Kältestellen an Außenwänden in der Dachgeschoßwhg

Hallo!

Wir wohnen zu Zweit in einer Dachgeschoßwohnung (71 m2 Nutzfläche), wo ich viel Wärme und somit viel Geld wahrscheinlich einfach ins Freie verheize. Die Whg. wurde 1997 fertiggestellt und von mir sofort bezogen.

An den Außenwänden bzw. -stellen und vorallem in einem „Stauraum“, der an der Außenseite liegt, kommt es eiskalt heraus, strahlt sozusagen kalt ab.

Als ich einmal einen Verbund Steckdosen im Winter an so einer Außenseite installierte, sah ich einen „ungedämmten“ Hohlraum zur Dachschräge dahinter. Lediglich Holzbalken und eine Dämmwolle am Boden waren zu erkennen. Es kam aus diesem Loch, das ich bohren mußte, sehr kalt heraus.

Meine Fragen dazu wären nun:

  1. wie kann ich diese Kaltstellen isolieren (mit möglichst geringen Kosten natürlich :smile: )?
  2. Hat jemand ein ähnliches Problem schon gelöst (beruflich, privat)?
  3. Was brauche ich alles dazu?
  4. Wie funktionierts?

Vielen Dank im voraus!

lG
Michael

Hallo!
der korrekte Wandaufbau von innen nach außen muß so aussehen:

- innen Gipskarton oder Spannplatte oder Fermazell oder ähnliches
- Dampfsperre (PVC-Folie), rundum überall luftdicht verklebt, also 
 auch an Kabeldurchführungen und Steckdosen. 
- Isoliermat. (z.B. Steinwolle) 
- Dachunterfolie
- Dachsteine 

Das was provisorisches machen, führt leicht dazu, daß sich in der
Isolierung (wegen fehlender oder fehlerhafter Dampfsperre)
Feuchte sammelt, was dann wieder zu schlechter Wärmedämmung und
außerdem zu Schimmel führt.

Ich schätze, das zu beheben ist nur nach kompletten Abbau der
inneren Wandelemente möglich.

Ansonsten würde ich es als Baumangel bezeichnen, was du so beschreibst.
Gruß Uwi

Wir wohnen zu Zweit in einer Dachgeschoßwohnung (71 m2
Nutzfläche), wo ich viel Wärme und somit viel Geld
wahrscheinlich einfach ins Freie verheize. Die Whg. wurde 1997
fertiggestellt und von mir sofort bezogen.

An den Außenwänden bzw. -stellen und vorallem in einem
„Stauraum“, der an der Außenseite liegt, kommt es eiskalt
heraus, strahlt sozusagen kalt ab.

Als ich einmal einen Verbund Steckdosen im Winter an so einer
Außenseite installierte, sah ich einen „ungedämmten“ Hohlraum
zur Dachschräge dahinter. Lediglich Holzbalken und eine
Dämmwolle am Boden waren zu erkennen. Es kam aus diesem Loch,
das ich bohren mußte, sehr kalt heraus.

Meine Fragen dazu wären nun:

  1. wie kann ich diese Kaltstellen isolieren (mit möglichst
    geringen Kosten natürlich :smile: )?
  2. Hat jemand ein ähnliches Problem schon gelöst (beruflich,
    privat)?
  3. Was brauche ich alles dazu?
  4. Wie funktionierts?

Vielen Dank im voraus!

lG
Michael

Vielen Dank für deine Antwort!

Hallo!
der korrekte Wandaufbau von innen nach außen muß so aussehen:

  • innen Gipskarton oder Spannplatte oder Fermazell oder
    ähnliches
  • Dampfsperre (PVC-Folie), rundum überall luftdicht verklebt,

An eine Dampfsperre kann ich mich nicht erinnern, so eine gesehen zu haben, geschweige denn von luftdicht - da zog es, wie in einem Vogelhaus, u.zw. eiskalt. Eine gelbe Mineralwolle sah ich nur am Boden, aber NICHT hinter der Gipskartonplatte, wo ich die Elektro-Unterputzdosen montierte.

also
auch an Kabeldurchführungen und Steckdosen.

  • Isoliermat. (z.B. Steinwolle)
  • Dachunterfolie

…keine gesehen

  • Dachsteine

Das was provisorisches machen, führt leicht dazu, daß sich in
der
Isolierung (wegen fehlender oder fehlerhafter Dampfsperre)
Feuchte sammelt, was dann wieder zu schlechter Wärmedämmung
und
außerdem zu Schimmel führt.

Ich schätze, das zu beheben ist nur nach kompletten Abbau der
inneren Wandelemente möglich.

Das kam uns auch schon in den Sinn, dass dieser „Baumangel“ nur durch komplette Demontage wieder zu beheben sei. Doch dies wollen wir uns jetzt nicht mehr antun. Ich hoffte eben, dass es eine Möglichkeit gäbe, dies anders zu beheben.

lG
Michael

Hallo!
ich nehme an, Ihr seid Mieter, oder?

