Kabelquerschnitt und Länge ?

Hallo zusammen,

nochmals vielen Dank für die Infos bez. Kabelquerschnitt!

Das zu betreibende elektrische Gerät hat max. 800W, da komm ich mit meinem Kabel mit 0.75mm² bei einem max. Dauerstromvon ca. 6 A ausreichend zurecht.

Doch nun frage ich mich ob auch die Länge des Kabels Einfluß dabei hat?

Oder ist der Querschnitt und der zulässige Strom bei Spannung 220V allein maßgeblich?

Dank Euch
Grüße
chris

Hallo Christine,

entscheidend für die Erwärmung ist die Stromdichte (Strom/Querschnittsfläche). Die Länge des Kabels spielt dabei keine Rolle.
Seit etwas mehr als zehn Jahren hat die Steckdose übrigens 230V.

Viele Grüße
Torsten

Hallo Christine,

entscheidend für die Erwärmung ist die Stromdichte
(Strom/Querschnittsfläche). Die Länge des Kabels spielt dabei
keine Rolle.
Seit etwas mehr als zehn Jahren hat die Steckdose übrigens
230V.

Viele Grüße
Torsten

Hallo Torsten,

Woher hast Du diese Weisheit???

Schuster bleib bei Deinen Leisten!!
Und gib hier nicht so unqualifizierte Antworten.

@ Christine
Ermitteln der maximal zulässigen Leitungslänge unter Berücksichtigung

  • des Spannungsfalls
  • der Abschaltbedingungen nach VDE 0100 Teil 410, Januar 1997

Die Länge einer Leitung ist ausschlaggebend dafür, ob ein Überstromschutzorgan (Sicherung) noch zuverlässig auslöst!!

Abschaltzeiten ta nach DIN VDE Teil 410, Januar 1997
Leitungsschutzschalter Typ-B ta = 0,4s
Schmelzsicherung Typ-gL/gG ta = 0,4s

Die Länge der Leitung ist abhängig:

  • vom Querschnitt,
  • dem Betriebsstrom der zu Erwarten ist,
  • der vorgeschalteten Sicherungsgröße in A,
  • und der Schleifenimpedanz vor der Schutzeinrichtung Zs in Ohm
    ( das ist der Widerstand der Leitung bei Belastung und einem von der Sicherung zum Verbaucher und zurück, also die Länge 2mal )

Die Formel und Beispiele in einer veränderbaren Tabelle sind auch auf der Seite „Fachkunde Elektrotechnik“: http://www.von-grambusch.de/ unter Tabellen / Datenschieber / Personenschutz zu finden.

Dieser Widerstand muß so klein sein, das eine Sicherung zuverlässig innerhalb der vorgegebenen Zeiten auslöst, damit keine Personen zu Schaden kommen können.

In der Praxis, werden die Leitungen berechnet, je nach „Belastung, Querschnitt und Spannungsfall“, welche Absicherung in Amper für die gewünschte Länge noch zulässig ist und
nach dem Verlegen, mit einem „zugelassenen Meßgerät“ nachgemessen, ob die Werte eingehalten worden sind.

mfg
Wolfgang

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Hallöchen

Also wenn du ein Kabel um den Erdball legst, was kommt denn dann am anderen Ende an??? Zumindest nicht viel. Zu beachten ist der Spannungsabfall über der Leitungslänge. Da in den meisten Haushalten aber nur wenige Meter verlegt werden, kann man dies allerdings vergessen. Wenn aber Kabel über 50? Meter verlegt werden, dann sollte man sich doch schon etwas eingehender mit der Materie befasst haben.
Stichwort: Elektriker

Wenn du keine Ahnung von der Materie hast, würde ich die Finger vom Strom lassen. Letztlich ist es auch eine rechtliche/Versicherungstechnische Frage, wenn deine Bude mal abbrennt.

Gruß, Gley

Hallo Torsten,

entscheidend für die Erwärmung ist die Stromdichte
(Strom/Querschnittsfläche).

so einfach ist es leider auch nicht. Wesentlich für die Erwärmung ist das Verhältnis von Verlustleistung und Kühlung. Würde man eine definierte maximale Stromdichte im Kupfer festlegen, wäre das gleichbedeutend mit einer maximalen Verlustleistung/Kupfervolumen. Bei einem langen geraden Draht (L>>D) kann man davon ausgehen, daß die abführbare Wärmeleistung proportional zur Oberfläche steigt. Bei einem Draht definierter Länge heißt das dann, daß die Verlustleistung bei gleichbleibender Stromdichte quadratisch mit dem Durchmesser wächst, während die zur Kühlung Verfügung stehende Oberfläche nur proportional wächst. D.h. also, daß mit zunehmenden Durchmesser des Kabels zwar die absolute Strombelastbarkeit steigt, die zulässige Stromdichte jedoch sinkt. Den gleichen Effekt hat man auch, wenn das Kabel aufgerollt ist. Die Stromdichte bleibt bei gleicher Last konstant aber die effektive Kühlfläche sinkt drastisch -> Das Kabel auf der aufgerollte Kabeltrommel ist weit weniger belastbar als im ausgerollten Zustand.

Die Länge des Kabels spielt dabei
keine Rolle.

Auch das stimmt so nicht. Bei einem langen nicht aufgerollten Kabel (L>>D) ist es in der Tat egal. Kurze Drähte sind aber weit höher belastbar (typisches Beispiel: Schmelzdraht in einer Sicherung). Neben der Flächenkühlung kommt hier noch die Wärmeleitung hinzu. Wegen der kurzen Strecken kann ein großer Teil der Verlustwärme direkt über den Draht bis zur nächsten Kontaktstelle mit einem dickeren Draht abgeleitet werden.

Jörg

Moinmoin,

Doch nun frage ich mich ob auch die Länge des Kabels Einfluß
dabei hat?

ohne diesesmal auf die VDE einzugehen- versuche es einmal mit dem ohmschen Gesetz selber zu beantworten. Das Ergebnis ist du wirst die angegbene Leistung von 800 Watt nicht mehr erreichen.
Andererseit solltes du die Wärmelast innerhalb einer Schaltanlage berücksichtigen. Wenn du dann noch Sicherungsautomaten in der angenommenen Schaltanlage hast wird sich z.B. der 16A Automat so verhalten, daß dieser bereits bei (sicher nur ein Extremfall) 10A abschaltet.
Willst Du eine Schaltschrankheizung betreiben?

Gruß
F.-M.

Hallo,

da ich hier ob meiner schnellen Antwort zurecht kritisiert wurde, das Ganze aber doch als „meine Leisten“ betrachte, hier der Versuch einer Rehabilitierung.
Ich bin stillschweigend davon ausgegangen, daß Christine etwas bei sich zu Hause installieren möchte. Bei einer (ohmschen) Last von 800W und einem Kabelquerschnitt von 0,75 mm² bei 230 V ist es m.E. egal, ob die Kabellänge 10m oder 80m beträgt. Das war es, was ich mit meiner Antwort meinte.
Natürlich ist es mir klar, daß die Verluste im Kabel bei größeren Längen eine Rolle spielen. Ebenso hat es einen Einfluß auf die Wärmeabgabe und damit auf den zulässigen Strom, ob das Kabel zusammen mit anderen in einem Kabelkanal oder einzeln verlegt wird.
Das nächste mal werde ich keine pauschalen Vereinfachungen treffen sondern genauer antworten.

Stille Grüße
Torsten