Kätzchen wird immer ablehnender

Hallo,

ich habe seit dem 5.8.07 ein Kätzenmädchen was da knapp 8 Wochen war. Sie hat mit ihrer Mutter und 3 Geschwistern zwar bei einer Familie gelebt, waren aber viel draußen im Garten unterwegs.
Sie macht aber hier keine Anstalten, daß es sie nach draußen zieht.
Nun zu meiner Unsicherheit und was mich etwas traurig macht:
Von Anfang an konnte man sie hochnehmen ( zwar nicht extrem lange - aber paar Minuten.) Manchmal bliebsie sogar sehr lange auf Schulter oder Brust liegen). Jetzt wehrt sie sich schon fast beim hochnehmen. Auch konnte man sie lange kraulen, während sie sich auf der Couch so an oder aufs Bein gekuschelt hat. Jetzt kommt sie zwar auch noch an/aufs
Bein- schnurrt, lässt sich aber nicht lange streicheln. Haut dann 1m weiter ab-legt sich und schnurrt.
Achso, wenn man länger streichelt oder sie hochbehält versucht sie zu beissen/kratzen.

Ich finde das schade, hätte ich doch gerne wieder ein ganz nähesuchendes und zutrauliches Kätzchen gehabt…
Woran liegt diese nun so rasante (innerhalb 4 Tage) Veränderung?
Kann ich das nicht noch irgentwie beeinflussen? Sie ist ja noch jung.
Und noch was: Gibt es einen bestimmten Griff, wie man eine Katze halten kann ohne das man ihr oder sie mir weh tun kann. Wenn ich sie z.B. bürsten will- was sie auch nicht mag. Wie halten Tierärzte, wenn sie das Tier behandeln müssen?

Danke- LGTinka

hi

Von Anfang an konnte man sie hochnehmen ( zwar nicht extrem
lange - aber paar Minuten.) Manchmal blieb`sie sogar sehr
lange auf Schulter oder Brust liegen).

da war sie noch „baby“ und hat mehr körperkontakt gebraucht - du hast ihr die Katzen-Familie ersetzt

Jetzt wehrt sie sich schon fast beim hochnehmen.

jetzt ist sie ein pubertierender Teenager mit dem charme eines Kaktus ;o)

Jetzt kommt sie zwar auch noch an/auf`s
Bein- schnurrt, lässt sich aber nicht lange streicheln. Haut
dann 1m weiter ab-legt sich und schnurrt.

nunja sie wird älter selbständiger und gehört wohl eher zu denen, die nicht so viel Körpernähe brauchen

Achso, wenn man länger streichelt oder sie hochbehält versucht
sie zu beissen/kratzen.

wenn du auch nicht auf sie hörst ;o) … und einfach deinen Willen gegen ihren durchsetzen willst - wie soll sie sich sonst wehren ?

Ich finde das schade, hätte ich doch gerne wieder ein ganz
nähesuchendes und zutrauliches Kätzchen gehabt…

dann hättest du dir kein junges Kätzchen holen sollen von dem man NIE weiss wie sie sich wirklich entwickeln, sondern eine ältere Katze aus dem Tierheim von der man dann weiss ob sie schmusig und menschenbezogen ist

Woran liegt diese nun so rasante (innerhalb 4 Tage)
Veränderung?

sie wird erwachsen - ODER es tut ihr etwas weh (? gibt es ein ebestimmte stelle an der sie sich nich tberühren lassen möchte) ) - ODER du gehst ihr auf den Zeiger ;o)

Kann ich das nicht noch irgentwie beeinflussen?

