Hallo M.,
Darf ich Dir mit meinem b.W. aus der Vergangenheit helfen ?
Wie allgemein bekannt ist benützen alle Fe-Bahnen die Schienen als Rückleiter.
Ursprünglich hatte man hauptsächlich 500 Volt Gleichstrom zur Verfügung.
Die ganze Geschichte hier :
http://www.bahnstrom.de/geschichte.htm
Damals nutzte man den Gleichstrommotor in Serieschaltung (d.h. Stator und Rotorwicklung in serie geschaltet) da bestes Anfahrdrehmoment.
Später wurden Bahnmotoren auch für Wechselstrom entwickelt, anfänglich bis heute in D, Ch, A 16 2/3 Hz / 16 KV (1/3 von 50Hz ,… je kleiner die Frequenz desto näher an Gleichstromeigenschaften)
Ab ca. 1944 wurden 50 Hz –Bahnmotoren entwickelt, daher teilweise Frankreich , sowie Spanien, die erst spät die Bahnen elektrifiziert haben, fahren mit 50 Hz.
Nun aus der E-Technik Stromverteilungsgesetz (Kirchhoff)
Da insgesamt der Widerstand des Erdreiches bekanntlich unendlich klein ist, sowie der des Stahl`s verhältnismässig sehr gross, wird nur ein kleiner Stromanteil sich in der Schiene zur speisenden Trafostation zurückfinden. d.h. der Strom vagabundiert bis in die Nähe der Trafostation durch das Erdreich.
http://www.bahnstrom.de/rueckstrom/begriffe.htm
Jetzt zur eigentlichen Frage:
Wenn nun einzelne Betonelemente im Bahnbereich mit ihren Bewehrungseisen nicht galvanisch verbunden (Erdung) werden, könnten sich gefährliche Schrittspannungen im Bereich der Dill-Fugen entstehen.
Auch kann sich durch Induktion, unter Hochspannungsleitungen an gegen Erde isolierte leitende Teile, gefährliches Spannungspotentiale entstehen. (Gartenzäune, Kabel, Antennen etc. )
Bei Gleichstrombahnen (Tram, alte Bergbahnen) wirkt sich der galvanische Abtrag an Wasserleitungen, Gasleitungen, Oeltank etc. in Nähe des nächsten Rückleiteranschlusses (Schiene) zur Gleichrichterstation, sehr nachteilig aus.
Gruss
Fritz
a.d.Uw.