In dem Fall würde ich mal einfach über Mietminderung in der Höhe
der geschätzten Heizmehrkosten nachdenken.

Ansonsten könnt Ihr nur noch prüfen, ob’s irgendwo durchzieht,
also Löcher und Spalte abdichten. Dabei auch Steckdosen aufschrauben
und dichtkleben.
Ansonsten ordentlich heizen und immer schön gucken, daß sich keine
Schimmelnester bilden.
Gruß Uwi

An eine Dampfsperre kann ich mich nicht erinnern, so eine
gesehen zu haben, geschweige denn von luftdicht - da zog es,
wie in einem Vogelhaus, u.zw. eiskalt. Eine gelbe Mineralwolle
sah ich nur am Boden, aber NICHT hinter der Gipskartonplatte,
wo ich die Elektro-Unterputzdosen montierte.

Das kam uns auch schon in den Sinn, dass dieser „Baumangel“
nur durch komplette Demontage wieder zu beheben sei. Doch dies
wollen wir uns jetzt nicht mehr antun. Ich hoffte eben, dass
es eine Möglichkeit gäbe, dies anders zu beheben.

Vorerst vielen Dank für die Rückmeldung!

Hallo!
ich nehme an, Ihr seid Mieter, oder?

Ja, sind wir.

In dem Fall würde ich mal einfach über Mietminderung in der
Höhe
der geschätzten Heizmehrkosten nachdenken.

Wenn wir diesen Baumangel melden würden, so stellen sich mir dann einige Fragen, nämlich:

o) falls die Genossenschaft bzw. der Vermieter dies als Baumangel ansieht, so kämen wir vielleicht zwar zu unserem Recht, aber das hätte ziemliche Folgen für uns. Denn dann müssten sämtliche Schwachstellen in der Whg. herausgerissen, gedämmt und wieder ordentlich zugebaut werden. Diesen Aufwand, der sicher einige Tage dauern würde oder länger, will meine Frau nicht mehr auf sich nehmen, da dies die Whg. ziemlich verschmutzen würde und meine Frau auf so manches allergisch ist.
o) falls der Vermieter dies nicht anerkennt, müssten wir entweder klein beigeben oder mit Anwalt anrücken (wo hier auch wieder erhebliche Kosten entstehen würden)

Ich dachte jedoch an eine schnelle und billige Lösung, die es in diesem Fall wahrscheinlich nicht geben wird.

Ansonsten könnt Ihr nur noch prüfen, ob’s irgendwo durchzieht,
also Löcher und Spalte abdichten. Dabei auch Steckdosen

Ja, das ist der Punkt, mit was soll ich diesen großen Hohlraum abdichten? Zudem noch mit so wenig Kosten wie möglich? Einfach mit Steinwolle auffüllen?

Ich dachte auch daran, eine Isoliertapete an den Kaltstellen anzubringen, aber das würde dem Schimmel erst recht gefallen, denke ich.

aufschrauben
und dichtkleben.
Ansonsten ordentlich heizen und immer schön gucken, daß sich
keine
Schimmelnester bilden.

Mit Schimmel haben wir schon Erfahrung gesammelt - natürlich keine guten (dies allerdings nicht in dieser Whg.)

lG
Michael

wenn überhaupt
Hallo!

Ja, das ist der Punkt, mit was soll ich diesen großen Hohlraum
abdichten? Zudem noch mit so wenig Kosten wie möglich? Einfach
mit Steinwolle auffüllen?

mit Fasermaterial würde ich da nicht rangehen, zumal das Zeug
nicht gut durch Löcher eingebracht werden kann.

Wenn überhaupt, dann würde ich Styropurflocken einfüllen.
Die nehmen wenigstens kein Wasser auf. Die Zwischenräume werden
dadurch auch nicht ganz luftdicht zugemacht, so daß etwas
Hinterlüftung bleibt, die ein Durchnässen verhindern sollte.

Frage doch noch mal bei Wolfgang Dreyer nach, was er dazu meint.
Der hat bei bauphysikalischen Fragen schon ganze Boards
vollgeschrieben.
Seine Email: [email protected]

Habe den Wolfgang schon ne ganze Zeit hier nicht mehr gelesen.
Weiss gar nicht, was der jetzt macht???

Gruß Uwi

Ich dachte auch daran, eine Isoliertapete an den Kaltstellen
anzubringen, aber das würde dem Schimmel erst recht gefallen,
denke ich.

aufschrauben
und dichtkleben.
Ansonsten ordentlich heizen und immer schön gucken, daß sich
keine
Schimmelnester bilden.

Mit Schimmel haben wir schon Erfahrung gesammelt - natürlich
keine guten (dies allerdings nicht in dieser Whg.)

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