Die zu lötenden Teile dünn bestreichen und es lötet sich wieder super,
Viel Erfolg, Werner

Hi,

das nennt man auch Lötfett ( ich habe mein Vater gefragt,Elektriker )
das bekommst du auch hier :
http://www.mercateo.com/p/278-150232/Loetfett_100g_n…

gruß Ann-Kathrin

Hallo,

neues Lötzinn? Das gibt es schon ewig. Innen im Draht ist das Lötfett.

So wie sich das anhört, ist dein Lötkolben zu kalt. Schmilzt das Lötzinn, wenn du es direkt auf den Kolben hältst?
Wenn ja, dann etwas Lötzinn auf die Spitze, dann die Kabel dran halten und dasn Lötzinn nachschieben und schmilzen lassen. Die Struktur der einzelnen Drähte sollten nachher noch erkennbar sein; also nicht zu viel Zinn nehmen.

Und: keine Kabel für höhere Spannungen (230V oder so) verzinnen/verlöten. Das kann tödlich sein. :smile:

Haelge

Hallo,

das nennt man auch Lötfett ( ich habe mein Vater
gefragt,Elektriker )

Und vermutlich schon etwas älter. Die Verwendung von Lötfett ist schon seit Jahren untersagt.
Gruß
loderunner

Hallo,

Ich habe sogenanntes „Flußmittel/Lötfett“. Besorge dir das
mal. Die zu lötenden Teile dünn bestreichen und es lötet sich
wieder super,

Lieber nicht.
Es lötet sich prima, und nach einiger Zeit ist die Lötstelle durch das Zeug verätzt und angefressen.
Lötzinn mit Flussmittelseele ist die richtige Wahl.
Gruß
loderunner

Hallo,

kannste sicher machen für Lautsprecherkabel o.ä. Aber bei 230
Volt weiß ich nicht ob das heutezutage noch erlaubt ist.

Ist es nicht. Lötzinn ist auf Dauer nicht stabil, es weicht Druck aus. Weshalb man damit keine Zugentlastung hinbekommt (schwere Bauteile löten sich selbsttätig aus, Kabel/Litzen lösen sich) und Klemmstellen (Lüsterklemmen) irgendwann tot(!)sicher zu Wackelkontakten werden.

Die benutzen da Adernendhülsen und wohl entsprechende zangen.

Richtig. Alternativ Federklemmen.

Auch haben die Kabelenden das Lötzinn nur schlecht
angenommen.

In der Lehre (farbwerke Höchst) haben wir die Enden der
Litzenadern in eine Flüsigkeit getaucht, ich weiß leider nicht
mehr was das war, nur Aceton oder Salzsäure oder was auch
immer.
Danach flutschte alles bestens.

Ja. Leider eben auch nicht auf Dauer, weil später die Lötstelle angeätzt werden kann.
Eine Oxidschicht des Litzenendes kann schon der Grund dafür sein, dass es nicht funktioniert. Dann muss man ein Stück der Leitung abschneiden und nochmal probieren, bis man die Stelle ohne Oxid erreicht hat. Ggf. eine neue Leitung verwenden.

Vermutlich handelt es sich aber um Lötzinn ohne Flussmittel, wie man das früher mal verwendet hat. Weg damit und neues mit Flussmittelseele besorgen.
Gruß
loderunner

Hallo!
Also der Lötkolben war bestimmt warm genug, der durfte vorher ne 1/2 Std vorheizen.
Die Kabelenden hab ich auch vorher in etwas Salzsäure getaucht, aber das schien da nichts auszumachen.
Wird wohl wie gesagt am Lötzinn liegen. Von Flussmittel steht da nichts drauf (was sollte da drauf stehen wenn es mit ist?), sollte man ja auch evtl. sehen, aber dazu ist es fast schon wieder zu dünn. Werd mir dann wohl mal anderes kaufen müssen.

Und was wäre wenn man die Kabelenden vorher in Lötpaste taucht wie man sie für CU-Rohre zum löten nimmt?

Und die kabel sind für weniger als 12V gedacht.
Aber warum soll oder darf man es nicht mit 230V kabeln machen? Ich hab schon oft Kabel gesehen (zb. von Verlängerungen)die so behandelt waren

Hallo

Von Flussmittel steht
da nichts drauf (was sollte da drauf stehen wenn es mit ist?),
sollte man ja auch evtl. sehen, aber dazu ist es fast schon
wieder zu dünn. Werd mir dann wohl mal anderes kaufen müssen.