Charakter kann man nicht ändern - du kannst nur versuchen ihr das Zusammensein mit dir für SIE so schön wie möglich zu machen, indem du sie in Ruhe lässt wenn sie in Ruhe gelassen werden möchte … je mehr du hinterher ihr her bist und sie bekuscheln willst, desto mehr wird sie sich zurückziehen

Und noch was: Gibt es einen bestimmten Griff, wie man eine
Katze halten kann ohne das man ihr oder sie mir weh tun kann.
Wenn ich sie z.B. bürsten will- was sie auch nicht mag. Wie
halten Tierärzte, wenn sie das Tier behandeln müssen?

wenn sie sich garnicht bürsten lassen will, wirst du keine chance haben … mach es ihr so angenehm wie möglich und hör auf wenn sie nicht mehr möchte, dann wird sie eher bereit sein es auch mal länger zu ertragen

Gruß H.

Hai, Tinka,

wir haben zwei Kater und einer von beiden ist auch so drauf. Hochheben ist bei dem absolut unbeliebt - höchstens mal ganz kurz, um ihn woanders hinzusetzten - obwohl man ihn als Jungtier auch rumschleppen konnte.
Wenn er aber der Meinung ist, daß jetzt Schmusetime angesagt ist, dann wird er richtig aufdringlich und klettert auf den Schoß, ob Mensch nun will oder nicht.

Nun zu Deiner Mieze: laß sie in Ruhe. Sprich mit ihr, wenn sie sich zu Dir liegt, streichel sie, wenn sie kommt, aber belästige sie nicht. Auch das Kämmen klappt am besten, wenn das Schnurrtier selbst zum Streicheln kommt; erst ein wenig streicheln, bis es schnurrt und dann kämmen, bis es nicht mehr mag (gleich aufhören, wenn nach dem Kamm/der Bürste gehangelt wird), dann wieder schmusen.

Das wird schon
Gruß
Sibylle

AN HEXERL-LEIDER HAST DU JA SCHON GELÖSCHT…, Hallo,

danke für Deine Antwort.
Ich glaube nur, da kam was falsch rüber. Ich möchte mein Kätzchen nicht ändern oder den Charakter verbiegen! Hatte mit meiner Anfrage nur auf vielleicht Tipps und Tricks gehofft, wie ich sie vielleicht in dem jungen Alter noch „überlisten/ überzeugen“ kann sich mehr ans hochnehmen und Körperkontakt zu gewöhnen.Im lieben und spielerischen Sinne.

Nichts weiter- habe seit 20 Jahren Katzen (immer Kater) - und da war das nie ein Problem.

LGTinka

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Sibylle,

erstmal Danke für Deine liebe Antwort!
Mein Fehler: Ich habe in meiner Grübelei über diese Sache vergessen zu schreiben, daß ich seit 20 Jahren Kater hatte. Auch mal mit Unterbrechung.
Mal von Baby an, mit 5 Monaten und mal erst mit 3 Jahren aus dem Tierheim.
Da war immer irgentwie alles anders- die konnte ich alle mit mir rumschleppen- eigentlich „lieb“ machen was ich will- auch auf dem Rücken… Und das ziehmlich schnell…
Wenn ich im Raum stand und hab auf meine Schulter geklopft, sind sie draufgesprungen…
Naja- wollte nur sagen mein Fehler, habmich falsch formuliert. Hatte nur vielleicht auf Tipps/ Tricks gehofft,meine Amy zu überzeugen mehr hochnehmen und Körpernähe zuzulassen. Will mein Kätzchen nicht verbiegen o.ä.. Aber ich lasssie erstmal- hast ja recht… :smile:)
Zum Bürsten: Habe ich bei ihr genauso versucht - aber is`ihr nix- fängt teils an zu spielen damit…
Ich könnte sie übers Fressen (richtig am Napf) dran gewöhnen - da lässt sie ne Zeit lang fast alles zu.
Da habe ich aber wieder " Katzenpsychologisch" irgentwie Bedenken… hm…
Was meinst Du?

LG an Dich Tinka

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hai, Tinka,

Mein Fehler: Ich habe in meiner Grübelei über diese Sache
vergessen zu schreiben, daß ich seit 20 Jahren Kater hatte.

Ahh - jetzat…
Ja - Kater und Katzen sind tätsächlich durchschnittlich anders drauf (es gibt einen Grund dafür, warum ich unser Rühr-mich-nicht-an gerne mal „Tucke“ nenne*)
Früher hatte ich fast nur Katzen und bin jetzt immer wieder übberrascht, was unsere Kater alles mit sich machen lassen.

Kater neigen eher dazu, etwas polteriger zu sein, wilder zu spielen, sich auch gerne mal durchzausen zu lassen und heftiges Knuddeln als Schmuseeinheiten zu akzeptieren.
Katzen sind schon eher etepetete - man schätzt es gar nicht, das Fell verwuschelt zu bekommen, ist (noch) eigensinniger, spielt eher jagen als raufen - man ist eine Dame (außer, wenn man sich gerade wild fühlt).

Kater sind Kumpel - Katzen sind Freundinnen…

Hat der Büchsenöffner sich aber daran gewöhnt, Madame angemessen zu bitten, dann lässt sich Madame auch gelegentlich dazu herab, Kunststückchen zu vollführen, oder geruht auf dem Schoß zu ruhen, sofern nicht jedesmal prompt ihre sorgfältig gelegte Frisur zerzaust wird…

Zum Bürsten: Habe ich bei ihr genauso versucht - aber is`ihr
nix- fängt teils an zu spielen damit…

Ja - ähh - logo - völlig normal
Am Anfang schafft man höchstens mal zwei Züge durchs Fell, eh die Miez Einspruch erhebt… gleich aufhören, Katze bespielen und/oder wieder in Kuscheltrance schmusen und dann erst weiter machen. Eventuell auch mal einen Kamm statt einer Bürste probieren und nicht von der Wuchsrichtung abweichend kämmen - Katzen sind in dem Punkt empfindlicher (zickiger), als Kater.

Ich könnte sie übers Fressen (richtig am Napf) dran gewöhnen -
da lässt sie ne Zeit lang fast alles zu.

Neee - dit iss nüscht - stell Dir vor, an Dir wurschtelt jemand während des Essens rum…

Gruß
Sibylle
*weia - das gibt wieder Schimpfe wegen mangelnder PC *gg*

Hallo Tinka,

Kater sind ja viel leichter vom „Menscheln“ zu überzeugen als Katzen!

Meine eine Katze, die bereits 11 Monate alt war, als ich sie bekam, und die keinen Menschenkontakt bewohnt war, konnte ich bis zum Schluss nicht auf den Arm nehmen. Bauch kraulen war immer tabu!

Da bleibt nur eins: Respektieren!

Sie hatte auf eine andere Art ihre Zuneigung gezeigt (wenn auch am Anfang sehr spärlich). Anfangs ließ sie sich kaum anfassen. Nach zwei Jahren kam sie aber immer auf meinen Schoß, wenn ich am Schreibtisch saß, und krabbelte unter meinen Pullover - und im Bett war Standard, dass sie unter die Decke wollte. Letztlich war sie mit ihrer Art die anhänglichste Katze, die ich je hatte. Aber sie „hasste“ es, bedrängt zu werden. Ich habe sie einfach machen lassen - so, wie sie wollte. Schmusen hieß dann einfach nur erst einmal Hand hinhalten, an der sie ihr Köpfchen rieb.

Mein Kater ist da GANZ anders: Der krabbelt einem schon fast die Beine hoch, da er es liebt, auf den Arm genommen zu werden.

Kurz und gut: Nimm Deine Kleine, wie sie ist. Je zurückhaltender Du bist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie Deine Nähe suchen wird. Eine „richtige Schmusekatze“ (so, wie Du es gewohnt bist) wirst Du aus ihr wohl nicht machen. Aber mit kleinen Ritualen wirst Du gewiss auch Schmuseanfälle bei ihr auslösen!:smile:

Viel Geduld und Spaß

Kathleen