käme man damit durch ?

hallo ihr

es ist eine reine hypotetische frage. ein bekannter meinte vor kurzem man könnte bei ebay ganz leicht geld verdienen.

seine masche würde wie folgt aussehen.

er verkauft einen marken artikel zu einem bestimmten preis. dann nimmt er das päkchen tut etwas verpackungmaterial hinein, aber nicht viel, macht das das paket sehr gebraucht und zersauzt aussieht und klebt das paket 2 mal zu ( einmal zukleben, dann wieder aufmachen, dann mit anderen klebeband wieder zu )

also so das es aussehen würde als wäre es schonmal geöffnet worden.

dann bringt er zur post und lässt sich dort bestätigen das er es abgegeben hat. die dort arbeitenden mitarbeiter sind eh nicht gross dran interessiert wie das paket aussieht.

wenn nun der käufer das leere paket erhält tut er so als hätte er die ware ordnungsgemäss verpackt ( eventuell mit nem zeugen, seine freundin oder so ).

also um es kurz zu machen. er schiebt der post die schuld in die schuhe ( das ein mitarbeiter die ware behalten hat ) und behällt sein geld, oder gibt 50% des kaufpreises zurück. im endeffekt verdient er dabei.

würde man mit sowas durchkommen ? nicht auf dauer, nur so 2 bis 3 mal im monat paar euro verdienen ? wenn man es z.b über ups macht bei denen oft ja sachen mal „verloren“ gehen

wie gesagt, war eine reine diskussionsfrage, bestimmt nix ernstzunhemendes

gruss

ich würde sagen kommt auf den betrag und den käufer an

falls er keinen stress will und 50% preisnachlass akzeptiert, dann kann nix passieren.

aber wenn er es drauf anlegt, kann es heikel werden.

ich glaube die post haftet nicht und muss nicht nachweissen das was verloren wurde. somit hast du dann denn nachweiss zu bringen.

in diesem fall sieht es schlecht aus

Das ist doch schlicht und ergreifend Betrug.

@ MOD: Entfernen !
Was ist eigentlich hier los?
„Hypothetische“ Anleitung zum Betrug „diskutieren“?

MOD: Sir, das möchte ich nicht tun, Sir!

Was ist eigentlich hier los?
„Hypothetische“ Anleitung zum Betrug „diskutieren“?

Naja, Anleitung, ich weiß ja nicht. Da wird ein Verhalten geschildert und nach der rechtlichen bewertung gefragt. Wenn das verboten wäre, dürften Strafrechtsprofessoren keine Klausuren schreiben lassen.

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Hi

nicht auf dauer, nur so 2 bis 3 mal im monat paar euro verdienen?

Ich kann den Zusammenhang zum Begriff „verdienen“ nicht sehen bei einem Betrug.

JS

wenn man es z.b über
ups macht bei denen oft ja sachen mal „verloren“ gehen

Nur mal so zur Info: Ich versende täglich mehrere Pakete per UPS und in den letzten 10 Jahren ist bislang ein einziges Paket tatsächlich abhanden gekommen.

Gruß, Edison

zu aufwendig!
moin
ich würde da lieber ne alte oma umhauen, da kommt mehr bei raus…
gruss
khs

Hallo!

Ich glaube nicht, dass man damit auf Dauer durchkommen könnte, denn die Post (oder ein entsprechendes Konkurrenzunternehmen) hat mit Sicherheit ein Interesse daran, so etwas ständig aufzuklären und verfügt über entsprechende Kontrollmechanismen.

In dem beschriebenen Fall wäre es so, dass vielleicht in einem Drittel bis der Hälfte aller Fälle „Nachforschungsanträge“ seitens der geprellten Käufer (dafür hat die Post am Schalter Standardformulare ausliegen) für das verlorene Paketgut gestellt würden.

Diese Nachforschungsanträge hätten einen gemeinsamen Nenner: den Absender.

Zwei „verlorene“ Pakete bei ein und demselben Absender wären vielleicht statistisch noch machbar, aber mehr als zwei…?

Dadurch, dass der Ermittlungsweg aber lang ist, hat der Mensch mit den kriminellen Ambitionen die Möglichkeit, bis zur Entdeckung noch einige Straftaten zu begehen.

Zusätzlich könnte sich in der Zwischenzeit noch erschließen, dass die Pakete alle über Ebay ersteigert worden sind. Ein findiger Staatsanwalt treibt so über den entsprechenden ebay-Account die anderen - ebenfalls betrogenen Käufer - auf: die zu erwartende Strafe für mehrfache (also mindestens die zwei Pakete plus eventuell die noch weiteren über ebay ermittelten) Begehung würde entsprechend höher.

