ich weiß, eigentlich bin ich im falschen Brett, aber ich weiß auch nicht, wohin sonst mit meiner Frage. Liebe Mods, bitte verschiebt oder löscht mich ggf.!
Zur Sache: Ich möchte einen kabellosen Lötkolben an einen anspruchsvollen Menschen verschenken, weiß aber leider überhaupt nicht, vorauf ich achten muss. Kann mir vielleicht jemand ein Gerät empfehlen oder einen Tipp für die Auswahl geben? Ich weiß bisher nur, dass sich „Cold Heat“-Lötkolben von herkömmlichen unterscheiden, aber z.B. nicht, wie sinnvoll diese Technologie wäre.
Verwendungszweck des Geräts wäre vor allem Lötarbeiten an Computerteilen, es sollte aber wenn möglich auch für sonstige Elektronik-Arbeiten (oder wofür auch immer man einen Lötkolben sonst so benutzen könnte) geeignet sein. Ausgeben würde ich bis zu 100,- Euro.
ich weiß, eigentlich bin ich im falschen Brett, aber ich weiß
auch nicht, wohin sonst mit meiner Frage. Liebe Mods, bitte
verschiebt oder löscht mich ggf.!
Och, wenn man keine Elektroniker nach einem Lötkolben fragen darf, wen dann?
Verwendungszweck des Geräts wäre vor allem Lötarbeiten an
Computerteilen,
Ich wüsste jetzt nicht, wer tatsächlich noch an Computerteilen rumlötet.
Mein zweiter Gedanke: warum kabellos?
Und deshalb muss ich auch leider zugeben: ich habe keine Ahnung, was man an kabellosen Lötkolben empfehlen könnte.
Ich bevorzuge Lötstationen von Weller mit einstellbarer, geregelter Temperatur. Und mit Kabel. Und leider für 200€, nicht für 100€.
Mein Tip:
Rausgeworfenes Geld. Mit 4 kleinen Mignon Batterien kannst du keinen Blumentopf gewinnen.
Zumal ein kabelloser Kolben IMHO dann sinnvoll ist, wenn man keinen Strom in der Nähe hat. Ich habe einen gasbetriebenen Lötkolben, aber der ist wirklich nur im Notfall in Gebrauch.
Für 50 EURO kannst du schon eine kleine Lötstation kaufen, z.B. Conrad Artikel Nr. Artikel-Nr.: 588200 - 62
ich habe mit dem Weller Pyropen ganz gute Erfahrungen gemacht. Den könnte ich weiterempfehlen. Man kann damit genauso gut löten wie mit einem „normalen“ Lötkolben, aber der kostet normalerweise etwas über 100.- Euro. Es gibt noch eine „Juniorversion“ für unter 100.- Euro, die ich allerdings nicht kenne.
Diese Lötkolben werden mit Butangas betrieben. Es gibt auch batteriebetriebene Lötkolben, aber davon würde ich abraten, da sie nicht annähernd die Leistung und Betriebszeit eines Gaslötkolbens erreichen.
Batteriebetriebene Geräte haben immer den Nachteil, dass wenn man sie dringend braucht, die Batterien, und ganz besonders die Akkus, leer sind. Also erst den Aukku laden, dauert nur so eine bis 12 Stunden. Ersatzbatterien hat men gerade vor ein paar Tagen für ein anderes Gerät dringend benötigt, oder die sind auch leer
Gaslötkolben kann man, meist mit Feuerzeuggas, in einer Minute wieder auffüllen und das Gas lässt sich Jahrelang lagern.
Aber wirklich praktisch sind diese kabellosen Geräte nur, wenn man irgendwo in der Pampa mal ein paar einzelne Löstellen hat.
Zur Sache: Ich möchte einen kabellosen Lötkolben an einen
anspruchsvollen Menschen verschenken, …
Hallo Yasmin,
such dir lieber was anderes. Ich habe meinen kabellosen Lötkolben (Fabrikat Engel, soweit ich mich erinnere, mit NC-Akku wie elektrische Zahnbürsten) letztes Jahr endgültig weggeworfen, nachdem ich ihn ca 20 Jahre lang immer wieder mal aufgeladen und dann wieder weggeräumt habe. War auch mal ein Geschenk. Übrigens ein sehr teures, absolut professionelles Gerät mit integrierter Beleuchtung der Lötstelle, weit jenseits deiner Vorstellungen. Gründe:
zum Löten von SMD war er sowieso nicht (mehr) geeignet, da braucht man austauschbare Lötspitzen mit 0.5 mm oder weniger.
auch im hintersten Winkel einer Fertigungshalle in einer Automobilfabrik hat sich immer noch eine Steckdose gefunden.
wenn nicht, hätte ich auch keinen Service durchführen können, weil ich z.B. noch ein Oszi brauche (gibt es mit Batterie, hab ich aber nicht) oder einen Protokollanalysator (no way).
