Kaempfen nach Mai 1945?

Was fuer (und wieviel) Gewalt gab es in Deutschland nach Kriegsende?

Was fuer (und wieviel) Gewalt gab es in Deutschland nach
Kriegsende?

Es war nach dem 8. Mai schnell aus, man hatte ja besonders auf Seite der Deutschen die Nase doch ziemlich voll.
In dem Zusammenhang fallen mir auch nur die Übergriffe der Soldaten der Besatzungsmächte ein, besonders jene der Russen.

cu
Norbert

Danke Norbert!

Ich wollte wissen, weil seitens der Bush-Regierung wird es behauptet, dass ja auch nach dem 2.WK ginge es auch nicht so schnell zu Ruhe.

Kim

P.S.: Und weisst jemand wie es in Japan war?

Was fuer (und wieviel) Gewalt gab es in Deutschland nach
Kriegsende?

Hallo !

Gewalt durch Militär? Deutsches Militär? Nichts. Zumindest nicht als Wehrmachtseinheiten unter militärischem Befehl.
Ansonsten gab es sehr viel Gewalt. Deutschland war mit Beendigung der Kriegshandlungen sehr unsicher geworden. Im Inneren viel unsicherer, als während der Bombadierungen und Kampfhandlungen.

Es gab Gewalt durch DP (Displaced Persons),
durch deutsche entlassene Soldaten, die nach Haus wollten.
durch entlaufene deutsche Kriegsgefangene, die nach Haus wollten,
auch durch Besatzungssoldaten, aber das wohl fast nur in Ostdeutschland.

Gewalt durch DP :
Das waren freigelassene Fremdarbeiter, die eigentlich in Lagern erfasst werden sollten, aber die ersten Monate durch Deutschland streunten und in Gruppen einzeln stehende Höfe überfielen und sonstige Verbrechen begangen. Es gab noch keine deutsche Polizei, die bewaffnet gegen sie angehen konnte und mochte. Die Alliierten waren noch überfordert.
In den kleinen Ortschaften verbarrikatierte man sich nachts, aus Angst vor diesen DPs.
Aber nicht alle DPs waren so, viele wurden auch auf Wunsch ihrer vorherigen deutschen „Sklavenhalter“ versteckt, damit sie nicht in ihre Heimatländer zurückgeschickt werden konnten. (Gesamte Ostblock). Viele, wenn sie jünger waren, wurden dann von ihren „Sklavenhaltern“ adoptiert und leben heute noch in ihrem „KZ“ von 1945.

Gewalt durch entlassene deutsche Soldaten :
Deutsche Soldaten wurden teilweise entlassen und waren überall auf dem Weg nach Haus. Sie klauten Lebensmittel, Fahrräder und alles, was sie so brauchten. Von ihnen ging manchmal eine Gefahr aus, da sie im Krieg sehr verroht waren und eigentlich viele kein Unrechtsbewußtsein mehr hatten. Stellte man sich ihnen in den Weg, waren sie nicht zimperlich.

Gewalt durch entlaufene deutsche Kriegsgefangene :
Diese waren nur nachts unterwegs, da sie Angst vor alliierter Kontrolle hatten. Benötigten dann Zivilkleidung und Lebensmittel. Waren dann auch nicht ungefährlich.

Als Kinder machten wir immer einen großen Bogen um alleinlaufende Gestalten. Diese brauchten immer etwas. Überall verschwanden plötzlich Menschen.
Die Selbstmordrate war extrem hoch. Da wir keine richtigen Schulgebäude hatten, diese waren von den Alliierten belegt, waren wir in Notklassen untergebracht, in ehem. Flakbaracken am Waldrand. Fast wöchentlich fanden Kinder dann im Wald an Bäumen hängende Selbstmörder.

Eine Gewalt gegen die Besatzer, wie in Irak, hat es in Deutschland nie gegeben. Es fühlte sich zwar kaum einer von den Alliierten befreit, aber sie waren uns kulturell sehr viel näher, als die Amerikaner den Irakern.
Dass es in Deutschland erst nach Jahren wieder normal zuging, lag doch an den Alliierten selbst. Sie hielten jahrelang so genannte Kriegsverbrecher in Haft. Erst mußte das alles aufgearbeitet sein, bevor man zur Tagesordnung überging. Mit Beginn des Kalten Krieges, erlahmte aber ihr Interesse an deutschen Kriegsverbrechen und alles normalisierte sich.
Gruß Max

Lieber Max:

Was Du schreibst finde ich extrem interessant. Sowas haben wir in der Schule nicht gelernt.