Persönlich würde ich denken: durch dieses von Dir hier vorgestellte System hat sich Dein Bekannter nicht nur ein zum Scheitern verurteiltes, sondern zusätzlich auch noch besonder effektiv in der Strafverfolgung geeignetes Unterfangen ersonnen.

Jemand, der so etwas umsetzen würde, wäre wohl ein vorbildlicher Krimineller: transparent arbeitend, mit einer Einladung zum „Rabattsystem“ der deutschen Justiz.

Beste Grüße
Patrick

Hallo MOD worldwidefab,

Naja, Anleitung, ich weiß ja nicht. Da wird ein Verhalten
geschildert und nach der rechtlichen bewertung gefragt.

Für mich wird da ein vorsätzlich kriminelles Verhalten geschildert.
Die Frage, ob A, wenn er B umbringen will, eine längere Strafe
zu gewärtigen hat, wenn er Sarin benutzt statt Zyankali,
ist wohl die nächste Stufe der Erkenntnis im w-w-w :wink:

Wenn das verboten wäre, dürften Strafrechtsprofessoren keine
Klausuren schreiben lassen.

Zwischen Jus-Klausuren und einem öffentlichen Forum
besteht für mich ein signifikanter Unterschied.

MOD: Sir, das möchte ich nicht tun, Sir!

Sorry, da hab ich im im Überschwang
das Zauberwort vergessen:
User: MOD: Entfernen!
MOD: Na, aber doch mit dem Zauberwort?!
User: Welches Zauberwort?
MOD: Na, das mit den zwei „t“.
User: Axo! MOD: Entfernen, aba flott !

Schöne Woche noch:stuck_out_tongue:it
[wiederholt.sich.gerne]

Hallo,

dann bringt er zur post und lässt sich dort bestätigen das er
es abgegeben hat. die dort arbeitenden mitarbeiter sind eh
nicht gross dran interessiert wie das paket aussieht.

Ich kenne keinen Paketdienst, der nicht das Gewicht des aufgegebenen Paketes dokumentiert. Da sich das dann zwischen Aufgabe des Paketes und Übergabe an den Empfänger nicht unterscheidet, wird derjenige wohl sehr schnell Post von der Staatsanwaltschaft bekommen…

Alexander

Für mich wird da ein vorsätzlich kriminelles Verhalten
geschildert.

Wie in jedem Krimi, jeder Strafrechtsklausur usw.; allerdings war es, glaube ich, gerade die Frage, ob hier also eine Straftat vorliegen würde. Andernfalls machte die Einordnung im Brett Allgemeine Rechtsfragen wenig Sinn.

Zwischen Jus-Klausuren und einem öffentlichen Forum
besteht für mich ein signifikanter Unterschied.

Oh, nein, bitte! In Deutschland sagt man Jura, nicht Jus. Jus studiert man in Österreich und in der Schweiz! Aber die Deutschen halten sich lieber an Traditionen, und im Ursprung studierte man nun mal nicht das Recht, sondern die Rechte.

Levay

Hallo,

würde man mit sowas durchkommen ? nicht auf dauer, nur so 2
bis 3 mal im monat paar euro verdienen ? wenn man es z.b über
ups macht bei denen oft ja sachen mal „verloren“ gehen

Ein- zweimal vielleicht ja. Dann fällt sowas auf. Und das ist gut so. Bei Ebay tummeln sich schon genügend Betrüger auf beiden Seiten. Das muss endlich mal bereinigt werden.

moin
ich würde da lieber ne alte oma umhauen, da kommt mehr bei
raus…
gruss
khs

endlich mal jemand mit Sinn für das Praktische, die **** hast du dir redlich verdient.
Und damit auch nichts gelöscht wird:

Ist das dann eigentlich ein Raub mit Waffen, wenn ich dabei mein Maniküre-Etui in der Jackentasche habe ?

Gruß, Trobi

Ist das dann eigentlich ein Raub mit Waffen, wenn ich dabei
mein Maniküre-Etui in der Jackentasche habe ?

noch interessanter ist natürlich die Überlegung: wenn ich dann in die Handtasche vonne Oma zerknülltes Altpapier stecke, dann zweimal öffne (erst aufmachen, dann schließen, und dann nochmal öffnen, damit es so aussieht, als wäre sie schon zweimal geöffnet worden), danach unbeobachtet in den Transporter der DHL Post werfe und anschließend behaupte, der Paketbote ist schuld. Komme ich damit durch ?

iura/ius
Hallo Levay!

