Hallo,
da ich selber etwas Wald besitze und da auch immer etwas Brennholz anfällt, habe ich mich entschieden einen Kachelofen in mein Haus
einzubauen. Nun habe ich davon gehört, daß man die Heizung damit unterstützen könnte, wenn man einen Wasseraufsatz dazuhängt. Wie das technisch abläuft, habe ich mir schon erklären lassen, aber mich würden die Meinungen interressieren, die andere, die so etwas bereits betreiben, haben.
Danke Martin
Hallo !
In den Kachelofen wird ein Wärmeaustauscher eingebaut.
Also das Heizungssystem geht durch den Kachelofen und dort hängt oder liegt über dem Feuerraum ein Rohrbündel. Dieses wird auf der einen Seite von Wasser der Heizung durchflossen und auf der anderen von den heißen Rauchgasen.
Bringt nicht viel. Kann sogar kostspielig werden, wenn er nicht befeuert wird. Dann geht viel Wärme der Heizung dort verloren.
Deshalb unbedingt so installieren, dass man einen Bypass hat, also das Wasser der Heizung am Kamin vorbei gehen kann.
Das wären eine Leitung und drei Absperrventile zusätzlich.
Wir haben so ein System und sehen keine großen Erfolge. Den Kamin so zu heizen, dass er das Wasser wärmt, kostet sehr viel Holz und Holz ist bekanntlich (nicht bei www) sehr teuer.
Gruß max
Hallo Martin,
das Kachelofensystem kenn ich nur theoretisch, praktisch habe ich keine Erfahrung damit.
Ich hatte in meinem ersten Haus aber ein anderes sehr gut funktionierendes System:
Neben dem Ölkessel einen ganz einfachen Festbrennstoffkessel, einen billigen ohne Schnickschnack, keinen Holzvergaserkessel, sondern einen, der zur Not auch Kohlen nimmt. Den Vorlauf des Holzkessels in den Rücklauf des Ölkessels und den Rücklauf des Holzkessels in den Vorlauf des Ölkessels einbinden (direkt am Ölkessel, dieser hatte 4 Anschlüsse am Kesselkörper - Stahlkessel, nicht in den Leitungen einbinden!). In die Rücklaufleitung des Holzkessels kommt eine Heizungspumpe und eine Rückschlagklappe (metallisch dichten), sowie in Vor- und Rücklauf ein billiger Absperrschieber (metallisch dichtend). In das Abgasrohr des Holzkessel kommt ein Abgasthermostat, der die Pumpe automatisch einschaltet, sobald der Holzkessel befeuert wird. Dieser heizt dann den Ölkessel auf. Damit geht der Brenner nicht mehr an, aber die Ölkesselregelung regelt die Anlage weiter. Zusätzlich kann man am Ölkessel noch auf Handbetrieb schalten und die Kesseltempatur herunterdrehen oder den Brennerstecker ziehen, je nachdem wieviel man Holz zu feuern gedenkt. Ich habe manchmal im ganzen Jahr nur im Sommer Warmwasser mit Öl gemacht und den Frostschutz nachts mit Öl laufen lassen. Wichtig ist noch, das bei Holzbetrieb unbedingt in mindesten einem Zimmer die Heizkörper voll geöffnet sind. Falls nämlich alle Thermostate zeitgleich schließen, weil die Sonne rauskommt, gibts sonst immer Keller eine Dampfmaschine. Mir hat es mal bei so einer Gelegenheit das Sicherheitsventil durch den Rückstoß aus dem eingehanften Gewinde geschraubt. Im Keller gab das Geräusche, als ob ein Dampflock spazieren fährt. Aber sonst habe ich einige Jahre zur vollsten Zufriedenheit so geheizt.
Gruß
Tilo