Danke
Kim

Hallo Kim!

So war es, leider, aber wohl verdient!
Wer so viel Unheil verbreitet, hat, wenn es dann vorbei ist, natürlich auch darunter zu leiden.

Gewalt kam nach 45 weniger von den Deutschen aus, in den ersten Monaten und Jahren sehr viel auch von den Alliierten. Hier brannten Bauernhöfe, von den Briten angesteckt, weil die Bauern sich nicht an die Anweisungen hielten, z.B. wenn sie schwarz schlachteten.
Die Briten gingen mit langen Sonden (wie beim Lawinenunglück) durch unsere Gärten und suchten damit nach verbuddelten Schätzen. Verfolgt von uns Kindern. Unser Nachbar, der ein Textilgeschäft hatte, kam 12 Monate in britische Zwangsarbeit, weil er Wäsche versteckt hatte, anstatt sie abzugeben. Wurde in einer Wohnung ein vergessenes Hitlerbild oder Büste gefunden, wurde das Haus angesteckt oder die Wohnung komplett zerstört.
Meine Eltern waren mehrmals in der brit. Kommandantur hinter Gittern, weil sie die Sperrstunde überschritten hatten. Ein Deutscher durfte nachts nicht auf die Straße.
Ein Onkel von mir belieferte in Hamburg ein ehemaliges Lager für Fremdarbeiter (heute KZ genannt) mit Milch. Ich war oft mit ihm. Dieses Lager war nahtlos in die Dienste der Briten übergegangen. Die Insassen waren alle geflüchtet, liefen in Deutschland herum. Andere wurden dafür von den Briten eingefangen und dort festgesetzt, um dann in ihre Heimatländer zurücktransportiert zu werden. Was die meisten gar nicht wollten, da sie wußten, man schickt sie dann weiter nach Sibirien oder erschießt sie. Wer für die Deutschen als Russe gearbeitet hatte, war ein Vaterlandsverräter.
Der brit. Comander in unserer Gegend wurde dann irgendwann wieder nach England zurückversetzt und bestimmte dann, dass sein Geburtstag hier im Landkreis als Feiertag jetzt jedes Jahr gefeiert werden sollte und die Schulen einen freien Tag hätten. Das wurde aber nur einmal durchgezogen.

Man war als Besatzer König. Und diesen Fehler machen sie heute wieder in Irak. Nur - ein Moslem läßt das nicht mit sich von einem Ungläubigen machen. Wer ein arabisches Land besetzt und dann vergißt, Dolmetscher zu bestellen, muß sich nicht wundern, dass alles in die Hose geht.
Und, was ich überhaupt nicht verstehe : Die USA, d a s Land auf der Erde, welches nun wirklich ein Gemisch aus sämtlichen Rassen und Kulturen darstellt, kann sich in keiner Weise auf die Kultur eines fremden Landes einstellen. Sie finden jede andere Lebensart als falsch und merkwürdig und unakzeptabel. Nur die amerikanische Lebensart zählt. Was für eine abartige Kultur!

Noch etwas zu den Besatzern bei uns. Irgendwann dann 1956 machten ein Cousin von mir und ich eine Deutschlandtour, mit dem Motorrad. Unterwegs trafen wir immer wieder mit einem brit. Major und Familie zusammen. Der jammerte dann über sein England, wo es noch 1956 alles auf Lebensmittelmarken zu kaufen gab. Noch 1956 war in UK fast alles rationiert.
Der Kalte Krieg war für uns Deutsche ein großes Glück. Uns wurde Zucker in den Hintern gepustet, dass wir alle dick und rund wurden. Marshallplan usw. Care-Pakete. Man ließ Nazi Nazi sein, um eine einheitliche Front gegen die Kommunisten zu haben.

Ich weiß gar nicht, warum ich das alles schreibe!

Noch etwas : Es gab damals Wehrmachtseinheiten, die machten ohne einen Tag Unterbrechung weiter. Z.B. ganze Marinegeschwader (Hochseeminensuch).
Gruß max

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Was fuer (und wieviel) Gewalt gab es in Deutschland nach
Kriegsende?

Tach

Himmler hatte eine deutsche Partisanenbewegung geplannt, die hinter den Linien der vorrückenden Alliierten agieren sollten. Diese Bewegung wurde Werwolf genannt und am 1.4. 1945 von Goebbels über dne Deutschlandsender propagiert. Allerdings war das Volk nach 5 1/2 Jahren Krieg nicht gerade scharf auf sowas. Nur ein paar Fanatiker haben da mitgemacht.

Die bekannteste Aktion war die Ermordung des Aachener Bürgermeisters Oppenhoff am 25.3.1945. Die 7 Täter, darunter eine Frau, waren mit einer Beute-B-17 Flying Fortress von Hildesheim gestartet und bei Aachen abgesprungen.

Sonst gab es noch ein paar Morde aber nichts wirklich Großes…

Gruß

Christoph

Hallo Max,

herzlichen Dank für deine persönliche Schilderung!

So habe ich das auch noch nie gehört, und ich dachte eigentlich, ich hätte mein Oma (85, lebt noch) alles Wissenswerte aus der Zeit entlockt. Aber sie war damals schließlich erwachsen und beurteilt die Nachkriegszeit ganz anders.

Liebe Grüße

MainBrain

Hallo !

Jeder hat was anderes erlebt und jeder sieht das jetzt vor allem anders.

Wie schon gesagt, ich weiß gar nicht, warum ich das alles geschrieben habe.

Ich wollte wohl nur damit sagen, dass es nach 1945 keine Situation mehr gab, die der Niederlage Deutschlands mehr ähnelte, als die Niederlage des Irak. Totales Chaos, Besatzung im Inneren der Städte. Besatzung beansprucht für sich die besterhaltenen Gebäude. Besatzung lebt gut mit sämtlichen medizinischen Vorzügen.
Nur - so, wie die Deutschen den Nazis hinterhergelaufen sind, so liefen sie dann den Besatzern hinterher. Die Deutschen paßten sich innerhalb von Minuten dem Gehabe der Besatzer an. Wir als Kinder grüßten bis dahin natürlich mit dem Hitlergruß, sagten dann schnell „good morning“ und die älteren übten in der Schule „My bonny is over the (sie) ocean“. Man kann sagen, wir krochen ihnen in den A…!

Ich kann mich noch genau erinnern : Morgens zogen bei uns deutsche Fußtruppen durchs Dorf, die Hakenkreuzflagge wehte fröhlich im Wind, Adolfs Büste stand auf dem Bücherschrank und sein Porträt hing über der Couch. „Mein Kampf“ stand ungelesen im Bücherschrank. Abends lag die Hakenkreuzflagge bei Oma unter der Nähmaschine und meine Schwester bekam merkwürdig gefärbte Röcke und Blusen. Am nächsten Morgen blickte ich vom Schlafzimmer direkt in das offene Turmluk eines Panzers der polnischen Exilarmee. Der Führer dieser Panzereinheit hatte sich im Zimmer meiner Oma einquartiert. (Ohne Oma). So friedlich ging das zu. Der schlief bei uns im Haus, ohne Angst zu haben, massakriert zu werden. Unsere polnischen Fremdarbeiter (heute Zwangsarbeiter) hatten sich versteckt oder fuhren auf den Panzern mit. Die, die sich versteckten, ahnten wohl, dass keiner überleben würde, obwohl der Krieg schon fast zu Ende war. Sie wurden in Polen, von den Kommunisten, fast alle umgebracht.

Unser Dorf hatte natürlich auch seine HJ und seine BdM. (Hitlerjugend, Bund deutscher Mädchen). Die Kluft (Uniform) wurde versteckt und als wir wieder ohne Besatzer leben durften, übernahmen wir jetzt etwas älteren Knaben, alles für der Pfadfinder. Von den Trommeln bis zum Lederknoten. Noch jahrelang trugen die Leute vom Bau den Gürtel mit der Schnallenaufschrift : „Gott mit uns“.
In der Schule (damals Oberschule) lernten wir beim begeisterten Sportlehrer den verbotenen Stechschritt. Mit 12 Jahren. In den Kneipen war für Jahre der Hit : „Der Badenweiler Marsch“, der Lieblingsmarsch von Hitler. Obwohl verboten, dröhnte er aus jeder Kneipe.

Nach dem Krieg gab es viele Naziparteien, die nicht mal verboten waren. Wie z.B. die „SRP“, die Sozialistische Reichspartei. Dort traffen sich alle Ehemaligen.

Im Vergleich zum Irak, ging es in Deutschland paradiesisch zu. Aber nicht, weil die Alliierten uns besser im Griff hatten. Die Deutschen machten das selbst und das fehlt heute der arabischen Welt. Der eigene Wille, aus dem Dreck herauszukommen.

Gruß max

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1955?
Nochmal Dankeschoen Max.

Aber da Du schon ueber 1956 schreibst fuehle ich mich „gezwungen“ etwas aus 1955? zu eroertern. Ich fand Deutschland-1954 faszinierend und wunderschoen. Zuerst gingen (Geschwister und ich) zu einer deu. (Waldorf- oder Montessori-Schule). Nachdem ich die englische Stunde da ueberlebte ging ich zu dependent school. Obwohl wir keine Probleme mit den deu. Kindern in der Schule hatten, als wir in dep. school waren bekamen wir andere Meldungen u. Meinungen. Als die „Unabhaengigkeit“ naehrte, kursierten Geruechte, dass die Deutschen einen Aufstand machen wuerden und die Amis vertreiben und noch Schlimmeres tun wuerden. In der Tat fuehrten wir Kleinkrieg mit selbst-geschliffenen Speeren und echte Bomben (aus grossen runden Kanonenschlaegen /cherry bombs). Unser Haus wurde belagert und schwer angegriffen. (Es gab auch „Ueberlaeufer“/„Verraeter“ auf beiden Seiten.) Nur die MPs haben das alles (ganz schnell) beseitigt. Es muesste fuer meinen Vater extrem peinlich gewesen sein.

KIM

Hallo Kim!

Solche Kämpfe gab es natürlich auch bei uns, aber nie gegen Kinder der Besatzer. Die waren eigentlich tabu, gar nicht greifbar.
Sie waren so etwas, wie die Kinder heutiger Prominenter. Wohnten in Villen, gingen in ihre eigenen Schulen. Wir wurden aber auch von niemanden gegen sie aufgehetzt.
Bei uns auf dem Dorf kam dann der große Umschwung, wo sich die Gleichgültigkeit den Besatzern gegenüber in Freundschaft verwandelte, als die Winter in den 40ern besonders kalt waren. Hier wurde damals fast ausschließlich mit Torf geheizt. Dieser Torf lag dann zum Trocknen in den Mooren und das Problem war der Transport zu den Häusern. Das besorgten dann die hier stationierten Engländer mit ihren heulenden Bedford-LKW und von da an lebte man doch zusammen. Es entwickelten sich Freundschaften und das blieb so, bis sie langsam wieder abzogen ins ungeliebte UK.
Den Rest machte dann die Luftbrücke.

Wenn heute ein Amerikaner, deutscher Herkunft, vom alten Europa redet, so sind es seine deutschen Komplexe, die immer noch in ihm stecken. Er will amerikanischer sein, als die Amerikaner selbst. Für das Verhältnis Europa-USA war der Herr Rumsfeld eine Fehlbesetzung. Und ich glaube, als Verteidigungsminister wohl auch. Na egal, auch den wird Europa überleben!

Gruß Max

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Hallo !

Noch etwas über die Mütter von damals, die heute Omas sind:

Wenn die Oma alles erzählt hat, muß es doch nicht alles gewesen sein. Die meisten Frauen waren damals, als die alliieren Truppen Deutschland besetzten allein, ohne Ehemann. Sie bekamen von keiner Stelle Geld, um sich Lebensmittel zu kaufen. Sie mußten hamstern und alles mögliche gegen irgendetwas eintauschen. Die Kinder hatten immer Hunger.
Ich weiß und habe es ja selbst gesehen, dass die Frauen in unserer Straße monatelang für Lebensmittel die Wäsche der Kanadier gewaschen haben. Und vom Waschpulver, was von den Kanadiern geliefert wurde, wurde jedesmal was abgezweigt. Also geklaut. Diese Frauen paßten aufeinander auf und die große Anzahl, es waren wohl so 10 bis 12, alles meine „Tanten“ , hatte immer ein Auge auf die nächste.
Es gab aber auch viele, die allein waren und ohne Möglichkeit, irgendetwas für die fremden Soldaten zu tun. Die verheiratet waren und auch ein/zwei Kinder hatten. Der Mann ebenfalls vermißt oder in Gefangenschaft. Was blieb ihnen übrig? Die westlichen Besatzer waren keine Mönche. Unser kleiner Dorfpark sah morgens immer aus, als wenn eine Kondomkiste explodiert sei. (Wir meinten Luftballonkiste). Wir Kinder wurden durch lange Vorträge der Erwachsenen daran gehindert, diese Luftballons weiterhin aufzublasen. Was wir am Anfang aber immer taten. (Niemand ist gestorben und wenn heute Grauhaarige hier mal zusammensitzen, wird drüber gelacht).
Also, viele Frauen reden einfach nicht gern über diese Zeit, weil damals Dinge geschehen sind, die ihnen heute noch unangenehm sind. Oder auch angenehm, aber dem Enkel muß man davon nichts erzählen. Und wenn man erstmal ins Erzählen kommt, greift eines ins andere und man kann bestimmte Stellen nicht auslassen.
Also dräng Oma nicht, sonst wirst Du vielleicht Geschichten hören, die Dir unangehm sind.

Gruß Max

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Hallo,

Nur - so, wie die Deutschen den Nazis hinterhergelaufen sind,
so liefen sie dann den Besatzern hinterher. Die Deutschen
paßten sich innerhalb von Minuten dem Gehabe der Besatzer an.
… Man kann sagen, wir krochen ihnen in den A…!

Im Vergleich zum Irak, ging es in Deutschland paradiesisch zu.
Aber nicht, weil die Alliierten uns besser im Griff hatten.
Die Deutschen machten das selbst und das fehlt heute der
arabischen Welt. Der eigene Wille, aus dem Dreck
herauszukommen.

Ich finde deine Berichte sehr gut, ja heutzutage mutig,
auch die Parallelen zu anderen Besiegten.

Gruss
Nescio

ja ja der max
auch ich lese die max beiträge immer mit grossem interesse. sehr informativ und fundiert. jder versteht es.

danke max

grüsse und frohe ostern

markus

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

Wie schon gesagt, ich weiß gar nicht, warum ich das alles
geschrieben habe.

Vielleicht, um dich gegen solche Historiker zu wehren, die zwar
die historische Bedingtheit ihres eigenen Standpunktes abstrakt
zugeben mögen, de facto aber „imbedded historians“ sind ?

Die dann gross-(bzw. hoch-)mütig Tipps geben wie z.B.:
„Weite Deinen Blick! (Andreas Gorsler, 26.3.2004 17:05)“

Gruss
Nescio

Hallo Max!

Es gab Gewalt durch DP (Displaced Persons),
durch deutsche entlassene Soldaten, die nach Haus wollten.
durch entlaufene deutsche Kriegsgefangene, die nach Haus
wollten,
auch durch Besatzungssoldaten, aber das wohl fast nur in
Ostdeutschland.

Und die Wlassow und nichtdeutschen Waffen SS Truppen? Was haben die nach dem Krieg gemacht, sind da keine Trupps mehr durch das Land gezogen? Praktisch hatten die ja nichts mehr zu verlieren. Meine Oma hat mir erzählt das die Gegend(Bautzen) hier teilweise von Wlassow Truppen verteitigt wurde. Wo die nach Kriegsende hin sind wusste sie aber auch nicht.
Alles was ich weiss ist, das die Wlassow Leute die bei den Westallierten gefangen waren, glorreicherweise an die SU und damit in den sicheren Tod ausgeliefert wurden.

Von einem Augenzeugen weiss ich, das es hier kurz nach Kriegsende einen Anschlag auf einen Zug gab. Laut seiner Ausage ist der Zug auf eine Minie gefahren. Dabei soll es einige Tode gegeben haben. Wer den Anschlag verübt hat wusste er aber nicht.

Gruss Jan

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Wie ich gehört habe, haben einige deutsche und andere Partisanen noch über 10 Jahre gegen die Russen gekämpft (im Kaukasus).