Da steht z.B. Sn99Cu1 als Legierung und z.B. KS100 Fg 3.0% für das Flussmittel drauf

Und was wäre wenn man die Kabelenden vorher in Lötpaste taucht
wie man sie für CU-Rohre zum löten nimmt?

Ich habe gute Erfahrungen mit Kolophonium gemacht, das Zeug sollte man aber nicht einatmen wenn man damit lötet.

Und die kabel sind für weniger als 12V gedacht.
Aber warum soll oder darf man es nicht mit 230V kabeln machen?
Ich hab schon oft Kabel gesehen (zb. von Verlängerungen)die so
behandelt waren

Weil die Verbindung nicht sicher ist. Die Kabelenden erwärmen sich und die Lötverbindung löst sich und kann somit einen Kurzschluss oder Brand verursachen. Dies ist bereits seit mehreren Jahren verboten. Eine solche Verbindung muss gecrimpt werden, wie z.B. mit Aderendhülsen und spezieller Zange.

Gruss
Christian

Hallo Howard,

Die Kabelenden hab ich auch vorher in etwas Salzsäure
getaucht, aber das schien da nichts auszumachen.

ich glaube dadurch wird nur Fett/Öl beseitigt, ggfs. auch die Oxidschicht, weiß das aber nicht exakt.

Wird wohl wie gesagt am Lötzinn liegen. Von Flussmittel steht
da nichts drauf (was sollte da drauf stehen wenn es mit ist?),
sollte man ja auch evtl. sehen, aber dazu ist es fast schon
wieder zu dünn.

Leider habe ich all mein werkzeug ausgelagert und nicht hier sonst hätte ich mal geschaut was so auf meinem Lötzinn so draufsteht.

Und, irgendwie gabs vor jahrzehnten schon Lötzinn ohne Seele und Lötzinn mit Seele. Für den Elektronikbereich beim Weichlöten war das mit der Seele geeignet.

Jetzt habe ich mal im Inet geschaut:

http://www.felder.de/de_elektronik_nige-elektroniklo…

Ich muß ehrlich zugeben, mir ist da sehr unklar welches Lot ich bei der Auswahl dort nehmen müßte.

Und was wäre wenn man die Kabelenden vorher in Lötpaste taucht
wie man sie für CU-Rohre zum löten nimmt?

Dazu schrieb loderunner ja schon was.

Aber warum soll oder darf man es nicht mit 230V kabeln machen?
Ich hab schon oft Kabel gesehen (zb. von Verlängerungen)die so
behandelt waren

Ich habe das so in der Lehrzeit gelernt, so richtig mit Litzen verdrillen, Ösen bauen und diese verzinnen, z.B. für Schukostecker.

Aber das ist lange her. Seit langem weiß man daß Lötzinn nicht druckstabil ist, wenn du das also heute festschraubst, so ist in k.A. einem halben Jahr der Anpressdruck wech und du bekommst ein Kontaktproblem an der Stelle.

Und VDE 0100 ist kein Gesetz. Theoretisch steht es dir völlig frei dich daran zu halten oder nicht.
NUR, wenn dann die Hütte abfackelt, gar Menschen zu Schaden kommen, überprüfen Sachverständige das ganze und wenn sie sowas entdecken als Brandursache hast du die alleinige Beweislast zu beweisen daß es zum Brand auch gekommen wäre wenn du alles ordnungsgemäß mit Adernendklemmen oder diesen Federklemmen (noch nie gesehen, aber kann ich ja googlen) durchgeführt hättest.
Und das wirste nicht schaffen.

Dazu kommt noch, daß Arbeiten an der elektrischen Installation nur von einer Elektrofachkraft durchgeführt werden dürfen.

Ich weiß jetzt nicht wie es rechtlich ist, ob man als Laie z.B. an der Türklingelverschaltung „arbeiten“ darf, sind ja nur 8-14 Volt oder so.
Aber im Brandfall gilt da natürlich auch das Obengesagte.
Hat ein Elektrofachmann das verschaltet, so deckt den Schaden die Versicherung seiner Firma.

Gruß
Reinhard

Hi loderunner,

Und vermutlich schon etwas älter.

stimmt!!

