Hallo und Guten Tag,
vor Kurzem hatte ich das Vergnügen, den Kabarettisten Thomas Freitag live mit seinem Programm „Die Angst der Hasen“ erleben zu dürfen.
Ein Teil dieses Programmes war u.a. sein Spott über den „Reinheitswahn“, mit dem angeblich Sprachpuristen die deutsche Sprache vor Überfremdung, besonders aus dem Englischen, „bewahren“ wollten. Zur Illustration, dass die deutsche Sprache angeblich sowieso schon immer aus Lehn- und Fremdwörtern bestand, nimmt er das bekannte „Lied von der Glocke“, und ersetzt dort Lehnwörter durch angeblich „urdeutsche“ Wörter. Dies kann man auch bei youtube finden:
http://de.youtube.com/watch?v=krDRo0Y7WAM
(Admin, ist der Link o.k.? Sonst „Thomas“ „Freitag“ „Glocke“ ins Youtube-Suchfeld eingeben.)
Nun würde mich von Fachkundiger Seite interessieren, ob Thomas Freitag wirklich mit allem, was er dort sagt, Recht hat. Z.B. behauptet er, das deutsche Wort „heute“ sei eine Entlehnung des lateinischen Wortes „hodie“. Ich hätte aber eher gedacht, dass „heute“ und „hodie“ urverwandt sind und auf eine gemeinsame indogermanische Wurzel zurückgehen. Ebenso hätte ich „Lehm“ für ein urdeutsches Wort gehalten.
Könnte jemand in dieser Beziehung Sachkundiger etwas dazu sagen?
Vielen Dank im Voraus für Antworten,
Jasper.