Fazit: ich hatte sowas mehr als 20 Jahre, hab es auch gepflegt, aber ich habe NIEMALS etwas damit gelötet.
vielen vielen Dank für die überaus hilfreichen Tipps und Infos!
Ich bin inzwischen kurz davor, die Idee zu verwerfen, insbesondere, weil sie nur auf einer kurzen, wohlmöglich unbedachten Randbemerkung basiert (mein Mann sagte beim Blättern im Conrad-Katalog so etwas wie „Oh cool, ein kabelloser Lötkolben“). Ich werde allerdings noch mal über die Lötstation, die Ulrich empfohlen hat, nachdenken. Würdet ihr euch über sowas freuen, wenn ihr es geschenkt bekämet, ohne konkreten Bedarf geäußert zu haben? (Mein Mann hat einen Lötkolben, allerdings einen ganz einfachen.) Oder wäre das so, als würde man einer Frau einen Kochtopf zum Geburtstag schenken?
Würdet ihr
euch über sowas freuen, wenn ihr es geschenkt bekämet, ohne
konkreten Bedarf geäußert zu haben? (Mein Mann hat
einen Lötkolben, allerdings einen ganz einfachen.) Oder wäre
das so, als würde man einer Frau einen Kochtopf zum Geburtstag
schenken?
Schöne Grüße
Yasmin
Hallo Yasmin!
Täusch dich nicht: für Leute, die sehr gern kochen, kann ein Kochtopf wirklich ein gutes Geschenk sein. Ebenso ist’s bei allen anderen Gebrauchsgegenständen bzw Werkzeug. Wenn dein Mann sehr gern mit Elektronik bastelt, wird er einen guten Lötkolben zu schätzen wissen. Vertritt er eher die Einstellung „weil’s halt gemacht werden muss“, solltest du von deiner Idee Abstand nehmen.
Bring’ doch mal in Erfahrung, welchen Lötkolben dein Mann bis jetzt hat (Marke und evtl. noch Typenbezeichnung). Die Profis hier im Forum geben bestimmt gern Tips, ob sich die Investition überhaupt lohnt, oder ob das, was du als „einfach“ bezeichnet hast, nicht vielleicht schon recht hohe Ansprüche erfüllt.
Täusch dich nicht: für Leute, die sehr gern kochen, kann ein
Kochtopf wirklich ein gutes Geschenk sein.
Das stimmt natürlich, aber ich dachte eher an Geschenke auf Basis von Vorurteilen (Frauen = Küche, Männer = Werkzeug). Wenn jemand gerne kocht, schenkt man ja mit einem Kochtopf etwas, was mit den persönlichen Vorlieben zu tun hat, das ist dann m.E. schon etwas anderes.
Bring’ doch mal in Erfahrung, welchen Lötkolben dein Mann bis
jetzt hat (Marke und evtl. noch Typenbezeichnung).
So ganz genau ist das nicht zu erkennen. Auf dem Schaft sind zwei Logos, hier zu sehen: http://www.mine42.de/sonstiges/loetlogos.gif. Ausserdem eine Nummer: B4080 und technische Daten (220V, 80W). Ansonsten fällt noch auf, dass das Gerät einen Griff aus Holz hat. Sagt das irgendwem etwas?
Bring’ doch mal in Erfahrung, welchen Lötkolben dein Mann bis
jetzt hat (Marke und evtl. noch Typenbezeichnung).
So ganz genau ist das nicht zu erkennen. Auf dem Schaft sind
zwei Logos, hier zu sehen:
Die Logos sagen mir im Moment leider nichts.
Nummer: B4080 und technische Daten (220V, 80W). Ansonsten
fällt noch auf, dass das Gerät einen Griff aus Holz hat. Sagt
das irgendwem etwas?
Holzgriff? Entweder ist das eine aktuelle Dachrinnenlöteinrichtung ( http://www.elimbo.de/EAP0000iuuo-stannol_hammer_loet…) , die haben noch Holzgriffe. Wir normalen Elektroniker müssen uns da mit schnöden Plastik Griffen abgeben.
Oder:
Es ist ein antiker Lötkolben. Dann wäre das Verschenken eines neuen Kolbens evtl. eine knifflige Geschichte. Wer einen Jaguar Typ E mit Holzlenkrad sein eigen nennt, wird den nicht gegen einen modernen SLK eintauschen wollen.
Schwierige Sache, das. Doch lieber einen neuen Rasierer:wink: