Hallo! Ich habe versucht, herauszufinden, ob Kaffee eigentlich schädlich ist, oder nicht. Weiters, ob koffeinfreier besser oder schlechter ist. Meine Recherchen haben leider viel zu viel verschiedene Meinungen ergeben, daher meine Frage: wieviele Tassen Kaffee am Tag sind unbedenklich, und ist koffeinfreier besser oder schlechter? Danke schon im Vorraus!
Das ist sicher von Fall zu Fall verschieden. Einige Menschen vertragen mehr, andere besser weniger Kaffee. Das kann man ja selbst austesten.
Entcoffeinierter Kaffee ist sicher nicht besser und auch nicht schlechter, die Wirkung ist bekanntlich nur eine andere.
Ein Mensch mit zu niedrigem Blutdruck z.B. tut sicher gut daran, Kaffee MIT Coffein zu trinken, der bluthochdruckbelastete Mensch verzichtet auf Coffein.
Hallo Daniela
Ich habe so im Laufe meines (Mediziner- und Normalsterblichen-)Lebens den Eindruck gewonnen, dass Kaffee zu jenen Drogen gehört, die ganz unterschiedlich, vor allem: unterschiedlich STARK auf die verschiedenen Menschen wirken.
Ich kenne Leute, die können noch abends ne Kanne Kaffee trinken und schlafen wie die Ratzen, andere können nach einer einzigen (gekauten oder getrunkenen) Kaffeebohne kein Auge mehr zu tun.
Für mich selber ist Kaffee, so gut er mir schmeckt und ich ihn gern rieche, eine der stärksten Drogen überhaupt. Wenn ich zweimal am Tag ne Tasse Kaffee trinke, bin ich völlig fertig. Wenn ich abends auch nur einen Schluck Kaffee (oder ne Bohne) zu mir nehme, kann ich die Nacht vergessen, jedenfalls was Schlafen betrifft. 
Ich bin dazu übergegangen, weitesgehend auf Kaffee zu verzichten und trinke morgens grünen Tee.
Manchmal trinke ich enen Getzreide-Espresso zu einer süen Nachspeise in meinem Stammlokal. Ansonsten habe ich viel „Respekt“ vor dieser harten Droge.
Gruß,
Branden
Hallo! Ich persönlich vertrage Kaffee ganz gut, keine Einschlafschwierigkeiten und so … aber meine Frage ist: ich hab glaube ich bei Wikipedia gelesen, dass ein Konsum bis zu 4 Tassen am Tag dem Körper nicht schadet. Weiß jemand, ob das stimmt, bzw. hat jemand andere Angaben? Herzlichen DANK!
daher meine Frage:
wieviele Tassen Kaffee am Tag sind unbedenklich, und ist
koffeinfreier besser oder schlechter? Danke schon im Vorraus!
Das hängt von der Person ab, die den Kaffee trinkt. Eine gesunde, durchschnittliche Person verträgt langfristig drei Tassen täglich problemlos - nach neueren Studien hat das sogar eher positive Effekte (als der verzicht auf Kaffee)! Wo die Obergrenze liegt, wo die positiven Effekte überwiegen, weiß man nicht. Sicher macht aber die Dosis das Gift - zwei bis drei KANNEN pro Tag sind definitiv zu viel.
Koffeinfreier Kaffee ist nicht besser oder schlechter. Nur für Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann das Koffein bzw. dessen Abwesenheit wichtig sein. Koffein hat nur einen Effekt auf den Blutdruck. Alle anderen durch Kaffee beeinflußten Parameter (zB. Puls, Plasma-Katecholamine) sind nicht durch Koffein verursacht.
Jetzt noch zur weiteren Recherche. Vorweg eine Referenz, die im Titel schon wesentliches zusammenfasst:
McAuliffe K (2005) Enjoy! You thought coffee was bad for you? Actually, it seems to protect against all sorts of ills, from diabetes to liver cancer. US News World Rep. 139(23):67-8.
Es gibt viele aktuelle Studien zur Wirkung von Kaffee.
Erstmal ein paar aktuelle Übersichtsartikel:
_Homan DJ, Mobarhan S. (2006) Coffee: good, bad, or just fun? A critical review of coffee’s effects on liver enzymes. Nutr Rev. 64(1):43-6.
Higdon JV, Frei B. (2006) Coffee and health: a review of recent human research. Crit Rev Food Sci Nutr. 46(2):101-23.
van Dam RM. (2006) Coffee and type 2 diabetes: from beans to beta-cells. Nutr Metab Cardiovasc Dis. 16(1):69-77.
Dorea JG, da Costa TH. (2005) Is coffee a functional food? Br J Nutr. 93(6):773-82._
Dann noch einige neuere Originalarbeiten:
_van Gelder BM, et al.(2006) Coffee consumption is inversely associated with cognitive decline in elderly European men: the FINE Study. Eur J Clin Nutr. [Eupub]
Ohfuji S, et al. (2006) Coffee consumption and reduced risk of hepatocellular carcinoma among patients with chronic type C liver disease: A case-control study. Hepatol Res. [Eupub]
Rodrigues IM, Klein LC. (2006) Boiled or filtered coffee? : effects of coffee and caffeine on cholesterol, fibrinogen and C-reactive protein. Toxicol Rev. 25(1):55-69.
Larsson SC, et al. (2006) Coffee consumption and stomach cancer risk in a cohort of Swedish women. Int J Cancer. [Eupub]
Stark H. (2006) Coffee against Parkinson disease? Pharm Unserer Zeit. 35(3):188.
Andersen LF, et al. (2006) Consumption of coffee is associated with reduced risk of death attributed to inflammatory and cardiovascular diseases in the Iowa Women’s Health Study. Am J Clin Nutr. 83(5):1039-46.
Lopez-Garcia E, et al. (2006) Coffee consumption and coronary heart disease in men and women: a prospective cohort study. Circulation 113(17):2045-53.
van Dam RM, et al. (2006) Coffee, caffeine, and risk of type 2 diabetes: a prospective cohort study in younger and middle-aged U.S. women. Diabetes Care. 29(2):398-403._
Was so alles untersucht wird…:
Guarraci FA, Benson A. (2005) „Coffee, tea and me“: moderate doses of caffeine affect sexual behavior in female rats. Pharmacol Biochem Behav. 82(3):522-30.
Rausgekommen ist da übrigends, dass Kaffe - zumindest bei Ratten - nicht nur den Bewegungsdrang, sondern offensichtlich auch die Libido steigert…
Als Ansatzpunkt für ernsthafte Recherchen kann ich Dir einen Blick hierrein empfehlen:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/
Die Suche nach „Coffee[title]“ brachte u.a. die o.g. Artikel zum Vorschein.
LG
Jochen
Zusatzfrage: Espresso
Hallo!
Espresso soll gesünder, leichter verträglich sein als normaler Kaffee.
Ist da was dran?
Also - vormittags und nach dem Essen eine, gelegentlich zwei Tassen haben für mich schon fast Kultstatus. Das ist ja nach dem bisher Gesagten auch wohl kaum schädlich.
Gruss
Laika
Hi
ich finde ja. Espresso enthält entweder 100% oder einen sehr grossen Anteil Arabica, der deutlich wemiger Koffein enthält und ist anders geröstet.
HH
Hallo! Ich habe versucht, herauszufinden, ob Kaffee eigentlich
schädlich ist, oder nicht.
intravenös sicherlich. oral verabreicht - wie alles im leben - eine frage der dosierung.
wieviele Tassen Kaffee am Tag sind unbedenklich, und ist
koffeinfreier besser oder schlechter?
das ist individuell verschieden.
gruß
ann
Hallo,
das ist individuell verschieden
Und zwar sehr und noch verschiedener.
Ich habe selbst jahrzehntelang täglich bis zu 14 Tassen Kaffee durchschnittlicher Stärke getrunken, ohne spürbare Schäden davongetragen zu haben. Nun, da ich nicht mehr blutjung bin, hab ich nicht mehr das Bedürfnis nach solchen Mengen von dem braunen Stöffchen.
Ich kenne aber Leute wie Branden, auf die Kaffee wie irgendein anderes schweres Gift wirkt.
Grüße
MrsSippi
Hallo Laika,
Espresso soll gesünder, leichter verträglich sein als normaler
Kaffee.
Ist da was dran?
ja, da ist was dran. Beim Espresso hat das Wasser einen intensiveren aber weitaus kürzeren Kontakt zum Kaffeepulver. Außerdem ist das Wasser nicht ganz so heiß. Dadurch wandert beim Espresso einerseits Koffein, andererseits auch Röst- und Bitterstoffe nicht in dem Maße in den Kaffee als bei normalem Filterkaffee oder gar mit diesen komischen Stempelgeräten (buääh!) gemachter Kaffee. Aus diesem Grund ist der Koffeingehalt von Espresso nicht wesentlich höher als der von Kaffee und man nimmt mit einer Tasse Espresso sogar deutlich weniger Koffein auf als mit einer Tasse normalen Kaffees.
Was den Espresso verträglicher macht, ist aber nicht das Koffein selbst, sondern der geringere Gehalt an Röst- und Bitterstoffen, welche empfindlichen Mägen ziemlich zusetzen können. Außerdem wird Espresso i.d.R. stark gesüßt und schnell getrunken. Beides verringert die Entstehung von Oxydationsprodukten. Jeder kennt es: Wenn Kaffee der Raumluft ausgesetzt ist, z.B. in der offenen Kanne der Kaffeemaschine, wird er schnell bitter und unverträglicher, in einer abgeschlossenen, vollen Thermoskanne (mit wenig Luft) hingegen nicht bzw. erst sehr viel später, wenn die Thermoskanne teilweise entleert ist und mehr Luft darin ist.
Wer Magenprobleme hat, kann es ja mal mit löslichem Kaffee versuchen. Der ist (je nach Marke) wesentlich milder, weil darin nochmal viel weniger Röst- und Bitterstoffe enthalten sind als in Espresso. Er schlägt darum auch kaum auf den Magen.
Also - vormittags und nach dem Essen eine, gelegentlich zwei
Tassen haben für mich schon fast Kultstatus. Das ist ja nach
dem bisher Gesagten auch wohl kaum schädlich.
Ich brauche auch meine 2 Tassen Kaffee am Tag. Ich liebe guten Kaffee. 2 Tassen werden sicher kaum schaden, wenn man nicht gerade mit dem Magen zu tun hat. Auch wer an Kreislaufproblemen leidet, braucht nicht unbedingt auf seine Tasse Frühstückskaffee (so lange es bei der einen Tasse bleibt) zu verzichten. Es mag im Einzelfall ratsam sein, aber ich arbeite schon schon mehr als 10 Jahre auf einer großen Intensivstation und habe noch kein einziges Mal erlebt, dass einem Patienten der Kaffee verboten wurde. Die Dosis macht das Gift.
Lieben Gruß
Huttatta
Ein paar Tips
Wer Magenprobleme hat, kann es ja mal mit löslichem Kaffee
versuchen. Der ist (je nach Marke) wesentlich milder, weil
darin nochmal viel weniger Röst- und Bitterstoffe enthalten
sind als in Espresso. Er schlägt darum auch kaum auf den
Magen.
Ich gehöre zu solchen empfindlichen Leuten. Aber löslicher Kaffee schmeckt einfach pfui. Wer magenempfindlich ist, sollte zuerst versuchen Kaffee nicht mit süßen Sachen zu mischen. Das geht gar nicht. Da kann man dann gleich zwanzig Autobatterien mit Säure versehen, was dann der Magen so produziert.
Der nächste Schritt wäre die Umstellung auf koffeinfreien Kaffee. Parallel dazu bzw. als Alternative sollte ein magenschonender Kaffee versucht werden. Ich kann da ganz besonders „Idee-Kaffee“ von Darboven empfehlen. Der ist shcön kräftig aber sehr, sehr magenschonend. Es gibt zwei Varianten: „Classic“ mit und „Entkoffeiniert“ ohne Koffein.
Zum Glück hat man heute die große Auswahl. Niemand muß wegen Magen- oder Kreislaufproblemen mehr auf seinen Kaffee verzichten. Einfach ausprobieren, was einem persönlich am besten bekommt.
Benni
Hallo Branden
Ich selbst habe noch nie einen Kaffee getrunken.
Weiss aber gewiss das Kaffee körperlich abhängig macht und psychisch genauso.
Ich merke das immer wenn bei uns auf der Arbeit der Kaffeeautomat kaputt ist und die Leute sich darüber aufregen,aber wie
.
Kaffee ist ein Nervengift je mehr das man davon zu sich nimmt desto müder wird man davon.Man gewöhnt sich eben daran und wird abhängig davon.
Freundliche Grüsse vom Zitronenfalter