Oh, nein, bitte! In Deutschland sagt man Jura, nicht Jus. Jus
studiert man in Österreich und in der Schweiz! Aber die
Deutschen halten sich lieber an Traditionen, und im Ursprung
studierte man nun mal nicht das Recht, sondern die Rechte.

Muss wieder mal ein bißchen klugscheißern: mit dem Studium „der Rechte“ kann rechtshistorisch nur das Studium „beider Rechte“, nämlich des weltlichen und des kanonischen gemeint sein. Da in der Regel auch in Deutschland das Kirchenrecht heute - wenn überhaupt - eine äußerst untergeordnete Rolle spielt, kann man nicht mehr vom Studium „der Rechte“, sondern nur mehr „des Rechtes“, nämlich des weltlichen sprechen. Auch wenn daher aus einer lieben Gewohnheit heraus der alte Begriff „Jura“ (lateinisch korrekt: iura) beibehalten wird, ist er aus heutiger Sicht inhaltlich zumeist falsch. Richtig erscheint er mir nur in dem Sonderfall, wenn jemand - was auch nach aktuellen Studienordnungen möglich ist - ein Studium absolviert, mit er die Voraussetzungen (z.B. eine kirchenrechtliche Dissertation) für die Verleihung des in Deutschland heute noch existierenden akademischen Grades doctor iuris utriusque (Doktor beider Rechte) erfüllt.
Grüße, Peter

Hallo Peter.

Das alles ist mir wohl bekannt. Dein Beitrag hat verblüffende Ähnlichkeit mit einem Text, den ich mal zum Thema geschrieben habe, denn bis hin zum Doktor beide Rechte habe ich all das erwähnt; du kannst den Text nicht kennen, ich sehe das also als Zufall :wink:. Ich will auch gar nicht bestreiten, dass es weitaus mehr Sinn macht, vom Jusstudium zu sprechen.

Gerade deswegen (!) habe ich aber auch betont, dass es die Deutschen hier mit einer Tradition halten, denn einen anderen Grund gibt es ja nicht mehr, vom Jurastudium zu sprechen. Früher war es eben für jeden Juristen ganz selbstverständlich, dass er beide Rechte studiert hatte, das römische wie das kanonische.

Allerdings hat eine spontane Google-Suche ergeben, dass man wohl auch in Österreich nicht schief angesehen wird, wenn man im Plural von Rechtswissenschaften spricht. Auch diese Formulierung lässt sich am ehesten mit Tradition begründen. Ja, ich weiß: Man kann sie auch damit begründen, dass verschiedene Disziplinen (Dogmatik, Geschichte, Philosophie usw.) sich mit dem Recht beschäftigen.

Levay

Hallo Levay!

Das alles ist mir wohl bekannt.

Daran zweifle ich nicht. Und wenn zwei Kapazunder wie wir unabhängig voneinander ähnliche Texte schreiben, muss natürlich was dran sein :wink:
Ich bin einfach immer wieder amüsiert, wenn ich den Terminus „Jura“ höre (wobei ich damit aber zuerst einen Schweizer Kanton und dann ein Erdzeitalter verbinde). Dass in Deutschland „aus Tradition“ an Jura festgehalten wird, wundert mich vor allem deswegen, weil ich die österreichische Juristenausbildung als „traditioneller“ einstufen würde. So ist in Österreich noch immer Latein eine zwingende Studienvoraussetzung, und deutsche Kollegen haben mir schon öfters bestätigt, dass Rechtsgeschichte und Römisches Recht (was habe ich damals geflucht, heute finde ich es höchst faszinierend) hier einen höheren Stellenwert haben als in Deutschland, wobei man über die Sinnfrage natürlich diskutieren kann. Trotzdem studieren wir hier Jus.
Aber egal ob Jura oder Jus, unterm Strich schlagen wir uns letztlich mit den gleichen Fragen herum.
Grüße, Peter

Ich bin einfach immer wieder amüsiert, wenn ich den Terminus
„Jura“ höre (wobei ich damit aber zuerst einen Schweizer
Kanton und dann ein Erdzeitalter verbinde).

Hi,

und ich erst… als ich in Budapest studierte waren dort natürlich viele deiner Landsleute die alle „Jus studierten“. Ich mussste da natürlich zuerst an Leser der Studienzeitschrift „JuS“ aus dem Beck Verlag denken… aber gerade zwischen DE/AT ergeben sich ja oft sprachliche Schwierigkeiten und das nicht nur von der Aussprache. Ich denke da nur an den Karfiol, den Paradiser und viele andere schöne Worte die der gemeine Piefke nicht kennt.

Gruß vom

showbee

Paradiser

Paradeiser :wink:
Grüße, Peter