Die Verwendung von Lötfett

ist schon seit Jahren untersagt.

gibt es aber noch im Handel .

gruß Ann-Kathrin

Hallo,

Die Verwendung von Lötfett
ist schon seit Jahren untersagt.

gibt es aber noch im Handel .

Ja. Für Dachrinnen kann man es ja auch noch verwenden. Oder für Lampenschirme. Oder für…
Nur in Verbindung mit Strom sollte man eben tunlichst drauf verzichten.
Gruß
loderunner

Ja. Für Dachrinnen kann man es ja auch noch verwenden. Oder
für Lampenschirme. Oder für…
Nur in Verbindung mit Strom sollte man eben tunlichst drauf
verzichten.

Hi,

man lernt nie aus !!

gruß Ann-Kathrin

Alternativ Federklemmen.

Wie sehen die aus und wie ist deren funktion?

Hallo,

Alternativ Federklemmen.

Wie sehen die aus und wie ist deren funktion?

So: http://www.wago.com/cps/rde/xchg/SID-53EFFEF9-4220ED…
zum Beispiel.
Der Trick dabei besteht darin, dass eine Feder permanent auf den Leiter drückt, sich sogar in den Leiter ‚eingräbt‘ und dadurch für einen auf Dauer sicheren Kontakt (weil unter Luftabschluss) sorgt.

Die Schraube in den alten Lüsterklemmen dreht sich halt nicht von allein nach (man denke an die Längenänderungen bei Temperaturunterschieden), eine Feder aber schon.

Gruß
loderunner

Hi!
Das sind für mich sogenannte „Wago“ klemmen. Ich wußte gar nicht das man damit auch mehr-, und feindrähtige kabel verbinden kann. Ich kenn das nur für die eindrahtigen Leitungen.
Aber ob die zb. auch im Auto eingesetzt werden dürfen?
Bei mir wurde zb. letztens ein Geber samt Stecker und einem stück Kabel gewechselt, das wurde laut Werkstatt gelötet…

ich glaube dadurch wird nur Fett/Öl beseitigt, ggfs. auch die
Oxidschicht, weiß das aber nicht exakt.

richtig!

Hallo,

Ich musste am letzten Wochenende mal an 2 Kabeln die
Kabelenden (flexibles) verzinnen. Ich hab meinen Lötkolben
genommen und das neue Elekroniker-Lötzinn (aus solch Röhrchen).

Was für Röhrchen und wo hast du das her? Was steht drauf?

Wie schon geschrieben, ist zuerst mal unklar, ob du die Litzen
überhaupt löten solltest.

Wenn es tatsächlich „neues Elektroniker-Zinn“ ist, besteht die
Wahrscheinlichkeit, dass es sich um bleifreies Zinn entsprechend
den neunen Anforderungen der RoHS handelt.

Diese Lötzinn hat aber ca. 30grd höhere Schmelztemperatur und
ist für Handlötung nicht so gut geeignet.
Die herkömmlichen Flussmittel passen dazu auch nicht mehr so gut,
weil deren Temperaturbeständigkeit für die hohen Löttemp.
unzureichend ist.
Wenn das Zinn nur breiig wird, ist der Lötkolben nicht heiß
genug bzw. die Spitze ist zu klein.
Bei hohen Temp. verzundert die Spitze dann auch schnell und mit
dem Löten wird es gar nix mehr.

Für solche Arbeiten kauft man sich also am besten ganz normales
herkömmliches Zinn „L-Sn60Pb40“.
http://www.reichelt.de/?ACTION=3;ARTICLE=10995:stuck_out_tongue_winking_eye:ROVI…
http://www.conrad.de/goto.php?artikel=811947
In dem Lötzinn ist schon Flussmittel drin.
Bei Bedarf kann man aber noch etwas Löthonig benutzen.
http://www.conrad.de/goto.php?artikel=811114
Dass eine ordentliche Verzinnung der Lötspitze Voraussetzung
für eine halbwegs vernüftige Lötverbindung ist, sollte
selbstverständlich sein.

Dass Lötfett und Lötwasser eher kontraproduktiv sind, wurde
auch schon geschrieben.
Gruß Uwi

Nur hab ich es leider kaum geschafft die beiden
abisolierten Kabelenden zu verzinnen. Das Lötzinn läßt sich ja
kaum noch löten, es wird ja kaum noch flüssig, ist eher wie
brei. Auch haben die Kabelenden das Lötzinn nur schlecht
angenommen. Oder mach ich was falsch?